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	<title>Derangierte Einsichten &#187; sexualität</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>S und eMma</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 10:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[bdsm]]></category>
		<category><![CDATA[emma]]></category>
		<category><![CDATA[grusel]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin gerade über die Seite der Emma gestolpert worden, die sich in ein paar Beiträgen mit BDSM auseinandergesetzt hat. So auch im Frühjahr 2010, also noch recht aktuell. Da kann man online nachlesen, wie sich die Zeitschrift einmal Pat Califia nähert, und wie sie sexuelle Phantasien erklärt. Es gruselt sich dabei ganz schön. Zuerst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gerade über die Seite der Emma gestolpert worden, die sich in ein paar Beiträgen mit BDSM auseinandergesetzt hat. So auch im Frühjahr 2010, also noch recht aktuell. Da kann man online nachlesen, wie sich die Zeitschrift einmal <a href="http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2010/fruehling-2010/pat-und-patrick-califia/" target=_blank>Pat Califia</a> nähert, und wie sie <a href="http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2010/fruehling-2010/sexuelle-fantasien-und-ihre-ursachen/" target=/blank>sexuelle Phantasien</a> erklärt.</p>
<p>Es gruselt sich dabei ganz schön.<br />
<span id="more-4227"></span><br />
Zuerst zu Pat Califia: Pat wurde bekannt, weil er lesbischen SM propagierte. Damals lebte Pat noch als Frau und lebte auch mit einer Frau zusammen. Heute lebt er als Mann mit einem weiteren Transmann zusammen. Für die Emma liest sich das so:</p>
<blockquote><p>Das Ganze wäre nicht der Rede wert, wenn Patrick nicht als Pat sexuelle Praktiken für Frauen propagiert hätte, die unübersehbar aus der Schwulenszene kamen. Praktiken, die in Wahrheit auch so manchem Schwulen selbst zu schaffen machen und eher das Resultat einer männlich übersteigerten und brutalisierten Sexualität sind als einer sexuellen Befreiung. Jetzt kennen wir also die Wahrheit: Pat/Patrick hatte noch nie eine lesbische, sondern immer schon eine schwule Identität.</p></blockquote>
<p>Sadomasochismus = männlich übersteigerte und brutalisierte Sexualität. Damit haben sogar homosexuelle Männer zu kämpfen, was zeigt, dass so etwas für Frauen – lesbische Frauen im Besonderen – ganz und gar unnatürlich ist. Califias Neigung wird hier durch seine Transidentität biologisiert.</p>
<p>Wie sieht es nun mit Fantasien aus? Emma zitiert eine Studie, nach der 25% der Befragten SM-Fantasien hatten. Frauen eher devot-masochistische, Männer eher dominant-sadistische. </p>
<blockquote><p>Es waren die Feministinnen, die in den frühen 1970er Jahren begonnen haben, über ihre Fantasien zu reden. Und zwar in den so genannten Consciousness Raising Groups (CR-Gruppen). In diesen „Bewusstwerdungsgruppen“ sprachen Frauen unter sich und über sich. Ihr Erschrecken war groß, als sie feststellten, dass auch sie selber masochistische Fantasien hatten.</p>
<p>Die Feministinnen fragten sich also: Warum? Und sie fanden Antworten. Schließlich hatte bereits die Analytikerin und Freud-Kritikerin Karen Horney (1885–1952) die Behauptung, Frauen seien „von Natur aus masochistisch“, scharf kritisiert und darauf hingewiesen, dass die sexuelle Passivität und Unterwerfung von Frauen das Resultat ihrer Passivität und Unterwerfung im realen Leben sei.</p></blockquote>
<p>Die Emma schafft es, gleichzeitig über das Aufbrechen von Tabus zu sprechen und der Befreiung, weil Frauen über ihre Fantasien sprechen – und darüber, dass SM-Fantasien erschreckend sind.</p>
<blockquote><p>Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen sexuellen Fantasien und Kindheitsgeschichte. Die Fantasien haben fast immer etwas mit frühkindlichen Prägungen oder gar Verletzungen und Traumata zu tun.</p>
<p>Versteht sich, dass der sexuelle Missbrauch – jedes dritte bis vierte Mädchen, jeder zehnte Junge scheinen davon betroffen – eine zentrale Rolle spielt. Es können aber auch andere Demütigungen oder schockierende Verluste zur Initialzündung von sexuellen Fantasien werden.</p></blockquote>
<p>Verletzungen oder Traumata. Die Emma beschreibt von Leserinnen, die von ihren Fantasien gequält werden, und anstatt sie zu beruhigen, bestätigt sie: Das ist Unterdrückung, das sind Traumata. Das ist erschreckend. Und natürlich Ausdruck männlicher Sexualität, hat also bei Frauen nichts zu suchen. Da schreibt die Emma über ihre Artikel aus den 70ern und findet anscheinend nichts an diesen 40 Jahre alten Behauptungen auszusetzen. </p>
<p>BDSM ist immer noch Vergewaltigung und Zwang und Ekelig.</p>
<p>Ganz davon ab, dass hier eine Menge Menschen pathologisiert werden, die das nicht verdienen; dass hier eine Menge Menschen vergessen werden – sind dominante Frauen nun besonders schwul?; dass hier Geschlechter über einen ganz großen Kamm geschoren werden. Nehmen wir mal an, eine Frau verarbeite ihre Traumata mit SM-Fantasien und hat dadurch ein gutes Sexleben: wo zum Henker ist da das Problem?</p>
<p>Schockierend, was sich das angebliche Flaggschiff des deutschen Feminismus da heutzutage noch erlaubt. Für mich ein klares Zeichen, dass Emma (und Alice Schwarzer) nicht mehr die Vorhut sind, sondern Teil des nachrückenden, konservativen Establishments wurden.</p>
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		<title>Premium:Freizügigkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 05:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Passwort]]></category>
		<category><![CDATA[offenheit]]></category>
		<category><![CDATA[rücksichtnahme]]></category>
		<category><![CDATA[sex im freien]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[There is no excerpt because this is a protected post.]]></description>
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		<title>Science&#8230; oder so</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 05:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[evolutionäre psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>
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		<category><![CDATA[usinnsforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Folgendes meldete mein Newsreader: Große Internet-Studie enthüllt, dass wir alle pervers sind. Und oh je, ist das ein riesengroßer Müll. Erstens: Der »Studienleiter« forschte vorher über biologische Abwehrmöglichkeiten für die US-Regierung. Also schon mal ein Fachmann. Zweitens: Die »Studie« ist eine Analyse von Internet-Suchbegriffen. Damit kann man aussagen, wonach im Internet gesucht wird. Ansonsten nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgendes meldete mein Newsreader: <a href="http://www.nypost.com/p/news/opinion/books/you_re_not_as_kinky_as_you_think_PLXiPzN4aUnTjKK1asmWMK/0" target=_blank>Große Internet-Studie enthüllt, dass wir alle pervers sind</a>.</p>
<p>Und oh je, ist das ein riesengroßer Müll.<br />
<span id="more-3746"></span><br />
Erstens: Der »Studienleiter« forschte vorher über biologische Abwehrmöglichkeiten für die US-Regierung. Also schon mal ein Fachmann.</p>
<p>Zweitens: Die »Studie« ist eine Analyse von Internet-Suchbegriffen. Damit kann man aussagen, wonach im Internet gesucht wird. Ansonsten nicht viel.</p>
<p>Und dann geht es in die »Erkenntnisse«:</p>
<blockquote><p>Straight men enjoy a wider variety of erotica than imagined, including sites devoted to elderly women and transsexuals</p></blockquote>
<p>Heterosexuelle Männer finden eventuell ältere Frauen oder Transsexuelle reizvoll? Wieso ist das eine größere Bandbreite, als man sich vorstellen kann? Die Lösung folgt auf dem Fuße:</p>
<p><blockqoute>Foot fetishes aren’t a deviance; men are evolutionarily wired to look for small feet, which are a sign of high estrogen production, which itself is a sign of fertility.</blockqoute></p>
<p>Die sind nämlich von der evolutionär-biologischen Schiene. PZ Myers hat sich ja letztens kurz Mal der Idee angenommen, die Größe der Finger sei <a href="http://scienceblogs.com/pharyngula/2011/04/the_new_palmistry.php?" target=_blank>besonders aussagekräftig</a>, hier sind es also kleine Füße, die evlutionär bedingt erregend sind. Und darum sind ältere Frauen (also nicht reproduktionsfähige Frauen) und Transsexuelle (ebenfalls nicht reproduktionsfähig) auch so überraschend. Aber ein Fußfetisch &#8211; im engeren Wortsinn ist ein Fetisch für die sexuelle Befriedigung notwendig &#8211; lässt sich evolutionär erklären, obwohl Füße auch nicht schwanger werden.</p>
<p>Und so geht es weiter. Da wird beschrieben, wer wovon fantasiert, wer auf welches Körperteil achtet &#8211; wie ergibt sich das aus einer Analyse von Suchergebnissen? Wird das daraus abgeleitet, wie viele Leute »heißer Hintern« suchen? Welche Suchergebnisse zählen wozu? Woher wissen die überhaupt, ob Suchende schwul oder heterosexuell sind, und existiert für die auch Bisexualität?</p>
<blockquote><p>“The research, as far as I can tell, is pretty damn sound,” says Dr. Stephen Snyder, a sex therapist in private practice in Manhattan for over 20 years. “They worked very hard to acquire a large data set, and they found some very, very interesting stuff.”</p></blockquote>
<p>Doktor Snyder liegt falsch. Was hier gemacht wurde, ist dasselbe wie in großen Astrologie-»Studien«. Man sammelt einfach nur Daten und schaut, ob irgendwo etwas zu erkennen ist, und dann ist der Löwe eben ein Sportler und die Waage-Frau kann gut rechnen. Hier liegen keine Hypothesen zugrunde, geschweige denn, dass hier irgendwas gezeigt oder widerlegt wurde. Geschweige denn, dass hier Streubreiten erkennbar wären: Ich verweise noch einmal auf den Link zu PZ Myers und die Streuung von Fingerlängen, die er grafisch darstellt. So sind dann hier auch alle Frauen nicht an Sex interessiert, sondern Romantik, und bei Männern umgekehrt.</p>
<p>Natürlich ist hier auch wieder die alte Geschichte von wegen Männer sind visuell stimuliert, Frauen rundherum &#8211; was sich in neueren Studien allenfalls in geringem Maße bewahrheitet. Und alle Unterschiede sind auch zwangsläufig evolutionär bedingt &#8211; ansonsten würden Frauen doch in der Freiheit des Netzes genau dasselbe suchen wie Männer, oder?</p>
<p>Letzten Endes wurden hier einfach Internet-Suchen von irgendwelchen Menschen angesehen. Über die Zusammensetzung der Suchenden ist nichts bekannt, noch über die Gründe der Suche. Der Artikel schließt mit dem Zugeständnis, keine empirischen Daten zu haben, und fragt: »Kann es bei einem Thema wie Sexualität überhaupt empirische Daten geben?«</p>
<p>Allein diese Frage zeigt, wie daneben der Artikel und nach allem, was man liest, auch die sogenannte Studie sind. Ich meine, seien wir mal ehrlich: da hat jemand Internetsuchen zusammengefasst, sich aus irgendwelchen Pop-Theorien ein Gerüst für das gezimmert, was er gesehen hat, und ein Buch geschrieben, das er nun verkauft.</p>
<p>Und so verlieren Menschen Respekt vor der Wissenschaft. Mit so einem Humbug.</p>
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		<title>BDSM und Traumata</title>
		<link>http://p-pricken.de/2011/02/bdsm-und-traumata/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 23:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[bdsm]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema ist ein heißes Eisen. Schnell wird abgeblockt, weil BDSM nicht pathologisiert werden soll: BDSM ist keine Krankheit, BDSM&#8217;ler sind nicht krank. Das kann aber kontraproduktiv sein. Denn ganz sicher haben nicht alle BDSM&#8217;ler psychische Probleme. Aber keiner? Das wäre nun wirklich ein Wunder, denn in der normalen Bevölkerung hat ja ein Teil diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema ist ein heißes Eisen. Schnell wird abgeblockt, weil BDSM nicht pathologisiert werden soll: BDSM ist keine Krankheit, BDSM&#8217;ler sind nicht krank. Das kann aber kontraproduktiv sein.</p>
<p>Denn ganz sicher haben nicht alle BDSM&#8217;ler psychische Probleme. Aber keiner? Das wäre nun wirklich ein Wunder, denn in der normalen Bevölkerung hat ja ein Teil diese Probleme.</p>
<p>Dieser Beitrag soll nicht dazu dienen, solche Menschen bloßzustellen, aber das Thema anzugehen, das eben leider oft tabuisiert wird.<br />
<span id="more-3300"></span></p>
<blockquote><p>[E]ine 2008 durchgeführte Untersuchung  ergab, das 8,6% der (&#8230;) befragten Masochistinnen und 7,6% der (&#8230;) befragten Switcherinnen im Rahmen einer psychologischen oder psychiatrischen Behandlung die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung erhalten hatten. Im Vergleich hiermit hatten überzufällig weniger Nicht-SMlerinnen (3,7%) und Sadistinnen (4,0%) eine Borderline-Diagnose. Bei diesen Werten muss berücksichtigt werden, dass weitaus nicht alle Menschen, die an Borderline leiden, frühzeitig eine professionelle Behandlung aufsuchen. Deshalb dürfte die tatsächliche Zahl der Betroffenen in allen Gruppen höher sein, als die der bereits offiziell diagnostizierten Menschen. </p>
<p>Zwischen den männlichen Gruppen fanden sich keine Häufigkeitsunterschiede. Das könnte unter anderem daran liegen, dass die Borderlinediagnose bei Männern allgemein deutlich seltener gestellt wird als bei Frauen und dass Männer, die ihre Aggressionen nicht gut kontrollieren können, keinen Anschluss an die BDSM-Szene finden würden.<br />
(&#8230;)<br />
Auch bei der Frage nach sexuellen Missbrauchserfahrungen vor dem achtzehnten Lebensjahr ergaben sich überzufällige Unterschiede unter den weiblichen Neigungsgruppen: 13,6% der Masochistinnen, 11,6% der Switcherinnen, 10,9% der Sadistinnen, aber nur 5,8% der Nicht-SMlerinnen wurden vor ihrem achtzehnten Lebensjahr sexuell missbraucht.</p></blockquote>
<p>So steht es in den Schlagzeilen 110<sup>[<a href="#bdsm-und-traumata-n-1" class="footnoted" id="to-bdsm-und-traumata-n-1">1</a>]</sup>.</p>
<p>Ich zitiere einfach mal weiter:</p>
<blockquote><p>Das bedeutet zunächst, dass die Mehrzahl der SMlerinnen weder eine Borderline-Persönlichkeitsstörung aufweist noch in der Kindheit sexuell missbraucht wurde. Der aktuelle Forschungsstand weist darauf hin, dass für das Zustandekommen jeder Art von sexueller Vorliebe ein Zusammenspiel unterschiedlicher genetischer, sozialer, psychologischer und sonstiger Einflüsse eine Rolle spielt. So kommt es, dass eine bestimmte sexuelle Neigung bei verschiedenen Personen durch unterschiedliche Einflüsse entsteht. Nach aktuellem Forschungsstand gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Entstehung einer sadomasochistischen sexuellen Neigung im Allgemeinen mit psychischen Erkrankungen oder Traumata zu erklären ist.</p></blockquote>
<p>Also alles gut? Jein.</p>
<p>Man sieht zumindest, dass BDSM eine höhere Zahl von Menschen mit den hier genannten Erfahrungen anzieht. Und wenn so etwas ungezielt geschieht, unbewusst, dann kann da m. E. durchaus Gefahr drohen, weil Traumata oder Persönlichkeitsstörungen durchbrechen:</p>
<blockquote><p>BDSM kann aber niemals eine Therapie ersetzen. In manchen Fällen wirken Sessions besonders positiv auf diese Untergruppe, doch ändert sich dadurch nichts an den eigentlichen Problemen, unter denen traumatisierte Menschen leiden. Um diese Probleme längerfristig und effektiv zu bewältigen ist eine Psychotherapie notwendig.</p></blockquote>
<p>Wird damit aber bewusst umgegangen, so haben auch Menschen mit bspw. MIssbrauchserfahrungen das Recht, BDSM zu leben, ohne dies dadurch zu entwerten oder zu »falschen« BDSM&#8217;lern zu werden. Was umgekehrt nicht bedeutet, dass es nicht Menschen gibt, die auf der Suche nach Selbst- oder Fremdzerstörung dort landen.</p>
<p>Wichtig ist meines Erachtens, dass man die Augen offen hält und, wie in anderen Bereichen auch, gefährliche Handlungen zumindest hinterfragt: wissen die Leute, was sie da tun? Ist das eine bewusste Entscheidung? Und ein Unwille, auch nur das Vorhandensein von psychologischer Auffälligkeit zu diskutieren, ist da ganz und gar nicht hilfreich, aber auch nicht, instinktive Urteile zu fällen. Fragen eben. </p>
<p>Wie überhaupt ein wenig Reflexion nicht schaden kann. Nicht, dass man die Neigung einem Schlüsselerlebnis zuordnen muss – das ist oft ohnehin im Nachhinein erst zurecht-erinnert. Oder hinterfragen muss, warum man denn jetzt bspw. auf rosa Elfenkostüme steht. Aber zumindest vielleicht wissen, <em>dass</em> man darauf steht, und vielleicht sogar wissen, dass die Idee des Fliegens an sich fasziniert – denn dadurch ergeben sich ja noch andere Möglichkeiten, z.B. Rollenspiel »Pilot – Flugzeug«.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2011/02/bdsm-und-traumata/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2011/02/bdsm-und-traumata/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2011/02/bdsm-und-traumata/" data-text="BDSM und Traumata"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2011/02/bdsm-und-traumata/','BDSM%20und%20Traumata')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F02%2Fbdsm-und-traumata%2F&amp;linkname=BDSM%20und%20Traumata" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F02%2Fbdsm-und-traumata%2F&amp;linkname=BDSM%20und%20Traumata" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F02%2Fbdsm-und-traumata%2F&amp;title=BDSM%20und%20Traumata" id="wpa2a_14">Share/Bookmark</a></p>
<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="bdsm-und-traumata-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> http://www.schlagzeilen.com/de/shop/122/122-110.htm // Die Untersuchung: Fragebogenauswertung zur Diplomarbeit „Ist das Persönlichkeitskonstrukt „Experience Seeking“ bei Sadomasochisten stärker ausgeprägt als bei Nicht-Sadomasochisten?“, http://benecke.com/pdf-files/Diplomarbeit_Sadomasochismus_2009_Wawrzyniak.pdf <a class="note-return" href="#to-bdsm-und-traumata-n-1">&#x21A9;</a></li></ol>
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		<title>Make it better!</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 10:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[kurz verlinkt]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[sind wir nicht alle ein bisschen queer?]]></category>

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		<description><![CDATA[Als weiteren Gegenentwurf zur It Gets Better-Kampagne gibt es Put this on the map1, wo sich zum Ziel gemacht wird, die Geschlechter- und Sexualitätskonventionen in der Schule aufzubrechen, und nicht auszuhalten. Tolles Video folgt. Reteaching Gender and Sexuality from PUT THIS ON THE MAP on Vimeo. via MädchenmannschaftShare/Bookmark]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als weiteren Gegenentwurf zur <em>It Gets Better</em>-Kampagne gibt es <a href="http://www.putthisonthemap.org/" target=_blank>Put this on the map</a><sup><a href="http://p-pricken.de/2011/01/make-it-better/#footnote_0_2615" id="identifier_0_2615" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="via M&auml;dchenmannschaft">1</a></sup>, wo sich zum Ziel gemacht wird, die Geschlechter- und Sexualitätskonventionen in der Schule aufzubrechen, und nicht auszuhalten. Tolles Video folgt.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/17101589" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/17101589">Reteaching Gender and Sexuality</a> from <a href="http://vimeo.com/user4461178">PUT THIS ON THE MAP</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2615" class="footnote">via <a href="http://www.maedchenmannschaft.net" target=_blank>Mädchenmannschaft</a></li></ol><p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2011/01/make-it-better/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2011/01/make-it-better/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2011/01/make-it-better/" data-text="Make it better!"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2011/01/make-it-better/','Make%20it%20better!')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F01%2Fmake-it-better%2F&amp;linkname=Make%20it%20better%21" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F01%2Fmake-it-better%2F&amp;linkname=Make%20it%20better%21" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F01%2Fmake-it-better%2F&amp;title=Make%20it%20better%21" id="wpa2a_18">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Premium:Mit dem Schmerz gehör ich dir</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 18:01:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[biografie]]></category>
		<category><![CDATA[buchkritik]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>

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		<title>Die Sexualisierung von Kindern?</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 23:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[must-read]]></category>
		<category><![CDATA[sexobjekte]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neuesten Sorgentrolle gehen um, und ihr Schlagwort lautet: Sexualisierung. Im Kampf um unsere Kinder kann man eben nicht konservativ und reaktionär genug sein, und wenn man dabei noch ein wenig auf (weiblicher) Sexualität rumhacken kann, umso besser. Oder mit anderen Worten: Sexualisierung von Kindern – warum nicht? Damit sich die Gemüter wieder abkühlen, erst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neuesten Sorgentrolle gehen um, und ihr Schlagwort lautet: Sexualisierung. Im Kampf um unsere Kinder kann man eben nicht konservativ und reaktionär genug sein, und wenn man dabei noch ein wenig auf (weiblicher) Sexualität rumhacken kann, umso besser.</p>
<p>Oder mit anderen Worten: Sexualisierung von Kindern – warum nicht?<br />
<span id="more-2224"></span><br />
Damit sich die Gemüter wieder abkühlen, erst einmal zur Weiblichkeit des Ganzen: der Vorwurf der Sexualisierung richtet sich nahezu einstimmig gegen junge Mädchen. Mädchen, die mit 11 oder 12 die Pille kriegen; Mädchen, die aufreizende Kleidung tragen; Mädchen, die Lady Gaga hören; Mädchen, die <em>pornografisch</em> tanzen.</p>
<p>Und wie lautet der Vorwurf? Sexualisierung. Was heißt das? Das heißt, Mädchen werden zu sexuellen Kreaturen <em>gemacht</em>. Ihnen <em>passiert</em> Sex. Denn Sex ist nichts, was Mädchen haben oder wollen, weder mit 12 noch mit 17 – übrigens haben die meisten Jugendlichen immer noch erst mit 16 Sex, die immer frühreifere Jugend ist ein <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,446108,00.html" target=_blank>Mythos</a>. Weibliche Sexualität ist passiv.</p>
<p>Was also ist die Gefahr? Dass Mädchen Sexualität entdecken und vereinnahmen? Wenn man bisweilen Proteste aus konservativen Kreisen oder gar der Plattenindustrie hört, kann man diesen Eindruck gewinnen. Sexualität ist etwas, das die Männer kontrollieren – vor allem, wenn es um Künstlerinnen geht. Sich da bedroht zu sehen, kann gewaltig am Ego kratzen.</p>
<p>Oder ist es etwa&#8230; sexuelle Objektifizierung? Oder gar sexueller Missbrauch? Ist die Kritik vielleicht, dass weibliche Sexualität in der Popkultur, von Modefirmen zur Ware gemacht wird, dass Frauen nur Sexobjekte ohne eigene Entscheidung sind, dass Videos Frauen nur als Schlampen oder Heilige inszenieren?</p>
<p>In manchen Fällen ist das sicher so: die eigentliche Kritik geht gegen die Art und Weise, wie mit weiblicher Sexualität Konsum getrieben wird. Aber die Vorwürfe wenden sich eben nicht gegen die Objektifizierung, sondern gegen die Sexualisierung – und damit werden die vermeintlichen Opfer ebenfalls zu Objekten gemacht. Dann streiten sich die Moralapostel mit ihren Gegnern darum, wer denn nun den Körper und die Sexualität der Mädchen besitzen darf. </p>
<p>Die Mädchen selber jedenfalls bestimmt nicht.</p>
<p>Um es noch einmal klarzustellen: Kinder und Jugendliche zu »sexualisieren«, finde ich nicht per se schlimm. Ein offener Umgang mit Sexualität und die Anerkennung, dass Menschen nun einmal sexuelle Kreaturen sind und sich deshalb diesbezüglich Interesse entwickelt, sind in meinen Augen wichtig und ein Zeichen von Menschlichkeit. Die Hysterie, mit der bisweilen auf Sexualität reagiert wird, ist für mich irrational und eher schädlich.</p>
<p>Kritikwürdig hingegen ist es, wenn Menschen allen Alters sexuell ausgenutzt oder sexuell objektifiziert werden – und bei Kindern und Jugendlichen handelt es sich dazu um Bevölkerungsgruppen, die es nicht »besser wissen«, und die aufgrund rein kommerziellen Interesses ausgenutzt werden. Wenn man das kritisiert, kritisiert man nicht unbedingt alle Andeutungen von Sexualität oder gar sexuellen Eigeninteresses bei den vermeintlichen Opfern.</p>
<p>Mein Problem hat also eher damit zu tun, dass Kritik an sexueller Objektifizierung, an Missbrauch als Kritik an Sexualisierung bezeichnet wird. Denn sexuell werden Kinder und Jugendliche ganz von alleine, und das ist eben nicht per se schlecht. Aber Sexualisierung ist Code für Objektifizierung, und damit wird im Diskurs ein differenzierter Standpunkt ausgeschaltet. Wer gegen Netzsperren ist, ist für Kinderschänder, und wer nicht gegen Sexualisierung ist, ist vielleicht sogar selbst einer. Und das nervt mich.</p>
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		<title>ZS: Engelei</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 22:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[biss]]></category>
		<category><![CDATA[blut]]></category>
		<category><![CDATA[mixed message]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[sind wir schon da?]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich trieb, ich träumte. Wo ich schwebte, unter dem dunklen Wasser, hörte ich das fröhlichste Geräusch, das mein Hirn heraufbeschwören konnte. (&#8230;) Es war ein weiteres Knurren. So beginnt ein Kapitel, in dem Stephenie Meyer sich nicht entscheiden kann. Einerseits will sie (und kann sie) die Actionszene nicht beschreiben. Denn nun passiert ja etwas: die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich trieb, ich träumte. Wo ich schwebte, unter dem dunklen Wasser, hörte ich das fröhlichste Geräusch, das mein Hirn heraufbeschwören konnte. (&#8230;) Es war ein weiteres Knurren.</p></blockquote>
<p>So beginnt ein Kapitel, in dem Stephenie Meyer sich nicht entscheiden kann. Einerseits will sie (und kann sie) die Actionszene nicht beschreiben. Denn nun passiert ja etwas: die Cullens kommen gerade noch rechtzeitig, um Bella zu retten. James beißt Bella noch, bevor er sich in den Kampf um sein Leben stürzt und diesen verliert. In anderen Romanen kommt es schon mal vor, dass die Hauptfigur sich dem Bösewicht erwehren kann, dann aber erschöpft und verletzt zusammenbricht, um im Krankenhaus wieder aufzuwachen. Bei Stephenie Meyer wäre die Tradition eher, dass die Hauptfigur ohnmächtig wird, bevor etwas passiert, und sie dann im Krankenhaus wieder aufwachen kann, damit ihr jemand die Action nacherzählen kann.</p>
<p>Nicht mal das gibt es hier.<br />
<span id="more-2331"></span><br />
Nein, Stephenie Meyer will beides: sich um die Action herummogeln <em>und</em> ein dramatisches Wiedersehen zwischen Edward und Bella. Also ist Bella für die nächsten Seiten in einer Zwischenwelt gefangen: sie ist unfähig, die Umgebung wirklich wahrzunehmen, und gleichzeitig hört und spricht sie normal, unterhalten sich alle relativ normal. Es ist, als sei Bella schwer verletzt und deliriös (gibts das auf deutsch?) und gleichzeitig bei vollem Bewusstsein. Und all das in einem Moment, in dem Stephenie Meyer auch die Schwülstigkeit ihres Ausdrucks in neue Höhen (oder auch Tiefen) treibt.</p>
<blockquote><p>Und dann wusste ich, dass ich tot war. Denn, durch das schwere Wasser, hörte ich das Geräusch eines Engels, der meinen Namen rief, mich in den einzigen Himmel rief, den ich wollte.<br />
(&#8230;)<br />
»Carlisle!«, rief der Engel, Schmerz in seiner perfekten Stimme. »Bella, Bella, nein, oh bitte, nein, nein!« Und der Engel schluchzte tränenlose, gebrochene Schluchzer.</p></blockquote>
<p>Der Engel schluchzte Schluchzer während Bella unter dem Wasser schwebt. Und all das ist eine religiöse Erfahrung für Bella; Edward ist tatsächlich ein Engel, der sie in den einzigen Himmel ruft, den sie erreichen will. Das ist keine Abkehr von Gott, sondern vielmehr eine Bestätigung desselben. Wie Bella kurz darauf denkt,</p>
<blockquote><p>Das konnte nicht der Himmel sein, oder? Dafür tat alles viel zu weh.</p></blockquote>
<p>Himmel, das heißt in dieser Betrachtungsweise, das Fehlen von Schmerz. Die halbgötterischen Vampire und speziell Edward sind also tatsächlich Engel, die den Himmel verheißen: nach einer kurzen Periode extremen Schmerzes im Fegefeuer des vampirischen Giftes sind alle Schmerzen vorüber – als Vampir hat man marmorne Haut und ist mehr oder weniger unangreifbar. Gleichzeitig bekommt die Liebesbeziehung zwischen den beiden hier einen explizit religiösen Charakter – ein weiteres Moment, das diese sogenannte Romanze als erstrebenswert kennzeichnet.</p>
<p>Bella hat von James eine Gehirnerschütterung und Platzwunde am Kopf sowie gebrochene Rippen und ein gebrochenes Bein – und einen Biss in die Hand abbekommen.</p>
<blockquote><p>»Er hat sie gebissen.« Carlisles Stimme war nicht länger ruhig, sie war voller Abscheu.</p></blockquote>
<p>Ich bin mir allerdings nicht sicher, was James nach Carlisles Meinung mit Bella tun wollte, wenn nicht beißen. Und nach fast fünfhundert Seiten geht mir die Konstruktion, nach der es nie die Figuren sind, sondern nur deren Stimmen, die eine Emotion besitzen, ziemlich auf die Nerven.</p>
<p>Jedenfalls bleibt nur eins: Edward muss das Gift aus Bellas Wunde saugen. Darauf komme ich gleich noch mal zurück, aber erst macht Stephenie Meyer etwas, das mir gefällt.</p>
<blockquote><p>Zuerst war der Schmerz noch schlimmer. Ich schrie und strampelte gegen die kühlen Hände, die mich festhielten.</p></blockquote>
<p>Traditionell ist der Biss eines Vampirs als Sexualmetapher eher mit Ekstase verbunden. Wer braucht Geschlechtsverkehr, wenn die Zähne den Hals penetrieren können? Natürlich passt es zu einer Abstinenzgeschichte, dass diese Metapher umgedeutet wird, dass Sexualität hier mit großen Schmerzen verbunden ist. Und es passt zu Stephenie Meyer, dass im selben Kapitel, in dem Vampirismus wieder einmal mit dem Himmel in Verbindung gebracht wird, Vampirismus eben durch diese Sexualmetapher zu einer Geschlechtskrankheit wird, oder aus Bellas Sicht vielleicht sogar einer Schwangerschaft (kurzzeitige Schmerzen und danach Erfüllung). Meyer will eben die Liebesbeziehung als perfekt und erstrebenswert schildern und gleichzeitig vor Sex warnen, und wie es sich für eine derart gespaltene Botschaft gehört, vertragen sich diese beiden Ideen nicht wirklich. Sieh nur, wie perfekt diese beiden füreinander sind, sie gehören zusammen! Bella muss einfach Vampirin werden! Aber, ähh&#8230; erst nach der Hochzeit!</p>
<p>Trotzdem gefällt mir die Idee, den Biss schmerzhaft zu gestalten. Ich hatte ja vor Jahren schon einmal vor, eine Vampirgeschichte zu schreiben, bei der ich aus Vampiren Monster mache. Nicht wie in <em>The Strain</em> zu Zombies, aber schon ein Spiel mit dem üblichen Mythos. Und ein schmerzhafter Biss hätte durchaus da reingepasst sowie die Frage, wer sich dann freiwillig den Vampiren opfert. Das Detail gefällt mir also, auch wenn es hier nicht ganz stimmig wirkt.</p>
<p>Aber zurück zu Edwards Rettungstat. James hat Bella gebissen, und wir wissen, dass im Speichel der Vampire ein Gift ist, das Menschen innerlich verbrennt und zu Vampiren macht. Also muss das Gift aus Bellas Körper – und Edward saugt es heraus. Kurz und knapp also:</p>
<p>Wenn Vampire Blut trinken, vergiften sie ihr Opfer. Edward trinkt Bellas Blut, um das Gift herauszuholen.</p>
<p>Das ist, als würde man, um einer Bienenstichallergie zu entgehen, eine zweite Biene noch mal auf dieselbe Stelle stechen lassen. Wie verhindert Edward, der seinen Mund über Bellas Wunde legt, dass sein Speichel in dieselbe kommt? Er macht doch dasselbe, was Vampire sonst auch mit ihren Opfern tun. Wieso vergiftet er Bella hier nicht?</p>
<p>Stephenie Meyer hat sich darüber nie Gedanken gemacht. Sie fand einfach die Idee romantisch, dass Edward Bella das Leben rettet.</p>
<p>Nach fast zehn Seiten, in denen Bella ihre Umgebung nicht wahrnimmt, wir aber Dialoge zu lesen bekommen, rettet Edward Bella denn auch. Der Geruch von Feuer erfüllt die Luft, weil Emmett und Jasper James nicht nur zerstückelt haben, sondern, wie es sich gehört, nun die Ballettschule abbrennen (und James darin) – und Bella darf endlich wirklich ohnmächtig werden, um im nächsten Kapitel und im Krankenhaus aufzuwachen. Wo Stephenie Meyer uns ihre Meinung zu geschiedenen Müttern sagt.</p>
<p><em>Dieses Buch könnte so viel besser sein, wenn&#8230;</em> wir vom Kampf und der Action irgendwas gesehen hätten.</p>
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		<series:name><![CDATA[Zwielicht am Sonnabend]]></series:name>
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		<title>Vergewaltigung durch Vortäuschung?</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/10/vergewaltigung-durch-vortauschung/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 14:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[frauenfeind]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[vergewaltigung]]></category>

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		<description><![CDATA[[Trigger-Warnung] Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, der zuerst danach aussah, als würde er tatsächlich einen Mann durch unsinnige Sexualmoral benachteiligen. Aber zum Glück relativierte sich das Ganze dann noch. Zuerst die ursprüngliche Geschichte: Eine Mann wurde in Israel zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er eine Frau »durch Vortäuschung« vergewaltigt haben sollte. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Trigger-Warnung]<br />
Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, der zuerst danach aussah, als würde er tatsächlich einen Mann durch unsinnige Sexualmoral benachteiligen. Aber zum Glück relativierte sich das Ganze dann noch.</p>
<p>Zuerst die ursprüngliche Geschichte: Eine Mann wurde in Israel zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er eine Frau »durch Vortäuschung« vergewaltigt haben sollte. Er hätte sich als Jude ausgegeben, obwohl er Araber war, und das Gericht stellte fest, dass die Frau niemals mit einem Araber ins Bett gegangen wäre. Also Vergewaltigung und Gefängnisstrafe.<br />
<span id="more-2219"></span><br />
Das klingt wie eine sehr komische Auslegung. Erst einmal ist Vergewaltigung unter Vortäuschung etwas, das ich sehr ungern höre. Und wenn der Sex ansonsten, wie es im <a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/arab-man-who-posed-as-jew-to-seduce-woman-convicted-of-rape-1.302895" target=_blank>Artikel</a> heißt, einvernehmlich war, dann kann ich keinen Grund sehen, warum so ein Detail strafbar sein soll. Was denn noch? Wenn man behauptet, reich zu sein, obwohl man arm ist? Single zu sein, obwohl man verheiratet ist? Vegetarier zu sein? Hm. Das einzig komische Detail war, dass diese Verurteilung Teil einer gerichtlichen Vereinbarung war&#8230; </p>
<p>&#8230; bevor ich jetzt zum zweiten Teil komme: Die Idee der Vergewaltigung durch vorgetäuschtes Jude-Sein bleibt bescheuert.</p>
<p>Was war also <a href="http://pennyred.blogspot.com/2010/09/zionism-chauvinism-and-rape-culture.html" target=_blank>passiert</a>? Die Frau hat den Mann nicht angeklagt, weil er sich als Araber ausgegeben habe. Die Überlebende hatte gesagt, dass dieser Mann sie vergewaltigt hatte (ganz ohne Vortäuschung) und sie dann nackt und blutend liegen ließ. </p>
<p>Warum wurde der Mann nicht deswegen verurteilt? Weil die Überlebende als Kind von ihrem Vater missbraucht wurde. Weil sie als Prostituierte gearbeitet hatte. Weil sie bereits mehrfach vorher vergewaltigt wurde. Und weil sie so traumatisiert war, dass die Staatsanwaltschaft Angst hatte, sie würde eine schlechte Zeugin abgeben.</p>
<p>Fazit: Frauen, die ihr Leben lang verprügelt und missbraucht werden, sind unglaubwürdig, wenn ihnen das wieder mal passiert. Vergewaltiger werden dann nicht zur Rechenschaft gezogen. Aber als Araber seinen Penis in die Vagina einer Jüdin einzuführen – das geht nun wirklich nicht.</p>
<p>So sieht es aus in der Vergewaltigungskultur. Wirkliche Vergewaltigung ist unglaubwürdig, aber ein schöner Vorwand für Rassengesetze.</p>
<p>Übrigens gerade gelesen: <a href="http://msmagazine.com/blog/blog/2010/09/13/newsflash-u-s-has-failed-rape-victims-says-senate/" target=_blank>In den USA werden geschätzte 3 %</a> aller Vergewaltiger verurteilt.</p>
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		<title>Mädchen und sexuelle Selbstbestimmung</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/09/madchen-und-sexuelle-selbstbestimmung/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 06:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[sexting]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor dem Lesen: seht euch das folgende YouTube-Video an. Beachtet dabei auch den Gesichtsausdruck des Mädchens, wenn es von der Toilette kommt: Diese Kampagne, die wahrscheinlich für Sensibilität im Umgang mit persönlichen Fotos sorgen soll, ist ein typisches Bild dafür, wie weibliche Sexualität in unserer Gesellschaft abgebildet wird. Das Mädchen erscheint nicht, als ob sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Lesen: seht euch das folgende YouTube-Video an. Beachtet dabei auch den Gesichtsausdruck des Mädchens, wenn es von der Toilette kommt:</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DwKgg35YbC4?fs=1&amp;hl=en_US"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/DwKgg35YbC4?fs=1&amp;hl=en_US" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object><br />
<span id="more-2216"></span><br />
Diese Kampagne, die wahrscheinlich für <a href="http://hoydenabouttown.com/20100915.8648/sexting-and-slut-shaming/" target=_blank>Sensibilität</a> im Umgang mit persönlichen Fotos sorgen soll, ist ein typisches Bild dafür, wie weibliche Sexualität in unserer Gesellschaft abgebildet wird.</p>
<p><img src="http://p-pricken.de/uploads/2010/09/sextinggood.png" alt="" title="sextinggood" width="182" height="206" class="alignleft size-full wp-image-2217" />Das Mädchen erscheint nicht, als ob sie sich dabei unwohl gefühlt hätte, ihrem Freund ein Bild ihrer Brüste zu schicken. Stattdessen hat sie ein verschmitztes Lächeln: sie entdeckt ihre Sexualität und hat Spaß daran. Das muss natürlich bestraft werden.</p>
<p>Und wird es auch prompt. Der Freund gibt das Bild sofort weiter, und dann hat es die ganze Klasse – und am Ende sogar der Lehrer. Es gibt Gelächter, bedeutungsvolle Blicke – und vorwurfsvolle Blicke auch. Der Lehrer – die erwachsene Figur und Autorität – sagt in seinem Blick: »Wie konntest du nur?«</p>
<p>Aber das richtet sich nicht etwa gegen das Arschloch von Freund, gegen all die Idioten (männlich wie weiblich), die das Bild weiterschicken, oder gar gegen die Klassenkameraden, die diesen Ausdruck von Sexualität benutzen, um das Mädchen zu belästigen und unter Druck zu setzen. Nein, die Enttäuschung, der Vorwurf richtet sich gegen das Mädchen.</p>
<p>Wenn du nicht als Schlampe beschimpft werden willst, darfst du bloß nicht sexy sein. Wenn du nicht in der Klasse gemobbt und ausgelacht werden willst, darfst du bloß nicht über deine Sexualität verfügen. Jungs sind Jungs, die geben sowas halt weiter, die lachen dich halt aus, die belästigen Frauen eben.</p>
<p>Man kann sich vorstellen, was bei einem männlichen Sexfoto passierte: der Lehrer würde mit dem Kopf schütteln und schmunzeln: Jungs eben. </p>
<p>Es ist nicht die Aufgabe von Männern, keine Arschlöcher zu sein, Privatsphäre zu beachten oder Frauen nicht zu beschämen. Es ist die Aufgabe von Frauen, ihre Sexualität zu unterdrücken und sie als schamhaft zu empfinden.</p>
<p>Ansonsten sind sie es doch selbst schuld, oder? </p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/09/madchen-und-sexuelle-selbstbestimmung/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/09/madchen-und-sexuelle-selbstbestimmung/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/09/madchen-und-sexuelle-selbstbestimmung/" data-text="Mädchen und sexuelle Selbstbestimmung"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/09/madchen-und-sexuelle-selbstbestimmung/','Mädchen%20und%20sexuelle%20Selbstbestimmung')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F09%2Fmadchen-und-sexuelle-selbstbestimmung%2F&amp;linkname=M%C3%A4dchen%20und%20sexuelle%20Selbstbestimmung" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F09%2Fmadchen-und-sexuelle-selbstbestimmung%2F&amp;linkname=M%C3%A4dchen%20und%20sexuelle%20Selbstbestimmung" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F09%2Fmadchen-und-sexuelle-selbstbestimmung%2F&amp;title=M%C3%A4dchen%20und%20sexuelle%20Selbstbestimmung" id="wpa2a_36">Share/Bookmark</a></p>
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