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	<title>Derangierte Einsichten &#187; fernsehen</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>A Game of Thrones (HBO)</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 21:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[george rr martin]]></category>
		<category><![CDATA[lied von eis und feuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein großer Fan der Buchreihe von George R. R. Martin, auch wenn ich eine der wichtigsten Heldenfiguren, den unerträglichen Jon Snow, überhaupt nicht leiden kann. Von diesem Bastard abgesehen aber gefällt mir, wie Martin mit genau gezeichneten Figuren seine Fantasy-Welt zum Leben erweckt und dann so ziemlich jedem (außer eben Jon Snow) richtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein großer Fan der Buchreihe von George R. R. Martin, auch wenn ich eine der wichtigsten Heldenfiguren, den unerträglichen Jon Snow, überhaupt nicht leiden kann. Von diesem Bastard abgesehen aber gefällt mir, wie Martin mit genau gezeichneten Figuren seine Fantasy-Welt zum Leben erweckt und dann so ziemlich jedem (außer eben Jon Snow) richtig viel Mist widerfahren lässt. Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen, dann zweimal auf deutsch, und dann habe ich die Hörbücher zweimal gehört. Das ist mit Ausnahme vielleicht von China Mieville also wirklich meine Fanboy-Serie.</p>
<p>Entsprechend aufgeregt habe ich natürlich die Fernsehserie von HBO abgewartet.<br />
<span id="more-3719"></span><br />
<a href="http://p-pricken.de/uploads/2011/04/game-of-thrones-serie.jpg"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/04/game-of-thrones-serie.jpg" alt="" title="game-of-thrones-serie" width="400" height="242" class="aligncenter size-full wp-image-3736" /></a></p>
<p>Man sollte meine, eine gewisse Enttäuschung sei normal. Und das ist sie vielleicht auch. Trotzdem weiß ich, was zu einer erfolgreichen Adaption gehört, und kann in der Regel Änderungen von einem Medium zum anderen akzeptieren. Ich habe wenige Probleme mit den Ereignissen, die in der Serie anders sind als in den Büchern. Bislang zumindest. Eher denke ich, dass die Produzenten vielleicht hätten mehr ändern sollen, denn die Folgen nehmen sich wie die Bücher Zeit, in die Welt einzuführen. Wenn ich aber zwischen den Folgen eine Woche warten muss&#8230; ich weiß nicht, wie aufgehoben sich Leute da fühlen, die nicht vorher die Bücher lasen.</p>
<p>Die Besetzung ist ziemlich klasse und ich kann bislang keinen Fehlgriff und einige Glücksgriffe erkennen. Emilia Clarke als Daenerys Targaryen ist anscheinend der Aufgabe, die sie erwartet, gewachsen, und auch Maisie Williams als Arya macht sich sehr gut. Dass Peter Dinklage als Tyrion großartig ist, war ohnehin zu erwarten. Das sind die drei, die für mich am auffälligsten waren, und ich freue mich sehr auf Petyr Baelish, dessen Darsteller Aidan Gillen ich aus <em>The Wire</em> kenne. Aber wie gesagt, das darstellerische Niveau ist sehr hoch, und Mensch, fällt es leicht, Jack Gleeson als Joffrey zu hassen.</p>
<p>Die Austattung ist eindeutig teuer gewesen und ist sehr beeindruckend. Sie kann sich wirklich sehen lassen&#8230; und da sind wir bei meinem Problem mit der Serie bislang. Sie lässt sich nicht wirklich sehen. Die Regie ist schwach, vor allem die Kameraführung. Die ersten beiden Folgen bestanden fast ausschließlich aus Establishing Shots gefolgt von dem einfachen Shot / Reverse-Shot-Muster, das einfachste Fernseharbeit ist. Die Regie ist, mit anderen Worten, langweilig. </p>
<p>Wir haben fast nur Szenen, in denen sich Darsteller gegenüber stehen oder gegenüber sitzen und sich unterhalten. Wenn dann noch eine statische Kamera dazu kommt, stockt alles. Warum lässt man die Figuren sich nicht bewegen, durch den Raum gehen? Warum geht die Kamera nicht durch den Raum? Warum sieht man nicht ein Gespräch in der Totalen? Die Serie ist doch teuer genug, da kann man auch diese etwas zeitraubenderen Einstellungen verwenden &#8211; oder? </p>
<p>Dadurch, dass bislang wirklich fast nur Informationen vermittelt wurden, und die dann auch noch derart statisch, reißt die Serie mich nicht mit. Ich genieße sie, weil ich die Bücher so sehr liebe, und weil sie ansonsten wirklich hochklassig ist. Aber die Kamera muss erzählen, sie muss uns führen, sie muss Tempo reinbringen. Und das tut sie leider wirklich nicht.</p>
<p><em>Update</em>: Ich möchte doch noch betonen, wie sehr ich hoffe, dass sich auch das noch gibt. Denn Martin beschreibt zwar eine streng patriarchalische Welt &#8211; aber er beschreibt sie bewusst so, und er füllt die Bücher trotzdem mit vielen Frauen, die in dieser Welt ihr eigenes Ding machen. Hier gibt es einen ganzen Batzen von großartigen Frauenfiguren, auch wenn ich weniger Hoffnung habe, was ethnische Varianz angeht (was aber auch mit Hollywood-Casting zusammenhängt).</p>
<p>Frage: Ich werde die erste Staffel definitiv sehen. Besteht Interesse an einer Besprechung der einzelnen Folgen?</p>
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		<title>Gut geschrieben</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/06/gut-geschrieben/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 10:17:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[justified]]></category>
		<category><![CDATA[olyphant]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstags zerreiße ich ja immer Twilight, auch weil das so furchtbar geschrieben ist. Aber es gibt auch Gegenbeispiele. Ein tolles Gegenbeispiel ist die TV-Serie Justified, und ich werde hier nun ein Beispiel geben. Die Serie handelt von Raylen Gibbens (Timothy Olyphant), einem US-Marshall, der in seine alte Heimatstadt in Kentucky versetzt wird. Dort trifft er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstags zerreiße ich ja immer <em>Twilight</em>, auch weil das so furchtbar geschrieben ist. Aber es gibt auch Gegenbeispiele. Ein tolles Gegenbeispiel ist die TV-Serie <em>Justified</em>, und ich werde hier nun ein Beispiel geben.</p>
<p>Die Serie handelt von Raylen Gibbens (Timothy Olyphant), einem US-Marshall, der in seine alte Heimatstadt in Kentucky versetzt wird. Dort trifft er unter anderem auf seinen Vater Arlo (Raymond J. Barry). Arlo ist ein Windhund, ein Betrüger, ein Kleinkrimineller, für den die Metapher »mit allen Wassern gewaschen« eine Untertreibung ist. Raylen hat gelernt, in jeder Handlung, in jedem Satz, in allem, was Arlo tut, ein verdecktes Motiv zu sehen. Und Arlo ist ihm trotzdem oft noch einen Schritt voraus.</p>
<p>Und jetzt kommt der Moment, von dem ich rede.<br />
<span id="more-1845"></span><br />
Arlo ist ein Vietnamveteran, und in der betreffenden Folge sitzt er einem anderen Soldaten gegenüber, der droht, sich mit einer Handgranate umzubringen. Der Soldat erzählt, dass er wunderbarerweise verschont blieb, als seine ganze Einheit getötet wurde, und als seine neue Einheit jetzt zurück nach Afghanistan geschickt wurde, hat man ihn wegen seines Lungenleidens zu Hause gelassen – ihn plagen Schuldgefühle.</p>
<p>Und dann erzählt Arlo:</p>
<p>In Vietnam führte sie ihr Sergeant in einen Hinterhalt. Die Hälfte des Trupps wurde getötet, die andere Hälfte gefangen genommen. Arlo war der einzige, der sich beim Angriff in die Büsche warf, und der Vietcong sah ihn nicht. Arlo hätte kämpfen können, sagt er, aber der Kampf war verloren, und also blieb er versteckt und sah zu, wie sie seinen besten Freund, einen Typen, den sie »Blue« nannten, wegtrugen. Und Blue sah ihn. Ihre Augen trafen sich, und obwohl Arlo wegsehen wollte, konnte er nicht. Und dann&#8230; lächelte Blue. Und Arlo sagt, er sehe dieses Lächeln jeden Tag vor sich. Und er glaube, dass Blue froh war, dass Arlo davon gekommen war. Und dass die toten Gefährten des Soldaten ihm gegenüber auch froh wären, dass einer überlebte.</p>
<p>Der Soldat fragt: »Warum ich?«</p>
<p>Arlo antwortet: »Sehe ich aus wie ein heiliger Mann? Ich kann das nicht beantworten. Aber ich kann dir eine Gegenfrage stellen: Warum nicht du?«</p>
<p>Kurz darauf, die Situation jetzt geklärt, sitzt Arlo neben Raylen und sagt: »Hast du alles gehört?« Raylen nickt. Arlo: »Du weißt, dass das alles Bullshit war, oder?«</p>
<p>Nicht nur war das großartig gespielt. Aber hier kommt rein, warum das toll geschrieben ist. Erstens passt diese Geschichte hervorragend zu dem, was der Soldat sagte. Sie wirkt tatsächlich gerade verschieden und gerade ähnlich genug, als dass Arlo sie hätte ausdenken können. </p>
<p>Zweitens aber funktioniert sie auch, sogar noch besser, als wahre Geschichte. Nicht nur, dass Arlo dann diesen Moment ehrlicher Verletzlichkeit seinem Sohn gegenüber überspielt – was uns seinen Charakter verrät. Nein, man stelle sich das vor: der Typ kommt aus Vietnam, er hat erlebt, wie alle um ihn herum starben oder in Gefangenschaft gerieten – aber er kam davon. Er überlebte, indem er sich versteckte, und er glaubt, dafür sogar von seinem besten Freund Blue Absolution erhalten zu haben. </p>
<p>Das passt absolut zu Arlo als Schlawiner, als jemand, dem nichts zu schade ist, um zu überleben und seinen Vorteil zu kriegen. Egal, was er tut – Arlo wird nicht derjenige sein, der dran glauben muss, wenn andere sich verstecken. Er wird überleben.</p>
<p>In einer kurzen Szene haben wir einen offensichtlichen Konflikt, der auf eine Art und Weise gelöst wird, die viel über die Figuren verrät, dessen Lösung ambivalent bleibt, und auch noch etwas darüber verraten könnte, warum der Charakter so wurde, wie er ist.</p>
<p>Das ist gut geschrieben, und wenn Stephenie Meyer vor dem Fernseher saß, hat sie hoffentlich Tränen der Schande geweint. Und nicht nur sie&#8230;</p>
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		<title>Falsch verstanden</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 13:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>
		<category><![CDATA[information]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein großer Freund der Idee eines staatlichen Fernsehprogramms. Ob man es mag oder nicht, das Fernsehen ist das wichtigste Kultur- und Informationsmedium unserer Zeit, und wenn die Sender ins Internet expandieren, erhöht sich dieser Stellenwert nur noch. Gleichzeitig zeigen die Bereiche Kultur und Information, dass freie Märkte nicht den Anforderungen einer Gesellschaft genügen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein großer Freund der Idee eines staatlichen Fernsehprogramms. Ob man es mag oder nicht, das Fernsehen ist das wichtigste Kultur- und Informationsmedium unserer Zeit, und wenn die Sender ins Internet expandieren, erhöht sich dieser Stellenwert nur noch. Gleichzeitig zeigen die Bereiche Kultur und Information, dass freie Märkte nicht den Anforderungen einer Gesellschaft genügen – die Jagd nach dem Kunden führt zu Marktschreierei und dem, was gemeinhin als »Unterschichtenfernsehen« verschrien wird. Öffentlich-Rechtliche Sender können da einen Gegenpol bieten, wie z.B. die BBC in England beweist, die neben populären Programmen auch immer wieder qualitativ hochwertige Formate produziert.</p>
<p>Womit wir beim Problem sind.<br />
<span id="more-1714"></span><br />
Denn die deutschen öffentlich-rechtlichen schaffen es nicht, eine der BBC auch nur ansatzweise vergleichbare Rolle zu spielen. Mit Ausnahme der teuer bezahlten Sportsendungen gibt es dort nur behäbig-altertümliche Formate oder aber Kopien der Sendungen, die auch in den Privaten zu sehen sind. Und Selbstkritik findet man hier natürlich auch nicht, eher Postenschiebereien. Und im Internet kann man denn auch die Informationen, die man bei den öffentlich-rechtlichen nicht findet, selbst suchen.</p>
<p>Ich kann mir also gut vorstellen, dass es immer mehr Leute gibt, die auf einen Fernseher verzichten. Ich gehöre dazu, und ich kenne auch einige Menschen persönlich, die ohne Fernseher auskommen. Und die Kosten für Bundesliga, Weltmeisterschaft und Olympia werden auch immer höher. Also haben die öffentlich-rechtlichen Programme Finanzierungsprobleme. Die GEZ-Gebühr wird ohnehin immer erhöht, und jetzt soll eine <a href="http://carta.info/26663/unbedenklich-kein-fernseher-und-volle-abgaben/" target=_blank>Abgabe kommen</a>, die jeder Haushalt unabhängig vom Vorhandensein eines Geräts zahlen soll.</p>
<p>Das ist nicht die Lektion, die zu lernen war. Die öffentlich-rechtlichen tun sich sehr schwer, den Rundfunkstaatsvertrag zu erfüllen. Als Zuschauer habe ich einzig die Möglichkeit, sie dafür finanziell zu strafen, indem ich einen Fernseher abschaffe. Diese Möglichkeit soll nun auch genommen werden.</p>
<p>Mein Problem ist nicht einmal die Haushaltsabgabe – wie gesagt halte ich die Idee des öffentlichen Rundfunks für eine gute, und eine Haushaltsabgabe ist für mich nicht verwerflich. Allerdings sollte das, wofür der Staat bezahlt – wofür also die Bürger bezahlen – auch entsprechend kontrolliert werden und zu entsprechenden Formaten führen, die in der Gesamtmenge <em>jeden</em> ansprechen, nicht nur die Rentner und die Sportfans. Man sehe sich die lange Reihe von erfolgreichen Eigenproduktionen der BBC an, die diese zu besten Sendezeiten ausstrahlen, ob es nun Dokumentationen, Filme, Shows oder Serien sind. Und man suche verzweifelt nach ähnlichen Dingen bei ARD und ZDF.</p>
<p>Wenn es nur darum geht, dafür zu bezahlen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender unter Beweis stellen, private Sender noch unterbieten zu können, indem sie nämlich niveaulos <em>und</em> langweilig sind, dann wirkt die GEZ doch weniger wie die Unterstützung einer gesellschaftlichen Funktion und eher wie die Protektion einer Senderfamilie, wo man Parteifreunden einen Posten verschaffen kann.</p>
<p>Und dann bin ich auch dagegen.</p>
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		<title>Ohne Journalismus? Ohne diesen Journalismus!</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 07:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Jakob Augstein schreibt einen guten Kommentar zur Reihe der Süddeutschen mit dem Thema: Wozu noch Journalismus? Auch Stefan Niggemeier hat einen Beitrag in dieser Reihe. Fazit lässt sich bei beiden wohl so zusammenfassen: » Nicht gebraucht wird nur schlechter Journalismus.« Genau. Das sollten sich die »Hüter des Abendlandes«, die das Internet verteufeln, dreimal hinter die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jakob Augstein schreibt einen guten <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/wozu-noch-journalismus-beitrag-zu-einer-serie" target=_blank>Kommentar</a> zur Reihe der Süddeutschen mit dem Thema:  Wozu noch Journalismus? Auch <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wozu-noch-journalismus/" target=_blank>Stefan Niggemeier</a> hat einen Beitrag in dieser Reihe. Fazit lässt sich bei beiden wohl so zusammenfassen: » Nicht gebraucht wird nur schlechter Journalismus.«</p>
<p>Genau. Das sollten sich die »Hüter des Abendlandes«, die das Internet verteufeln, dreimal hinter die Ohren schreiben.<br />
<span id="more-1486"></span><br />
Man sieht jetzt gerade wieder, was Journalismus bedeutet: bei den Olympischen Spielen. Wo beispielsweise beim Biathlon bereits seit Jahren eine eigentlich für diese Leistung zu junge Magdalena Neuner Siege einfährt – normalerweise ist die Leistungsspitze in diesem Sport Ende 20 erreicht, Neuner lief schon mit 20 allen davon. Wo jetzt eine Slowakin, die noch nie ein Weltcuprennen gewann, Gold holt, aus dem Nichts aufs Podest. Doping darf nicht mal angedeutet oder nachgefragt werden, ebenso wenig bei österreichischen Läufern, die allesamt plötzlich schneller laufen als in den Jahren zuvor. Dabei sind auch bei den Deutschen Dopingproben nicht so lückenlos und sicher, wie man immer gesagt bekommt – gedopt sind ja wenn, eh nur immer die Anderen.</p>
<p>Oder auch abseits dieser Frage: Was ist mit den Inuit, die gegen <a href="http://contexts.org/socimages/2010/02/15/guest-post-an-indigenous-olympics/" target=_blank>die Vereinnahmung</a> ihrer Kultur bei den olympischen Spielen protestieren und ein falsches Bild kritisieren – denn die Inuit leben in der kanadischen Gesellschaft überwiegend in Armut. Was ist mit den <a href="http://jensweinreich.de/2010/02/15/skate-gate-teil-2-das-korruptionsproblem-im-preis-und-kampfrichterwesen/" target=_blank>Korruptionsvorwürfen</a> beim Eiskunstlaufen und anderen Sportarten?</p>
<p>Der Todesfall in der Bobbahn wird nur als emotionale Story inszeniert. Fragen, weil die Strecke seit Jahren im Gerede ist wegen Sicherheitsmängeln? Natürlich nicht. Wie <a href="http://jensweinreich.de/2010/02/13/†-nodar-kumaritaschwili-the-games-must-go-on-4/" target=_blank>Jens Weinreich</a> sagt: </p>
<blockquote><p>Tur mir leid, aber ich nenne das zynisch. Sie warten nicht einmal 24 Stunden. Sie haben gar nichts geklärt. Sie fahren weiter.</p>
<ol>
<li>Das System macht nie Fehler.
</li>
<li>An der Bahn kann es genauso wenig liegen wie am System.
</li>
<li>Nur der Einzelne macht Fehler. Das ist tragisch. Ein Unfall. Hat nicht mit dem System zu tun. Es gelten also die Punkte 1 und 2.</li>
</ol>
<p>Das System macht nie Fehler, nur der Einzelne. Das ist immer so in totalitären Systemen.</p></blockquote>
<p>Man könnte angesichts des schlechten Schnees auch mal ansprechen, dass Kanada zu einem der größten weltweiten Klimasünder gehört. Aber selbst, wenn all das nicht thematisiert wird&#8230;</p>
<p>Was ist mir Erklärungen von Sportarten? Wie wäre es beim Skispringen mal damit, nicht nur Superzeitlupen zu zeigen, sondern dazu was zu erklären? Man hört nur »zu aggressiv reingesprungen«, »gut weggekommen« oder sonst etwas. Wie wäre es, mit Hilfe von Bildschirmmalereien wie z.B. beim Fußball zu zeigen, was ein guter Absprungwinkel ist, woran man erkennt, ob jemand gut abspringt, was die Folgen davon sind, dass man aggressiv reinspringt?</p>
<p>Oder wie wäre es in Interviews mal nicht nur mit den ewig gleichen Fragen: »Woran hats gelegen? Haben Sie das schon realisiert? Wie haben Sie sich da gefühlt? Was sagen sie zu ihrem Mitstreiter oder ihrer Mitstreiterin?« Persönlichere Fragen, relevantere Fragen, kritischere Fragen. Warum haben deutsche Biathleten keine Schießtrainer oder Psychologen?</p>
<p>Oder einfach nur mal wirklich berichten. Da wird plötzlich ein Biathlet genannt, der angeblich seit 12 Jahren im Weltcup läuft und m.W. noch kein einziges Mal im Bild war, weil man lieber Stars durch den Wald laufen lässt als Unbekannte beim Schießen zeigt – oder auch nur deren Schießergebnisse einblendet. Das interessiert ja eh keinen (außer mir)?</p>
<p>Journalismus ist was anderes – hier werden hunderte von Leuten nach Kanada geflogen, um Sportler zu beweihräuchern und sich anzubiedern. Und darauf kann ich auch verzichten. Mit Freuden.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2010/02/ohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2010/02/ohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2010/02/ohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus/" data-text="Ohne Journalismus? Ohne diesen Journalismus!"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2010/02/ohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus/','Ohne%20Journalismus?%20Ohne%20diesen%20Journalismus!')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F02%2Fohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus%2F&amp;linkname=Ohne%20Journalismus%3F%20Ohne%20diesen%20Journalismus%21" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F02%2Fohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus%2F&amp;linkname=Ohne%20Journalismus%3F%20Ohne%20diesen%20Journalismus%21" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F02%2Fohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus%2F&amp;title=Ohne%20Journalismus%3F%20Ohne%20diesen%20Journalismus%21" id="wpa2a_16">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Dollhouse</title>
		<link>http://p-pricken.de/2009/05/dollhouse/</link>
		<comments>http://p-pricken.de/2009/05/dollhouse/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 May 2009 16:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[dollhouse]]></category>
		<category><![CDATA[eliza dushku]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[joss whedon]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Staffel der TV-Serie]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>THR <a href="http://www.thrfeed.com/2009/05/dollhouse-second-season.html" title="Fox renews Dollhouse" target=_blank>berichtet</a><sup><a href="http://p-pricken.de/2009/05/dollhouse/#footnote_0_568" id="identifier_0_568" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="via whedonesque">1</a></sup>, dass Fox die neue Serie von Joss Whedon, <em>Dollhouse</em> verlängert hat, also eine zweite Staffel in Auftrag gibt. Zwar hatte ich eher damit gerechnet, dass dies nicht geschehen würde, trotzdem möchte ich hier kurz über die erste Staffel dieser Serie schreiben.</p>
<p>Warum ich sie gut finde, und warum ich sie trotzdem nicht gut finde.</p>
<p><span id="more-568"></span>Das Konzept der Serie sieht so aus: eine geheimnisvolle Organisation leitet das <em>Dollhouse</em>, das Puppenhaus, und sie bieten (jungen, gutaussehenden) Menschen an, sich für fünf Jahre der Organisation zu verschreiben. Während dieser Zeit verdienen sie viel Geld, und sie verlieren ihre komplette Erinnerung: sie werden »Puppen«. Diese Puppen können nun von reichen und privilegierten Personen gemietet werden – mittels Computertechnik wird die jeweils gewünschte Persönlichkeit auf die Puppen übertragen, und so sind sie je nach Wunsch Bodyguard, Hebamme, Sozialarbeiter_in, ein sexuelles Abenteuer oder sogar die wahre Liebe.</p>
<p>In diesem Puppenhaus nun ist Echo (Eliza Dushku), und im Laufe der Serie deutet sich mehr und mehr an, dass die Prozedur der Persönlichkeitsprägung nicht so vollständig ist, wie man vielleicht meint. Echo erinnert sich an manche Dinge. Gleichzeitig versucht FBI-Agent Paul Ballard (Tamoh Penikett) von außen, das Haus zu finden und Caroline – Echos wahrer Name – zu befreien.</p>
<p>So weit die Grundzüge. Die erste Staffel von <em>Dollhouse</em> ist 13 Episoden lang. Vor allem die ersten fünf Folgen sind qualitativ stark schwankend; zwar ist die zweite Folge spannend, aber die anderen vier reichen von »na ja« bis »total überflüssig«. Mit der sechsten Folge dann verwandelt sich die Show, die bis dahin einzelne Geschichten erzählte, in eine Serie mit umspannenden Serienplot – und plötzlich klickt es. In der Konzentration auf die Organisation des Puppenhauses selbst und in dem Maße, wo die Nebenfiguren mehr Raum einnehmen können, beginnt die Serie zu atmen und richtig Spaß zu machen.</p>
<p>Eliza Dushku ist dabei kein Erfolgsgarant; oft vermisst man an ihr die Glaubwürdigkeit in ihren jeweiligen Persönlichkeiten. Aber die restliche Besetzung macht das wieder wett; Harry Lennix als Echos Beschützer bringt dringend nötige Menschlichkeit in die Organisation, Dichen Lachmann (»Sierra«) kommt in ihren diversen Rollen viel natürlicher rüber als Dushku, und Enver Gjokai hat es verdient, durch diese Serie berühmt zu werden. Aber auch abgesehen von diesen dreien ist Dushku schauspielerisch vielleicht sogar das schwächste Glied der Truppe.</p>
<p>Joss Whedon kann gute Geschichten erzählen, und dramatische Charakterkonflikte entwerfen. Hier hat <em>Dollhouse</em> natürlich das Problem, dass die zentrale Figur keinen Charakter hat, aber ansonsten gelingt ihm das im Laufe der ersten Staffel immer besser.</p>
<p>Leider kann Whedon nicht so gut mit Konzeptionen umgehen. Die Umstände und die Umwelt sind für ihn meistens nur Mittel, um die Geschichte zu erzählen, und er fragt sich nicht, wie denn eine Welt voller Monster wirklich aussähe, oder wie die chinesisch-amerikanische Föderation funktioniert. </p>
<p>Das ist ein Problem, wenn die Umwelt problematisch ist. Und im Falle von <em>Dollhouse</em> stellt diese Umwelt ein System dar, dass letzten Endes nichts anderes ist als Prositution und organisierte Vergewaltigung. Es gibt ein paar schwache Gegenstimmen in der Serie, aber wenn man mit den Figuren des Puppenhauses leiden soll, dann darf man sie nicht gleichzeitig in den Knast wünschen. Und bei allen guten Folgen bleibt am Ende eben doch der schlechte Nachgeschmack, dass das <em>Dollhouse</em> eben so nicht in Ordnung ist.</p>
<p><em>Dollhouse</em> braucht Folgen, in denen das Konzept verteidigt wird. In denen argumentiert wird, warum es okay ist. Bislang hat Whedon sehr geschickt beide Seiten mal zu Wort kommen lassen, aber die Seite, die für das Puppenhaus spricht, muss wesentlich bessere Argumente bringen. Ich fürchte nur, dass das nicht passieren wird. Ich fürchte, Joss Whedon wird immer mal einen Nicker in die Richtung machen, und mehr nicht. »Ja, ich weiß, aber jetzt lass mich die Geschichte erzählen.«</p>
<p>Das ist okay, wenn die Folgen diffus oder indirekt sind. Wenn aber unsere »Helden« je nach Sichtweise Tag für Tag vergewaltigt werden (oder die Vergewaltigung orchestrieren) – dann reicht es nicht.</p>
<p>Ich hoffe auf die zweite Staffel, aber ich fürchte, <em>Dollhouse</em> wird sein Konzept nicht überkommen können. Zumindest nicht für mich.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_568" class="footnote"><a href="http://www.whedonesque.org" target=_blank>via whedonesque</a></li></ol><p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2009/05/dollhouse/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2009/05/dollhouse/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2009/05/dollhouse/" data-text="Dollhouse"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2009/05/dollhouse/','Dollhouse')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F05%2Fdollhouse%2F&amp;linkname=Dollhouse" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F05%2Fdollhouse%2F&amp;linkname=Dollhouse" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F05%2Fdollhouse%2F&amp;title=Dollhouse" id="wpa2a_18">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Syfysant</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 13:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[idioten]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>

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		<description><![CDATA[Bescheuerte Entscheidung von der Chefetage]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage: Warum betreibt jemand einen Fernsehkanal namens &#8220;SciFi&#8221;? Wenn eure Antwort irgendetwas mit Science Fiction zu tun hat, dann liegt ihr völlig daneben. Damit hat das ganz gewiss nichts zu tun, wie die Betreiber des us-amerikanischen <em>SciFi</em> jetzt bewiesen haben. Der Sender wurde nämlich gerade umbenannt.</p>
<p>In <em>Syfy</em>.</p>
<p><span id="more-459"></span><a href="http://www.tvweek.com/news/2009/03/sci_fi_channel_aims_to_shed_ge.php" title="tvweek: SciFi channel aims to shed geeks" target=_blank>Die Geschichte</a><sup><a href="http://p-pricken.de/2009/03/syfysant/#footnote_0_459" id="identifier_0_459" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="via Kung Fu Monkey">1</a></sup> ist so dämlich, dass sie nur in Chefetagen spielen kann, und der neue Name so doof, dass da teures Marketing hinterstecken muss. Warum aber wird SciFi in Syfy umbenannt?</p>
<blockquote><p>Der Name Sci Fi wird gemeinhin mit Fanboys (&#8220;geeks&#8221;) und sozial unfähigen Jungs in Kellerräumen mit Videospielen und solchen Zeug in Verbindung gebracht, nicht mit der Allgemeinheit oder speziell weiblichem Publikum.</p></blockquote>
<p>Frauen lesen Science Fiction, und Frauen schauen vor allem Science Fiction, gerade &#8220;soft Sci-Fi&#8221; wie <em>Farscape</em> oder <em>Firefly</em>. Auch <em>Battlestar Galactica</em> hat viele weibliche Zuschauer, um nur drei Beispiele zu nennen. Allerdings laufen auf Sci Fi billigste Monsterfilme und solcher Mist, und nicht wirklich Science Fiction (<em>Battlestar Galactica</em> endet diese Woche), und diesen Mist schauen vielleicht wirklich nur sozial unfähige Programmchefs in ihren Kellern. Aber jetzt kommts:</p>
<blockquote><p>Wir haben in den Neunzigern viel Zeit darauf verwendet, unseren Sender von Science Fiction zu distanzieren, und hauptsächlich deshalb heißt er auch Sci Fi. Das ist etwas besser und cooler als Science Fiction, aber selbst der Name Sci Fi hat seine Grenzen.</p></blockquote>
<p>Wann wurde der Sender gegründet? 1993. Also hat man einen Sender gegründet, der Sci Fi heißt, weil man sich damit von Science Fiction distanzieren konnte. Man hat dem Sender also einen Namen gegeben, der explizit das Gegenteil dessen war, was man zum Programm machen wollte, nämlich ja gerade keine Science Fiction. Und darum ist der neue Name auch einer, den man genau so aussprechen soll wie Sci Fi, nur in einer Schreibweise, für die Verona Feldbusch sich schämen würde.</p>
<p>Ich meine, Syfy? Wasn das? Da haben die Zuschauer dem Sender aber ein Ei ins Nest gelegt:</p>
<blockquote><p>Als wir diesen neuen Namen testeten, haben wir von den 18- bis 34-jährigen technikfreundlichen Leuten gehört, die ein gutes Stück unseres Publikums ausmachen, dass die den Namen tatsächlich so texten würden. Dadurch fühlten wir uns um so cooler, grenzgängerischer, hipper, was irgendwie ein Volltreffer für das war, was wir erreichen wollten.</p></blockquote>
<p>Jupp. Cool, grenzgängerisch, hip. Syfylis. Dass der neue Slogan des Senders <em>Imagine Greater</em> sein wird, passt dazu. Größer Vorstellen. Nein, das ist weder deutsch noch englisch, nicht einmal in eine Ellipse verpackte Botschaft, das ist nur quatsch. Und darum ein perfekter Begleiter für Syfy. </p>
<p>Syfy. Also echt.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_459" class="footnote">via <a href="http://kfmonkey.blogspot.com/2009/03/scifi-changes-its-name-to-syfy.html" title="Kung Fu Monkey: SciFi changes its name" target=_blank>Kung Fu Monkey</a></li></ol><p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2009/03/syfysant/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2009/03/syfysant/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2009/03/syfysant/" data-text="Syfysant"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2009/03/syfysant/','Syfysant')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F03%2Fsyfysant%2F&amp;linkname=Syfysant" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F03%2Fsyfysant%2F&amp;linkname=Syfysant" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F03%2Fsyfysant%2F&amp;title=Syfysant" id="wpa2a_20">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Öffentlich-Rechtliche Verschwörung</title>
		<link>http://p-pricken.de/2009/02/offentlich-rechtliche-verschworung/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 08:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>
		<category><![CDATA[must-read]]></category>

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		<description><![CDATA[ARD und ZDF sind absichtlich schlecht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in der Wiege des Großen Bruders wird darüber debattiert, der <abbr ttile="British Broadcasting Company">BBC</abbr>, also den Öffentlich-Rechtlichen Gebühren abzuzapfen. Denn Deregulierung ist der Freund eines jeden Politikers. Plötzlich hatte ich eine Epiphanie.</p>
<p>Es gibt eine Verschwörung in Deutschland.</p>
<p><span id="more-221"></span>Die BBC ist ein staatlich finanzierter Sender, und auch wenn sie natürlich viele »normale« Sendungen hat, so liefert sie auch immer wieder besonderes Fernsehen, Programme, die qualitativ hochwertigst sind und sogar solche, die übliche Fernsehstandards sprengen und damit das Medium weiterentwickeln:</p>
<p><em>Doctor Who, Life on Mars, Fawlty Towers, The Office, Planet Earth, Blake&#8217;s 7, Black Adder, Hustle</em> sind nur einige Beispiele – jeder hat wahrscheinlich eigene. Im Radio gibt es beispielsweise <em>In Our Time, The Forum, Thinking Allowed, Any Questions</em> – und dann natürlich die Nachrichten der <a href="http://news.bbc.co.uk/" title="BBC News" target=_blank>BBC</a>. All das macht das Buchstabenkürzel zu einem Qualitätszeichen. Es gibt auch Durschschnittsware, aber wenn es von der BBC ist, schaue oder höre ich zumindest mal hin. </p>
<p>So soll es sein: Perlen in einem Meer, sodass selbst der Zuschauer, der eigentlich nur den Krimi sehen will, in die anspruchsvollen Formate reinrutscht und vielleicht sogar ins Bildungsfernsehen, was er absichtlich nie eingeschaltet hätte. Darum sind Rundfunkgebühren auch eine gute Idee.</p>
<p>Wie verhält sich das bei den Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland? Da gibt es Fußball und Volksmusik – und, zugegeben, gute Krimis. Auf den dritten Programmen laufen Zoosendungen. Bahnbrechendes Fernsehen erwartet man hier zu Unrecht. Was machen die eigentlich mit den Gebühren, außer gute Filme um Mitternacht versenden und Informationssendungen kürzen? Nichts.</p>
<p>Und zwar absichtlich. Die Idee geht so: Wenn <abbr title="Allgemeiner Rundfunk Deutschland">ARD</abbr> und <abbr title="Zweites Deutsches Fernsehen">ZDF</abbr> dieselbe Scheiße senden wie die anderen Sender, dann kann man auch Rundfunkgebühren nicht mehr rechtfertigen. Wenn jetzt die Gebühren immer noch erhöht werden, dann gibt es mehr und mehr Leute, die sich abmelden. Und irgendwann können wir die Sache dann ganz einstellen, und der Rundfunkstaatsvertrag bezieht sich dann nur noch auf einen Infokanal, auf dem Dokumentationen laufen, die keiner sich ansieht.</p>
<p>Dafür können wir dann noch mehr Geld für Fußballrechte verlangen, einzelne Produzenten verdienen mehr, und&#8230; na ja, das Endziel ist mir noch nicht so ganz klar. Außer Volksverdummung, das geht ja immer.</p>
<p>Trotzdem: wie kann es sein, dass die Alte Dame BBC immer noch großartige Sendungen produziert, ARD und ZDF aber nur ein bürokratischer Moloch sind, die beide gleichzeitig von Hochzeiten berichten, sinnlose Brennpunkte produzieren und Sport zeigen? Das muss doch Absicht sein, oder? Dann könnte man wenigstens was ändern&#8230;</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2009/02/offentlich-rechtliche-verschworung/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2009/02/offentlich-rechtliche-verschworung/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2009/02/offentlich-rechtliche-verschworung/" data-text="Öffentlich-Rechtliche Verschwörung"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2009/02/offentlich-rechtliche-verschworung/','Öffentlich-Rechtliche%20Verschwörung')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F02%2Foffentlich-rechtliche-verschworung%2F&amp;linkname=%C3%96ffentlich-Rechtliche%20Verschw%C3%B6rung" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F02%2Foffentlich-rechtliche-verschworung%2F&amp;linkname=%C3%96ffentlich-Rechtliche%20Verschw%C3%B6rung" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F02%2Foffentlich-rechtliche-verschworung%2F&amp;title=%C3%96ffentlich-Rechtliche%20Verschw%C3%B6rung" id="wpa2a_22">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Bilder aus Gaza</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 14:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[al jazeera]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[gaza]]></category>

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		<description><![CDATA[Frei verfügbares Bildmaterial]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <a href="http://www.boingboing.net/2009/01/13/al-jazeera-releases.html" title="Al Jazeera releases videos under Creative Commons" target=_blank>Boing Boing</a> kommt die Nachricht, dass der Fernsehsender Al Jazeera seine Bilder aus dem Gazastreifen nicht nur im Internet veröffentlicht, sondern diese auch unter Creative Commons lizensiert hat. Das heißt, auch Fernsehsender können – unter Verweis auf Al Jazeera – diese Bilder für eigenen Berichte verwenden. Dazu hat jedes Video eine genaue Beschreibung der Inhalte.</p>
<p>Eine wunderbare Nutzung dieser Lizenz, und eine Gelegenheit, die Nachrichtensperre von Israel zu umgehen und mal hineinzusehen. Für Medien, aber auch andere Interessierte. Zur entsprechenden Internetseite geht es <a href="http://cc.aljazeera.net/" title="Al Jazeera Creative Commons" target=_blank>hier</a>.</p>
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		<series:name><![CDATA[Ohne Worte]]></series:name>
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		<title>Hart aber Faaaaaaah!</title>
		<link>http://p-pricken.de/2008/12/hart-aber-faaaaaaah/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 22:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[hart aber fair]]></category>
		<category><![CDATA[must-read]]></category>
		<category><![CDATA[paramedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Alternative Medizin ist Quatsch. Hart aber Fair hats nicht gezeigt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thema der heutigen Sendung von <a href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2008/20081217.php5?akt=1" title="Hart aber Fair: Was kann Alternativ-Medizin" target=_blank>Hart aber Fair</a> war der Nutzen von sogenannter Alternativer Medizin. Und das war wirklich eine Studie an nervenaufreibendem Unsinn.</p>
<p><span id="more-127"></span>Da gab es Sätze wie: &#8220;Wenn der Tumor rausoperiert wird, hat der Körper schon mal eine große Belastung verloren.&#8221; oder: &#8220;Warum haben wir noch kein Heilmittel gegen Krebs?&#8221;</p>
<p>Zu Gast war u.a. Barbara Rütting, eine Grünenpolitikerin, die im Landtag sitzt und völlig daneben ist (sie fragte nach einem Krebsheilmittel). Aber auch Jürgen Fliege war da, der auf seiner Webseite Schmuh verkauft und sich dafür nicht schämt, aber glaubt, das Metallrohr mit energetisiertem Granderwasser habe erwiesene Wirksamkeit. Und eine Schulmedizinerin, die ihre Patienten lehrt, zu ihren Schutzengeln zu beten und die sogar den Wunderheilern auf den Philippinen aufgesessen ist, die schon zig mal und vor Jahrzehnten als Zaubertrickser entlarvt worden sind.</p>
<p>Natürlich gab es die alten abgenudelten Sätze wie: &#8220;Tiere haben keinen Placebo-Effekt&#8221; (doch!), es wurde mit nicht nachprüfbaren Einzelfällen argumentiert und im Studio vom Wunderheiler des 1. FC Köln (!) eine Behandlung an einer erkälteten Frau durchgeführt, deren Erfolg sich in der Frage &#8220;Wie fühlen Sie sich&#8221; erübrigte. Weil das so eine schöne wissenschaftliche Messgröße ist. Der Wunderheiler, darauf angesprochen, dass Ohrenärzte seine Behandlung für infektionsgefährend hielten: &#8220;Man muss nicht immer alles glauben, was Ärzte sagen.&#8221;</p>
<p>Als einer der beiden Skeptiker, Beda Stadler, es nicht mehr aushielt, stellte er zurecht fest: &#8220;Hier fehlen nur noch Uri Geller und Nina Hagen.&#8221; Tatsächlich wurde es immer absurder.</p>
<p>Die Sendung begann mit Homöopathie, einer Methode, die wir <a href="http://p-pricken.de/2008/12/homoopathie/" title="SkepCheck: Homöopathie" target=_blank>eigentlich endlich abhaken</a> könnten (interner Link). Dann kam die Kiste mit der deutschen Akupunktur-Studie, die noch ohne die Pseudo-Akupunkturnadeln der neueren Zeit durchgeführt wurde. Dabei war trotzdem eine Akupunktur an den falschen Stellen ebenso erfolgreich wie an den &#8220;richtigen&#8221; (die es nicht gibt). Problem: die Behandlung mit Schmerzmitteln war weniger erfolgreich in dieser Studie über Rückenschmerzen. Diese Schmerzen wurden von den Patienten auf einer Skala eingeschätzt, also war die Messung einer subjektiven und ungenauen Einschätzung gegenüber offen.</p>
<p>Wie ich damals in meinem Podcast bereits festgehalten habe, war die Belohnung für die Teilnahme an der Studie eine Akupunkturreihe von 6 Sitzungen. Das bedeutet, alle Teilnehmer wurden mit Akupunktur belohnt. Gleichzeitig wussten die Pillenschlucker, dass sie nicht mit Akupunktur behandelt wurden. Dass also Teilnehmer, die gerne an der Akupunktur teilnehmen würden (und darum mitmachen), vielleicht die Wirkung von Pillen schlechter einschätzen, ist nicht verwunderlich. Wenn sie nicht wussten, in welcher Gruppe sie waren (bei falscher und &#8220;echter&#8221; Akupunktur), waren die Gruppen gleich gut.</p>
<p>Diese Informationen habe ich auch der Hart-Aber-Fair-Redaktion gemailt, aber die hat dann lieber nur von den vielen Menschen und Tieren erzählt, denen durch sogenannte alternative Medizin geholfen wurde.</p>
<p>Übrigens kam nach der Akupunktur dann die Sache mit dem Wunderheiler, der ohne Instrumente in den Körper griff und sogar &#8220;unter Anleitung&#8221; dasselbe Frau Fuckert ermöglichte (also darauf achtend, dass der Trick auch funktioniert). Dann sagte Herr Fliege, auch ein Skalpell sei ein Placebo. Dann gab es eine traurige Anekdote von einem Heilerfolg, dann erfuhren wir, dass Frau Fuckert zu Schutzengeln betet. Frau Rütting von den Grünen plädierte dann für die Heilkunst der Hildegard von Bingen, die diese nicht entdeckt, sondern eingegeben bekommen habe. Dann sah man die vielen Unsinnsmittel auf Flieges Webseite, u.a. Ayurveda und energetisiertes Wasser – woraufhin sich Fliege als Granderwassernutzer entpuppte, der die Wirksamkeit tatsächlich dadurch bestätigt sah, dass seine Frau weniger Waschmittel benötigte und sein Klempner auch glaube, dass es wirkt.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt dann legte Herr Stadler lachend den Kopf in die Hände. Mir ging es da ähnlich: da ist wirklich alles verloren. Schade.</p>
<p><em>Nachtrag nach etwas Bedenkzeit</em><br />
Es war der übliche Austausch von Meinungen und man sah, wie zwei Sichtweisen aufeinanderprallten: die emotionale Wahrheit der Einzelfälle und die wissenschaftliche Wahrheit der Studien und Naturgesetze. Leider hat letztere in einem Gespräch wie dem Gesehenen nicht den Vorteil, den sie ansonsten hat: dass sie für alle Leute so wahr ist, wie es eben möglich ist. Das geht dann eben unter.</p>
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