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	<title>Derangierte Einsichten &#187; freiheit</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>Spanischer Frühling</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 07:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[medienschelte]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Momentan auf tagesschau.de prominent zu finden: Demokratiebewegung in Libyen, in Ägypten, in Tunesien, in Syrien. Weil afrikanische Länder eben Demokratie brauchen und das cool ist. Und in Spanien demonstrieren Menschen &#8211; gegen die Wirtschaftsmisere. Darum lauten die Forderungen auf ihrem Flyer auch: 1.- Reform des Wahlrechts. 2.- Eine unabhängige Judikative, also Gewaltenteilung. 3.- Politische Veränderungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan auf tagesschau.de prominent zu finden: Demokratiebewegung in <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/libyenbengasi100.html" target=_blank>Libyen</a>, in <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten820.html" target=_blank>Ägypten</a>, in <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/tunesien464.html" target=_blank>Tunesien</a>, in <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/syrien374.html" target=_blank>Syrien</a>. Weil afrikanische Länder eben Demokratie brauchen und das cool ist.</p>
<p>Und in <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/spanien288.html" target=_blank>Spanien</a> demonstrieren Menschen &#8211; gegen die Wirtschaftsmisere. Darum lauten die Forderungen auf ihrem <a href="http://twitpic.com/4z9bnr" target=_blank>Flyer</a> auch:</p>
<blockquote><p>1.- Reform des Wahlrechts.<br />
2.- Eine unabhängige Judikative, also Gewaltenteilung.<br />
3.- Politische Veränderungen (Transparenz, weniger Korruption, direkteres Wahlrecht)</p></blockquote>
<p>Eben gegen die Wirtschaftsmisere. Weil in der EU, da ist ja mit der Demokratie alles in Ordnung. Und darum muss ich davon auf <a href="http://www.boingboing.net/2011/05/18/update-on-spanish-re.html?dlvrit=36761" target=_blank>BoingBoing</a> lesen. Die auch einen <a href="http://www.soltv.tv/soltv2/index.html" target=_blank>LiveStream</a> verlinken.</p>
<p>Denn: die Demonstrationen werden als illegal bezeichnet, immer mehr Polizei sammelt sich &#8211; das kommt einem schon sehr bekannt vor vom arabischen Frühling.</p>
<p>Ist aber, wie wir alle wissen, gegen die Wirtschaftsmisere. </p>
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		<title>Burkaverbot auf deutschen Ämtern?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 14:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[burka]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[kleiderordnung]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Okay, damit alle wissen, wovon wir reden, erst Mal eine nützliche Grafik: Ich habe mich ja schon mehrfach zur Verschleierung ausgelassen (z.B. hier), aber noch mal verkürzt: Grundsätzlich hat m. E. jede_r das Recht, anzuziehen, was er_sie will. Problematisch ist, dass Kleidung immer auch externen Zwängen unterworfen ist, und bei verschleierten Musliminnen denkt man schnell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Okay, damit alle wissen, wovon wir reden, erst Mal eine <a href="http://www.donaukurier.de/_/tools/picview.html?_CMELEM=1955165" target=_blank>nützliche Grafik</a>:</p>
<p><img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/02/muslim-covers.png" alt="" title="muslim covers" width="450" height="295" class="aligncenter size-full wp-image-3262" /><br />
<span id="more-3261"></span><br />
Ich habe mich ja schon mehrfach zur Verschleierung ausgelassen (z.B. <a href="http://p-pricken.de/2010/10/the-wire-hamsterdam-und-burka-verbot/">hier</a>), aber noch mal verkürzt: Grundsätzlich hat m. E. jede_r das Recht, anzuziehen, was er_sie will. Problematisch ist, dass Kleidung immer auch externen Zwängen unterworfen ist, und bei verschleierten Musliminnen denkt man schnell an Unterdrückung. Auch bei uns kennen wir Kleidervorschriften, die ebenfalls ins Extreme gehen können – so gilt gerne, dass Frauen z.B. bei Banken Schuhe mit hohen Absätzen tragen sollen und geschminkt sein müssen, und die UBS-Bank hatte ja sogar dieses lange Dokument entworfen (und zurückgezogen), in dem u. a. fleischfarbene Unterwäsche diktiert wurde. In der Ukraine <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,721385,00.html" target=_blank>haben Politikerinnen</a> auch keine Kleiderfreiheit.</p>
<p>Bei Männern heißt es übrigens höchstens: bitte Anzug.</p>
<p>Jedenfalls bin ich, wie man vorherigen Beiträgen entnehmen kann, gegen ein Burkaverbot. Ich halte es für kontraproduktiv und unnötig. Aber ich kann Kleidervorschriften in gewissem Maße verstehen. Jede Arbeitsstelle hat unterschiedliche Pflichten, die mit ihr einhergehen. Ich bearbeite gerade Stromkunden von RWE, und da ist es selbstverständlich, nicht über die Kontodaten zu reden, in die ich Einblick bekomme. Und eine Apothekerin, die aus moralischen Gründen keine Verhütungsmittel verkaufen will, hat den falschen Job gewählt – da muss die persönliche Meinung außen vor bleiben.</p>
<p>Wie gesagt, solange es nicht zu weit geht. In meiner aktuellen Arbeitsstätte sind angeblich öfter schon Mitarbeiter_innen (seien wir ehrlich, in der Regel Frauen) nach Hause geschickt worden, weil sie zu aufreizend gekleidet waren. Wohlgemerkt in einer Arbeitsstelle ohne Publikumsverkehr, reine Bildschirmarbeit. Im Sommer trotzdem nicht luftig kleiden. Das mag – ich kenne die genauen Beispiele nicht – wirklich zu weit gehen. Und die meisten Kleidervorschriften finde ich eher albern.</p>
<p>Ich fände es bescheuert, gäbe es ein explizites Verbot für Burkas in öffentlichen Ämtern. Aber ich finde es richtig, dass man den Angestellten und Beamt_innen auferlegt, ihr Gesicht nicht zu bedecken. Das Amt sollte ein Ort sein, an dem der Staat mit seinen Bürgern zusammenkommt, und für den Bürger ist es wichtig, dass der Staat Gesicht zeigt. Das ist auch eine Vertrauensfrage. Dass eine solche Kleidervorschrift primär Burkas und Nikabs trifft, ist mir auch klar, aber darum sollte sie trotzdem nicht speziell dagegen sein.</p>
<p>Mir wäre es sogar recht, würde von Amtsdiener_innen weltanschauliche Neutralität verlangt, d. h. keine sichtbaren Kreuze, keine Hidschabs, kein Bindi, usw. Aber die Kleidervorschriften auf Ämtern sind ja recht lax, und wir leben nicht in einem laizistischen Staat, also bleibt das wohl – die Kirchen würden sonst auch ausflippen.</p>
<p>Leider ist die Diskussion um Burka/Bikab im öffentlichen Dienst extrem polemisiert. Sofort kommen Ressentiments zum Vorschein, die ein sehr hässliches Bild auf viele Kommentatoren richtet. Sarrazin ist eben nicht so abseitig und isoliert, wie ich es gerne hätte. Aber natürlich regt man sich lieber über antisemitische Sprüche der ägyptischen Muslimbrüder auf als über antimuslimische Motivation bei uns. Unsere Ängste sind schließlich berechtigt&#8230;</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2011/02/burkaverbot-auf-deutschen-amtern/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2011/02/burkaverbot-auf-deutschen-amtern/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2011/02/burkaverbot-auf-deutschen-amtern/" data-text="Burkaverbot auf deutschen Ämtern?"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2011/02/burkaverbot-auf-deutschen-amtern/','Burkaverbot%20auf%20deutschen%20Ämtern?')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F02%2Fburkaverbot-auf-deutschen-amtern%2F&amp;linkname=Burkaverbot%20auf%20deutschen%20%C3%84mtern%3F" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F02%2Fburkaverbot-auf-deutschen-amtern%2F&amp;linkname=Burkaverbot%20auf%20deutschen%20%C3%84mtern%3F" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F02%2Fburkaverbot-auf-deutschen-amtern%2F&amp;title=Burkaverbot%20auf%20deutschen%20%C3%84mtern%3F" id="wpa2a_8">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Wikileaks-Gegner: je ne comprends pas</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 09:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[autoritarismus]]></category>
		<category><![CDATA[demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[feind des westens]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verstehe einige der Argumente nicht, die Wikileaks-Gegner wie Andreas Müller von sich geben. So ähnlich wie die Wikileaks-Anhänger scheinen die S21-Demonstranten der Meinung zu sein, wir würden in einer Diktatur leben und es wäre enorm heldenhaft, gegen die Tyrannen zu demonstrieren und ihre geheimen Verschwörungen gegen „das Volk“ aufzudecken. Praktischerweise ergeben sich daraus überhaupt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe einige der Argumente nicht, die Wikileaks-Gegner wie <a href="http://feuerbringer.com/2010/12/17/die-s21-religion/" target=_blank>Andreas Müller</a> von sich geben. </p>
<blockquote><p>So ähnlich wie die Wikileaks-Anhänger scheinen die S21-Demonstranten der Meinung zu sein, wir würden in einer Diktatur leben und es wäre enorm heldenhaft, gegen die Tyrannen zu demonstrieren und ihre geheimen Verschwörungen gegen „das Volk“ aufzudecken. Praktischerweise ergeben sich daraus überhaupt keine Konsequenzen für die mutigen Kämpfer für die „Demokratie“, was inzwischen offenbar „Herrschaft des Pöbels“ bedeutet, von ahnungslosen, verwirrten Kollektiven mit zu viel Zeit und zu wenig Arbeit. Und warum ergeben sich daraus keine Konsequenzen? Na, weil wir nicht in einer Diktatur leben, dort hätte man die Bahnhofsgegner längst erschossen. Dieser Unterschied scheint für diese Leute von keiner sonderlichen Relevanz zu sein, „die da oben“, sind eben „die da oben“.</p></blockquote>
<p><span id="more-2811"></span><br />
Aus diesem Absatz lese ich so viel Herablassung gegen »den Pöbel« und gleichzeitigen Jubel über das demokratische System, dass ich es nicht verstehen kann. Sollte man als Demokrat nicht froh sein, wenn das Volk seine Meinung äußert? Sollte man nicht feiern, dass bei uns Menschen auf die Straße gehen können, ohne erschossen zu werden?</p>
<p>Oder ist es schon genug, die Freiheit zur Regierungskritik zu besitzen – man muss diese Freiheit ja bitte schön nicht auch noch nutzen? Wie sagte schon Thomas Jefferson: Damit Tyrannen übernehmen, müssen nur die Guten schweigen.</p>
<p>Proteste und Regierungskritik sind für eine Demokratie sogar <em>überlebenswichtig</em>. Man sollte sich freuen, dass da Menschen anscheinend so bewegt sind, dass sie auf die Straße gehen – auch wenn man den eigentlichen Beweggrund kritisiert oder sich darüber amüsiert.</p>
<p>Aber es geht ja noch weiter, denn Müller sagt: <a href="http://feuerbringer.com/2010/12/18/wikileaks-hasst-den-westen/" target=_blank>Wikileaks hasst den Westen</a>.</p>
<blockquote><p>Mal angenommen, britische Aktivisten hätten in den 1940ern Geheimdienstinformationen ihres eigenen Landes an Hitler – nicht etwa nur verkauft, sondern auch noch verschenkt. Wer könnte sich vorstellen, dass die Briten eine große Solidaritätsaktion für diese Aktivisten gestartet hätten, und ihnen so viel gespendet, dass sie sich um Geld nicht mehr sorgen müssen?</p></blockquote>
<p>Nicht nur, dass keiner der Wikileaks-Aktivisten reich ist – nein, auch Julian Assange nicht –, ist das doch ein seltsames Beispiel. Man stelle sich umgekehrt vor, deutsche Aktivisten hätten in den Enddreißigern Geheimdienstinformationen Hitlers an die Briten – nicht etwa nur verkauft, sondern verschenkt! (Das »verschenkt« macht es anscheinend noch schlimmer, weil da nicht mal Gier im Spiel ist) Für jedes absurde Negativbeispiel finde ich ein positives Gegenstück.</p>
<p>Wie wäre es, sich stattdessen anzusehen, <em>was</em> Wikileaks denn veröffentlicht? Da finden sich keine Invasionspläne.</p>
<p>Nein, aber weil Wikileaks Klatsch veröffentlicht, schadet es der freien Welt &#8211; noch dazu den Klatsch, dass Hamid Karsai nicht vertrauenswürdig sei. Hamid Karsai, der wahrscheinlich stolz ein Tattoo mit »Vertrau mir nicht, ich bin ein Halunke« trägt. Hacker, die mit Wikileaks sympathisieren, haben eine Webseite lahmgelegt – hier wird anscheinend impulsiv die Frage beantwortet, ob so eine Art Online-Protest in Ordnung ist. Für Wikileaks arbeiten Aktivisten mit angeblich/möglicherweise antisemtischen Überzeugungen – kann ich nichts zu sagen, ist aber Prototyp Ad-Hominem-Argument. Irgendjemand behauptet, Wikileaks sei kein Journalismus – was aber nichts damit zu tun hat, dass genau dies das Argument ist, wie der ehemalige Arbeitgeber des Behauptenden die Anklage Assanges rechtfertigen will. </p>
<p>Und Wikileaks hat Terroristen eine Liste mit Terrorzielen zugänglich gemacht. Also eine Liste, auf der Staudämme stehen, und große Kraftwerksanlagen und so. Also tatsächlich strengst geheime Informationen. Nach dieser Argumentation ist es tatsächlich eine gute Idee, dass niemand mehr den Bundestag fotografiert, das könnte ja ein terroristischer Aufklärer sein.</p>
<p>Was mich am meisten an diesen Vorwürfen stört sind ihre Unsinnigkeit. Es wird einfach behauptet, Wikileaks hätte Schaden angerichtet, aber eigentlich wirkt das mehr wie eine Instinktreaktion gegen Regierungskritik. So etwas darf man nicht, so etwas muss man doch verbieten können. Und weil eben die Argumente für den konkreten Schaden von Wikileaks fehlen, und weil man nicht auf abstrakter Ebene diskutieren will (warum auch immer), kommt dann so etwas wie &#8220;Wikileaks ist kein Journalismus&#8221;. Na toll. Und die Frage, was denn gewesen wäre, wenn Hitler die Pläne der Alliierten gekannt hätte – was die generelle Ausrichtung von Whistleblowern verkennt, die eher Verbrechen der eigenen Regierung offenlegen und nicht etwa Spionage betreiben, und was wie oben geschehen auch umgekehrt gefragt werden kann.</p>
<p>Ich frage mich auch, ob sich etwas daran ändert, wenn nun die <a href="http://www.boingboing.net/2010/12/22/wikileaks-all-250000.html?" target=_blank>Aftenposten</a> Zugang zu allen Wikileaks-Dokumenten hat und diese nach eigenem Gutdünken veröffentlicht. Ist die Aftenposten dann auch keine journalistische Presse mehr?</p>
<p>Was daraus spricht, ist Autoritarismus. Die Idee, dass die staatliche Autorität akzeptiert werden muss, und dass diejenigen, welche das nicht tun, bestraft werden müssen. Früher erschossen oder gesteinigt, wie Müller mit ein wenig Wunschdenken ausführt, heute eben vor Gericht gestellt wegen Landesverrats – und wenn man nicht aus dem Land stammt, das man verraten haben soll, na, dann eben Verrat an der Westlichen Welt. Wird sich schon was finden.</p>
<p>Aus diesen Worten spricht außerdem der Gedanke, dass eine freie Presse ja gut ist, in der Theorie, im Ideal, aber letztendlich doch nur dann, wenn die nur schreiben, was auch genehm ist. Was eben für Herrn Müller und in der Erweiterung für den Staat als relevant und nicht zu gefährlich durchgewunken wird. Am besten nennt man die Presse dann <em>Freiheit</em> oder <em>Wahrheit</em>, dann passt das schon. Und weil man bei uns fürs Protestieren nicht erschossen wird, soll man gefälligst auch nicht protestieren. </p>
<p>Bei uns bekommt man nämlich höchstens einen Schlagstock oder Reizgas ins Gesicht, oder man wird stundenlang für friedliche Demonstration eingekesselt ohne Essen, Trinken, oder Heizmöglichkeit. Und dafür lohnt es sich doch wirklich nicht, auf die Straße zu gehen.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/12/wikileaks-gegner-je-ne-comprends-pas/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/12/wikileaks-gegner-je-ne-comprends-pas/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/12/wikileaks-gegner-je-ne-comprends-pas/" data-text="Wikileaks-Gegner: je ne comprends pas"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/12/wikileaks-gegner-je-ne-comprends-pas/','Wikileaks-Gegner:%20je%20ne%20comprends%20pas')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F12%2Fwikileaks-gegner-je-ne-comprends-pas%2F&amp;linkname=Wikileaks-Gegner%3A%20je%20ne%20comprends%20pas" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F12%2Fwikileaks-gegner-je-ne-comprends-pas%2F&amp;linkname=Wikileaks-Gegner%3A%20je%20ne%20comprends%20pas" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F12%2Fwikileaks-gegner-je-ne-comprends-pas%2F&amp;title=Wikileaks-Gegner%3A%20je%20ne%20comprends%20pas" id="wpa2a_12">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Premium:Dominanter Feminismus?</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 22:42:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<title>Für eine Reform des Abtreibungsrechts</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 15:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[demo]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesen Samstag ist die Demonstration »1000 Kreuze fürs Leben«, eine Anti-Abtreibungsversammlung. Die Gegendemonstration 1000 Kreuze in die Spree findet zeitgleich in Berlin statt. Beide Seiten möchten eine Reform des Abtreibungsrechts, und ich möchte mein Kreuz auch in die Spree werfen – denn das deutsche Abtreibungsrecht ist reformbedürftig. Das mag jetzt manche überraschen, die im Alltag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Samstag ist die Demonstration »1000 Kreuze fürs Leben«, eine Anti-Abtreibungsversammlung. Die Gegendemonstration <a href="http://maedchenmannschaft.net/1000-kreuze-in-die-spree/" target=_blank>1000 Kreuze in die Spree</a> findet zeitgleich in Berlin statt. Beide Seiten möchten eine Reform des Abtreibungsrechts, und ich möchte mein Kreuz auch in die Spree werfen – denn das deutsche Abtreibungsrecht ist reformbedürftig.<br />
<span id="more-2206"></span><br />
Das mag jetzt manche überraschen, die im Alltag keine Probleme für Frauen wahrnehmen, die abtreiben möchten. Allerdings lautet § 218 StGB immer noch:</p>
<blockquote><p>(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluß der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.<br />
(&#8230;)<br />
(3) Begeht die Schwangere die Tat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.</p></blockquote>
<p>Abtreibung ist in Deutschlang immer noch gesetzwidrig. Sie wird nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht erfüllt. Diese Voraussetzungen sind:</p>
<blockquote cite="§ 218a StGB"><p>
1.	die Schwangere den Schwangerschaftsabbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nach § 219 Abs. 2 Satz 2 nachgewiesen hat, daß sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff hat beraten lassen,<br />
2.	der Schwangerschaftsabbruch von einem Arzt vorgenommen wird und<br />
3.	seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind.</p></blockquote>
<p>Alternativ ist die Schwangerschaft auch dann nicht strafbar, wenn die Schwangere Opfer von sexuellem Missbrauch wurde, es wahrscheinlich ist, dass die Schwangerschaft daher stammt, und eben nicht mehr als 12 Wochen seit der Empfängnis vergangen sind.</p>
<p>Als Opfer von sexuellem Missbrauch muss man diesen also auf jeden Fall dem Arzt offenbaren, der den Schwangerschaftsabbruch vornimmt (was keinesfalls alle Ärzte oder alle Krankenhäuser tun). Oder und ansonsten muss man drei Tage vor dem Abbruch eine Beratung über sich ergehen lassen. Was für eine Beratung?</p>
<blockquote><p>Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie hat sich von dem Bemühen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen; sie soll ihr helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen. Dabei muß der Frau bewußt sein, daß das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch ihr gegenüber ein eigenes Recht auf Leben hat und daß deshalb nach der Rechtsordnung ein Schwangerschaftsabbruch nur in Ausnahmesituationen in Betracht kommen kann, wenn der Frau durch das Austragen des Kindes eine Belastung erwächst, die so schwer und außergewöhnlich ist, daß sie die zumutbare Opfergrenze übersteigt. Die Beratung soll durch Rat und Hilfe dazu beitragen, die in Zusammenhang mit der Schwangerschaft bestehende Konfliktlage zu bewältigen und einer Notlage abzuhelfen.</p></blockquote>
<p>Verstanden? Noch mal zur Wiederholung:</p>
<blockquote><p>Dabei muß der Frau bewußt sein, daß das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch ihr gegenüber ein eigenes Recht auf Leben hat</p></blockquote>
<p>Eine kleine befruchtete Eizelle ohne Hirn, ohne Lebensfähigkeit, ohne irgendwelchen besonderen Merkmale, hat auch gegenüber der Frau, der diese Eizelle gehört, ein Recht auf Leben. Und die Beratungsstellen sind verpflichtet, die Schwangere möglichst zu überreden, doch bitte das Kind zu kriegen, das wird schon nicht so schlimm.</p>
<p>»Mein Körper gehört mir«? Nix da. Ist eine solche Beratung und die Wartezeit danach – um das schlechte Gewissen bei den angehenden Kindsmörderinnen auch voll durchkommen zu lassen –, ein Wunder, dass immer noch viele Frauen zu illegalen Abtreibungen greifen?</p>
<p>Man bemerke, dass es nicht bestraft wird, als Mann ein Kind zu zeugen und sich dann zu entziehen. Vielleicht muss man Unterhalt zahlen, aber Gefängnisstrafe droht nicht, und es gibt auch keine Pflichtberatung, bei der man versichern muss, dass man das Kind jetzt grade wirklich in eine Notsituation hineinbringen würde.</p>
<p>Nein, beschämen und erniedrigen müssen sich nur die Frauen, die sich erdreisten, eine ungewollte Schwangerschaft nicht austragen zu wollen. Ungewollte Kinder sollen gefälligst geboren werden, das ist den Frauen eine Lehre und die Kinder werden das schon aushalten.</p>
<p>Auch interessant die hier versteckte christliche Morallehre: mit der Befruchtung ist die Eizelle magischerweise mit Recht auf Leben ausgestattet. Hat sie dann eine Seele oder woraus ergibt sich dieses Recht?</p>
<p>Darum braucht es eine Reform, weil man ungewollt Schwangeren nicht nur sagen sollte: Du bist eine Verbrecherin, und dein Arzt ist ein Verbrecher, aber wenn du bloß verzweifelt genug bist, lassen wir dich vielleicht laufen.</p>
<p>Werbung für entsprechende Ärzte oder Dienste darf man natürlich sowieso nicht machen. Wo kämen wir denn da hin? Am Ende&#8230; am Ende entscheiden die Frauen noch ganz alleine?!</p>
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		<title>Finger auf die Wunde</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 12:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[must-read]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche war ja &#8220;Zeichnet Mohammed&#8220;-Tag, an dem man aufgerufen war, als Zeichen der Meinungsfreiheit den islamischen Propheten zu zeichnen. Was ich getan habe. Jetzt lese ich bei PZ Meyers, dass bei Facebook der Aufruf zum Erforsche den Holocaust-Tag zu finden sei. Und während ich zustimme, dass Holocaust-Leugnen nicht unbedingt ein Zeichen von freiem und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche war ja &#8220;<a href="http://p-pricken.de/2010/05/tag-zum-mohammed-zeichnen/" target=_blank>Zeichnet Mohammed</a>&#8220;-Tag, an dem man aufgerufen war, als Zeichen der Meinungsfreiheit den islamischen Propheten zu zeichnen. Was ich getan habe. Jetzt lese ich bei <a href="http://scienceblogs.com/pharyngula/2010/05/thatll_teach_us.php" target=_blank>PZ Meyers</a>, dass bei Facebook der Aufruf zum <a href="http://www.facebook.com/pages/Everybody-draw-Holocaust-day-30-June-2010/125126400846347" target=_blank>Erforsche den Holocaust</a>-Tag zu finden sei.</p>
<p>Und während ich zustimme, dass Holocaust-Leugnen nicht unbedingt ein Zeichen von freiem und kritischem Denken ist, legt dieser Aufruf doch den Finger in die Wunde.<br />
<span id="more-1795"></span></p>
<blockquote><p>Seems rude? Or insulting? Or immoral? Actually it doesn&#8217;t matter. Because the secular brand of Freedom of Speech never cares about any of the above. Right?<br />
(&#8230;)<br />
Now, I have a simple question for you guys. Am I as free as you? May I practice my Freedom of Speech too?<br />
Let&#8217;s research critically about the Holocaust then.</p></blockquote>
<p>Tatsächlich liegt in genau diesem Bereich in Deutschland <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_gegen_Holocaustleugnung" target=_blank>und anderswo</a> eine Begrenzung der Meinungsfreiheit vor: Das Leugnen des Holocausts ist verboten. Ich halte das für einen großen Fehler, wie der Aufruf des o.g. Idioten zeigt.</p>
<p>Denn so kann er sich aufspielen und den »ach so« freien Westen denunzieren, der es zulässt, muslimische Werte zu beleidigen, aber ureigenste »Mythen« nicht angetastet sehen wolle. Natürlich ist das Zeichnen von Mohammed nicht dasselbe wie das Verleugnen der Millionen Opfer des Nazi-Regimes, aber so wird er es darstellen.</p>
<p>Was ist die Alternative? Die Alternative wäre, tatsächlich kritisch den Holocaust erforschen zu lassen, meinetwegen mit der Hypothese, er habe nicht stattgefunden. Denn wer sich kritisch damit befasst, wird unweigerlich zu der Antwort kommen, dass er stattgefunden hat – oder aber er bekennt sich als Ideologe, der die Wahrheit gar nicht wissen möchte.</p>
<p>Es ist Kennzeichen der wissenschaftlichen Vorgehensweise, dass »Wirklichkeit« immer nur ein temporäres Phänomen ist – es können jederzeit Fakten entdeckt werden, die das Bild der Wirklichkeit umwerfen. Gleichzeitig können neue Fakten aber dieses Bild auch festigen oder nur im Detail ausleuchten – so, wie die Erde nicht wirklich eine »Kugel« ist, aber sich eben auch nicht als Scheibe oder Banane herausgestellt hat. So, wie unser Verständnis von Evolution sich wohl ändern mag, die Evolution an sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach als Tatsache Bestand behalten wird.</p>
<p>Dazu bedarf es aber auch freier Forschung. Und man soll auch den Holocaust frei erforschen können – denn wir wissen ja, dass er stattgefunden hat. Allenfalls können neue Erkenntnisse unser Bild dieses Ereignisses verfeinern. Außerdem würden Leute, die den Holocaust demonstrativ »kritisch« erforschen wollten, entweder ebenfalls von seiner Echtheit überzeugt oder sich selbst disqualifizieren, anstatt dass wir als Buhmänner und Doppelmoralisten dastehen.</p>
<p>Es ist natürlich mühselig, wenn Wissenschaftler feststehende Fakten gegenüber ignoranten Ideologen verteidigen müssen, weil diese sich nicht die Mühe machen, wirklich zu forschen oder Argumente zu entkräften. Das erleben Evolutionsbiologen bei Kreationisten ständig, das sieht man auch bei den sogenannten Klima-Skeptikern oder den Verschwörungstheoretikern zum 11. September. Und die ignoranten Ideologen können tatsächlich dafür sorgen, dass Menschen, die es nicht besser wissen, aber die Ideologie teilen, von der wahren Faktenlage abgelenkt werden, weil sie z.B. eher ihrem Priester als dem »Evolutionisten« glauben.</p>
<p>Aber wenn wir hoffen, dass die Wahrheit und bessere Argumente sich durchsetzen, dann muss man Lügen und schlechte Argumente zulassen. Wenn sie sich aber nicht durchsetzen – dann können wir eh aufhören, oder? Dann gebt <a href="http://p-pricken.de/2010/02/impfen-verursacht-keinen-autismus/" target=_blank>Andrew Wakefield</a> den Nobelpreis.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/05/finger-auf-die-wunde/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/05/finger-auf-die-wunde/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/05/finger-auf-die-wunde/" data-text="Finger auf die Wunde"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/05/finger-auf-die-wunde/','Finger%20auf%20die%20Wunde')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F05%2Ffinger-auf-die-wunde%2F&amp;linkname=Finger%20auf%20die%20Wunde" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F05%2Ffinger-auf-die-wunde%2F&amp;linkname=Finger%20auf%20die%20Wunde" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F05%2Ffinger-auf-die-wunde%2F&amp;title=Finger%20auf%20die%20Wunde" id="wpa2a_22">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Tag zum Mohammed-Zeichnen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 16:56:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[mohammed]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist »International Draw Mohammed Day&#8221; – jeder soll seinen Mohammed zeichnen. Da ich nicht zeichnen kann, habe ich mich bei einem Avatar-Malprogramm bedient. Hier ist er also: Wie man sehen kann, ist mein Mohammed etwas modernisiert. Leider gab es keinen Halbmond, also habe ich den Ohrring gewählt, und um ehrlich zu sein, hat Mohammed [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist »International Draw Mohammed Day&#8221; – jeder soll seinen Mohammed zeichnen. Da ich nicht zeichnen kann, habe ich mich bei einem Avatar-Malprogramm bedient. Hier ist er also:</p>
<p><div id="attachment_1790" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2010/05/Mohammed.png" alt="" title="Mohammed" width="234" height="236" class="size-full wp-image-1790" /><p class="wp-caption-text">Mohammed (2010)</p></div>Wie man sehen kann, ist mein Mohammed etwas modernisiert. Leider gab es keinen Halbmond, also habe ich den Ohrring gewählt, und um ehrlich zu sein, hat Mohammed entweder was geraucht oder hätte das gut vertragen können – es geht ja die Behauptung um, dass er Epileptiker war, und medizinisches Marihuana hätte ihm sicher gut getan. </p>
<p>Ist dieser Tag nicht eine reine Provokation? Muss man friedliche Muslimen mit so eas behelligen? Was ist der Sinn dahinter?<br />
<span id="more-1789"></span><br />
Der Sinn hinter dieser Zeichnung ist nicht, friedliche Muslime zu behelligen. Aber wenn diese friedlichen Muslime sich durch die Zeichnung Mohammeds gestört fühlen, dann kann man mit diesem Tag darauf hinweisen, dass sie das aushalten müssen – sie dürfen natürlich auch gerne kritisieren oder Leserbriefe schreiben. Nur gewalttätig werden dürfen sie nicht.</p>
<p>Darum geht es. Zu zeigen, dass (1) es Bestandteil unserer Freiheit ist, Leute zu zeichnen und Dinge zu kritisieren. Dass (2) die Welt nicht untergeht, wenn Leute Mohammed zeichnen. Und dass (3) man sich nicht einfach einschüchtern lassen kann. </p>
<p>Freiheit muss einiges aushalten. Oder, wie <a href="http://www.johannhari.com/2010/05/20/should-we-keep-islamists-in-britain-but-deport-their-victims" target=_blank>Johann Hari</a> sagt: wir sollten Islamisten nicht in Folter oder Tod abschieben (aber besser auch nicht Islamkritiker und Atheisten, wie da geschehen). Aber Freiheit muss das auf jeder Seite aushalten. Freiheit geht nur, wenn es Freiheit für alle ist. Das soll der Sinn dieser Zeichnung sein.</p>
<p>Nehmt es mit Humor, liebe Muslime, dann habt ihr auch wenig zu befürchten. Und ich auch nicht.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/05/tag-zum-mohammed-zeichnen/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/05/tag-zum-mohammed-zeichnen/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/05/tag-zum-mohammed-zeichnen/" data-text="Tag zum Mohammed-Zeichnen"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/05/tag-zum-mohammed-zeichnen/','Tag%20zum%20Mohammed-Zeichnen')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F05%2Ftag-zum-mohammed-zeichnen%2F&amp;linkname=Tag%20zum%20Mohammed-Zeichnen" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F05%2Ftag-zum-mohammed-zeichnen%2F&amp;linkname=Tag%20zum%20Mohammed-Zeichnen" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F05%2Ftag-zum-mohammed-zeichnen%2F&amp;title=Tag%20zum%20Mohammed-Zeichnen" id="wpa2a_26">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Gesellschaftsfrage</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/04/gesellschaftsfrage/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 16:38:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erst fragte Stephanie, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen, und dann führte das Piratenweib die Diskussion fort. Und jetzt komme ich und mansplaine1 den Damen das mal. Na ja, jedenfalls hab ich auch meine Meinung. Zuerst mal auch von mir Stephanies wohl entscheidende Passage: Und wie viele andere Menschen durften in der Vergangenheit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst fragte Stephanie, <a href="http://maedchenmannschaft.net/in-was-fur-einer-gesellschaft-wollen-wir-leben/" target=_blanK>in was für einer Gesellschaft wir leben wollen</a>, und dann führte das <a href="http://www.piratenweib.de/?p=1396" target=_blank>Piratenweib</a> die Diskussion fort. Und jetzt komme ich und mansplaine<sup><a href="http://p-pricken.de/2010/04/gesellschaftsfrage/#footnote_0_1685" id="identifier_0_1685" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ein Amalgam von &amp;#8220;man&amp;#8221; und &amp;#8220;explain&amp;#8221;, also wenn M&auml;nner Frauen erkl&auml;ren, wie Frauen denken">1</a></sup> den Damen das mal.</p>
<p>Na ja, jedenfalls hab ich auch meine Meinung.<br />
<span id="more-1685"></span><br />
Zuerst mal auch von mir Stephanies wohl entscheidende Passage:</p>
<blockquote><p>Und wie viele andere Menschen durften in der Vergangenheit, dürfen jetzt und in der Zukunft ähnliche Erfahrungen machen? Was muss passieren, damit wir eine gesamtgesellschaftliche Priorität auf die psychische Unversehrtheit  im virtuellen und physischen Leben legen? Den Straftatbestand der Bedrohung gibt es bereits – doch welche Relevanz wollen wir diesem geben?</p>
<p>Auch der Shitstorm zum „Das andere Geschlecht“-Panel auf der re:publica hat gezeigt, dass es einer Debatte bedarf, inwiefern fehlende Zensur Andere zensiert. In welcher Welt wollen wir leben, virtuell und physisch? Wie gehen wir mit aggressiven Widerlichkeiten um – strafrechtlich und gesellschaftlich? Wollen wir eine Kultur die aus Angst vor einer resoluten Entscheidung gegen Bedrohungen und Beleidigungen, lieber keine Entscheidung trifft und damit implizit die Opfer ausschließt?</p>
<p>Es liegt in unserer Hand, was für unsere Gesellschaft Priorität hat.</p></blockquote>
<p>Und hier ein Ausschnitt vom Piratenweib:</p>
<blockquote><p>Wenn ich es verschweige, dass ich belästigt werde, dass ich bedroht werde, dass meine Webseite durch Spam attackiert wird, dass meine eMail-Adresse missbraucht wird, dass mein Name und meine Adresse gestohlen und für Dinge verwendet werden, die ich nicht will – dann verliere ich meine persönliche Freiheit. Und meine persönliche Würde. Die ich auch im Internet behalten möchte. Die psychischen Belastungen, die aus derartigen Vorfällen resultieren, sind eine Einschränkung meiner Freiheit zugunsten irgendwelcher anonymer “Spaßvögel” aka Täter/innen, die ihre eigene Freiheit voll ausleben dürfen, ohne dass ihnen Einhalt geboten oder Grenzen gesetzt werden.</p>
<p>Und ich vermisse auch Solidarität mit Opfern. Das Aufstehen, das Brechen des Schweigens, das Anprangern von Missständen. Ich vermisse oft ganz menschliches Verhalten. Ich bin kein Computer, nur weil mir eine IP Adresse zugeordnet ist oder ein denic-Eintrag. Ich bin ein Mensch. Ich habe Gefühle. Ich will nicht verfolgt werden. Ich will die Meinungsfreiheit, die das Internet biete,  genießen, ohne mit meinen Texten Trollattacken zu riskieren, denen ich dann nichts entgegen zu setzen habe. Ich will nicht gezwungen werden, meine Zeit mit der Abwehr solcher Dinge zu verbringen. Auch im Internet sollte gelten, was in der Welt gilt: Freiheit endet dort, wo die Freiheit eines anderen beschnitten wird.</p></blockquote>
<p>Beide Beiträge sind allerdings auch zur Gänze lesbar.</p>
<p>Wenn ich mich nun dazu äußere, will ich zunächst festhalten, dass ich mich da auf unsicheres Terrain begebe. Ich bin kein Opfer von Online-Stalking. Ich erlebe im Netz und realen Leben zwar auch mal Zurückweisungen und Beleidigungen, aber die halten sich doch sehr in Grenzen. Da ist es natürlich einfach für mich, über dieses Onlinegebaren zu reden. Die Gefahr, hier als Außenstehender den Zeigefinger zu erheben, ist mir bewusst, sollte das also passieren – nagelt mich drauf fest.</p>
<p>Außerdem vorab: m.E. geht es im Netz sehr wohl auch um Authentizität. Natürlich kann ich mich Sandra nennen und mich als Frau darstellen – diese Art von Identität ist tatsächlich im Netz nicht herauszufinden. Aber auch im Internet begegnet man einigen Leuten länger als 140 Zeichen. Und dann kristallisiert sich trotzdem eine Identität heraus. Ich bin seit zehn Jahren in ein und demselben Forum unterwegs, und selbst Leute, die ich noch nie gesehen habe, »kenne« ich bis zu einem gewissen Grad und kann sie einschätzen. Gerade Blogger haben doch oft ihre Art, ihre Sichtweise, ihren Stil, der ihnen Authentizität verleiht.</p>
<p>Jetzt aber&#8230;</p>
<p><strong>Trolle gibt es nicht nur im Netz</strong><br />
An meinem Fahrrad ist ein kleiner Behälter für Flickzeug. Kürzlich wurde mir der Deckel dieses Behälters gestohlen. Mit diesem Deckel kann niemand etwas anfangen. Aber er wurde gestohlen. Auch findet man Kritzeleien und geschmierte Beleidigungen an vielen Wänden oder Stromkästen oder auch auf den Sitzen in der S-Bahn. Wie das Piratenweib zurecht sagt, ist das kein Internet-Verhalten, sondern ein Verhalten, das durch Anonymität gefördert wird.</p>
<p>Jedoch ist es hier wie anderswo keinesfalls so, dass »niemand« Interesse an zivilisiertem Umgang hätte. Das Netz ist nur wie für alle anderen Menschengruppen Versammlungsort, und da fallen die unzivilisierten Leute eben stärker auf. Wenn ich im Café sitze, höre ich zwanzig Meter entfernt schon nicht mehr den Unsinn, den irgendwelche Halbstarken erzählen – aber im Netz lese ich deren Kommentare. Ausblenden ist immer mit einem Mausklick oder ähnlichem verbunden.</p>
<p>Trotzdem kommt es im Netz ständig zu zivilisiertem Umgang. Und in der Welt zu Trollerei.</p>
<p><strong>Politisch korrekt oder beleidigend?</strong><br />
Wie also soll man mit diesen Idioten umgehen? Da stehe ich vor einem großen Problem. Einerseits krankt unsere Gesellschaft daran, dass psychische Erkrankungen nicht ernst genommen werden. Depression, Burn-Out, Mobbing usw. werden belächelt, weil sie ja »nichts Richtiges« seien. Insofern kann ich Stephanies Ruf, psychische Unversehrtheit zu fordern, gut verstehen.</p>
<p>Wo aber kreuzt sich das mit der Meinungsfreiheit? Ich persönlich bin ein Verfechter davon, jeden das sagen zu lassen, was er sagen will – durch Unsinn entlarvt man sich dann selbst. Und ich bin auch ein Freund direkter Kritik und harter (sachlicher) Argumentation – wer sich da beleidigt fühlt, hat unter Umständen Pech gehabt. Ist das aber eine Haltung, die eben gerade psychische Unversehrtheit nicht ernst nimmt?</p>
<p>Das ähnelt meinem Problem mit politischer Korrektheit. Ich finde es richtig, dass man darauf achtet, nicht unfreiwillig beleidigende Formulierungen zu verwenden und darauf zu achten, alle zu repräsentieren. Dazu gehört genderisierte Sprache ebenso wie die Vermeidung von Wörtern wie »behindert« oder »schwul«, wenn ich »schlecht« sagen will. Und ehrlicherweise sind bislang alle, die für sich in Anspruch nahmen, gewollt politisch inkorrekt sein zu wollen, dann nicht direkt, sondern beleidigend geworden.</p>
<p><strong>Wehrhafte Freiheit</strong><br />
Trotzdem glaube ich, dass ohne Redefreiheit alles andere keinen Wert hat. Sie ist für mich das höchste Gut, weil nur dann, wenn man alles ansprechen kann, auch Fortschritt in allen Bereichen möglich ist. Freiheit beinhaltet aber auch Kosten, und Opfer, da es Menschen gibt, die diese Freiheit ausnutzen. Zum Teil ist es dann sicher so, dass diese Kosten getragen werden müssen – und da kommt dann ins Spiel, dass ich hier leicht reden habe, da die Kosten, die ich trage, vergleichsweise äußerst gering sind.</p>
<p>Aber so, wie Demokratie sich verteidigen muss, muss dies auch Freiheit tun. Freiheit ist nicht Gleichgültigkeit und auch nicht Relativismus. Nur, weil jeder die Freiheit haben soll, alles zu sagen, heißt das noch lange nicht, dass wir auch alles, was gesagt wird, gut finden müssen. Darum sollten alle, denen etwas an Redefreiheit liegt, diese offensiv einsetzen, um jenen, die sie ausnutzen, entgegenzutreten.</p>
<p>Trollen, Stalkern und Beleidigern muss deutlich gezeigt werden, dass ihr Verhalten nicht gut geheißen wird. Und nur, weil sie im Internet die Freiheit haben, alles zu sagen, haben sie nicht die Freiheit, das auch auf meiner Webseite zu tun. Ich muss deutlich sagen, dass ich einen zivilisierten Umgang will, und diesen einfordern. Ich muss jenen, die ihn nicht leisten, das sagen.</p>
<p>Gleichzeitig ist es wichtig, jenen, die unter diesen Idioten zu leiden haben, beizustehen. Zu versuchen, die Kosten der Freiheit zu verteilen oder abzuschwächen. </p>
<p>Es ist eben nicht damit getan, dass das Internet eben voller Trolle ist. Dass man sich damit abfinden müsse. Die Aktionen solcher Trolle sind nämlich dazu geeignet, die Redefreiheit selbst zu beeinträchtigen, indem die Betroffenen zum Schweigen gebracht werden – oder einfach übertönt. Und da muss Schluss sein.</p>
<p>Ich will eine Gesellschaft, in der Freiheit das höchste Gut ist. Und die dieses Gut verteidigt. Mit Zähnen und Klauen, wenn es sein muss.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Nachtrag: hätte ich fast vergessen – natürlich müssen außerdem Straftaten im Netz ebenso verfolgt werden wie außerhalb. Was Stephanie bspw. beschreibt, ist skandalös. Auch wenn ich nicht weiß, ob das nicht auch ohne Internet ähnlich skandalös verlaufen würde.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>und noch ein Nachtrag:<br />
<a href="http://feministisches-zentrum.de/umfrage/muss-gewalt-im-internet-geächtet-werden"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2010/04/Umfrage.gif" alt="" title="Umfrage" width="165" height="190" class="aligncenter size-full wp-image-1689" /></a></p>
<p>Der Link führt zum Feministischen Zentrum.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Darf ichs wagen? Gerade im Feed-Reader aufgetaucht, über die Forderung, ein <a href="http://geekfeminism.org/2010/04/21/quick-hit-on-thick-skin/" target=_blank>dickeres Fell</a> zu haben. Zurecht steht dort, dass diese Forderung nur das störende Verhalten legitimiert – wer es kritisiert oder nicht aushält, ist nicht hart genug und lässt alle anderen (Frauen) schlecht aussehen. Dadurch nimmt die Störung bzw. der Sexismus aber nicht ab. Und <em>den</em> müssen wir abschaffen, wenn wir unsere Gesellschaft entsprechend gestalten wollen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1685" class="footnote">ein Amalgam von &#8220;man&#8221; und &#8220;explain&#8221;, also wenn Männer Frauen erklären, wie Frauen denken</li></ol><p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/04/gesellschaftsfrage/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/04/gesellschaftsfrage/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/04/gesellschaftsfrage/" data-text="Gesellschaftsfrage"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/04/gesellschaftsfrage/','Gesellschaftsfrage')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F04%2Fgesellschaftsfrage%2F&amp;linkname=Gesellschaftsfrage" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F04%2Fgesellschaftsfrage%2F&amp;linkname=Gesellschaftsfrage" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F04%2Fgesellschaftsfrage%2F&amp;title=Gesellschaftsfrage" id="wpa2a_30">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Burka, Nikab und Freiheit</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/02/burka-nikab-und-freiheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 09:32:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[burka]]></category>
		<category><![CDATA[feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[must-read]]></category>
		<category><![CDATA[sexuelle revolution]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Mädchenmannschaft wurde der angeblich »kluge, reflektierte und ausführliche Text« Burka oder Sexuelle Revolution? mit dem Untertitel Verschleiern oder lieber so nackt und schlank auftreten wie möglich? verlinkt. Ich hatte mich auf eine ausführliche und reflektierte Auseinandersetzung mit der Burka gefreut, bekam aber stattdessen das hier zu lesen: Ich fasse zusammen: Durch die sexuelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der <a href="http://maedchenmannschaft.net/gewalt-gegen-frauen-in-allen-spharen-gedanken-zu-blackberrys-und-burkas/" target=_blank>Mädchenmannschaft</a> wurde der angeblich »kluge, reflektierte und ausführliche Text« <a href="http://www.3bewohnerderer.de/2010/02/burka-oder-sexuelle-revolution-verschleiern-oder-lieber-so-nackt-und-schlank-auftreten-wie-nur-moglich/" target=_blank>Burka oder Sexuelle Revolution?</a> mit dem Untertitel <em>Verschleiern oder lieber so nackt und schlank auftreten wie möglich?</em> verlinkt. Ich hatte mich auf eine ausführliche und reflektierte Auseinandersetzung mit der Burka gefreut, bekam aber stattdessen das hier zu lesen:</p>
<blockquote><p>Ich fasse zusammen: Durch die sexuelle Revolution wurde die Frau zwar unabhängiger, was das gebären von Kindern und somit ihre Lebensgestaltung angeht, aber wurde dafür mehr oder weniger zum Sexobjekt degradiert, das perfekt gestylt, schlank und gut aussehend sein muss. (Das ist jetzt natürlich extrem dargestellt, aber man kann es nicht gänzlich bestreiten).</p></blockquote>
<p>Also jetzt ausführlich und hoffentlich reflektierter hier. Dafür mit weniger Bildern.<br />
<span id="more-1479"></span><br />
<strong>Der grundsätzliche Konflikt: Freiheit</strong><br />
Der Grund, warum die Burka kontrovers diskutiert werden kann, liegt darin, dass hier eins der höchsten Güter überhaupt mit sich selbst konkurriert, nämlich die Freiheit. Genauer gesagt die Freiheit, sich so zu kleiden, wie man möchte. Betroffen ist die muslimische Frau, die idealerweise selbst entscheiden soll, was sie anzieht, auch wenn das eine Burka ist oder eine Nikab.</p>
<p>Nun ist es aber so, dass das Tragen dieser verhüllenden Kleidungsstücke aber traditionellen Ursprung hat und in der islamischen Kultur noch mehr Gewicht hat als bspw. die christliche Vorschrift, nach der Frauen ihren Kopf bedecken sollen, wenn sie zum Gottesdienst gehen. Um Männer nicht zu verführen, sollen Frauen sich komplett bedecken, denn nackte Haut sei aufreizend. Das ist natürlich ein bescheuerter Grund – Millionen von Männern schaffen es, nicht jeder Frau, die nackte Haut zeigt, hinterherzusteigen (verheiratet oder nicht), und in muslimischen Ländern gibt es sicherlich auch Ehebruch, Burka hin oder her. Der Grund für dieses Kleidungsstück ist also religiöse Tradition.</p>
<p>Nichts desto trotz wird in einer Kultur, in der Frauen, die das Kopftuch ablegen, <a href="http://www.butterfliesandwheels.com/notesarchive.php?id=3089" target=_blank>belästigt und bedroht werden</a> können, Frauen diese Kleidung (oder auch das &#8220;harmlosere&#8221; Kopftuch) aufgezwungen. Diese Frauen entscheiden sich also <em>nicht</em> freiwillig, die Burka zu tragen, sondern sie müssen sie tragen. Gegen diesen Zwang möchte man vorgehen, wenn man die Burka verbietet – man begegnet also Zwang mit Zwang.</p>
<p><strong>Von absoluter Freiheit und Zwang</strong><br />
Geht das überhaupt? Hier regt sich schnell der Widerstand der Linken, die zu sehr von moralischem Relativismus beeinflusst sind, von der Idee des Multikulturalismus als müheloses Nebeneinander. Nach dieser Denkart ist jede Bemühung, kulturspezifischen Auswüchsen Einhalt zu gebieten, unzulässig. Diese Denkart ist jedoch zu simpel. Wenn die universellen Menschenrechte oder auch nur das Ideal der persönlichen Freiheit überlebensfähig sein sollen, müssen sie gegen Triebe, die speziell gegen sie gerichtet sind, verteidigt werden. Ansonsten erlaubt Freiheit, dass Zwang sich ausbreitet.</p>
<p>Insofern ist es nicht grundsätzlich abzulehnen, die Burka zu verbieten. Die Frage ist, was man damit bezwecken will, und was man damit erreichen würde. Bezwecken möchte man, dass in entsprechend unterdrückenden Familien aufwachsende Frauen nicht dazu gezwungen werden können, sich zu verschleiern, und damit eher Teilhabe an der Gesellschaft haben können, anstatt sich schon allein visuell auszugrenzen. (s.u.) Aber ist das wirklich die wahrscheinlichste Folge?</p>
<p>Oder wird stattdessen eine Familie, in der Tochter oder Frau dazu gezwungen würde, nur verschleiert auf die Straße zu gehen, diese Tochter oder Frau ohne Schleier eben nicht auf die Straße lassen? Nach der Schule kommt die Tochter dann direkt nach Hause und wird eingesperrt? Es gibt ja auch Berichte, nach denen Frauen unter der Burka dann westliche Kleidung tragen und dann, wenn sie unter Freunden sind, ihre Burka ablegen. Erreicht man also mit einem Verbot eher nur, dass die Unterdrückung der Frauen verstärkt und in die Privatheit verlagert wird? Ist die Burka vielleicht ein Zwang, den man in Kauf nimmt, gerade <em>weil</em> er unterdrückten Frauen zumindest die theoretische Gelegenheit bietet, an der Gesellschaft teilzuhaben? Ist der <a href="http://www.ahiida.com/home.php" target=_blank>Burkini</a> zu begrüßen, weil er muslimischen Mädchen ermöglicht, Schwimmen zu gehen?</p>
<p><strong>Kontakt mit dem Fremden</strong><br />
Ich persönlich habe auch immer widerstreitende Gefühle, wenn ich verschleierte Frauen sehe. Ich sehe darin entweder ein Zeichen von Unterdrückung oder aber Ausdruck großer Religiösität, und bei beidem fühle ich mich unwohl. Anscheinend ist allerdings das ein Hauptgrund für viele, ein Verbot der Burka zu fordern, persönliches Unwohlsein. Ich habe allerdings kein Recht darauf, mich nicht unwohl zu fühlen, und Freiheit hat es nun mal in sich, dass auch Leute die Freiheit zu Dingen benutzen, die mir nicht gefällt. Anderen wird unwohl, wenn sie küssende Männer oder Frauen sehen, wenn sie Leute in Ledermänteln und Nasenringen sehen, wenn die Love Parade im Fernsehen kommt oder wenn der Atheistenbus durch die Heimatstadt fahren soll. Unwohlsein? Pech gehabt. Das ist kein Grund. Bei der Burka habe ich oft den Eindruck, die erhoffte Folge ist einfach: &#8220;Aus den Augen, aus dem Sinn.&#8221;</p>
<p>Es gibt natürlich auch jene, die ernsthaft gegen die Unterdrückung der Frau arbeiten, und das ist definitiv auch der Punkt, der mich am ehesten gegen die Burka disponiert. Unterdrückung von irgendjemandem geht nicht, das kann man nicht zulassen – auch wenn wir Zwang in vielen Fällen natürlich trotzdem ertragen; allein der Zwang, Geld zu verdienen (für Essen und Unterkunft), beschränkt meine persönliche Freiheit schon ungemein. Man muss sich jedoch fragen, ob ein Verbot von Verschleierung wirklich zielgerichtet ist.</p>
<p>Es gibt spezielle Orte, an denen ich das nachvollziehen kann. Ein Verbot von Verschleierung in Institutionen kann ich mir vorstellen, zumal es die Schulpflicht gibt und Eltern entsprechend (idealerweise) gezwungen sind, ihre Kinder zur Schule zu schicken, Schleier oder nicht. Ich bin ohnehin gegen öffentliche religiöse Symbolik seitens der Lehrer. Solange aber eine der Aufgaben der Schule nach der NRW-Verfassung und dem Schulgesetzt ist, »Ehrfurcht vor Gott« zu vermitteln, <em>muss</em> dies auch Allah einschließen und entsprechend hat man wohl keine Handhabe für ein generelles Verbot von Verschleierung.</p>
<p>Ansonsten ist es immer besser, mit Bildung und Aufklärung zu agieren. Ich halte ein Verbot der Burka wie oben beschrieben für wenig zielgerichtet; besser wäre es, es gäbe &#8220;Staatsbürgerkunde&#8221; o.ä. für Einwanderer und gleichzeitig vielfältige Hilfs- und Beratungsangebote für unterdrückte Frauen. Wenn der Staat in der Lage ist, bedrohten Frauen aus ihrer Zwangslage zu helfen, anstatt ihr nur etwas freizügigeres zum Anziehen zu geben, dann kann auch effektiv gegen diese Zwangslagen vorgegangen werden. Das allerdings kostet Geld; Geld, das nicht ausgegeben werden will. Verbieten ist dann doch einfacher.</p>
<p><strong>Und die sexuelle Revolution? Pro Burka?</strong><br />
Wir sollten festhalten, dass sich jeder durch seine Kleidung einer oder der anderen Subkultur zuschreibt und damit vor anderen verschließt. Es ist gleichzeitig so, dass selbst bestimmte Orte auch mit eigenen Kleidungsvorschriften einhergehen, mehr oder weniger streng. Ich kann im Anzug vielleicht in eine linke Anti-G8-Versammlung gehen oder mich im rosa Hemd in eine Rockerkneipe setzen und werde nur komisch angeguckt, aber ich gehe nicht im G-String (oder Bikini) ins Büro – was auch wieder zeigt, dass bei uns »freizügig« nicht unbedingt »besser« ist.</p>
<p>Ist denn aber die Burka ein Gegenmittel für die Freizügigkeit unserer Zeit? Haben es verschleierte Frauen nicht gut, weil sie nicht Stunden vor dem Spiegel verbringen müssen?</p>
<p>Dieses Argument zielt entweder auf einen generellen mit Freizügigkeit zusammen hängenden Werteverfall ab – den ich erst einmal bewiesen haben möchte – oder behauptet wie in dem oben verlinkten Text, mit Freiheit sei Oberflächlichkeit einhergegangen und die Frau zum sexuellen Objekt verkommen.</p>
<p>Das ist Unfug, um es klar zu sagen. Denn ein sexuelles »Objekt« charakterisiert sich m.E. dadurch, dass es keine eigenen Triebe hat, keine Entscheidungsbefugnis. Eher sind Frauen Sexual<em>subjekte</em> geworden; Sexualobjekte waren sie schon lange. Pornografie gab es zu biblischen Zeiten, und bei den Viktorianern war es eben sexy, den Knöchel zu zeigen anstatt den Bauchnabel. Ich halte es auch für fraglich, ob Frauen unter der Burka wirklich immer ungeschminkt, ungewaschen und ungekämmt sein »dürfen«.</p>
<p>Außerdem kann man gegen Oberflächlichkeit nicht damit vorgehen, indem man ihr nachgibt und die Oberfläche wegnimmt. Ähnlich würde ich auch gegen das Argument reden, die Burka schütze die Frauen vor zudringlichen Blicken – das Problem ist die Oberflächlichkeit bzw. die Zudringlichkeit, nicht der Frauenkörper. Durch die Verschleierung aber wird die Verantwortung wieder den Frauen überantwortet. Ich gucke Frauen auf den Busen, wer das nicht will, muss ihn verdecken. Ich muss nicht aufhören, auf Busen zu starren.</p>
<p>Auch hier bedarf es eher Sensibilisierung, Aufklärung, Bildung anstelle des Versteckens hinter schwarzem Tuch. Letzten Endes ist das der Weg gegen die Zwangsburka: den Zwingern klar machen, dass – ebenso, wie <a href="http://scienceblogs.com/pharyngula/2010/02/allah_hates_masturbation.php?" target=_blank>Hände nicht schwanger werden</a> – Männer durch Frauenhaut eben nicht von unkontrollierbarer Lust mitgerissen werden, dass Zwang nicht gut es, dass Unterdrückung nicht nur falsch ist sondern auch nicht funktioniert, dass Sex viel besser ist, wenn beide oder alle Partner nicht nur widerwillig mitmachen, usw. Anstatt den Frauen zu verbieten, von Männern zu etwas gezwungen zu werden, muss man Männern verbieten, zu zwingen, und sie gleichzeitig dazu bringen, dass sie gar nicht zwingen wollen.</p>
<p>Und dann darf auch jede(r) Burka tragen, denn es geschieht ja freiwillig.</p>
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		<title>Hoffnung, schon wieder</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 11:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Nacht bricht ein über Teheran, doch die Rufe nach Freiheit verstummen nicht: Ist es diesmal so weit? Oder werden sich die Mullahs noch einmal halten können? Irgendwann geht es nicht mehr, irgendwann wird die Bevölkerung obsiegen. In regelmäßigen Abständen hofft man das Beste, und in regelmäßigen Abständen liest man bei Andrew Sullivan die neuesten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nacht bricht ein über Teheran, doch die Rufe nach Freiheit verstummen nicht: </p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qmuSeyLjI5Y&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qmuSeyLjI5Y&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Ist es diesmal so weit? Oder werden sich die Mullahs noch einmal halten können? Irgendwann geht es nicht mehr, irgendwann wird die Bevölkerung obsiegen. In regelmäßigen Abständen hofft man das Beste, und in regelmäßigen Abständen liest man bei <a href="http://andrewsullivan.theatlantic.com/the_daily_dish/" target=_blank>Andrew Sullivan</a> die neuesten Nachrichten aus dem Iran.</p>
<p>Es ist wieder Zeit, die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass sich ein Volk befreit, ganz ohne Friedenstruppen.</p>
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