Blütenpracht im Spätsommer: Diese Pflanzen machen den Garten im August besonders schön

Bunte Sonnenhutblüten im Spätsommer leuchten im Beet und im Garten. Die farbenfrohen Sonnenhutblüten setzen im August lebendige Farbakzente im Garten.

Im August muss ein Garten keineswegs schon nach Saisonende aussehen. Ganz im Gegenteil: Viele Pflanzen erreichen erst jetzt ihren Höhepunkt und sorgen bis weit in den September hinein für Farbe.

Wer die richtigen Arten kombiniert, kann auch im Spätsommer noch einen abwechslungsreichen und lebendigen Garten genießen.

Sonnenhut bringt kräftige Farben ins Beet

Der Sonnenhut gehört zu den klassischen Spätsommerstauden.

Je nach Sorte erscheinen seine Blüten in Gelb, Orange, Rosa oder kräftigem Purpur.

Besonders schön wirkt er in Kombination mit Gräsern oder anderen spät blühenden Stauden.

Ein sonniger Standort und ein durchlässiger Boden sind ideal.

Einmal eingewachsen, kommen viele Sonnenhut-Arten auch mit vorübergehender Trockenheit vergleichsweise gut zurecht.

Fetthenne wird jetzt zum Insektenmagneten

Die hohe Fetthenne gehört zu den zuverlässigsten Pflanzen für den Spätsommer.

Ihre dicken Blätter speichern Wasser, wodurch sie auch längere trockene Phasen gut überstehen kann.

Ab dem Spätsommer öffnen sich die großen Blütenschirme und werden häufig von:

  • Bienen
  • Hummeln
  • Schwebfliegen
  • Schmetterlingen

besucht.

Damit eignet sich die Fetthenne hervorragend für naturnahe und trockenheitsverträgliche Gärten.

Dahlien blühen bis zum ersten Frost

Dahlien gehören im August zu den auffälligsten Gartenpflanzen.

Es gibt sie in unzähligen Farben, Formen und Größen.

Damit die Pflanzen möglichst lange neue Blüten bilden, sollten verwelkte Blüten regelmäßig entfernt werden.

Hoch wachsende Sorten benötigen außerdem häufig eine Stütze, damit schwere Blütenköpfe bei Wind oder starkem Regen nicht abbrechen.

Herbst-Anemonen bringen Leichtigkeit ins Beet

Herbst-Anemonen beginnen je nach Sorte bereits im Hoch- oder Spätsommer zu blühen.

Ihre meist weißen oder rosafarbenen Blüten stehen auf langen, feinen Stielen und wirken besonders elegant.

Sie passen hervorragend in halbschattige Staudenbeete und unter lichte Gehölze.

An geeigneten Standorten können sie sich über Jahre zu größeren Beständen entwickeln.

Zinnien lieben Sonne und Wärme

Zinnien gehören zu den schönsten einjährigen Sommerblumen.

Sie lieben sonnige, warme Standorte und blühen bei guter Pflege bis in den Herbst.

Besonders attraktiv sind sie in Bauerngärten und bunten Sommerbeeten.

Auch bei ihnen gilt:

Regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten fördert die Bildung neuer Knospen.

Lavendel nach der Blüte pflegen

Viele Lavendelsorten haben ihre Hauptblüte im August bereits hinter sich.

Nun kann ein leichter Rückschnitt sinnvoll sein.

Dabei werden vor allem die verblühten Blütenstände entfernt.

Wichtig ist jedoch, nicht tief in altes, stark verholztes Holz zu schneiden. Lavendel treibt daraus häufig nur schlecht wieder aus.

Das deutsche Gartenmagazin Gartenblues empfiehlt deshalb einen maßvollen Sommerschnitt, der die Pflanze kompakt hält, ohne sie unnötig zu schwächen.

Auch Gräser werden jetzt interessant

Ziergräser werden im Spätsommer häufig besonders attraktiv.

Ihre Blütenstände bringen Bewegung und Struktur in Beete und harmonieren hervorragend mit Stauden.

Beliebte Kombinationen sind beispielsweise:

Fetthenne + Ziergras

Sonnenhut + Federgras

Herbst-Anemone + Gräser

Diese Pflanzungen sehen nicht nur im August schön aus. Viele Blütenstände bleiben auch im Herbst und Winter dekorativ.

Im August nicht zu stark düngen

Bei mehrjährigen Stauden sollte die Düngung gegen Ende des Sommers langsam reduziert werden.

Eine starke Stickstoffversorgung kann sehr weiche neue Triebe fördern, die vor dem Winter möglicherweise nicht mehr ausreichend ausreifen.

Bei Balkonpflanzen, die noch über Wochen weiterblühen sollen, kann dagegen weiterhin eine angepasste Versorgung notwendig sein.

Entscheidend ist also immer die jeweilige Pflanzenart.

Blüten nicht komplett für den Winter entfernen

Verblühte Samenstände müssen nicht immer sofort abgeschnitten werden.

Viele Pflanzen bieten später:

  • Nahrung für Vögel
  • Unterschlupf für Insekten
  • interessante Strukturen im Wintergarten

Ein naturnaher Garten darf deshalb im Spätsommer ruhig etwas weniger perfekt aussehen.

Gerade darin liegt häufig sein besonderer Reiz.

Der August ist nicht das Ende der Blütensaison. Mit Sonnenhut, Fetthenne, Dahlien, Herbst-Anemonen und Ziergräsern beginnt für viele Gärten jetzt sogar eine der schönsten Phasen des Jahres.

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