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	<title>Derangierte Einsichten &#187; rachel mcadams</title>
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		<title>Sherlock Holmes</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 05:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eins vorweg: Guy Ritchies Sherlock Holmes (Robert Downey, Jr) ist kein Dr. House. Leider. Dabei ist die homoerotische Beziehung zwischen Holmes und Wilson Watson (Jude Law) nur einen Kuss von der Ausdrücklichkeit entfernt. Leider bleibt zu viel anderes Stückwerk, sodass Sherlock Holmes am Ende absolut durchschnittliche Massenware bleibt. Was für Guy Ritchie zugegeben ein Erfolg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eins vorweg: Guy Ritchies <em>Sherlock Holmes</em> (Robert Downey, Jr) ist kein <em>Dr. House</em>. Leider. Dabei ist die homoerotische Beziehung zwischen Holmes und <s>Wilson</s> Watson (Jude Law) nur einen Kuss von der Ausdrücklichkeit entfernt. Leider bleibt zu viel anderes Stückwerk, sodass <em>Sherlock Holmes</em> am Ende absolut durchschnittliche Massenware bleibt. Was für Guy Ritchie zugegeben ein Erfolg ist.<br />
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<div id="attachment_1402" class="wp-caption alignright" style="width: 140px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2010/01/holmes.jpg" alt="" title="holmes" width="130" height="200" class="size-full wp-image-1402" /><p class="wp-caption-text">Sherlock Holmes (2009)</p></div>Beginnen wir mit dem Plan des Bösewichts Lord Blackwood (Mark Strong): er will alle Parlamentsmitglieder töten. Damit übernimmt er dann die Herrschaft über Großbritannien, weil&#8230; tja, so genau wird das nicht klar. Nicht nur, dass, brächte jemand alle Bundestagsmitglieder um, dieser jemand nicht automatisch zum Regierungschef würde (wenn ich nichts Kleingedrucktes übersehen habe), gibt es auf der Insel ja auch noch ein Königshaus. Aber ein Skript, das &#8220;Lord Blackwood&#8221; als Namen so verwendet, als sei Lord ein Vorname und Blackwood kein Familienname, sondern eine Tätigkeitsbeschreibung (denn der Vater dieses Mannes ist nicht ebenfalls ein Lord Blackwood), kann so was wohl nicht leisten.</p>
<p>Auch andere Dinge kann es nicht leisten, z.B. Relevanz zu schaffen. So haben wir regelmäßige Actionszenen, die aber mit dem Verlauf der Geschichte wenig bis nichts zu tun haben. Da tauchen halt ein paar Schläger auf, aber das wars auch, und in der sinnlosesten Szene des Jahres kämpft Holmes gegen einen anderen Faustkämpfer, weil&#8230; weil er es kann. Auch werden wir zu Beginn in Holmes&#8217; Fähigkeit eingeführt, die Aktionen seiner Gegner vorauszuplanen und so einen Schlachtplan zu entwerfen, mit denen er sie besiegt – eine tolle Zeitlupensequenz, die danach noch einmal in voller Geschwindigkeit abgespielt wird, obwohl man sie gerade erst gesehen hat, und die mit der Lösung des Films überhaupt nichts zu tun hat: wer erwartet, dass Holmes entweder den Bösewicht oder seinen riesenhaften Handlanger mit dieser Fähigkeit besiegt, wird enttäuscht.</p>
<p>Auch die Rätsel, die am Ende gelöst werden, haben nichts mit der Lösung des Problems zu tun. Stattdessen scheinen die Autoren zu sagen: Und hier ist das, was so unerklärlich aussah, noch mal kurz erklärt. Dabei lassen sie Holmes aber weniger als Genie erscheinen als vielmehr jemanden, der zufällig viele Chemikalien kennt, und die Auflösung erfolgt, nachdem der Bösewicht bereits bezwungen wurde. &#8220;Es handelt sich um ein seltenes, geruchloses Gift&#8230;&#8221; bla bla.</p>
<p>Irene Adler (Rachel McAdams) schließlich kommt besser weg, als ich befürchtet hatte, was nicht bedeutet, dass sie nicht zweimal von Holmes gerettet werden muss und dass McAdams trotzdem etwas verschenkt wird.</p>
<p><em>Sherlock Holmes</em> lebt von halbwegs cooler Action und dem Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren. Das reicht für die Dauer des Films, wenn auch nicht viel länger. Schade und gleichzeitig Glück gehabt.</p>
<p>Eins allerdings muss noch gesagt werden: ein Furzwitz in <em>Sherlock Holmes</em>? Ts ts.</p>
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