<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>Derangierte Einsichten &#187; george rekers</title>
	<atom:link href="http://p-pricken.de/tag/george-rekers/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://p-pricken.de</link>
	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 13:21:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Kann man Schwulsein wegbeten?</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/05/kann-man-schwulsein-wegbeten/</link>
		<comments>http://p-pricken.de/2010/05/kann-man-schwulsein-wegbeten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 May 2010 22:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[george rekers]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[ärgerlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://p-pricken.de/?p=1801</guid>
		<description><![CDATA[TweetGeorge Rekers ist ein Idiot. Das sollten wir vorab klarstellen. Rekers ist aber auch Gründer des Family Research Council, eines christlich-konservativen Vereins, der gerne mal die moralische Verkommenheit unserer Zeit anprangert, und saß im Vorstand von NARTH, einer Vereinigung, die Homosexualität (eine der Ursachen für moralische Verkommenheit) durch christlichen Glauben behandeln wollte. Wegbeten also. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1801" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D1801&amp;text=Kann%20man%20Schwulsein%20wegbeten%3F&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F05%2Fkann-man-schwulsein-wegbeten%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>George Rekers ist ein Idiot. Das sollten wir vorab klarstellen. Rekers ist aber auch Gründer des <em>Family Research Council</em>, eines christlich-konservativen Vereins, der gerne mal die moralische Verkommenheit unserer Zeit anprangert, und saß im Vorstand von <em>NARTH</em>, einer Vereinigung, die Homosexualität (eine der Ursachen für moralische Verkommenheit) durch christlichen Glauben behandeln wollte. Wegbeten also.</p>
<p>In der <a href="http://blogs.miaminewtimes.com/riptide/2010/05/before_he_hired_an_escort_reke.php" target=_blank>Miami New Times</em> lässt sich lesen, wie so was aussah. Ich übersetze mal&#8230;<br />
<span id="more-1801"></span></p>
<blockquote><p>1974 lernte Rekers einen vierjährigen, »weibischen Jungen« names Kraig kennen, dessen Eltern ihn in seinem Programm angemeldet hatten. Rekers steckte Kraig in einen »Spiel- und Beobachtungsraum« mit seiner Mutter, die einen Knopf ins Ohr bekam. Wenn der Junge mit Mädchenspielsachen spielte, sollte sie sich nach Anweisung der Ärzte von ihm abwenden.</p>
<p>2001 hieß es im Magazin <em>Brain, Child</em>: »Bei einer dieser Gelegenheiten war sein Unmut so groß, dass er zu schreien begann, aber seine Mutter sah nur weg. Seine Unsicherheit wurde größer, und er tat alles, was er konnte, um sie auf sich aufmerksam zu machen&#8230; Kraig wurde so hysterisch, und seine Mutter so mitgenommen, dass einer der Forscher reinkommen und den schreienden Kraig aus dem Zimmer holen musste.«</p>
<p>Rekers Leute führten das Experiment im Heim der Familie fort. Kraig erhielt rote Chips für feminines Verhalten und blaue Chips für maskulines Verhalten. Die blauen Chips konnten für Süßes oder Fernsehzeit eingetauscht werden. Die roten sorgten für einen »Klaps« oder Schläge auf den Hintern von seinem Vater. Die Forscher kamen in Abständen in das Haus zurück, um die richtige Umsetzung dieses Belohnungssystems zu gewährleisten.</p>
<p>Nach zwei Jahren verhielt sich der Junge angeblich wie ein »echter Kerl«. Jahrzehntelang nannte Rekers, der zahllose ähnliche Experimente durchführte, Kraig seinen »Musterschüler für Verhaltenstherapie bei jungenhafter Verweiblichung«.</p>
<p>Im Alter von 18 und getrieben von Scham über seine Kindheitsdiagnose und Behandlung versuchte Rekers Musterschüler, sich das Leben zu nehmen, heißt es in <em>Gender Shock</em>, einem Buch der Journalistin Phyllis Burke. Rekers, deren frühe Experimente die ersten waren, eine angebliche »Schwulenheilung« zu demonstrieren, musste letzte Woche seinen Posten bei NARTH räumen (&#8230;). NARTH steht jedoch zu seiner Forschung.</p></blockquote>
<p>Ein <strong>Vierjähriger</strong> wird bestraft, weil er <strong>zu weiblich</strong> ist und mit Mädchenspielzeug spielt? Über zwei Jahre lang? Oder sollte man besser sagen: Rekers sorgt dafür, dass ein Junge so behandelt wird und in einem Klima aufwächst, das ihn in den Selbstmordversuch treibt? Das ist eine Horrorgeschichte, und zwar eine, die sich häufig wiederholt und mich sehr zornig macht.</p>
<p>Zum Glück gibt es wenigstens ein halbwegs gutes Ende. George Rekers ist nämlich in Urlaub gefahren und hat sich dazu von <a href="http://rentboy.com" target=_blank>Rentboy</a> (nur für Erwachsene!) – einer Seite für homosexuelle Prostitution – einen hübschen Latino gebucht, für sinnliche Massagen (und mehr). Rekers behauptet, er habe den jungen Mann gebraucht, um seine Koffer zu tragen, und ihm während der Schiffsfahrt die Gefahren des homosexuellen Lebenwandels erklärt.</p>
<p>Und wisst ihr was? Das glaube ich sogar. Ich glaube, dass George Rekers so von Selbsthass und verleugneter Homosexualität getrieben ist, dass er seinen Rentboy mit Traktaten nervte, während er nackt massiert wurde; ich glaube, dass er keinen Sex hatte, weil allein die Berührung in ihm schon das Gefühl übelster Sünde hervorruf. Dann täte mir Rekers sogar leid, denn niemand soll so leben müssen – und wie viel glücklicher wären er und seine Patienten, wenn er sich zu seiner Neigung bekennen und sie leben könnte. Aber weil er das nicht tut und viel und großen Schaden angerichtet hat, bin ich natürlich auch ein wenig schadenfroh. Und Rekers ist – siehe oben – ein Idiot.</p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://p-pricken.de/2010/05/kann-man-schwulsein-wegbeten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

