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	<title>Derangierte Einsichten &#187; arschloch</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>Finsterbiss: Perfektion</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 06:31:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[arschloch]]></category>
		<category><![CDATA[Edward ist nicht romantisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsbeschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollfreak]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetAnmerkung: ich habe gesehen, dass Dan von SparkLife für das dritte Buch begonnen hat, die Vorkommnisse von »glower« und »murmur« zu zählen. Ich versuche das mal mit »realize« – mal sehen, wie oft Bella explizit etwas erkennt. Kapitel eins und zwei zähle ich zusammen. Das zweite Kapitel beginnt mit Bellas Beschreibung von Edward als der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton2993" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D2993&amp;text=Finsterbiss%3A%20Perfektion&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F01%2Ffinsterbiss-perfektion%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p><em>Anmerkung</em>: ich habe gesehen, dass Dan von SparkLife für das dritte Buch begonnen hat, die Vorkommnisse von »glower« und »murmur« zu zählen. Ich versuche das mal mit »realize« – mal sehen, wie oft Bella explizit etwas erkennt. Kapitel eins und zwei zähle ich zusammen.<br />
<span id="more-2993"></span><br />
Das zweite Kapitel beginnt mit Bellas Beschreibung von Edward als der »perfektesten Person« auf dem Planeten. Und dann beschreibt das zweite Kapitel diese perfekteste Person.</p>
<p>Alice hat in der Cafeteria eine Vision, und für den Rest des Vormittags verbringt Edward absichtlich Zeit mit anderen Menschen, sogar mit Mike, sodass Bella nicht dazu kommt, danach zu fragen. Auf der Heimfahrt plappert Alice wild vor sich hin und signalisiert Bella damit, dass sie zu schweigen habe, was sie auch gehorsam tut. Und als Bella und Edward endlich allein sind, traut sich Bella nicht mehr, zu fragen, da Edward ja anscheinend nicht sagen will, was sie gesehen hat.</p>
<p>Perfekt sein heißt: Wenn ich etwas nicht erzählen will, traut meine Freundin sich nicht, mich trotzdem zu fragen.</p>
<p>Nebenbei: Bella hat eine E-Mail ihrer Mutter bekommen und vergleicht sich mit ihr:</p>
<blockquote><p>Ich war eine ganz andere Person als meine Mutter. Nachdenklich und vorsichtig. Die Verantwortungsbewusste, die Erwachsene.</p></blockquote>
<p>Kann mir jemand bitte eine einzige Entscheidung Bellas aus den ersten beiden Büchern nennen, die verantwortungsbewusst, nachdenklich und vorsichtig war? Vielleicht, auf die vermeintlichen Vergewaltiger zuzugehen? Von der Klippe zu springen? Die Cullens abzuhängen und alleine zu James zu gehen? Irgendwas?</p>
<blockquote><p>Und doch hatte sie es mir wieder und wieder eingetrichtert – kluge Menschen nahmen die Ehe ernst. Reife Menschen gingen aufs College und begannen Karrieren, bevor sie zu tief in eine Beziehung investierten.</p></blockquote>
<p>Das soll der Grund sein, warum sie Edward nicht heiraten will. Aber sie hat kein Problem damit, direkt nach der Schule zu sterben und mit ein wenig Glück als Vampirin wieder aufzuerstehen und den Rest ihres Lebens mit Edward zu verbringen. Das ist erwachsen und reif – aber Ehe? Bloß nicht.</p>
<p>Zurück zu Edward: der findet die Flugtickets nach Florida, die Esme Bella geschenkt hat, und passenderweise laufen die bald ab. Also will Edward dieses Wochenende mit Bella deren Mutter besuchen. Im sonnigen Florida. Ich weiß nicht genau, wie das gehen soll, ohne dass Edward sich als Gogotänzer outet. Bella ist ebenfalls dagegen, weil sie ahnt, dass Charlie darüber sehr erbost sein wird. Was ich überhaupt nicht verstehe. Selbst, wenn er nicht will, dass die beiden Sex haben, müssten die schon im Flugzeug übereinander herfallen, wenn sie danach bei Renee wohnen. Aber Charlie wird deswegen nachher trotzdem losbrüllen.</p>
<p>Denn obwohl Bella nicht will, dass die Tickets zur Sprache kommen – sie können auch nach dem Schulabschluss fahren – spricht Edward die Tickets einfach an. Warum auch nicht, Bellas Wünsche zählen ja nicht. Charlie und Bella schreien sich kurz an; Charlie verhängt wieder Hausarrest (oh Mann) und Bella droht, auszuziehen, und dann beleidigt Charlie Renees Mutterqualitäten und Bella droht, zu petzen und <em>was soll das hier? Wo sind die Erwachsenen?</em></p>
<p>Jedenfalls wollte Charlie Bella eigentlich am Wochenende zu einer Feier in La Push mitnehmen, zum Grillen und Sport schauen. Im letzten Buch hat Bella so einen Abend sehr genossen. Heute denkt sie:</p>
<blockquote><p>Was konnte ich dazu sagen? Ich würde ohnehin nicht auf eine Werwolfparty gehen dürfen, auch nicht in elterlicher Begleitung.</p></blockquote>
<p>Bella hat sich schon damit abgefunden, dass Edward ihr den Besuch verbietet, und dass der Besuch damit auch gestorben ist. Wie Edward sagt:</p>
<blockquote><p>»Es spielt keine Rolle, ob du hier wärest oder auf der anderen Seite der Welt, du würdest in keinem Fall dort hingehen.«</p></blockquote>
<p>Perfekt sein heißt: Seiner Freundin zu verbieten, irgendwo hinzugehen, wenn einem das nicht gefällt.</p>
<p>Und es kommt noch besser. Aber erst haben Bella und Charlie <em>Das Gespräch</em> &#8482;. Also sie reden über Sex, und natürlich ist das furchtbar peinlich, weil Charlie seit 18 Jahren anscheinend keinen Sex mehr hatte und das total verboten und verklemmt ist. Immerhin hofft Charlie, Bella und Edward seien verantwortungsbewusst. Was genau das bedeutet, ist mir nicht klar. Ist Stephenie Meyer für Kondome? Kann ich mir kaum vorstellen, schließlich sorgen Kondome in konservativer Lesart ja dafür, dass Jugendliche mehr Sex haben. Wenn Bella die Pille nähme, müsste Charlie das doch eigentlich wissen, von wegen Frauenarztbesuche und Verschreibung an Minderjährige und so. Oder? Meint sie eine Spirale?</p>
<p>Jedenfalls ist Edward kurz weg, und da entscheidet sich Bella, schnell Jacob zu besuchen. Sie schnappt sich ihre Jacke und Charlie sagt ihr gleich, sie könne zurück sein, wann sie wolle – »ich gehe Jacob besuchen« ist anscheinend eine hilfreiche Ausrede. Aber Bellas Laster springt nicht an&#8230; weil Edward irgendein Motorteil entfernt hat. Er sagt ihr allerdings, er würde das Teil morgen früh wieder anbringen, falls Bella selbst zur Schule fahren wolle. Und die blöde Bella macht danach noch ihr Schlafzimmerfenster ganz weit auf, damit Edward über ihrem Schlaf wachen kann.</p>
<p>Perfekt sein heißt: wenn ich nicht will, dass meine Freundin irgendwo hingeht, ist es okay, dazu ihr Auto fahruntüchtig zu machen.</p>
<p>Das sind keine Warnzeichen von misshandelnden Freunden mehr – das ist aktive Unterdrückung. Edward nimmt Bella jede Wahlmöglichkeit, er kontrolliert sie total, und sie merkt das nicht mal. Schließlich begehrt sie gegen ihren Vater auf, als der ihr Vorschriften machen will. Bella hat nicht einmal ein Safewort!</p>
<p>»Ich brauchte eine Therapie«, denkt Bella in diesem Kapitel, und das stimmt absolut.</p>
<p>Edward hat übrigens von Bellas Ausbruchsversuch gewusst, weil Alice merkte, dass Bellas Zukunft plötzlich verschwand, und das musste bedeuten, dass sie zu den Werwölfen wollte, und da hat sie natürlich sofort Edward angerufen. Geht ja gar nicht, dass Bella eine eigene Entscheidung trifft oder hinfährt, wo sie will – zumal nicht zu jemandem, der sie bislang gut beschützte.</p>
<p>Macht Alice eigentlich noch was anderes, als in Bellas Zukunft zu sehen? Ist das nicht anstrengend und nervig? Aber natürlich hat Alice eigentlich kein Leben abseits von Bella, da ist es okay. Zwar hat sie angeblich gesehen, dass Jasper wieder bei seiner alten Familie auftaucht – der nicht-vegetarischen –, aber das scheint sie nicht so sehr zu sorgen, dass sie nicht immer noch ständig Bella überwachen kann.</p>
<p>Interessantes Detail: »Jasper hat keine bewusste Absicht, dorthin zu gehen.« Aber das wenige, was wir von Alices Kraft gesagt bekommen, ist doch, dass sie nur dann die Zukunft sieht, wenn jemand eine Entscheidung getroffen hat. Wenn Jasper sich nicht dazu entschieden hat – wie kann Alice das dann sehen?</p>
<p>Und überhaupt, was ist eigentlich mit Jasper? Bella hat heute mit ihm Schach gespielt. Ist das nicht der Typ, der vor vier Monaten total ausflippte, weil Bella sich in den Finger geritzt hat? Wegen dem die ganze Familie Cullen abreisen musste? Jetzt hat er sich perfekt im Griff oder wie? Weiß Jasper, dass das zweite Buch vorbei ist und damit sein kurzes Gastspiel im nahen Rampenlicht auch, dass er jetzt erst Mal nur in Erzählungen vorkommt und sich daher benehmen muss?</p>
<p>Ich kann mir das alles nur so erklären, dass die Bücher sich eben sehr gut verkauften und die Lektoren einfach aufgegeben haben.</p>
<p>(realize in Kapitel 1 und 2: 12)</p>

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		<title>Auslese, Elite und DSDS</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 11:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[arschloch]]></category>
		<category><![CDATA[DSDS]]></category>
		<category><![CDATA[unmenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetIch bin ja ein Fan von Eliten. Genauer gesagt mag ich es zwar nicht, wenn jemand sich ganz elitär verhält und Leute ablehnt, nur weil sie ihm nicht gut genug erscheinen. Darum missfällt mir zum Beispiel die Aufnahmepraxis von Mensa, wo man ja nur mit bestimmtem IQ reinkommt (und das liegt nicht etwa daran, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1667" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D1667&amp;text=Auslese%2C%20Elite%20und%20DSDS&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F04%2Fauslese-elite-und-dsds%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Ich bin ja ein Fan von Eliten. Genauer gesagt mag ich es zwar nicht, wenn jemand sich ganz <em>elitär</em> verhält und Leute ablehnt, nur weil sie ihm nicht gut genug erscheinen. Darum missfällt mir zum Beispiel die Aufnahmepraxis von Mensa, wo man ja nur mit bestimmtem IQ reinkommt (und das liegt nicht etwa daran, dass ich an diesen Aufnahmekriterien gescheitert wäre). Im Grunde möchte ich es also demokratisch: jeder darf rein.</p>
<p>Aber nur, weil man dadurch am ehesten garantiert, dass die besten Personen obenauf kommen. Denn eigentlich bin ich, wie gesagt, ein Fan von Eliten.<br />
<span id="more-1667"></span><br />
Wenn ich mir bspw. den IPCC-Bericht durchlese, um mich über den Stand zum Klimawandel zu informieren, dann auch, weil ich Fachleuten eben eine bessere Übersicht über die Lage zutraue. Die kennen sich am besten aus, die sind die Elite. Das heißt nicht, dass sie deswegen immer Recht haben, und sie müssen kritisiert und widerlegt werden können. Aber Eliten sind nicht per se schlecht, sondern erst einmal nur besonders gut darin, was sie tun. Zur Fußball-WM nimmt man ja auch nur die hoffentlich besten Spieler mit und nicht noch jemanden aus der Kreisliga, nur weil man auf Eliten nix gibt.</p>
<p>Allerdings kommt Elite ja von Auslese, und Auslese kann durchaus auch sozialdarwinistische Züge haben – was übrigens nicht so sehr viel mit der Evolutionstheorie zu tun hat, aber gut, so nennt man das eben. Oder sogar leicht nach Faschismus schmecken. So, wie die Rede, die Marco Schreyl im Finale von <em>Deutschland sucht den Superstar</em> gehalten hat, und die im <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2010/04/19/der-verlierer-steht-fuer-immer-im-schatten-das-weltbild-von-dsds.aspx" target=_blank>Fensehblog</a> dokumentiert wurde:</p>
<blockquote><p>Deutschland hat entschieden. Das Ergebnis im Finale von Deutschland sucht den Superstar 2010. Was für ein dramatischer, einzigartiger Abend. Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich. Gleich ist eure Schlacht geschlagen. Und ihr habt sie mit absolutem Einsatz ausgefochten, und zwar beide. Und: Ihr habt uns ein traumhaftes Finale geschenkt. Ihr seid beide ziemlich harte Jungs und ihr kämpft hart. Und das ist gut so. Alles andere wäre eine Schande. </p>
<p>Dieses Duell heute ist persönlich. Jeder von euch ist für den anderen der Gegner, den ihr am meisten fürchtet. Ihr steht auf dieser Bühne so nah beieinander und seid euch doch so fern. Kaum zu glauben, aber es ist noch gar nicht so lange her, da wart ihr Freunde. Beim Recall in der Karibik. Sogar noch in der ersten Motto-Show. Aber aus Freunden sind Feinde geworden. Mit dem absoluten Willen, den anderen zu besiegen.</p>
<p>Wer weiß, wenn ihr keine Kandidaten bei DSDS wärt, aus euch hätten richtig gute Kumpels werden können. Stattdessen wurdet ihr knallharte Rivalen. Und das musste so sein, wenn zwei große Talente wir ihr aufeinander treffen, zwei so starke Persönlichkeiten, und vor allem: Wenn es so unglaublich viel zu gewinnen gibt.
</p></blockquote>
<p>Kapiert? Das Leben ist <strong>Schlacht</strong>. Der <strong>Gegner</strong> muss vernichtet werden. Es braucht <strong>harte Kämpfer</strong>. Und Freundschaften? Nix. Aus Freunden <strong>müssen Feinde</strong> werden. Geht gar nicht anders.</p>
<p>An einem Strang ziehen? Gemeinsamkeiten? Bloß nicht. Wer weiß, wozu das führt. Lieber die Kandidaten und alle Kleinen auseinander halten und noch so tun, als müsste das sein. Teile und herrsche, damals wie heute.</p>
<blockquote><p>Dieser Abend wird für einen von euch ein völliger Neuanfang im Leben sein. Für den Sieger dieses Wettkampfs tut sich eine neue Welt aus. Er wird das, wovon Millionen träumen. Er &#8211; wird ein Star. Bei DSDS gibt es nicht einfach einen netten Hauptgewinn. Hier gibt es ein komplett neues Leben. Ein Leben XXL. Ein Leben in der Kategorie fünf Sterne plus.<br />
(Pause)<br />
Für einen von euch wird dieses Märchen jetzt wahr. Ihr lebt beide bislang in eher bescheidenen Verhältnissen. Jetzt aber wird sich das ändern. Einer von euch wird jetzt der neue Superstar. Bekommt einen Plattenvertrag. Wird berühmt. Verdient locker Hunderttausende Euro. Kann seiner Familie ein sorgenfreies Leben bieten und als Vater seinen Kindern eine gute Zukunft ermöglichen. </p>
<p>Wenn sich der Sieger dieses Kampfes nicht dumm anstellt, wird er für lange Zeit ausgesorgt haben. Der Sieger bei DSDS bekommt: all das! Der Verlierer: nichts! Der Sieger steht im Licht. Der Verlierer steht für immer in seinem Schatten. Und das ist ein Schicksal, mit dem sich der Verlierer wahrscheinlich niemals versöhnen wird.
</p></blockquote>
<p>Ganz abgesehen von dem Unsinn, der da als &#8220;Leben XXL&#8221; beschrieben wird – denn aller Wahrscheinlichkeit nach dürfen Sieger_in und Zweitplatzierte_r eine Platte aufnehmen, einen harten Zeitplan lang den Produzenten nach der Nase tanzen und dann mit ein paar tausend Euro wieder in sein Leben zurückkehren, von den Medien verkorkst und um einen Traum ärmer. Und wie gesagt werden die Finalisten beide eine Platte aufnehmen.</p>
<p>Aber diese extreme Ausleserhetorik: der Sieger alles, der Verlierer nichts; der Sieger Licht, der Verlierer für immer im Schatten – damit kann man auch Kriege führen. Vor allem, wenn sich der Verlierer damit <strong>niemals versöhnen</strong> wird.</p>
<p>Elf Minuten redet Marco Schreyl, geht noch genau auf die Herkünfte der Finalisten ein, die traditionell eher aus der Unterklasse stammen - da ist DSDS tatsächlich eine Hoffnung auf den Aufstieg, ein Weg nach oben, wo viele Wege direkt verschlossen bleiben. Wer will schon einen anstellen, dem sechzehn Jahre lang nix gelingt? Oder einen, der im Knast und auf der Flucht war und dabei noch Kinder zeugte? Es gibt nur wenige, aber Marco Schreyl lässt es sich nicht nehmen, das noch mal genüsslich vor dem Publikum auszubreiten.</p>
<p>Da werden die Kandidaten richtig, richtig kleingemacht, beschämt, fast erwartet man, dass Schreyl sagt: »Ihr seid Abschaum, seid froh, das wir euch singen lassen.« Um dann einen zum Helden zu machen, für ein halbes Jahr, und den anderen live in sein Loch zurückzustoßen.</p>
<p>Und da zeigt Menowin, wer er ist, denn der Knacki, den Schreyl beschreibt, hätte mindestens dem Moderator danach eine runtergehauen – hat er aber nicht. </p>
<p>Ich weiß nicht, ob ich diese Selbstbeherrschung besessen hätte. Diese Rede nur zu lesen gibt mir das Gefühl, schmutzig zu sein. Dass sich jemand nicht zu schade ist, elf Minuten lang derartige Verachtung zu dokumentieren und diese Rede zu halten, ist tragisch. Dass das auch noch gewollt ist und vielleicht als normal aufgenommen wird, ist bedenklich.</p>
<p>Aber Guido Westerwelle hatte bestimmt seinen Spaß.</p>

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		<title>Schwulenhasser bei Rollenspielern</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 21:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[arschloch]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
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		<description><![CDATA[Tweet(Achtung, sehr lang, da viele Zitate) Erst gerade musste ich feststellen, dass im Forum der Richard-Dawkins-Stiftung gerne mal weibliche Journalisten als Fotze (&#8220;cunt&#8221;) oder Ähnliches bezeichnet werden1. Und dann las ich im Rollenspielforum des D&#038;D-Gates: Unsere bestehende Wiesbadener D&#038;D Gruppe hat noch einen Platz frei. Wir spielen D&#038;D 4E auf deutsch. Die Spieler sind teils [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1354" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D1354&amp;text=Schwulenhasser%20bei%20Rollenspielern&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2010%2F01%2Fschwulenhasser-bei-rollenspielern%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>(Achtung, sehr lang, da viele Zitate)<br />
Erst gerade musste ich feststellen, dass im Forum der Richard-Dawkins-Stiftung gerne mal <a href="http://richarddawkins.net/articleComments,4868,Prejudiced-Danes-provoke-fanaticism,Nancy-Graham-Holm---guardiancouk,page3#447207" target=_blank>weibliche Journalisten als Fotze (&#8220;cunt&#8221;)</a> oder Ähnliches bezeichnet werden<sup><a href="http://p-pricken.de/2010/01/schwulenhasser-bei-rollenspielern/#footnote_0_1354" id="identifier_0_1354" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="via Butterflies and Wheels in den Kommentaren">1</a></sup>. Und dann las ich im Rollenspielforum des <a href="http://forum.dnd-gate.de/index.php/topic,24909.0.html" target=_blank>D&#038;D-Gates</a>:</p>
<blockquote><p>Unsere bestehende Wiesbadener D&#038;D Gruppe hat noch einen Platz frei. </p>
<p>Wir spielen D&#038;D 4E auf deutsch. Die Spieler sind teils absolute Rollenspielanfänger, teils erfahrene Spieler im Alter zwischen 22 und 31 Jahren. 1 Frau, 4 Männer, alle Nichtraucher. Die Charaktere sind zwischen erster und vierter Stufe, ein Einstieg ist also problemlos möglich.</p>
<p>Nächster Spieltermin ist Freitag der 1. Januar 2010 und danach Samstag der 16. Januar 2010. Im Durchschnitt spielen wir einmal im Monat, gelegentlich (aber selten) auch mal öfter.</p>
<p>Vorzugsweise würden wir uns über einen Spieler oder eine Spielerin freuen, der einen Charakter spielt der mit Fallen umgehen kann, also einen Rogue oder Assassin. Aber grundsätzlich sind alle Klassen und Rassen aus den PHBs und dem Dragon erlaubt und willkommen. Auch und insbesondere Rollenspielanfänger sind bei uns gerne willkommen!</p>
<p>Raucher können unter der Voraussetzung mitspielen, dass sie den Abend ohne Rauchen aushalten  </p>
<p>Wen wir nicht wollen sind beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Rollenspiel-Freaks die mit Raben auf der Schulter und/oder ähnlichen Nerd-Accessoires durch&#8217;s Leben laufen.</li>
<li>Leute die altersmäßig deutlich über oder unter unserem Durchschnitt liegen.</li>
<li>Leute die sich den Platz in unserer Gruppe schon mal für Mitte 2010 reservieren wollen.</li>
<li>Leute die einen Laptop zum Spielen benötigen.</li>
<li>Leute die um Mitternacht schon Ermüdungserscheinungen zeigen.</li>
<li><strong>Homosexuelle</strong> (Hervorhebung von mir)</li>
</ul>
</blockquote>
<p><span id="more-1354"></span><br />
Damit nicht genug. Der Schreiber rechtfertigte sich noch einmal:</p>
<blockquote><p>So so, wessen Geistes Kind bin ich Deiner Meinung nach denn nur weil ich mir das Recht rausnehme selbst zu entscheiden mit wem ich meine Freizeit verbringen möchte und wen ich in meine Wohnung lassen will?</p>
<p>Oder bin ich deswegen schon böse weil ich niemanden in meine Wohnung lassen möchte, in dessen Gegenwart mich ein ausgesprochenes Unwohlsein überkommt, auch wenn ich mir bei rationaler Betrachtungsweise durchaus bewußt bin, dass diese Gefühle absolut irrational sein mögen?</p></blockquote>
<p>Ausgesprochenes Unwohlsein. Versuchen wir das mal mit anderen Inhalten: Frauen. Ha ha, da macht Mario Barth ja Witze drüber. Frauen sind eh Prügelknaben, da findet bestimmt niemand was dran. Wie wäre es damit: Bin ich schon böse, wenn mich in Gegenwart von Juden ein ausgesprochenes Unwohlsein überkommt? Muslimen? Behinderten?</p>
<p>Noch schlimmer allerdings, was dann von anderen Schreibern folgte:</p>
<blockquote><p>Endlich mal jemand, der zu dem steht, was er nicht will. Mehr von diesen Menschen bitte und weniger von denen, die in allem eine Diskriminierung sehen wollen.</p>
<p> *daumen hoch* (Emoticon)</p></blockquote>
<p>oder</p>
<blockquote><p>Ich finde das absolut legitim, das jemand, der eine Gruppe zum Spielen sucht, bestimmte Vorausetzungen festlegt und auch bestimmte Personengruppen nicht zu sich nach Hause einladen will. Das ist eine vollkommen private Sache und wenn ich nun mal keine Über 30jährigen, keine Homosexuellen, keine Gelsenkirchener und auch keine SPD-Angehörigen dabei haben will, dann kann ich das hier in so einem Aufruf ruhig sagen, finde ich und das hat mit Diskriminierung rein gar nichts zu tun.</p></blockquote>
<p>oder</p>
<blockquote><p>Wohin soll das eigentlich führen, was ihr hier betreibt? Das die Leute erkennen, wie gut und tolerant ihr seid? Das ihr es nicht seid beweist ihr mit jedem eurer Kommentare und wer von euch sagt, wie Leute zu sein haben? Wer ist denn hier so toll, das es besser nicht mehr geht?</p>
<p>Der Spruch ist zwar schon sehr alt, aber er gilt immer noch: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.</p></blockquote>
<p>Genau. Weil ich schon mal was Schlechtes gemacht habe, darf ich nie mehr was sagen, wenn anderes was Schlechtes machen. So ein Unsinn.</p>
<blockquote><p>Vielleicht sollte man zwischen Homosexuellen und Schwuchteln differenzieren. Ich glaube fast, XXX meint letztere&#8230;<br />
Ich habe viele Homosexuellen/Schwulen im Freundeskreis, denen man es niemals anmerken würde.<br />
Die schimpfen selbst über &#8220;Schwuchteln&#8221;, und das nicht zu knapp.</p></blockquote>
<p>Stimmt. Mir wird übel, wenn ich Schwuchteln sehe, ist gleich viel besser.</p>
<blockquote><p>Ein nicht geringer Anteil dieser Entrüstung ist natürlich auch das in Deutschland so verbreitete Gutmenschentum. Wenn ich sagen würde keine Frauen würde es auch Stress geben. Bei keinen Kindern gibt es einen Schrei der Entrüstung von werdenen, planenden oder tatsächlichen Eltern. Bei vorbehalten gegenüber Israelis springt einem erst der Zentralrat der Juden und dann Deutschlands Politik auf das Dach. </p></blockquote>
<p>Ja, das ist Gutmenschentum. Nicht etwa die Erkenntnis gesellschaftlicher Missstände, die man für ungerecht hält. Der folgende Beitrag bemüht sich um Sachlichkeit:</p>
<blockquote><p>Hier wird für mich nicht diskriminiert, Diskriminierung wäre ein Ausdruck wie Schwuchtel  oder sogar die &#8221;Nichtauflistung&#8221; von Homosexuellen und der darauf folgenden Ablehnung von Jemandem, der, bis auf homosexuell, keinen der aufgelisteten Punkte erfüllt und einen fadenscheinigen Grund nachgereicht bekäme o. ä. </p>
<p>Hier wird nur selektiert, mit wem man sich abgeben will und das ist ungeachtet der Pflichten eines jeden Individuums das gute Recht. Ich muß nicht jeden mögen, lieben, tolerieren und akzeptieren. Ich darf aber deshalb niemanden Schaden zufügen, nur weil ich ihn nicht mag/akzeptiere/toleriere. Und die Aussage, daß man nicht mit Person x im Sandkasten spielen will, ist kein Schaden zufügen, vor allem dann nicht, wenn es um den privaten Sandkasten geht.</p>
<p>Ich bin jedoch froh darüber, daß jemand klar und deutlich sagt, was er/sie will und was nicht. Damit muß man heute z. B. bei jedem Berufsgespräch leben, was ein gesetzlich legales Diskriminierungsurteil darstellt.</p>
<p>Von daher sehe ich absolut gar kein Problem mit einer derart subjektiven und persönlichen Wunschäußerung in einem öffentlichen Forum.</p></blockquote>
<p>Es geht ja nur um eine persönliche Wunschäußerung, die muss doch noch erlaubt sein, und weil die persönlichen Wünsche über alles gehen, ist das dann auch in Ordnung. Wenn ich äußere, dass ich noch ein paar Jungs suche, um abends Behinderten den Schädel einzuschlagen, dann sage ich offen, was ich will, und äußere nur meine Freizeitwünsche. Das sollte gelobt werden.</p>
<p>Dann kam die Frage: »Wie wäre es also mit heterosexuellen, drogensüchtigen, jüdischen, ex-Sträflingen?« Und die Antwort:</p>
<blockquote><p>Würdest Du jemanden bedenkenlos in Deine Wohnung lassen den Du nicht kennst und von dem Du nur weißt, dass er ein ein drogensüchtiger Ex-Sträfling ist?</p></blockquote>
<p>Für den Schreiber ist offenbar: Würdest du jemanden bedenkenlos in deine Wohnung lassen, den du nicht kennst, und von dem du nur weißt, dass er ein Homosexueller ist? Bedenkenlos? Was, wenn der eine Banane isst?!</p>
<p>Hier ist das Entscheidende:</p>
<blockquote><p>Genau das ist die Heuchelei dabei, wer sind wir denn, daß wir XXX etwas aufzwingen wollen, indem wir hier öffentlich ihn/sie anprangern, nur weil uns seine Meinung nicht passt?</p></blockquote>
<p>NIEMAND will den Ersteller zwingen, mit Homosexuellen spielen zu müssen, aber in dieser komischen Welt, in der die Leute leben, ist es schon verboten, die Meinung von jemand anderem zu kritisieren. Meinungen sind heilig! Auch wenn sie sexistisch, rassistisch, dumm, falsch oder sonstwas sind. Wenn ich meine, Frauen müssten eine Genitalverstümmelung bekommen und dürfen alleine nicht vor die Tür, geschweige denn fremde Männer sehen, dann ist das meine Meinung und damit DARF NIEMAND MEHR WAS SAGEN. Wir sind ja nicht im Dritten Reich.</p>
<p>Das bedeutet nicht Meinungsfreiheit und Redefreiheit. Diese Freiheiten sind deshalb heilig, weil nur auf dem Marktplatz der Ideen, wie es so schön heißt, gute und schlechte unterschieden werden können. Ich kann niemanden zu einer Meinung zwingen, aber ich kann nicht nur, ich muss ihm sagen, wenn ich seine Meinung für verkehrt halte. Das ist Freiheit, das ist Mündigkeit – mit seinen Meinungen in der Öffentlichkeit bestehen können, für sie einstehen oder sie ggf. ändern.</p>
<p>Stattdessen sind wir so weit, dass wir es erlauben, nachweislich diskriminierte und benachteiligte Bevölkerungsgruppen herabzusetzen, weil die andere Meinung ja so hoheitlich ist. Bloß niemandem auf die Füße treten – das, was hier den angeblichen &#8220;Gutmenschen&#8221; vorgeworfen wird, nämlich überzureagieren, ist stattdessen umgekehrt der Fall. Da sieht sich eine Mehrheitsgruppe in ihrer Freiheit eingeschränkt, wenn man mal sagt, was man von deren Ansichten hält. </p>
<p>Es steht jedem frei, keine Homosexuellen in sein Umfeld zu lassen, aber dann muss er damit rechnen, dafür kritisiert zu werden – ebenso wie man damit rechnen muss, kritisiert zu werden, wenn man irgendetwas anderes tut oder äußert. Wenn man aber so jemandem keinen Gegenwind vorsetzt, dann merkt er gar nicht, dass es vielleicht auch einen solchen gibt. Leider ist eine normale Argumentation auf dem oben zitierten Niveau überhaupt nicht möglich, da werden Bauchgefühle und diffuse Freiheitsvorstellungen als Argumente vorgebracht. Manchmal muss man auch einfach die Notbremse ziehen. Was ich getan habe:</p>
<blockquote><p>Die Wahrheit ist, dass es legitim ist, Personengruppen einzugrenzen, die man für Aktivitäten will. Diese Eingrenzung sollte jedoch mit der Aktivität zu tun haben. Wenn man Klettern geht, will man keine unsportlichen Dicken dabei haben – okay. Für den Theaterbesuch bitte keine Punker, weil man sich gerne schick kleiden will – auch gut.</p>
<p>Was aber bitte hat Rollenspiel mit Homosexualität zu tun? Solange da nicht am Tisch gepoppt wird, kann es ja nur so sein, dass die Idee, ein Gegenüber fängt irgendwas mit dem gleichen Geschlecht an, den Threadersteller so unheimlich fasziniert und stört, dass er an nichts anderes mehr denken kann. Wahrscheinlich kennt er bereits einen oder mehrere Homosexuelle, die ihm das nur nicht sagen (kein Wunder!).</p>
<p>Was mich aber richtig erschreckt ist die Tatsache, dass hier Leute jubeln. Klar ist das toll, wenn jemand seine Vorurteile so offen auf den Tisch legt, da kann man gleich sehen, was das für ein Arschloch ist. Aber so ist das ja nicht gemeint, sondern diese Angabe wird gut geheißen? Ehrlich? Zum Rollenspiel ist es okay, Schwule und Lesben auszuladen? Nicht, ob es erlaubt ist, das ist es natürlich – es ist ja die eigene Wohnung –, aber allein die Idee, man könne so was bestimmen?</p>
<p>Dahinter steckt die Idee, man könnte so was kontrollieren, also könnte man das einwandfrei erkennen? Wie bitte soll das im Kontext einer Rollenspielrunde gehen? Wahrscheinlich weil alle Schwulen wie Bruce Darnell sind oder was?</p>
<p>Meine Fresse. Da wird aus der Freiheit, ein Arsch sein zu dürfen, der gesellschaftliche Ruf danach, doch ein Arsch zu sein. Weiter so, Arschloch, wir sind stolz auf dich, wir brauchen mehr von dir.</p></blockquote>
<p>Dafür bekam ich jetzt Ärger, weil ich den ersten Schreiber beleidigt habe. Und in einer Folgediskussion kam noch das hier:</p>
<blockquote><p>Ist umfassend ignorantes, vollkommen selbstbezogenes, abolut unreflektiertes, und scheinbar anständiges Gutmenschentum nicht etwas schönes?</p></blockquote>
<p>Wer das liest und nachdenkt, merkt: Wem bei Homosexuellen übel wird, dem muss beigestanden werden. Homosexuellen muss nicht beigestanden werden. Wer Schwulenhassern beisteht, der ist aufgeklärt, selbstlos, reflektiert und tatsächlich anständig – wer aber für die Minderheit eintritt, ist das genaue Gegenteil.</p>
<p>Zum Glück gab es auch genug andere Schreiber in dem Forum, die sich bestürzt zeigten. Trotzdem – wenn das der Zustand der Gesellschaft ist, dass man die ignoranten Arschlöcher beschützt und die Benachteiligten nicht verteidigt, dann läuft da etwas gewaltig falsch.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1354" class="footnote">via <a href="http://www.butterfliesandwheels.com/notesarchive.php?id=3049" target=_blank>Butterflies and Wheels</a> in den Kommentaren</li></ol>
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