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	<title>Derangierte Einsichten &#187; avatar</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>Avatar – in 4D!!</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 22:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[3d]]></category>
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		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Bay]]></category>
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		<description><![CDATA[TweetJa, richtig gelesen. Korea hat 4D-Kinos, in denen es z.B. Avatar zeigt. Wie sieht so was aus? Jeweils eine Gruppe von 4 Sitzen neigt sich zur Seite oder nach vorne und hinten, und natürlich vibriert die auch oder fällt eine kurze Strecke. Auf Knöchelhöhe gibt es Bürsten und im Rücken einen Stoß-Simulator. Aus den Sitzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1572" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D1572&amp;text=Avatar%20%E2%80%93%20in%204D%21%21&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F03%2Favatar-%25e2%2580%2593-in-4d%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Ja, richtig gelesen. Korea hat <a href="http://blogs.suntimes.com/scanners/2010/03/first-hand_report_on_avatar_in.html" target=_blank>4D-Kinos</a>, in denen es z.B. <em>Avatar</em> zeigt. Wie sieht so was aus?</p>
<p>Jeweils eine Gruppe von 4 Sitzen neigt sich zur Seite oder nach vorne und hinten, und natürlich vibriert die auch oder fällt eine kurze Strecke. Auf Knöchelhöhe gibt es Bürsten und im Rücken einen Stoß-Simulator. Aus den Sitzen strömt Luft, um Wind zu simulieren. Es gibt feines Wasserspray für Regen u.ä. Effekte. Die Gerüche sind anscheinend noch nicht ausgereift, aber auch schon vorhanden. Und Effekte mit Lasern und Blitzlicht gibt es auch.</p>
<p>Das ist die Zukunft des Kintopps.<br />
<span id="more-1572"></span></p>
<p>Und mal ehrlich: ich könnte <em>Avatary</em> oder sogar <em>Transformers</em> in so einem &#8220;Kino&#8221; eher genießen. Denn diese Filme – Michael Bays Ding noch viel mehr als Camerons Film – sind im Grunde Jahrmarktattraktionen. Diese Form von 4D-Kinos gibt es bereits für zwanzigminütige Streifen in den Universal Studios und ähnlichen Parks. Hier wird wenigstens eindeutig, was Ziel des Filmemachens war: möglichst viel Bewegung, Gerüche, Lichteffekte einbauen, um das Publikum für eine gewisse Zeit hirnlos zu blenden.</p>
<p>In einem 4D-Kino will ich gar keine anspruchsvollen Dramen oder so etwas sehen – da könnte die ganze Technik ja nicht ausgenutzt werden. Wenn ich auf die Kirmes gehe, will ich Popcorn, Zuckerwatte, Geisterbahn, nicht Shakespeare.</p>
<p>Das Problem momentan ist, dass die großen Hollywoodfilme immer noch als Kino daherkommen, aber fast immer nur Kirmes sind. Dass im Kino eben neben der Geisterbahn genau der Shakespeare seinen Platz haben soll – ja, mehr noch, dass die Geisterbahn im Theater aufgeführt wird und den Shakespeare verdrängt.</p>
<p>Also, wenn die Studios schon auf 3D und diesem Zeug bestehen, um Kohle zu machen, dann wenigstens richtig. Gebt alle künstlerischen Anwandlungen auf und lasst Michael Bay von der Leine – aber ins 4D-Kino. Und in den normalen Kinosälen kann man dann auch normale, gute, erzählende und erzählerische Filme gucken.</p>
<p>Echtes Kino eben.</p>

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		<title>Denken und Film</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 04:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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		<description><![CDATA[TweetAvatar hat wieder ein wenig für Ärger gesorgt. Beiträge wie der bei io9 schlagen ja in die selbe Kerbe wie meine eigene Kritik dieses Films, und natürlich kommen die Dumpfbacken wieder aus dem Unterholz: Rasse sei kein Problem, bla bla, und überhaupt, es sei ein Unterhaltungsfilm, warum solle man darüber nachdenken? Nun habe ich bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1290" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D1290&amp;text=Denken%20und%20Film&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fdenken-und-film%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p><em>Avatar</em> hat wieder ein wenig für Ärger gesorgt. Beiträge wie der bei <a href="http://io9.com/5422666/when-will-white-people-stop-making-movies-like-avatar" target=_blank>io9</a> schlagen ja in die selbe Kerbe wie meine eigene Kritik dieses Films, und natürlich kommen die Dumpfbacken wieder aus dem Unterholz: Rasse sei kein Problem, bla bla, und überhaupt, es sei ein Unterhaltungsfilm, warum solle man darüber nachdenken?</p>
<p>Nun habe ich bei <a href="http://chud.com/articles/articles/21952/1/THE-DEVIN039S-ADVOCATE-IT039S-OK-TO-THINK-ABOUT-MOVIES/Page1.html" target=_blank>CHUD</a> das Zitat eines Kommentars auf io9 gefunden, das so passend ist, dass ich es hier mal eindeutsche.<br />
<span id="more-1290"></span></p>
<blockquote><p>Von allen nervigen Kommentaren, die es so gibt, der nervigste ist auf jeden Fall dieses &#8220;Warum kannst du den Film nicht als das akzeptieren, was er ist? Warum kannst du nicht einfach Spaß haben? Warum musst du den analyiseren?&#8221;</p>
<p>Wenn du einen solchen Kommentar geschrieben hast, wenn du einen solchen Kommentar schreiben wolltest, hier oder anderswo, lass mich dir einen Rat geben: Halts Maul! Halt dein gottverdammtes Maul. HALTS. MAUL. </p>
<p>Erstens, wenn wir Kunst analysieren, wenn wir nach einer tieferen Bedeutung suchen, dann erfreuen wir uns daran, was Kunst ist. Denn das ist eine der Sachen mit Kunst, ob nun hochstehend oder niedrig, ob für die Masse oder elitär: bei der Produktion hat jemand sich Gedanken gemacht – selbst wenn der Gedanke war: &#8220;Lass uns das so gedankenlos wie möglich machen&#8221; – und als Resultat kann man irgendeinen Gedanken darin ausmachen. Das ist einer der Gründe, warum viele Künstler (einschließlich James Cameron) gerne über ihre Arbeit sprechen.</p>
<p>Okay, das heißt nicht, dass du über ein Kunstwerk nachdenken musst. Ich kenne keinen, der sagt, ein beliebiges Werk kann nur durch bewusste, aktive Analyse genossen werden – oder wenn sie das sagen, sind sie selbst ziemlich nervig. Und ich kenne viele Leute, die lieber nicht darüber nachdenken, was sie konsumieren, und mit denen habe ich auch keinen Streit. Ich habe auch keinen Streit mit Leuten, die den Gedanken eines anderen über Kunst nicht zustimmen. Das sollte selbstverständlich sein. Außerdem sollte selbstverständlich sein, ist es aber anscheinend nicht: Glaub mir, die Person, die dich so sehr damit nervt, dass sie über Kunst nachdenkt? Die hat deine revolutionäre &#8220;einfach genießen&#8221;-Strategie schon erwogen, weil sie eben überhaupt nicht revolutionär ist. Es ist der Basiszustand für die Mehrheit der Menschen.</p>
<p>Also, wenn du Mühen auf dich nimmst, um anderen zu sagen, sie sollten nicht so viel nachdenken – dass es eine gute Einstellung ist, die Fähigkeit zu Vernunft nicht zu nutzen, dass man diese Einstellung sogar aktiv fördern solle – sagst du nichts besonders intelligentes. Und solange du nicht auf einer parallelen Erde lebst, wo zu viele Leute zu viel und kritisch über die Welt um sich herum und über sich selbst nachdenken, hilfst du niemandem; im Gegenteil, du förderst den Verfall. </p>
<p>Und am allernervigsten daran ist, dass du selbst an der Diskussion teilnimmst, wenn du deine dummen, dummen Kommentare abgibst. Im Grunde sagst du: &#8220;Ich denke, die Leute sollten nicht so viel denken und ihre Gedanken mitteilen, und dass ist mein Gedanke, den ich mitteile.&#8221; Wenn du wirklich glaubst, dass Leute einen Film einfach nur genießen sollen, ohne darüber nachzudenken, warum zur Hölle hast du dann (1) auf den Beitrag geklickt, um ihn zu lesen, und (2) dir die Mühe gemacht, einen Kommentar zu schreiben? Wenn dich das so stört, GEH UND GUCK EIN VIDEO MIT SÜßEN KATZEN.</p></blockquote>
<p>Dazu sei nur hinzuzufügen, dass es außerdem noch Spaß macht, Dinge zu analysieren und über sie nachzudenken. Ansonsten: Word!</p>

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		<title>AVATAR!!!!!!!! in 3D</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 07:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[3d]]></category>
		<category><![CDATA[avatar]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[james cameron]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetOkay, das wird eine lange Vorrede. Zuerst gibts was aus dem Kino, dann im nächsten Absatz geht es um 3D. Dann danach im Absatz um die Technik. Und dann erst um den Film. Zum Kino: Im Vorprogramm liefen nicht nur schnarchige Trailer (Drachen zähmen war nur deshalb nicht das doofste, weil Die Konferenz der Tiere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1245" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D1245&amp;text=AVATAR%21%21%21%21%21%21%21%21%20in%203D&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2009%2F12%2Favatar-in-3d%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Okay, das wird eine lange Vorrede. Zuerst gibts was aus dem Kino, dann im nächsten Absatz geht es um 3D. Dann danach im Absatz um die Technik. Und dann erst um den Film. Zum Kino: Im Vorprogramm liefen nicht nur schnarchige Trailer (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=t80zkzMzuLk" target=_blank>Drachen zähmen</a> war nur deshalb nicht das doofste, weil <em>Die Konferenz der Tiere</em> so schmerzhaft unhip war, wie es nur geht), sondern auch eine Werbung von ARD und ZDF, in der spielende und tobende Kinder gezeigt wurden. Dann kam die Stimme &#8220;Kinder wollen entdecken&#8221; und dann ARD und ZDF. Irgendwie wirkte das wie ein Anti-Spot: Kinder wollen entdecken, wenn sie das abtöten möchten, setzen sie die vor die Glotze. Laut losgelacht habe ich dann bei diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TsJrs3cNC5Y" target=_blank>Ültje-Spot</a>. Wer, der geistig noch halbwegs gesund war, hielt das für eine gute Idee?<br />
<span id="more-1245"></span><br />
<div id="attachment_1248" class="wp-caption alignright" style="width: 151px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2009/12/avatar-poster.jpg" alt="Avatar (2009)" title="avatar-poster" width="141" height="200" class="size-full wp-image-1248" /><p class="wp-caption-text">Avatar (2009)</p></div>Zu 3D: 3D ist ein Gimmick. Im schlimmsten Fall (der Trailer zu Burtons <em>Alice</em> lässt das vermuten) wird da Zeug in Richtung Kamera geworfen, des Effektes wegen. Im besten Fall (<em>Avatar</em> ist so ein Fall) ist es einfach nur der gleiche Film mit etwas Tiefenschärfe, dafür anstrengenderem Sehen. Der Unterschied zu einem 2D-Film, ist vernachlässigbar. Dafür zahlt man aber mehr Geld – auch für die Brille, wenn man die aber wieder mitbringt, kriegt man trotzdem eine neue, man kann also nichts sparen, sondern die Devise für jeden einzelnen Besucher in allen 3D-Kinos heißt: nachher wegschmeißen, das Plastikding. Das ist SUPER für die Umwelt.</p>
<p>Zur Technik: Das vorneweg, <em>Avatar</em> ist ein verdammtes technisches Wunderwerk. James Cameron kann endlich die meiste Zeit Computern Befehle geben und braucht kaum noch Schauspieler, und die Farbenpracht, das Welten- und Kreaturendesign waren wirklich verblüffend. Auch weiß Cameron im Gegensatz zu anderen Leuten (*hust*Michael Bay*hust*), wie man Action&#8230; ach, wie man einen Film inszeniert und vernünftig mit Einstellungen umgeht, selbst wenn die komplett gerendert sind. Das einzige Manko war noch, dass alle Kreaturen haarlos waren, wohl wegen der Prozessorstärke. Ansonsten schon atemberaubend.</p>
<p>Zum Film: 162 Minuten?! Ich sage euch, als da plötzlich das Licht anging und ich realisierte, dass ich erst etwa die Hälfte des Films hinter mir hatte – ich wäre fast gegangen. Viel zu viel zu viel zu lange. Viel zu lange. Zu lange. Zuuuu laaange.</p>
<p>Cameron-Checkliste: frotzelnde Latino-Braut – Check. Große mechanische Exoskelette / Roboter: Check. Sigourney Weaver: Check. Komische zukunftsfeindliche Aussage: Check.</p>
<p>James Cameron ist es hoch anzurechnen, dass er aus seinem teuren Spektakel nicht ein simples Geballere machen will. Stattdessen behandeln die ersten etwas mehr als anderthalb Stunden nur unsere Hauptfigur Jake (Sam Worthington), wie er durch seinen Avatar die fremde Welt der Na&#8217;vi (Apostrophe machen aus allem totaal fantasievolle Namen) erkundet. Cameron will eine Geschichte erzählen. Super!</p>
<p>Nur&#8230; was für eine Geschichte: Da gibt es ein paar dunkelhäutige Wilde (die Na&#8217;vi werden von Schwarzen oder Indianern gespielt). Diese werden von den bösen Weißen wegen ihrer Bodenschätze bedrängt. Aber es gibt auch ein paar Wissenschaftler die (mit Avataren, Na&#8217;vi-Körpern, die sie geistig fernsteuern) das Naturvolk untersuchen. Und die Na&#8217;vi sind so naturverbunden, dass sie sogar wirklich mit der Erde und den Tieren kommunizieren können. Echt! Aber die Wissenschaftler sind zu verblendet in ihrem szientistischen Denken, da muss schon der ungebildete Marine Jake kommen, um das Vertrauen der einfachen Wilden zu erlangen.</p>
<p>Jake wird denn auch nach einer gefährlichen Initiation in den Stamm aufgenommen und darf sich dann, wie es sich für Männer gehört, eine Frau wählen. Er wählt die Tochter des Häuptlings – natürlich gibt es einen männlichen Häuptling und eine weibliche Hexe – und die findet ihn auch ganz toll, so wie Pocahontas. Dann greifen aber die bösen Weißen an, und die Wilden schießen vergebens mit Pfeilen auf die Metallmaschinen der Weißen, ohne zu merken, dass das keinen Sinn hat. Zum Glück ist der Weiße Jake ein viel besserer Wilder als die Wilden selbst und außerdem der Auserwählte, um die Stämme zu vereinen und in den Krieg gegen die Weißen zu führen.</p>
<p>Ächz. So eine paternalistische Rotzkacke, die schlimmsten Dschungelklischees vereint. Natürlich ist das alles von Trommelmusik und afrikanischen Gesängen untermalt – halt! Die Musik der Na&#8217;vi wurde eigens komponiert und klingt nur afrikanisch? Pfft. Die Wilden tragen auch nur Lendenschurze und so Ketten, die immer und überall die Nippel – und nur die Nippel – der Frauen verbergen. Es gibt ein Ritual, in dem alle Na&#8217;vi sich in den Boden einstöpseln und dann singen, ganz wie bei den Naturvölkern. Sie fauchen natürlich auch und haben Indianer-Kampfschreie (siehe Karl-May-Filme). Und sie brauchen den dummen Marine, der sie rettet, weil sie das alleine nicht können, und Wissenschaft oder Fortschritt das natürlich auch nicht können.</p>
<p>Der Bodenschatz der Na&#8217;vi ist übrigens &#8220;Unobtanium&#8221;. Ehrlich: &#8220;Nichtzukriegendes&#8221;. Da kann man das auch gleich MacGuffin nennen. Aber in Wahrheit ist der Schatz der Na&#8217;vi ihr Wald, der ist nämlich wie ein Gehirn vernetzt, und lebt!</p>
<p>Cameron hat am Ende genau eine Chance, noch halbwegs die Kurve zu kratzen, wenn er die Sache nämlich zur Tragödie macht. Wenn die gut ausgerüsteten Marines die dummen Wilden einfach niederschießen. Aber dann wehrt sich die Erde selbst und hilft, und es gibt also die große Göttin, und alles wird gut, wie im echten Leben. Ewoks besiegen das Imperium. Wenn sie ein Weißer anführt und ihnen sagt, was sie zu tun haben.</p>
<p>Noch eine Frage: Sam Worthington macht seine Sache recht gut, auch wenn es darum geht, Rollstuhl zu fahren. Wenn man einem Charakter aber eine so nutzlose Motivation mitgibt (er hätte auch genauso gut laufen können) – warum nimmt man dann nicht einen echten Rollstuhlfahrer? Aber wer die Wilden von Schwarzen (und einem Indianer) spielen lässt&#8230; </p>
<p>Wohlgemerkt glaube ich, dass James Cameron eine naturverbundene Umweltbotschaft verfilmen wollte, und Fortschritt ist bei ihm ohnehin oft der Bösewicht. Aber wenn er sich nicht klar ist, wie abgedroschen und problematisch der Plot ist, macht das die Sache auch nicht besser.</p>
<p>Technisch ist das Ding grandios, aber die Story ist sowas von durchgenudelt und altbekannt und, wenn man drüber nachdenkt, sogar ärgerlich, dass 160 Minuten einfach zuuuuuuu laaaaaaang sind. Langweilig ists. Keinesfalls unterste Schublade, aber die Lobreden in der Presse zeigen nur, dass Filmkritiker ruhig sterben dürfen. Sie haben nämlich keine Ahnung.</p>

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