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	<title>Derangierte Einsichten &#187; 2012</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>2012</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 06:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[john cusack]]></category>
		<category><![CDATA[roland emmerich]]></category>

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		<description><![CDATA[Niemand wird sich wundern, dass 2012 ein Sammelsurium von Endzeitfilm-Klischees ist. Niemand wird sich wundern, dass es primär darum geht, dass ein Mann wieder zu seiner Exfrau (und Kindern) zurückkehrt (und dabei berühmt wird). Niemand wird sich wundern, wenn er den bösen Russen und seine komische Frau sieht, dass diese beiden die Plätze auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand wird sich wundern, dass <em>2012</em> ein Sammelsurium von Endzeitfilm-Klischees ist. Niemand wird sich wundern, dass es primär darum geht, dass ein Mann wieder zu seiner Exfrau (und Kindern) zurückkehrt (und dabei berühmt wird). Niemand wird sich wundern, wenn er den bösen Russen und seine komische Frau sieht, dass diese beiden die Plätze auf den Rettungsschiffen nicht einnehmen werden. <em>2012</em> ist nämlich Endzeit-Porno, und wie in jedem Porno ist Überraschung nicht gefragt.</p>
<p>Insofern geht mein Vorwurf auch nicht dahin, dass das Überraschungsmoment fehlt.<br />
<span id="more-1109"></span><br />
<div id="attachment_1110" class="wp-caption alignright" style="width: 145px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2009/11/2012-movie-poster.jpg" alt="2012 (2009)" title="2012 poster" width="135" height="200" class="size-full wp-image-1110" /><p class="wp-caption-text">2012 (2009)</p></div>Mein Vorwurf geht in andere Richtungen. Zuerst müssen wir die unfassbare Länge des Films ansprechen. Es gibt wirklich kaum einen Stoff, der zweieinhalb Stunden Film rechtfertigt – dieser Weltuntergangsschinken aber ganz bestimmt nicht. Man ist nur im Kino, um zu sehen, wie Milliarden Menschen möglichst ästhetisch zugrunde gehen, und dann dauert es eine Stunde, bis der Weltuntergang endlich, endlich anfängt? Nein, so geht das nicht, das ist aufgebläht und maßlos.</p>
<p>Mein zweiter Kritikpunkt ist CGI. Auch hier ist wieder Maßlosigkeit die Devise. Das Problem ist nur, mit heutiger Computertechnik kann man so ziemlich alles machen, was man will. Ein Flugzeug fliegt durch ein Hochhaus? Klar, warum nicht? Ist eh alles nur am Computer gezeichnet und animiert. Die Effekte in <em>2012</em> sehen toll aus, aber sie sind eben nur Computereffekte. Weder hat man tatsächlich das Gefühl, dass jemand in Gefahr sei, noch gibt es die verwunderte Frage, wie ein Effekt wohl umgesetzt wurde. Hier braucht man weder Stuntleute noch Modelle, sondern nur einen Geek am Rechner.</p>
<p>Dadurch sind die Effekte gewichtslos, sinnlos, wirkungslos. Sie spielen sich halt auf der Leinwand ab, aber es gibt keinen wirklichen Bezug zu dem, was mit den Schauspielern passiert. Ganze Städte stürzen ein und sind doch nur bewegte Pixel.</p>
<p>Ich will nicht raten, auf CGI zu verzichten, aber man muss sich als Filmemacher überlegen, welche Effekte man nur am Rechner macht, welche durch CGI unterstützt werden und welche vielleicht auch ohne Digitales auskommen. Und vor allem muss man sich überlegen, wie man die künstliche Welt des Rechners in die künstliche Welt des Filmsets integriert, wie man den Effekten wieder Leben einhaucht. Denn wenn buchstäblich alles möglich ist, ist keine der Umsetzungen mehr irgendetwas Besonderes – man muss sie erst besonders machen.</p>
<p>Leider gelingt das mit <em>2012</em> nicht. Darum sah ich Plots, die ich schon zigmal gesehen habe, die nicht gerade vor Subtilität strotzten oder realistisch sind (der Papst geht mit der Welt unter, &#8220;Berlusconi&#8221; auch? Ha!), und die im Dienste von Effekten stehen, die gut aussahen, aber kalt ließen. Und das zweieinhalb Stunden lang.</p>
<p>Nicht mal aufregen kann man sich da.</p>
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		<title>SkepCheck: 2012</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 13:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[maya]]></category>
		<category><![CDATA[must-read]]></category>
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		<category><![CDATA[planet x]]></category>
		<category><![CDATA[prophezeiung]]></category>
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		<category><![CDATA[skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[verschwörung]]></category>

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		<description><![CDATA[Stehen wir wirklich kurz vor dem Weltuntergang? Ist das Ende bereits programmiert? Oder ist das ganze Gerede um 2012&#8230; Unsinn? Finden wirs heraus. Die Behauptung: Der Kalender der Maya umspannt Jahrtausende und läuft 2012 aus. Die Maya kennzeichneten damit das Ende der Welt, auch wenn ihr prophetisches Wissen danach verloren ging. Wahrscheinlich ist es Planet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stehen wir wirklich kurz vor dem Weltuntergang? Ist das Ende bereits programmiert? Oder ist das ganze Gerede um 2012&#8230; Unsinn?</p>
<p>Finden wirs heraus.<br />
<span id="more-1033"></span><br />
<img src="http://p-pricken.de/uploads/2008/12/skepcheck.jpg" alt="(c) Peter Schütte" title="(c) Peter Schütte" width="109" height="150" class="alignleft size-full wp-image-80" /><strong>Die Behauptung</strong>: Der Kalender der Maya umspannt Jahrtausende und läuft 2012 aus. Die Maya kennzeichneten damit das Ende der Welt, auch wenn ihr prophetisches Wissen danach verloren ging. Wahrscheinlich ist es Planet X, oder auch Nibiru, der für das Ende verantwortlich ist, ein Planet, der eine zwölftausendjährige Umlaufbahn um die Sonne hat. Durch Nibiru wird das Magnetfeld der Erde umgekehrt, vielleicht auch die Erdrotation selbst, und unser Leben ist vorbei. Auch beispielsweise Nostradamus hat dieses Ende vorhergesehen.</p>
<p><strong>Fragen</strong>:
<ul>
<li>Was wussten Mayas, das wir heute nicht wissen? Woher kannten sie das Ende der Welt tausende von Jahren im Voraus?</li>
<li>Was ist der Unterschied des auslaufenden Maya-Kalenders zu bspw. unserer Uhr? Die wird jeden Tag auf &#8220;null&#8221; gestellt und beginnt von vorne, ebenso wie der zyklische Kalender der Maya von vorne beginnen würde. Trotzdem endet unsere Welt nicht jede Nacht – oder?</li>
<li>Und wie war das mit den Computeruhren im Jahr 2000?</li>
<li>Warum hat noch niemand Planet Nibiru gesehen?</li>
<li>Warum gab vor zwölftausend Jahren, als Nibiru das letzte Mal vorbei kam, keinen Weltuntergang?</li>
<li>Begann mit dem Kalender der Maya die Welt?</li>
<li>Nostradamus? Ehrlich?</li>
</ul>
<p><strong>Fazit</strong>: Der Planet Nibiru existiert nicht. Nicht nur, dass keine Weltraumbehörde ihn bislang hat orten oder sehen können – eine Unmöglichkeit, die entweder mit konfusem &#8220;hinter der Sonne&#8221;-Gefasel überdeckt oder durch Verschwörungstheorien erklärt wird. Nein, wenn es den Planeten mit dieser Umlaufbahn wirklich gäbe, müsste er inzwischen fast mit dem nackten Auge zu sehen sein, von Hobby-Astronomen ganz zu schweigen. Niemand hat bislang Alarm geschlagen, noch erleben wir Störungen des Magnetfeldes oder wissen von solchen Störungen vom letzten Mal, als dieser angebliche Planet hätte vorbeikommen müssen.</p>
<p>Dass der Kalender der Maya 2012 &#8220;aufhört&#8221; liegt einfach daran, dass es sich um ein zyklisches Zählwerk handelt und, wie unsere Uhr oder die Computerzeit vor neun Jahren, einfach einmal &#8220;rum&#8221; ist. Es gibt keinerleit Hinweise, dass damit das Ende der Welt gedeutet wird.</p>
<p>Nostradamus schließlich hat im Vorhinein schon sehr viel vorhergesagt, das nicht passiert ist – ebenso wie es unzählige Weltuntergänge gibt, die schon verstrichen sind –, sondern hat vor allem im Nachhinein, wenn man die Schriften so deuten kann, dass es passt, viele Treffer eingefahren. Nostradamus zu erwähnen bringt keinerlei Glaubwürdigkeit.</p>
<p>Ein Problem ist sicher die Marketingstrategie des Blockbusters <em>2012</em>, demnach man für mehr Informationen einfach &#8220;2012&#8243; googlen solle. Auch haben sie als virales Marketing das falsche &#8220;wissenschaftliche&#8221; <a href="http://instituteforhumancontinuity.org/" target=_blank>Insitut für menschliche Kontinuität</a> lanciert, das angeblich seit den Siebzigern auf den Weltuntergang hin forscht.</p>
<p>Wie bei Ufo-Sichtungen auch kann man beim Thema 2012 wieder feststellen, dass Medienöffentlichkeit dafür sorgt, dass mehr Menschen zu Gläubigen werden – nach jedem Kassenschlager mit Ufos häufen sich die Sichtungen. Spätestens im Januar 2013 wird dann aber die nächste Apokalypse in den Fokus rücken, und dieses Mal, dieses Mal ist die Gefahr dann wirklich und richtig echt.</p>
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