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	<title>Derangierte Einsichten &#187; killerspiele</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>Gamer</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 09:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[egoshooter]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[gerald butler]]></category>
		<category><![CDATA[killerspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetErinnert sich noch jemand an Running Man? Damals war Arnie ein zu Unrecht Verurteilter, der in einer Gladiatorenshow ums Überleben kämpfen sollte. Er entkam der Show, wurde für tot erklärt, aber dann deckte er mit Hilfe des Untergrundes auf, dass die Sendung Unschuldige zu Verbrechern machte, und tötete den Showmaster (und die Gladiatoren). Ein schnörkelloser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton909" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D909&amp;text=Gamer&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F11%2Fgamer%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Erinnert sich noch jemand an <em>Running Man</em>? Damals war Arnie ein zu Unrecht Verurteilter, der in einer Gladiatorenshow ums Überleben kämpfen sollte. Er entkam der Show, wurde für tot erklärt, aber dann deckte er mit Hilfe des Untergrundes auf, dass die Sendung Unschuldige zu Verbrechern machte, und tötete den Showmaster (und die Gladiatoren). Ein schnörkelloser Actionfilm mit einem Hauch Medienkommentar.</p>
<p><em>Gamer</em> ist ein Remake, aber weder schnörkellos noch sonstwas.</p>
<p><span id="more-909"></span><div id="attachment_912" class="wp-caption alignright" style="width: 109px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2009/09/gamer.jpg" alt="Gamer (2009)" title="Gamer Filmplakat" width="99" height="150" class="size-full wp-image-912" /><p class="wp-caption-text">Gamer (2009)</p></div>Der Plot von <em>Gamer</em> hat einen überlebensgroßen Nachteil: <em>Second Life</em> und das Internet mit BMEzine und was weiß ich. <em>Gamer</em> will uns weismachen, wenn Menschen andere Menschen als Avatare steuern könnten, dann ergäben sich daraus nur sexuelle Exzesse und nicht etwa Leute, die mal Selbstmord ausprobieren oder einen bewaffneten Banküberfall. Insofern erübrigt sich schon die Grundidee, nach der diesem »Society« genannten Real-<em>Second Life</em> die Killershow »Slayer« folgt, in der man in Ego-Shooter-Manier Todeskandidaten steuern kann; wenn ein Kandidat 30 Kämpfe überlebt, kommt er frei.</p>
<p>Der »Held« der Geschichte ist Gerald Butler, der kurz vor dieser 30 steht, der Bösewicht ist der Spieleerfinder, der die ganze Welt beherrschen will – was dem »Helden« aber egal ist. In meiner ersten Fassung dieser Kritik bin ich dezidiert auf den Plot eingegangen und warum dieser abstrus und inkonsistent ist, aber jetzt will ich es mit einem Vergleich versuchen: Nehmt den bescheuertsten Videospielplot, den ihr kennt, die unsinnigste aller Geschichten. Der Autor dieses Plots würde <em>Gamer</em> sehen und sagen: Was für ein Unsinn!</p>
<p>Kennt ihr das Geheimnis von Actionszenen? Sie sind dann spannend, wenn etwas auf dem Spiel steht, und der Zuschauer weiß, was auf dem Spiel steht. Wenn sie ein Ziel haben. Die ersten Actionszenen von <em>Gamer</em> haben weder innerhalb des Films noch narrative Ziele. Sie dienen einzig dazu, Geballer zu zeigen, bei denen Menschen zwar blutig auseinanderfliegen, aber die dem »Helden« zugefügte Gewalt trotzdem kraftlos ist. Wenigstens, und da dürfen wir dankbar sein, ertönt nur zweimal das gruselige Cover von <em>Sweet Dreams</em> von einer sich gerade gut verkaufenden MTV-Klongruppe. Dafür tanzt und singt der Bösewicht beim Showdown zu Frank Sinatra – und das ist leider ebenso unpassend für den Rest des Films wie der Moment, indem ein betrunkener Kämpfer sich in den Tank eines Autos erbricht und hineinpinkelt, um es als Kraftstoff zu benutzen. Also kein absurdes Meisterwerk.</p>
<p>Aber gut, ich bin nicht die Zielgruppe, weil ich ansatzweise konsistente Plots oder eineinvierteldimensionierte Figuren will. Die Zielgruppe sind Jungs, die Computerspiele spielen. Wie sieht <em>Gamer</em> diese »Gamer«? Wir sehen drei: Einer ist ein verzogener reicher Bengel, der aber am Ende irgendwas machen darf. Einer ist eine Frau mit Oberlippenbart (wir sehen nur den Bart und hören ihre Stimme), die einen männlichen »Society«-Avatar hat, und einer ist ein fetter, nackter, schwitzender, fressender und sich an Mord aufgeilender (ehrlich, er masturbiert) Kerl, der die Frau des Helden als Avatar für »Society« gekauft hat. <em>Gamer</em> ergötzt sich daran, was für niedere und unmenschliche Kreaturen Computerspieler sind – als Film für eine längst umfassend mit dem Computer vertraute Generation ein hoffentlich tödlicher Schnitzer.</p>
<p>Meine Betrachtung von <em>Gamer</em> lief folgendermaßen ab:<br />
(1) Das ist wohl die Zukunft. Sieht aus wie heute. Mit Scheißmusik. Also wie heute.<br />
(2) Ah, der Held. Ui, blutig und brutal. Könnte was werden.<br />
(3) Was? Nein. Niemals.<br />
(4) So ein Unsinn.<br />
(5) Oh Gott, wann geht der Film endlich los. Ist ja gut.<br />
(6) Ethanol pinkeln? Wenigstens lustig.<br />
(7) Also bitte.<br />
(8) Is klar.<br />
(9) Hallo? Wie jetzt?<br />
(10) Nein, nein, nein, nein, nein.<br />
(11) Ist es vorbei? Bitte mach, dass es vorbei ist.<br />
(12) &#8230; Sinatra? Hilfe!<br />
(13) Ui, das war spannend.<br />
(14) Oh Gott, so ein Unsinn.<br />
(15) Abspann! Hurra!<br />
(16) Ob nach dem Abspann noch was&#8230; lieber schnell ausmachen.</p>
<p>Langweilig, unsinnig, zynisch der Zielgruppe gegenüber. <em>Gamer</em> ist der Film, den die CDU über Videospiele und Internet drehen würde: Nicht mal genug Phantasie, was wirklich Schlechtes zu machen.</p>

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		<title>Lektionen von Ansbach</title>
		<link>http://p-pricken.de/2009/09/lektionen-von-ansbach/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 17:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[amoklauf]]></category>
		<category><![CDATA[Hysterie]]></category>
		<category><![CDATA[killerspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetEs sind noch nicht alle Fakten bekannt, die mit dem Amoklauf in Ansbach zu tun haben, aber folgendes darf schon mal vorausgesetzt werden: 1. Sowohl eine Axt als auch ein Molotow-Cocktail wurden für die Tat benutzt. Wir brauchen also ein Verbot von Killer-Werkzeugen (Axt, Hammer, Schraubenzieher, Bohrmaschine, &#8230;) und hochprozentigem Alkohol. 2. Georg R. hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton914" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D914&amp;text=Lektionen%20von%20Ansbach&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F09%2Flektionen-von-ansbach%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Es sind noch nicht alle Fakten bekannt, die mit dem <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,649692,00.html" target=_blank>Amoklauf</a> in Ansbach zu tun haben, aber folgendes darf schon mal vorausgesetzt werden:</p>
<p>1. Sowohl eine Axt als auch ein Molotow-Cocktail wurden für die Tat benutzt. Wir brauchen also ein Verbot von Killer-Werkzeugen (Axt, Hammer, Schraubenzieher, Bohrmaschine, &#8230;) und hochprozentigem Alkohol.</p>
<p>2. Georg R. hatte eine kleine Schwester. Kleine Schwestern sind demnach gefährlich und sollten ab sofort strenger Kontrolle unterliegen.</p>
<p>3. Georg R. war Einzelgänger. In Zukunft sollten männliche Jugendliche nur noch in Gruppen unterwegs sein dürfen. Einzelgänger sind automatisch verdächtig und gehören in Sicherungsverwahrung.</p>
<p>4. Mehr als ein Mitschüler von Georg R. hat schon mal Ego-Shooter gespielt. </p>
<p>5. So kurz vor der Bundestagswahl wird das ein gefundenes Fressen für Recht-und-Ordnungspolitiker. Ob die CDU noch schnell ein paar Plakate druckt? Freuen wir uns auf Aktionismus und Killerspielhetze in 3&#8230; 2&#8230; 1&#8230;</p>

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		<title>Die Wahrheit über Columbine</title>
		<link>http://p-pricken.de/2009/06/die-wahrheit-uber-columbine/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 13:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[amoklauf]]></category>
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		<description><![CDATA[TweetAmoklauf und Kinderporno sind die beiden emotionalen Wahlkampfthemen, mit denen die Parteien versuchen, von der Klimaerwärmung und der Finanzkrise abzulenken. Dabei wird, wenn es um Amokläufer geht, gerne das typische Bild der gequälten Seelen beschworen, die unter dem Druck böser Mitschüler und angeleitet von Videospielen zurückschlagen. Sagen wir es gemeinsam: Blödsinn. Andrew Gumbel beschreibt im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton546" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D546&amp;text=Die%20Wahrheit%20%C3%BCber%20Columbine&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F06%2Fdie-wahrheit-uber-columbine%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Amoklauf und Kinderporno sind die beiden emotionalen Wahlkampfthemen, mit denen die Parteien versuchen, von der Klimaerwärmung und der Finanzkrise abzulenken. Dabei wird, wenn es um Amokläufer geht, gerne das typische Bild der gequälten Seelen beschworen, die unter dem Druck böser Mitschüler und angeleitet von Videospielen zurückschlagen.</p>
<p>Sagen wir es gemeinsam: Blödsinn.</p>
<p><span id="more-546"></span>Andrew Gumbel beschreibt im <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/apr/17/columbine-massacre-gun-crime-us" title="The Truth about Columbine" target=_blank>Guardian</a> am Beispiel des Amoklaufs von Columbine, wie es auch sein kann. Die dortigen Täter galten eigentlich als klassische Musterbeispiele: Angehörige der »Trenchcoat Mafia«, in lange Mäntel gekleidete und ausgegrenzte Schüler, gehänselt und getrieben, Computerspielfanatiker, und schließlich Amokläufer. Nicht nur hörten sie Marylin Manson, sondern sie waren außerdem Rassisten und – schock – Christenfeinde, die ein Mädchen fragten, woran es glaubte, und als es sich als Christin outete, niederschossen.</p>
<p>Nur, dass das alles wohl so nicht stimmt. Liest man Dokumente und Texte der Amokläufer, dann stellt sich heraus, dass sie&#8230; hier ist Grumbel selbst in meiner Übersetzung:</p>
<blockquote><p>Harris und Klebold [die Täter, PP] hatten viele Freunde, waren gut in der Schule, gehörten nicht zur Trenchcoat Mafia, hörten kein Marylin Manson, wurden nicht gehänselt, hassten keine spezielle Gruppe und brachen nicht aufgrund eines letzten traumatischen Ereignisses zusammen, welches das Fass zum Überlaufen brachte.</p></blockquote>
<p>Nein, die beiden hatten einfach einen Hass auf die Welt und wollten nicht ein paar Leute erschießen, sondern <em>die ganze Schule in die Luft jagen</eM>. Nur, weil die Bomben nicht funktionierten, gaben sie sich mit ein wenig Schießerei zufrieden. Tatsächlich hatten sie sogar eine Bombe auf dem Parkplatz deponiert, wo sie ankommende Polizeiwagen, Medien und Eltern – wer auch immer da parkte – in den Tod reißen sollte.</p>
<p>Harris war anscheinend ein echter Soziopath mit Gotteskomplex, wohingegen Klebold depressiv war und davon überzeugt, ein Versager zu sein. Zusammen bestärkten sie sich in dem Drang, auszuschlagen. Tatsächlich verschonten sie sogar ein Mädchen, das die Frage nach Gottesglauben bejahte.</p>
<p>Letzten Endes hat die Medienhysterie, der Drang nach Story und Populärpsychologie diesen Fall aufgebläht. Typisch.</p>

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		<title>Durchatmen!</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 15:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[medienschelte]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[schäuble]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Amoklauf und seine vorhersehbaren Folgen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton445" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D445&amp;text=Durchatmen%21&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F03%2Fdurchatmen%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Lange hat es nicht gedauert, bis ich im Zuge des Amoklaufs einen Fluch unterdrücken musste. Allerdings geschah das nicht aufgrund der <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/03/12/der-amoklauf-als-wetterbericht-notizen-zum-ausnahmezustand.aspx" title="Fernsehblog: Amoklauf als Wetterbericht" target=_blank>kritikwürdigen Berichterstattung</a> – ich habe ja keinen Fernseher mehr. Nein, es geht um Killerspiele, Waffen und den Schäuble.</p>
<p>Der hat mal wieder was gesagt.</p>
<p><span id="more-445"></span>Im Tagesschau-Chat <a href="http://www.tagesschau.de/inland/amoklaufreaktionen104.html" title="tagesschau: Schäuble gegen Waffengesetze" target=_blank>sprach er sich gegen</a> schärfere Waffengesetze aus. Die seien nicht das Problem, sondern die medialen Gewaltdarstellungen – und unsere Freiheit. Denn:</p>
<blockquote><p>Machen wir von unserer Freiheit in Zeiten moderner Medien nicht einen zu exzessiven Gebrauch?</p></blockquote>
<p>Dieser Mann ist gefährlich. Gefährlich für unsere freiheitliche Grundordnung. Nicht nur kritisiert er das <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/5/134403" title="telepolis: Immer wenn ich was klaue, gibts haue" target=_blank>Bundesverfassungsgericht als Bremse</a>, sondern jetzt spricht er sich offen nicht gegen Freiheit, aber das Nutzen derselben aus.</p>
<p>Was alte Säcke wie Herr Schäuble nicht realisieren ist, dass Internetnutzung und Computerspiele zu völlig normalen Sozialisationserfahrungen Jugendlicher gehören – auch Ego-Shooter. Amokläufer werden nicht durch Computerspiele gemacht. Ja, jede Mediennutzung kann wahrscheinlich Aggressionspotientiale fördern, und Spiele sind durch ihre Interaktivität wohl darin besonders gut. Aber die Lösung heißt Medienkompetenz. Es gab auch vor Counterstrike schon Amokläufer.</p>
<p>Der SWR <a href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4600618/9ja3jt/index.html" title="swr: Amoklauf im Internet angekündigt" target=_blank>berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Nach Auskunft von Rech geht aus Musterungsunterlagen hervor, dass der Amokschütze im vergangenen Jahr wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung war. Er sollte er die Therapie eigentlich in Winnenden fortsetzen, verweigerte dies jedoch.</p></blockquote>
<p>Und auch <a href="http://www.ktla.com/landing_entertainment/?Book-Columbine-shooters-mentally-ill-not=1&#038;blockID=236629&#038;feedID=14" title="ktla: Columbine Shooters Mentally Ill" target=_blank>andere Amokläufer</a> passen in diese &#8220;Erkenntnis&#8221;:</p>
<blockquote><p>most of the shooters were severely mentally ill, their defective personalities and disordered minds causing existential rage that found its expression in mass murder.</p></blockquote>
<p>Stellt euch das mal vor: Leute, die mit Waffen reinspazieren und rumballern haben psychische Probleme.</p>
<p>Dank dieser Probleme, ja, das gebe ich zu, suchen sie sich dann sicher auch passende mediale Komplemente. Vielleicht Computerspiele, oder Videos, oder sogar – Schock! – Bücher. Sollen wir darum Thriller und Horrorbücher verbieten? Und wie steht es dann mit Nachrichten oder Serien wie CSI? Wer den Kick will, findet ihn, zuletzt auf dem Schwarzmarkt.</p>
<p>Herr Schäuble hätte aber lieber, dass wir unsere Freiheit nicht so sehr ausnutzen. Dafür haben wir sie ja nicht, dass wir sie nutzen, sondern damit wir anderen sagen können, dass wir besser sind. Moralische Überlegenheit also. Und jetzt soll das Verfassungsgericht mal den Schäuble endlich machen lassen, unseren kleinen Terrier.</p>

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