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	<title>Derangierte Einsichten &#187; homophobie</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>Linkspam</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 14:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[class warfare]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[linkspam]]></category>
		<category><![CDATA[rape culture]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Greg Laden über seinen Sohn, der vielleicht eine Schwuchtel ist. Zwar ist der Junge noch keine zwei Jahre alt, aber für Passanten sind pinke Schuhe ein klares Signal. Toller Beitrag, der zeigt, wie früh die Gesellschaftspolizei sozialisiert. Sean McGuire öffnet mir die Augen, dass Printprodukte und Ebooks Klassenunterschiede verdeutlichen. Ich wünsche mir nun keineswegs mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Greg Laden über seinen Sohn, der <a href="http://freethoughtblogs.com/xblog/2011/09/22/huxley-it-is-possible-that-he-is-a-sissy" target=_blank>vielleicht eine Schwuchtel ist</a>. Zwar ist der Junge noch keine zwei Jahre alt, aber für Passanten sind pinke Schuhe ein klares Signal. Toller Beitrag, der zeigt, wie früh die Gesellschaftspolizei sozialisiert.</p>
<p>Sean McGuire <a href="http://seanan-mcguire.livejournal.com/390067.html" target=_blank>öffnet mir die Augen</a>, dass Printprodukte und Ebooks Klassenunterschiede verdeutlichen. Ich wünsche mir nun keineswegs mehr den Tod det Printer.</p>
<p>Als wäre nicht schon klar, dass Männer Frauen <a href="http://yesmeansyesblog.wordpress.com/2011/03/21/mythcommunication-its-not-that-they-dont-understand-they-just-dont-like-the-answer/" target=_blank>sehr wohl verstehen</a>, wenn sie indirekt »Nein« sagen, hier ein Beispiel, wie ein eindeutiges Nein trotzdem nicht berücksichtigt wird und <a href="http://anotherfeministblog.wordpress.com/2011/09/16/boundaries/" target=_blank>am Ende zu wüster Schimpfe für die Frau</a> führt. In diesem Fall zum Glück »nur« auf Twitter.</p>
<p>Und dann themenbezogen dazu via <a href="http://maedchenmannschaft.net/buecher-pin-ups-und-piraten-die-blogschau/" target=_blank>Mädchenmannschaft</a>: ein Interview <a href="http://missy-magazine.de/2011/09/23/der-derzeitige-zustand-ist-nicht-hinnehmbar-interview-zum-umgang-des-strafrechts-mit-sexualisierter-gewalt/" target=_blank>über die Schwierigkeiten von Vergewaltigungsprozessen im deutschen Strafrecht</a>.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2011/09/linkspam/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2011/09/linkspam/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2011/09/linkspam/" data-text="Linkspam"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2011/09/linkspam/','Linkspam')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F09%2Flinkspam%2F&amp;linkname=Linkspam" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F09%2Flinkspam%2F&amp;linkname=Linkspam" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F09%2Flinkspam%2F&amp;title=Linkspam" id="wpa2a_4">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Kann man Schwulsein wegbeten?</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/05/kann-man-schwulsein-wegbeten/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 22:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[george rekers]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[ärgerlich]]></category>

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		<description><![CDATA[George Rekers ist ein Idiot. Das sollten wir vorab klarstellen. Rekers ist aber auch Gründer des Family Research Council, eines christlich-konservativen Vereins, der gerne mal die moralische Verkommenheit unserer Zeit anprangert, und saß im Vorstand von NARTH, einer Vereinigung, die Homosexualität (eine der Ursachen für moralische Verkommenheit) durch christlichen Glauben behandeln wollte. Wegbeten also. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>George Rekers ist ein Idiot. Das sollten wir vorab klarstellen. Rekers ist aber auch Gründer des <em>Family Research Council</em>, eines christlich-konservativen Vereins, der gerne mal die moralische Verkommenheit unserer Zeit anprangert, und saß im Vorstand von <em>NARTH</em>, einer Vereinigung, die Homosexualität (eine der Ursachen für moralische Verkommenheit) durch christlichen Glauben behandeln wollte. Wegbeten also.</p>
<p>In der <a href="http://blogs.miaminewtimes.com/riptide/2010/05/before_he_hired_an_escort_reke.php" target=_blank>Miami New Times</em> lässt sich lesen, wie so was aussah. Ich übersetze mal&#8230;<br />
<span id="more-1801"></span></p>
<blockquote><p>1974 lernte Rekers einen vierjährigen, »weibischen Jungen« names Kraig kennen, dessen Eltern ihn in seinem Programm angemeldet hatten. Rekers steckte Kraig in einen »Spiel- und Beobachtungsraum« mit seiner Mutter, die einen Knopf ins Ohr bekam. Wenn der Junge mit Mädchenspielsachen spielte, sollte sie sich nach Anweisung der Ärzte von ihm abwenden.</p>
<p>2001 hieß es im Magazin <em>Brain, Child</em>: »Bei einer dieser Gelegenheiten war sein Unmut so groß, dass er zu schreien begann, aber seine Mutter sah nur weg. Seine Unsicherheit wurde größer, und er tat alles, was er konnte, um sie auf sich aufmerksam zu machen&#8230; Kraig wurde so hysterisch, und seine Mutter so mitgenommen, dass einer der Forscher reinkommen und den schreienden Kraig aus dem Zimmer holen musste.«</p>
<p>Rekers Leute führten das Experiment im Heim der Familie fort. Kraig erhielt rote Chips für feminines Verhalten und blaue Chips für maskulines Verhalten. Die blauen Chips konnten für Süßes oder Fernsehzeit eingetauscht werden. Die roten sorgten für einen »Klaps« oder Schläge auf den Hintern von seinem Vater. Die Forscher kamen in Abständen in das Haus zurück, um die richtige Umsetzung dieses Belohnungssystems zu gewährleisten.</p>
<p>Nach zwei Jahren verhielt sich der Junge angeblich wie ein »echter Kerl«. Jahrzehntelang nannte Rekers, der zahllose ähnliche Experimente durchführte, Kraig seinen »Musterschüler für Verhaltenstherapie bei jungenhafter Verweiblichung«.</p>
<p>Im Alter von 18 und getrieben von Scham über seine Kindheitsdiagnose und Behandlung versuchte Rekers Musterschüler, sich das Leben zu nehmen, heißt es in <em>Gender Shock</em>, einem Buch der Journalistin Phyllis Burke. Rekers, deren frühe Experimente die ersten waren, eine angebliche »Schwulenheilung« zu demonstrieren, musste letzte Woche seinen Posten bei NARTH räumen (&#8230;). NARTH steht jedoch zu seiner Forschung.</p></blockquote>
<p>Ein <strong>Vierjähriger</strong> wird bestraft, weil er <strong>zu weiblich</strong> ist und mit Mädchenspielzeug spielt? Über zwei Jahre lang? Oder sollte man besser sagen: Rekers sorgt dafür, dass ein Junge so behandelt wird und in einem Klima aufwächst, das ihn in den Selbstmordversuch treibt? Das ist eine Horrorgeschichte, und zwar eine, die sich häufig wiederholt und mich sehr zornig macht.</p>
<p>Zum Glück gibt es wenigstens ein halbwegs gutes Ende. George Rekers ist nämlich in Urlaub gefahren und hat sich dazu von <a href="http://rentboy.com" target=_blank>Rentboy</a> (nur für Erwachsene!) – einer Seite für homosexuelle Prostitution – einen hübschen Latino gebucht, für sinnliche Massagen (und mehr). Rekers behauptet, er habe den jungen Mann gebraucht, um seine Koffer zu tragen, und ihm während der Schiffsfahrt die Gefahren des homosexuellen Lebenwandels erklärt.</p>
<p>Und wisst ihr was? Das glaube ich sogar. Ich glaube, dass George Rekers so von Selbsthass und verleugneter Homosexualität getrieben ist, dass er seinen Rentboy mit Traktaten nervte, während er nackt massiert wurde; ich glaube, dass er keinen Sex hatte, weil allein die Berührung in ihm schon das Gefühl übelster Sünde hervorruf. Dann täte mir Rekers sogar leid, denn niemand soll so leben müssen – und wie viel glücklicher wären er und seine Patienten, wenn er sich zu seiner Neigung bekennen und sie leben könnte. Aber weil er das nicht tut und viel und großen Schaden angerichtet hat, bin ich natürlich auch ein wenig schadenfroh. Und Rekers ist – siehe oben – ein Idiot.</p>
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		<title>Arschlöcher und Constance McMillen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 19:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[abschlussball]]></category>
		<category><![CDATA[constance mcmillen]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[idioten]]></category>

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		<description><![CDATA[Constance McMillen ist eine siebzehnjährige, die in Fulton, Mississippi zur Schule geht. Am Ende der Schulzeit steht in den USA ja die &#8220;Prom&#8221; an, eine Art Debütantenball, bei dem früher vielleicht der Eintritt ins Erwachsenenleben gefeiert wird, heute aber gilt, möglichst kindisch zu sein. Constance wollte jedenfalls mit ihrer Freundin zum Abschlussball gehen, eine der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Constance McMillen ist eine siebzehnjährige, die in Fulton, Mississippi zur Schule geht. Am Ende der Schulzeit steht in den USA ja die &#8220;Prom&#8221; an, eine Art Debütantenball, bei dem früher vielleicht der Eintritt ins Erwachsenenleben gefeiert wird, heute aber gilt, möglichst kindisch zu sein. Constance wollte jedenfalls mit ihrer Freundin zum Abschlussball gehen, eine der beiden Mädels im schwarzen Anzug. Das untersagte die Schule und, als es so aussah, als würde Constance ihren Besuch gerichtlich erzwingen, sagte die Schule den Ball einfach ab.</p>
<p>Leider war das noch nicht das Ende.<br />
<span id="more-1620"></span><br />
Zum einen geschah es, dass der Humanistenverband über einen Spender 20.000 Dollar an die ACLU, eine Bürgerrechtsorganisation spenden wollte, um damit einen Abschlussball zu finanzieren. Die ACLU wollte zuerst kein Geld von Atheisten annehmen, dann sagte sie aber, sie würde die Spende doch annehmen – aber nur <a href="http://www.americanhumanist.org/news/details/2010-04-humanists-feeling-sting-of-rejection-by-aclu-chapter-" target=_blank>anonym</a>. Aber das nur nebenbei.</p>
<p>Denn die richtigen Arschlöcher waren woanders. In einer Aktion, die 1965 auch schon mit ungeliebten <a href="http://news.google.com/newspapers?id=XSAfAAAAIBAJ&#038;sjid=qacEAAAAIBAJ&#038;pg=6862,5131613" target=_blank>Schwarzen</a> durchgeführt wurde, hat man Constance zum dann privat organisierten Abschlussball eingeladen. Constance – und sieben andere. Der Rest der Klasse feierte ohne sie an anderer Stelle <a href="http://hoydenabouttown.com/20100407.7409/second-chance-prom-for-constance-mcmillen/" target=_blank>den wirklichen Ball</a>. Eltern, Klassenkameraden, Lieferanten von Schmuck und Büffet – alle hielten dicht, um Constance nicht einzuweihen. Nicht auszudenken, wenn sie doch hätte mit allen feiern können!</p>
<p>Constance reagierte gelassen und wies darauf hin, dass zwei der ebenfalls zur falschen Adresse geschickten Schüler eine Lernbehinderung hätten, und so wenigstens &#8220;feiern konnten, ohne dass man sich über sie lustig macht&#8221;. Was für Arschlöcher müssen das bitte sein – die Lesbe und die Lernbehinderten können alleine feiern?</p>
<p>Und in den Kommentaren hier <a href="http://lafiga.firedoglake.com/2010/04/05/the-meanest-town-in-america-fake-prom-for-lesbian-student/" target=_blank>tauchte sogar</a> eine Schülerin auf, die dies sagte (Kommentar 8):</p>
<blockquote><p>Wir wollten eine Drama-freie Veranstaltung, um drei tolle und ein schlimmes Jahr zu feiern und wenig Aufsehen erregen. Wir wollten das tun, ohne den Hauptgrund für das Schlimme dabei zu haben. Was Leute nicht verstehen, dass ein Großteil der Schuld bei Constance zu finden ist, nicht ihrer Behandlung durch die Schule, sondern ihre verrückte Sucht nach Aufmerksamkeit<br />
(&#8230;)<br />
Vergiss es, wir haben genauso viel Recht wie du, eine Feier für uns selbst zu machen. Also haben wir das getan, und jetzt kriegen wir Ärger, weil das Ego der armen Connie verletzt ist. Sie spielt sich als Lesbe auf um zu beweisen, dass sie IMMER das kriegt, was sie will. Dieses Mal haben wir das nicht zugelassen.<br />
(&#8230;)<br />
Wir haben die Muskeln der Mehrheit spielen lassen und wir werden die Konsequenzen ertragen.</p></blockquote>
<p>So lesen sich Arschlöcher. </p>
<p>Constance will mit ihrer Freundin zum Abschlussball, und das ist dann erstens ihre Sucht nach Aufmerksamkeit und zweitens spielt sie sich als Lesbe auf. Und die Muskeln der Mehrheit sind nicht eingliedernd, sondern ausgliedernd.</p>
<p>Als Schüler an der Schule wäre ich schon nach der Entscheidung, den Ball abzusagen, nur noch im Kleid zum Unterricht erschienen – und dann wäre ich stolz darauf gewesen, dass mich diese Typen nicht auf ihrem geheimen Ball hätten haben wollen. Zum Glück verhält sich Constance da sehr souverän – andere Menschen könnten unter so einem Druck auch zusammenbrechen. Und dann wollte es wieder keiner gewesen sein.</p>
<p>Hier ist Constance bei Ellen DeGeneres:<br />
<object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mZjC_XcBMyo&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/mZjC_XcBMyo&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=mZjC_XcBMyo" target=_blank>Link für Gesichtsbüchler</a></p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/04/arschlocher-und-constance-mcmillen/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/04/arschlocher-und-constance-mcmillen/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/04/arschlocher-und-constance-mcmillen/" data-text="Arschlöcher und Constance McMillen"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/04/arschlocher-und-constance-mcmillen/','Arschlöcher%20und%20Constance%20McMillen')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F04%2Farschlocher-und-constance-mcmillen%2F&amp;linkname=Arschl%C3%B6cher%20und%20Constance%20McMillen" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F04%2Farschlocher-und-constance-mcmillen%2F&amp;linkname=Arschl%C3%B6cher%20und%20Constance%20McMillen" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F04%2Farschlocher-und-constance-mcmillen%2F&amp;title=Arschl%C3%B6cher%20und%20Constance%20McMillen" id="wpa2a_12">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Noch mal Rollenspieler-Homophobie</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 13:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
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		<category><![CDATA[meinungsfreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir erinnern uns: da hatte jemand für seine Runde keine Homosexuellen gewollt, und andere fanden das gut. Das Thema ging noch ein wenig weiter, und dann bekam ich eine persönliche Nachricht. Die mich zu einer langen Antwort veranlasste, also hier die Aufarbeitung. Erst mal aus dem Forenthema: Was mich allerdings mehr ärgert ist wie sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://p-pricken.de/2010/01/schwulenhasser-bei-rollenspielern/" target=_blank>Wir erinnern uns</a>: da hatte jemand für seine Runde keine Homosexuellen gewollt, und andere fanden das gut. Das Thema ging noch ein wenig weiter, und dann bekam ich eine persönliche Nachricht. Die mich zu einer langen Antwort veranlasste, also hier die Aufarbeitung. Erst mal aus dem <a href="http://forum.dnd-gate.de/index.php/topic,24909.75.html" target=_blank>Forenthema</a>:</p>
<blockquote><p>Was mich allerdings mehr ärgert ist wie sich hier einige Member darüber echauffieren. Ihr müsst doch nicht mit ihm spielen. Wenn XXX diese Vorurteile hat, werdet ihr die höchstwahrscheinlich nicht durch kollektives Bashing aus ihm herausprügeln. Es zwingt euch ja keiner ihn zu mögen, aber dann grenzt ihn doch selbst aus. Ignoriert ihn.</p>
<p>Ich nehme mal an 95% von euch gehen ja auch nicht zu Weltfriedensdemos oder bekehren Extremisten jedweder Art.</p>
<p>Es ist ja nunmal so, dass sich der Mensch seit Anbeginn seiner Existenz immer jemanden sucht, den er nicht leiden kann. Früher schlug man sich den Schädel ein. Heut solltet ihr zivilisiert genug sein, dieses Bashing sein zu lassen.</p></blockquote>
<p><span id="more-1368"></span></p>
<blockquote><p>Da die Charaktere meiner Spieler nur das Geschlecht haben dürfen, welches die Spieler selbst haben, erlaube ich keine Ladyboys in meiner Gruppe. Ist das jetzt diskriminierend?</p></blockquote>
<p>Nur als Anmerkung: da »Ladyboys« ja auch ebensolche Charaktere spielen könnten, ist es diskriminierend.</p>
<blockquote><p>In meiner Runde sind keine &#8220;Power-Player&#8221; erlaubt&#8230;.. also meldet Euch und fühlt Euch angegriffen&#8230;. halt, nein&#8230; diskriminiert&#8230;.   </p>
<p>Leute es gibt echt schlimmeres&#8230;.  </p></blockquote>
<p>Anmerkung: Power-Player bezeichnet einen generellen Spielstil, und damit wäre natürlich ein direkter Bezug zum Rollenspiel hergestellt. Diskriminierend wäre es, nicht mit Power-Playern ins Kino zu gehen. Weil einem von denen übel wird. Aber dann bekam ich, wie gesagt, Post:</p>
<blockquote><p>st Dir selbsternanntem Kämpfer für Toleranz eigenlich schon mal in den Sinn gekommen, dass mein Wunsch, keine Homosexuellen in meine Wohung lassen zu wollen, ganz andere Ursachen als plumpe Intoleranz haben könnte?</p>
<p>Intolerant wäre ich wenn ich sie aus dem öffentlichen Leben verbannen wollte, wenn ich gegen eine Gleichberechtigung wäre, wenn ich dazu aufrufen würde sie allgemein in Spielgruppen zu meiden, wenn ich herablassend oder beleidigend ihnen gegenüber wäre. Das tue ich jedoch alles nicht. Ich will aus guten Gründen lediglich keinen in meine Wohnung lassen, was vereinfacht ausgedrückt an einem gewissen Unwohlsein in deren Gegenwart liegt. Und das hat ganz andere Ursachen als Intoleranz, das kann ich Dir versichern&#8230;</p>
<p>Ach, was rechtfertige ich mich vor Dir überhaupt noch. Ich bin ich in Deinen Augen halt ein intolerantes Arschloch welches es öffentlich mit Dreck zu bewerfen gilt. Damit kannst Du Dich echt prima selbst als Kämpfer für Toleranz und Gerechtigkeit profilieren. Meine Hochachtung. Gratulation. Du hast echt das Richtige getan und den Richtigen getroffen. Weiter so. Wir brauchen mehr von Deiner Sorte!</p></blockquote>
<p>Mir gefällt das Wort Toleranz eigentlich nicht, weil damit viel Schindluder getrieben wird und sie eben oft so eingeklagt wird, dass man nicht über das Verhalten oder die Ansichten anderer reflektieren oder reden solle, sondern diese stillschweigend »erdulden«. Insofern gefällt mir Intoleranz auch nicht, weil auch dahinter keine Gründe stehen, sondern nur das Ergebnis bezeichnet wird. Es gibt nämlich Gründe, weshalb man bestimmte Dinge nicht dulden sollte. Nicht dulden, das tust du ja auch mit Homosexuellen, damit wäre das schon per definition intolerant.</p>
<p>Besser als Toleranz wäre allerdings Respekt vor der Würde des Menschen. Und wenn ich dich als Mensch respektiere, dann gehört dazu auch, dass du in der Lage bist, zu denken, zu argumentieren, zu reflektieren, und damit gehört auch dazu, über deine Ansichten nachzudenken. Und dabei erkenne ich, dass sie nicht nur intolerant sind, sondern auch noch aus allenfalls fadenscheinigen Gründen. Es sind homophobe Ansichten – und weil das so harmlos klingt, verdeutsche ich das mal zum Schwulen- und Lesbenhasser.</p>
<p>Nein, dein Wunsch hat keine anderen Gründe als Homophobie, und ich rege mich viel mehr darüber auf, dass du und viele andere hier im Gate das anscheinend unproblematisch finden.</p>
<p>Ich garantiere dir, dass du mindestens eine homosexuelle Person kennst, bei der dir nicht übel wird, weil du nämlich nicht weißt, dass diese Person homosexuell ist.</p>
<p>Was du mit deinem Ausschlusskriterium gesagt hast, ist: Homosexuelle sind alle gleich, und zwar so, wie Heterosexuelle und Bisexuelle und Transsexuelle nicht sind. Anstatt Leute einzuladen und dann, wenn die jeweilige Person dir unsympathisch ist, diese nicht in die Gruppe aufzunehmen, wird dir einfach bei Homosexuellen übel.</p>
<p>Da es m.W. keine medizinische Indikation für eine Allergie gibt, die allein bei der Anwesenheit von Homosexualität in 10m Radius anspricht, wird dir einfach dann übel, wenn dir bewusst ist, dass eine bestimmte, in der Gesellschaft benachteiligte Bevölkerungsgruppe in deiner Nähe ist. Es wäre schlimm genug, wenn dir in Gegenwart von Frauen oder Türken übel würde, aber noch dazu sieht man Homosexualität ja niemandem an – und du würdest dich wundern, wie viele feminine Männer / maskuline Frauen nicht homosexuell sind, oder wie viele Leute bisexuell sind.</p>
<p>Insofern ist es völlig egal, ob du mal von Homosexuellen vergewaltigt wurdest – was ich bezweifle; aber wenn, dann ist das natürlich ein schlimmes Erlebnis, ich kenne Frauen, die danach hart daran arbeiten mussten, nicht Männern generell zu misstrauen, aber der Punkt ist, dass sie erkannten, dass ein generelles Misstrauen falsch ist und sie daran arbeiten mussten. Und damit meine ich eine echte Vergewaltigung, keine Anmache, keine Hand auf dem Knie und keinen betrunkenen Kuss. </p>
<p>Ebenso gehe ich davon aus, dass ihr in eurer Runde keine Orgien feiert und ihr deshalb nur kompatible Spieler sucht.</p>
<p>Du verschließt deine Wohnung einer Gruppe, die außer ihrer sexuellen Orientierung nur sehr wenig gemein hat, wenn es an das konkrete Verhalten geht. Dann gibst du einen diffusen Grund an, den du haben könntest. Weißt du was? Vielleicht gibt es einen Grund, der mir nicht in den Sinn kommt, und der dich nicht zu einem Homohasser macht. Mir kommt eben nur keiner in den Sinn, und du nennst deinen Grund ja nicht.<sup><a href="http://p-pricken.de/2010/01/noch-mal-rollenspieler-homophobie/#footnote_0_1368" id="identifier_0_1368" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nebenbei ist dies eine &uuml;bliche Taktik f&uuml;r alle m&ouml;glichen Behauptungen: &raquo;Es gibt den Beweis, aber ich kann ihn nicht ver&ouml;ffentlichen.&laquo; In einem Pamphlet &uuml;ber die Sch&auml;dlichkeit von Mikrowellenstrahlung stand mal: &raquo;Quelle z.Z. nicht verf&uuml;gbar&laquo;. Ob es einen Beweis gibt und wie stichhaltig der ist, dar&uuml;ber kann ich nur dann eine Aussage machen, wenn ich den Beweis kenne. Ebenso mit diesem angeblich guten Grund.">1</a></sup> Die Ablehnung von Personengruppen nur aufgrund ihres gemeinsamen Merkmals ist übrigens Diskriminierung – niemand kann sich damit herausreden, er habe nichts gegen Frauen im Beruf, ihm würde dabei nur übel, darum wolle er keine einstellen.</p>
<p>Du äußerst also diskriminierenden Mist über eine benachteiligte Minderheit – und jetzt kommt es, du findest das auch noch okay, wenn dir im Angesicht von [Juden, Behinderten, Frauen, Ausländern] übel wird, weil du ja einen »Grund« hast. Den haben andere auch: Ausländer nehmen die Arbeit weg, Frauen gehören verschleiert, Behinderte sind unwertes Leben, Juden haben Christus getötet. Das macht es gleich viel besser.</p>
<p>Der absolute Hammer aber ist, dass dann hier Leute kommen und dich dafür loben, diesen Homohass zu zeigen, und sich gleichzeitig dagegen verwehren, dir zu sagen, dass du ein Homohasser bist. Als wäre eine Meinung nur deshalb heilig, weil man eine hat. </p>
<p>Nicht Meinungen sind heilig, sondern die Meinungsfreiheit, und die beinhaltet, andere Meinungen zu kritisieren. Darum kann ich sehr wohl dagegen argumentieren, wenn jemand</p>
<p>- bei Homosexuellen übel wird<br />
- Ausländer für Kriminelle hält<br />
- seine Frau nicht alleine aus dem Haus lassen will<br />
- die Evolution für eine Lüge hält<br />
- usw.</p>
<p>Ich darf das nicht nur – nur so funktioniert eine offene und demokratische Gesellschaft, indem man herabwürdigenden und undemokratischen Meinungen den Marsch bläst und sie eben nicht mit einem Tätscheln auf den Kopf zum spielen schickt. Indem man eben nicht sagt: »Toll, dass du eine Meinung hast«, »Deine Meinung ist scheiße.«</p>
<p>Und bei manchen Dingen erübrigt sich über solche Meinungen auch jede Diskussion. In der Erklärung der universellen Menschenrechte heißt es: »Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen«, und zwar »ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.«</p>
<p>Was da nicht steht: es sei denn, einem wird davon übel.</p>
<p>Ist die Diskriminierung groß, wenn du deine Wohnung vor Homosexuellen verschließt? Nein, da werden die meisten mit leben können. Das ist eine einzelne Wohnung, und um ehrlich zu sein, wollen die meisten Leute gar nicht irgendwo rein, wo ihre bloße Anwesenheit anderen Übelkeit verursacht. </p>
<p>Aber das bedeutet nicht, dass es nicht doch eine Diskriminierung ist. Auch, wenn 90% der Rollenspieler ihre Türen für Homosexuellen verschließen würden, würde jede einzelne Runde doch nur eine Wohnung darstellen, und trotzdem sähe die Sache ganz anders aus.</p>
<p>Und jetzt kommen hier Beiträge, in denen diese (kleine) Diskriminierung gut geheißen wird. Wer sich für eine benachteiligte Bevölkerungsgruppe ausspricht, ist ein Gutmensch und proto-Faschist, weil er Homohass nicht einfach so stehen lassen kann – stattdessen ist das angeblich richtige Verhalten, den Homohass als ebenso gleichwertige Meinung gelten zu lassen wie alle anderen auch. Nur mit dem Zusatz, dass die Meinung, diesen Homohass könne man nicht stehen lassen, eben keine ebenso wertvolle Meinung ist. Die darf angegangen werden, die darf kritisiert werden – die ursprüngliche Meinung aber nicht.</p>
<p>Da muss man schon einige Hirnverdrehungen machen, um das zu kapieren.</p>
<p>Noch dazu ist eben trotz Postmoderne nicht jede Meinung gleich. Die Meinung, Frauen sollten Genitalverstümmelt werden, ist nicht gleichwertig mit der Meinung, dass sie es nicht sollten. Die Meinung, der Klimawandel sei eine Verschwörung, ist nicht gleichwertig mit der Meinung, dass es keine ist.</p>
<p>Hier im Forum diskutieren Leute gerade über politische Systeme, über mehrere Seiten, und da hat noch niemand dafür plädiert, eine Seite in Ruhe zu lassen, weil die schließlich auch ihre Meinung haben dürften. Liegt es daran, dass deine Meinung vielleicht so offensichtlich homophob ist und eben nicht zu verteidigen, dass dieses Plädoyer hier erfolgt? Weil man eben keine guten Argumente dafür vorbringen kann, Homosexuelle alle für gleichsam Übelkeit erregend zu halten, muss man das so stehen lassen? </p>
<p>Eher im Gegenteil.</p>
<p>Und was das Arschloch angeht: schöne und lustige Beleidigungen kann man ganz toll an sich herab gleiten lassen oder umdeuten, gar nicht hinhören. Manchmal reicht es nicht aus, jemanden sanft wegzustoßen oder abzulenken, manchmal muss man Leuten eine Ohrfeige geben, um eine Grenze anzuzeigen und sie mit ihrem Verhalten zu konfrontieren, damit sie eben nicht behaupten können, es habe keine klaren Signale gegeben. Das Arschloch war ein solches klares Signal, das kann man nicht fehldeuten.</p>
<p>Ich finde es ehrlich gesagt immer noch bestürzend, dass hier im Forum Leute dafür plädieren, dass man sich gegen Randgruppen äußern darf, diese Äußerung aber dann nicht als das bezeichnen darf, was sie ist. Wenn man sich irgendwo halbwegs sicher und aufgehoben fühlt, trifft es schon hart, wenn da der Teppich unter den Füßen weggezogen wird.</p>
<p>Ich verbiete dir keineswegs, diese Einstellung zu haben, aber ich nehme mir auch das Recht heraus, diese Einstellung für homophob zu halten und angesichts deiner Verteidigung derselben dich auch für eine entsprechende Person. Und ich nehme mir dazu noch heraus, die Leute auf deiner Seite entweder für Gesinnungsgenossen oder für Leute zu halten, die als Opfer der Postmoderne oder aus sonstigen Gründen die Idee der Meinungsfreiheit und des mündigen Bürgers nicht verstanden haben.</p>
<p>Dass ich so harsch reagiert habe, lag allerdings auch daran, dass ich erstens im persönlichen Umfeld Bekannte mit allzu viel Diskriminierungserfahrung habe, dass mir wie gesagt ein wenig der Boden unter den Füßen fehlte wegen des Zuspruchs für deine intolerante Einstellung, und dass mir das Problem bei diesem Zuspruch wie auch der Homohass deiner Einstellung so offenbar waren, dass mich eine längere Diskussion darüber schon aus der Reserve lockte.</p>
<p>Es gibt eben Ansichten, bei denen kann man nicht schweigen, bei denen muss man auch sagen, was man von ihnen hält. Es heißt doch immer so schön, dass man eben nicht wegsehen soll, dass man Initiative und Zivilcourage zeigen soll. Und in einem Forum ist es wahrlich kein großer Akt, nicht wegzusehen. Wenn aber man schon hier als Gutmensch verunglimpft wird, wie viel größer sind dann die Barrieren, in einer realen Situation aufzustehen und zu sagen, das gehe so nicht?</p>
<p>Anders: wer hier im Forum nichts dazu sagt, der wird doch in einer realen Situation erst Recht nichts sagen.</p>
<p>Und damit muss es auch reichen.</p>
<p>(Anmerkung: ich habe ein Zitat, das ich vorher zögerlich als Sarkasmus eingestuft hatte, entfernt, weil sich herausstellte, dass das Zitat tatsächlich keine Unterstützung, sondern Sarkasmus war)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1368" class="footnote">Nebenbei ist dies eine übliche Taktik für alle möglichen Behauptungen: »Es gibt den Beweis, aber ich kann ihn nicht veröffentlichen.« In einem Pamphlet über die Schädlichkeit von Mikrowellenstrahlung stand mal: »Quelle z.Z. nicht verfügbar«. Ob es einen Beweis gibt und wie stichhaltig der ist, darüber kann ich nur dann eine Aussage machen, wenn ich den Beweis kenne. Ebenso mit diesem angeblich guten Grund.</li></ol><p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/01/noch-mal-rollenspieler-homophobie/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/01/noch-mal-rollenspieler-homophobie/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/01/noch-mal-rollenspieler-homophobie/" data-text="Noch mal Rollenspieler-Homophobie"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/01/noch-mal-rollenspieler-homophobie/','Noch%20mal%20Rollenspieler-Homophobie')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fnoch-mal-rollenspieler-homophobie%2F&amp;linkname=Noch%20mal%20Rollenspieler-Homophobie" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fnoch-mal-rollenspieler-homophobie%2F&amp;linkname=Noch%20mal%20Rollenspieler-Homophobie" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fnoch-mal-rollenspieler-homophobie%2F&amp;title=Noch%20mal%20Rollenspieler-Homophobie" id="wpa2a_16">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Schwulenhasser bei Rollenspielern</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 21:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[arschloch]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[idioten]]></category>
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		<category><![CDATA[postmoderne]]></category>

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		<description><![CDATA[(Achtung, sehr lang, da viele Zitate) Erst gerade musste ich feststellen, dass im Forum der Richard-Dawkins-Stiftung gerne mal weibliche Journalisten als Fotze (&#8220;cunt&#8221;) oder Ähnliches bezeichnet werden1. Und dann las ich im Rollenspielforum des D&#038;D-Gates: Unsere bestehende Wiesbadener D&#038;D Gruppe hat noch einen Platz frei. Wir spielen D&#038;D 4E auf deutsch. Die Spieler sind teils [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Achtung, sehr lang, da viele Zitate)<br />
Erst gerade musste ich feststellen, dass im Forum der Richard-Dawkins-Stiftung gerne mal <a href="http://richarddawkins.net/articleComments,4868,Prejudiced-Danes-provoke-fanaticism,Nancy-Graham-Holm---guardiancouk,page3#447207" target=_blank>weibliche Journalisten als Fotze (&#8220;cunt&#8221;)</a> oder Ähnliches bezeichnet werden<sup><a href="http://p-pricken.de/2010/01/schwulenhasser-bei-rollenspielern/#footnote_0_1354" id="identifier_0_1354" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="via Butterflies and Wheels in den Kommentaren">1</a></sup>. Und dann las ich im Rollenspielforum des <a href="http://forum.dnd-gate.de/index.php/topic,24909.0.html" target=_blank>D&#038;D-Gates</a>:</p>
<blockquote><p>Unsere bestehende Wiesbadener D&#038;D Gruppe hat noch einen Platz frei. </p>
<p>Wir spielen D&#038;D 4E auf deutsch. Die Spieler sind teils absolute Rollenspielanfänger, teils erfahrene Spieler im Alter zwischen 22 und 31 Jahren. 1 Frau, 4 Männer, alle Nichtraucher. Die Charaktere sind zwischen erster und vierter Stufe, ein Einstieg ist also problemlos möglich.</p>
<p>Nächster Spieltermin ist Freitag der 1. Januar 2010 und danach Samstag der 16. Januar 2010. Im Durchschnitt spielen wir einmal im Monat, gelegentlich (aber selten) auch mal öfter.</p>
<p>Vorzugsweise würden wir uns über einen Spieler oder eine Spielerin freuen, der einen Charakter spielt der mit Fallen umgehen kann, also einen Rogue oder Assassin. Aber grundsätzlich sind alle Klassen und Rassen aus den PHBs und dem Dragon erlaubt und willkommen. Auch und insbesondere Rollenspielanfänger sind bei uns gerne willkommen!</p>
<p>Raucher können unter der Voraussetzung mitspielen, dass sie den Abend ohne Rauchen aushalten  </p>
<p>Wen wir nicht wollen sind beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Rollenspiel-Freaks die mit Raben auf der Schulter und/oder ähnlichen Nerd-Accessoires durch&#8217;s Leben laufen.</li>
<li>Leute die altersmäßig deutlich über oder unter unserem Durchschnitt liegen.</li>
<li>Leute die sich den Platz in unserer Gruppe schon mal für Mitte 2010 reservieren wollen.</li>
<li>Leute die einen Laptop zum Spielen benötigen.</li>
<li>Leute die um Mitternacht schon Ermüdungserscheinungen zeigen.</li>
<li><strong>Homosexuelle</strong> (Hervorhebung von mir)</li>
</ul>
</blockquote>
<p><span id="more-1354"></span><br />
Damit nicht genug. Der Schreiber rechtfertigte sich noch einmal:</p>
<blockquote><p>So so, wessen Geistes Kind bin ich Deiner Meinung nach denn nur weil ich mir das Recht rausnehme selbst zu entscheiden mit wem ich meine Freizeit verbringen möchte und wen ich in meine Wohnung lassen will?</p>
<p>Oder bin ich deswegen schon böse weil ich niemanden in meine Wohnung lassen möchte, in dessen Gegenwart mich ein ausgesprochenes Unwohlsein überkommt, auch wenn ich mir bei rationaler Betrachtungsweise durchaus bewußt bin, dass diese Gefühle absolut irrational sein mögen?</p></blockquote>
<p>Ausgesprochenes Unwohlsein. Versuchen wir das mal mit anderen Inhalten: Frauen. Ha ha, da macht Mario Barth ja Witze drüber. Frauen sind eh Prügelknaben, da findet bestimmt niemand was dran. Wie wäre es damit: Bin ich schon böse, wenn mich in Gegenwart von Juden ein ausgesprochenes Unwohlsein überkommt? Muslimen? Behinderten?</p>
<p>Noch schlimmer allerdings, was dann von anderen Schreibern folgte:</p>
<blockquote><p>Endlich mal jemand, der zu dem steht, was er nicht will. Mehr von diesen Menschen bitte und weniger von denen, die in allem eine Diskriminierung sehen wollen.</p>
<p> *daumen hoch* (Emoticon)</p></blockquote>
<p>oder</p>
<blockquote><p>Ich finde das absolut legitim, das jemand, der eine Gruppe zum Spielen sucht, bestimmte Vorausetzungen festlegt und auch bestimmte Personengruppen nicht zu sich nach Hause einladen will. Das ist eine vollkommen private Sache und wenn ich nun mal keine Über 30jährigen, keine Homosexuellen, keine Gelsenkirchener und auch keine SPD-Angehörigen dabei haben will, dann kann ich das hier in so einem Aufruf ruhig sagen, finde ich und das hat mit Diskriminierung rein gar nichts zu tun.</p></blockquote>
<p>oder</p>
<blockquote><p>Wohin soll das eigentlich führen, was ihr hier betreibt? Das die Leute erkennen, wie gut und tolerant ihr seid? Das ihr es nicht seid beweist ihr mit jedem eurer Kommentare und wer von euch sagt, wie Leute zu sein haben? Wer ist denn hier so toll, das es besser nicht mehr geht?</p>
<p>Der Spruch ist zwar schon sehr alt, aber er gilt immer noch: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.</p></blockquote>
<p>Genau. Weil ich schon mal was Schlechtes gemacht habe, darf ich nie mehr was sagen, wenn anderes was Schlechtes machen. So ein Unsinn.</p>
<blockquote><p>Vielleicht sollte man zwischen Homosexuellen und Schwuchteln differenzieren. Ich glaube fast, XXX meint letztere&#8230;<br />
Ich habe viele Homosexuellen/Schwulen im Freundeskreis, denen man es niemals anmerken würde.<br />
Die schimpfen selbst über &#8220;Schwuchteln&#8221;, und das nicht zu knapp.</p></blockquote>
<p>Stimmt. Mir wird übel, wenn ich Schwuchteln sehe, ist gleich viel besser.</p>
<blockquote><p>Ein nicht geringer Anteil dieser Entrüstung ist natürlich auch das in Deutschland so verbreitete Gutmenschentum. Wenn ich sagen würde keine Frauen würde es auch Stress geben. Bei keinen Kindern gibt es einen Schrei der Entrüstung von werdenen, planenden oder tatsächlichen Eltern. Bei vorbehalten gegenüber Israelis springt einem erst der Zentralrat der Juden und dann Deutschlands Politik auf das Dach. </p></blockquote>
<p>Ja, das ist Gutmenschentum. Nicht etwa die Erkenntnis gesellschaftlicher Missstände, die man für ungerecht hält. Der folgende Beitrag bemüht sich um Sachlichkeit:</p>
<blockquote><p>Hier wird für mich nicht diskriminiert, Diskriminierung wäre ein Ausdruck wie Schwuchtel  oder sogar die &#8221;Nichtauflistung&#8221; von Homosexuellen und der darauf folgenden Ablehnung von Jemandem, der, bis auf homosexuell, keinen der aufgelisteten Punkte erfüllt und einen fadenscheinigen Grund nachgereicht bekäme o. ä. </p>
<p>Hier wird nur selektiert, mit wem man sich abgeben will und das ist ungeachtet der Pflichten eines jeden Individuums das gute Recht. Ich muß nicht jeden mögen, lieben, tolerieren und akzeptieren. Ich darf aber deshalb niemanden Schaden zufügen, nur weil ich ihn nicht mag/akzeptiere/toleriere. Und die Aussage, daß man nicht mit Person x im Sandkasten spielen will, ist kein Schaden zufügen, vor allem dann nicht, wenn es um den privaten Sandkasten geht.</p>
<p>Ich bin jedoch froh darüber, daß jemand klar und deutlich sagt, was er/sie will und was nicht. Damit muß man heute z. B. bei jedem Berufsgespräch leben, was ein gesetzlich legales Diskriminierungsurteil darstellt.</p>
<p>Von daher sehe ich absolut gar kein Problem mit einer derart subjektiven und persönlichen Wunschäußerung in einem öffentlichen Forum.</p></blockquote>
<p>Es geht ja nur um eine persönliche Wunschäußerung, die muss doch noch erlaubt sein, und weil die persönlichen Wünsche über alles gehen, ist das dann auch in Ordnung. Wenn ich äußere, dass ich noch ein paar Jungs suche, um abends Behinderten den Schädel einzuschlagen, dann sage ich offen, was ich will, und äußere nur meine Freizeitwünsche. Das sollte gelobt werden.</p>
<p>Dann kam die Frage: »Wie wäre es also mit heterosexuellen, drogensüchtigen, jüdischen, ex-Sträflingen?« Und die Antwort:</p>
<blockquote><p>Würdest Du jemanden bedenkenlos in Deine Wohnung lassen den Du nicht kennst und von dem Du nur weißt, dass er ein ein drogensüchtiger Ex-Sträfling ist?</p></blockquote>
<p>Für den Schreiber ist offenbar: Würdest du jemanden bedenkenlos in deine Wohnung lassen, den du nicht kennst, und von dem du nur weißt, dass er ein Homosexueller ist? Bedenkenlos? Was, wenn der eine Banane isst?!</p>
<p>Hier ist das Entscheidende:</p>
<blockquote><p>Genau das ist die Heuchelei dabei, wer sind wir denn, daß wir XXX etwas aufzwingen wollen, indem wir hier öffentlich ihn/sie anprangern, nur weil uns seine Meinung nicht passt?</p></blockquote>
<p>NIEMAND will den Ersteller zwingen, mit Homosexuellen spielen zu müssen, aber in dieser komischen Welt, in der die Leute leben, ist es schon verboten, die Meinung von jemand anderem zu kritisieren. Meinungen sind heilig! Auch wenn sie sexistisch, rassistisch, dumm, falsch oder sonstwas sind. Wenn ich meine, Frauen müssten eine Genitalverstümmelung bekommen und dürfen alleine nicht vor die Tür, geschweige denn fremde Männer sehen, dann ist das meine Meinung und damit DARF NIEMAND MEHR WAS SAGEN. Wir sind ja nicht im Dritten Reich.</p>
<p>Das bedeutet nicht Meinungsfreiheit und Redefreiheit. Diese Freiheiten sind deshalb heilig, weil nur auf dem Marktplatz der Ideen, wie es so schön heißt, gute und schlechte unterschieden werden können. Ich kann niemanden zu einer Meinung zwingen, aber ich kann nicht nur, ich muss ihm sagen, wenn ich seine Meinung für verkehrt halte. Das ist Freiheit, das ist Mündigkeit – mit seinen Meinungen in der Öffentlichkeit bestehen können, für sie einstehen oder sie ggf. ändern.</p>
<p>Stattdessen sind wir so weit, dass wir es erlauben, nachweislich diskriminierte und benachteiligte Bevölkerungsgruppen herabzusetzen, weil die andere Meinung ja so hoheitlich ist. Bloß niemandem auf die Füße treten – das, was hier den angeblichen &#8220;Gutmenschen&#8221; vorgeworfen wird, nämlich überzureagieren, ist stattdessen umgekehrt der Fall. Da sieht sich eine Mehrheitsgruppe in ihrer Freiheit eingeschränkt, wenn man mal sagt, was man von deren Ansichten hält. </p>
<p>Es steht jedem frei, keine Homosexuellen in sein Umfeld zu lassen, aber dann muss er damit rechnen, dafür kritisiert zu werden – ebenso wie man damit rechnen muss, kritisiert zu werden, wenn man irgendetwas anderes tut oder äußert. Wenn man aber so jemandem keinen Gegenwind vorsetzt, dann merkt er gar nicht, dass es vielleicht auch einen solchen gibt. Leider ist eine normale Argumentation auf dem oben zitierten Niveau überhaupt nicht möglich, da werden Bauchgefühle und diffuse Freiheitsvorstellungen als Argumente vorgebracht. Manchmal muss man auch einfach die Notbremse ziehen. Was ich getan habe:</p>
<blockquote><p>Die Wahrheit ist, dass es legitim ist, Personengruppen einzugrenzen, die man für Aktivitäten will. Diese Eingrenzung sollte jedoch mit der Aktivität zu tun haben. Wenn man Klettern geht, will man keine unsportlichen Dicken dabei haben – okay. Für den Theaterbesuch bitte keine Punker, weil man sich gerne schick kleiden will – auch gut.</p>
<p>Was aber bitte hat Rollenspiel mit Homosexualität zu tun? Solange da nicht am Tisch gepoppt wird, kann es ja nur so sein, dass die Idee, ein Gegenüber fängt irgendwas mit dem gleichen Geschlecht an, den Threadersteller so unheimlich fasziniert und stört, dass er an nichts anderes mehr denken kann. Wahrscheinlich kennt er bereits einen oder mehrere Homosexuelle, die ihm das nur nicht sagen (kein Wunder!).</p>
<p>Was mich aber richtig erschreckt ist die Tatsache, dass hier Leute jubeln. Klar ist das toll, wenn jemand seine Vorurteile so offen auf den Tisch legt, da kann man gleich sehen, was das für ein Arschloch ist. Aber so ist das ja nicht gemeint, sondern diese Angabe wird gut geheißen? Ehrlich? Zum Rollenspiel ist es okay, Schwule und Lesben auszuladen? Nicht, ob es erlaubt ist, das ist es natürlich – es ist ja die eigene Wohnung –, aber allein die Idee, man könne so was bestimmen?</p>
<p>Dahinter steckt die Idee, man könnte so was kontrollieren, also könnte man das einwandfrei erkennen? Wie bitte soll das im Kontext einer Rollenspielrunde gehen? Wahrscheinlich weil alle Schwulen wie Bruce Darnell sind oder was?</p>
<p>Meine Fresse. Da wird aus der Freiheit, ein Arsch sein zu dürfen, der gesellschaftliche Ruf danach, doch ein Arsch zu sein. Weiter so, Arschloch, wir sind stolz auf dich, wir brauchen mehr von dir.</p></blockquote>
<p>Dafür bekam ich jetzt Ärger, weil ich den ersten Schreiber beleidigt habe. Und in einer Folgediskussion kam noch das hier:</p>
<blockquote><p>Ist umfassend ignorantes, vollkommen selbstbezogenes, abolut unreflektiertes, und scheinbar anständiges Gutmenschentum nicht etwas schönes?</p></blockquote>
<p>Wer das liest und nachdenkt, merkt: Wem bei Homosexuellen übel wird, dem muss beigestanden werden. Homosexuellen muss nicht beigestanden werden. Wer Schwulenhassern beisteht, der ist aufgeklärt, selbstlos, reflektiert und tatsächlich anständig – wer aber für die Minderheit eintritt, ist das genaue Gegenteil.</p>
<p>Zum Glück gab es auch genug andere Schreiber in dem Forum, die sich bestürzt zeigten. Trotzdem – wenn das der Zustand der Gesellschaft ist, dass man die ignoranten Arschlöcher beschützt und die Benachteiligten nicht verteidigt, dann läuft da etwas gewaltig falsch.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1354" class="footnote">via <a href="http://www.butterfliesandwheels.com/notesarchive.php?id=3049" target=_blank>Butterflies and Wheels</a> in den Kommentaren</li></ol><p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/01/schwulenhasser-bei-rollenspielern/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/01/schwulenhasser-bei-rollenspielern/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/01/schwulenhasser-bei-rollenspielern/" data-text="Schwulenhasser bei Rollenspielern"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/01/schwulenhasser-bei-rollenspielern/','Schwulenhasser%20bei%20Rollenspielern')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fschwulenhasser-bei-rollenspielern%2F&amp;linkname=Schwulenhasser%20bei%20Rollenspielern" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fschwulenhasser-bei-rollenspielern%2F&amp;linkname=Schwulenhasser%20bei%20Rollenspielern" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fschwulenhasser-bei-rollenspielern%2F&amp;title=Schwulenhasser%20bei%20Rollenspielern" id="wpa2a_20">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Progression</title>
		<link>http://p-pricken.de/2009/02/progression/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 09:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[denkanstoß]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Ismen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was einem Bekannte so erzählen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Gespräch mit einem Bekannten erzählt der mir von den intoleranten Kunden, die nicht mit den Schwulen in seiner Firma umgehen können. Und sagt:</p>
<blockquote><p>Es gibt bei denen ja Männer und Frauen, wie bei uns, also Aktive und Passive. Die Aktiven sind normal und den Passiven merkt man das an, die sind so feminin und wie man das so kennt. Und darauf können manche Kunden echt gar nicht.</p></blockquote>
<p>Ist das jetzt Fortschritt?</p>
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		<title>Polizisten sind auch Menschen!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 11:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[missbrauch]]></category>
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		<category><![CDATA[online-durchsuchungen]]></category>
		<category><![CDATA[privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo Missbrauch möglich ist, da wird missbraucht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wird kurz. <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/5/120071" title="Telepolis: Kleine fette Schwuchtel?" target=_blank>Telepolis</a> meldet, ein BND-Mitarbeiter habe sein Überwachungssubjekt (es geht um Online-Durchsuchungen) intern als »kleine fette Schwuchtel« bezeichnet.</p>
<p>Telepolis fragt, ob diese Homophobie Nachrichtenwert hat, oder ob sich die meisten nicht mit der Online-Durchsuchung im Kanzleramt beschäftigen werden. Ich will noch einen Schritt weiter gehen. Die Homophobie ist ätzend, aber ein schönes Beispiel für die Idee, die auch im Titel dieses Beitrags zum Ausdruck kommt.</p>
<p><span id="more-86"></span>Jedes Gesetz, jede Regelung, die sich mit dem Einwirken auf die Privatsphäre des Bürgers beschäftigt, muss sich mit der Tatsache abfinden, dass diejenigen, welche die Gesetze umsetzen, auch nur Menschen sind und deren Schwächen haben. Warum sollen plötzlich ausgerechnet <abbr title="Bundesnachrichtendienst">BND</abbr>-Mitarbeiter oder <abbr title="Bundeskriminalamt">BKA</abbr>-Mitarbeiter besonders unempfänglich für Homophobie, Neugier, Indiskretion oder Eifersucht sein? Man hofft das immer, aber spätestens wenn US-Astronauten sich mit einer Windel ins Auto setzen, um auf dem Weg zum vermeintlichen Liebhaber des Ex-Freundes keinen Toilettenstopp einzulegen, sollten diese idealistischen Ideen verworfen werden. Selbst, wenn der Prozentsatz von »anfälligen« Mitarbeitern geringer sein sollte, ist er doch nicht gleich null.</p>
<p>Darum steht fest: Wo Missbrauch möglich ist, wird Missbrauch stattfinden. Wenn ein Bekannter in der Videothek arbeitet, in der man Kunde ist, wird der sich mal ansehen, welche Pornos man so ausleiht. Wenn ein Polizist Zugriff auf Online-Daten des verhassten Nachbarn hat, schaut der mal nach, ob sich da nichts finden lässt. Solche Gesetze müssen nicht nur gut gemeint sein, sondern gut gemacht. Selbst, wenn man den Machern das gute Meinen unterstellt.</p>
<p>Dazu kommt noch als kleine Denksportfrage: Wie viele Berufsgruppen gibt es, bei denen man hofft, dass die Zahl der moralisch gefestigten Beschäftigten über dem Durchschnitt liegt? Und: wo sollen die alle herkommen? Polizisten, Politiker, Manager, Lehrer, Bankberater, Versicherungsberater, Ärzte, Anwälte, Journalisten, Blogger, &#8230;</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2008/12/polizisten-sind-auch-menschen/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2008/12/polizisten-sind-auch-menschen/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2008/12/polizisten-sind-auch-menschen/" data-text="Polizisten sind auch Menschen!"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2008/12/polizisten-sind-auch-menschen/','Polizisten%20sind%20auch%20Menschen!')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2008%2F12%2Fpolizisten-sind-auch-menschen%2F&amp;linkname=Polizisten%20sind%20auch%20Menschen%21" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2008%2F12%2Fpolizisten-sind-auch-menschen%2F&amp;linkname=Polizisten%20sind%20auch%20Menschen%21" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2008%2F12%2Fpolizisten-sind-auch-menschen%2F&amp;title=Polizisten%20sind%20auch%20Menschen%21" id="wpa2a_24">Share/Bookmark</a></p>
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