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	<title>Derangierte Einsichten</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>Den muss ich sehen!</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 22:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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Direktlink für Facebook
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<p><a href="http://www.youtube.com/v/pW7fKqSet0Y" target=_blank>Direktlink für Facebook</a></p>
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		<title>Küss den Frosch</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[disney]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[musical]]></category>
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		<description><![CDATA[Disney hat also eine sehr erfolgreiche Marketingreihe, in der sie die »Prinzessinnen« mit kaufbaren Produkten ausstattet. Und weil das nicht immer ausreicht, wird im neuen Film Küss den Frosch (O: The Princess and the Frog) eine neue Prinzessin präsentiert. Dieser Trickfilm im Stil der alten handgemachten Animationen lässt mich innerlich zerrissen zurück; oberflächlich ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Disney hat also eine sehr erfolgreiche Marketingreihe, in der sie die »Prinzessinnen« mit kaufbaren Produkten ausstattet. Und weil das nicht immer ausreicht, wird im neuen Film <em>Küss den Frosch</em> (O: The Princess and the Frog) eine neue Prinzessin präsentiert. Dieser Trickfilm im Stil der alten handgemachten Animationen lässt mich innerlich zerrissen zurück; oberflächlich ist der Film empfehlenswert, geht man tiefer, vielleicht nicht mehr so.<br />
<span id="more-1509"></span><br />
<div id="attachment_1510" class="wp-caption alignright" style="width: 151px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2010/03/kuss-den-frosch_plakat.jpg" alt="" title="kuss-den-frosch_plakat" width="141" height="200" class="size-full wp-image-1510" /><p class="wp-caption-text">Küss den Frosch (2009)</p></div>Tiana heißt die Hauptfigur in diesem Film, der im New Orleans der Zwanziger Jahre spielt (vor der Depression). Tiana ist, wie schon im Voraus oft erwähnt wurde, die erste Schwarze in einer Disney-Hauptrolle. Sie wird im Laufe des Films den schnöseligen Prinzen Naveen treffen, der von seinem Berater und einem Voodoo-Priester in einen Frosch verwandelt wurde. Sie küsst ihn – Naveen hält sie für eine Prinzessin – und verwandelt sich ebenfalls in einen (wesentlich schlankeren) Frosch (mit langen Beinen). Am Ende gelingt die Rückverwandlung und – siehe da – die beiden haben sich inzwischen verliebt und heiraten. (Spoiler)</p>
<p>Die ersten Minuten des Films sind&#8230; großartig. Tianas Mutter ist Haushilfe bei einem reichen weißen Typen, der seine Tochter wirklich wie eine Prinzessin behandelt, und obwohl Tianas dazu aufwächst, zwei Jobs zu haben und davon zu träumen, ein eigenes Restaurant zu haben, bleibt sie doch mit der reichen Tochter Charlotte befreundet. Zu Beginn des Films erzählt Tianas Vater – bevor er im Krieg stirbt – seiner Tochter, dass es zwar wichtig sei, Träume zu haben, dass man sie aber nur erreichen könne, wenn man dafür auch hart arbeite. Eine Lektion, die mir persönlich schon wesentlich mehr zusagte als das übliche &#8220;wer nur fest genug daran glaubt&#8221; Getue. Leider fehlt der Zusatz, dass nicht alle Träume erfüllbar sind – stattdessen wird am Ende ein Glühwürmchen, dass sich in einen Stern verliebt hatte, selbst zum Stern (das betroffene Sonnensystem freut sich).</p>
<p>Zu Beginn des Films hat Tiana endlich das Geld für ihr Restaurant zusammen – aber die Makler sagen, sie hätten ein anderes Angebot, von jemandem mit besserer &#8220;Herkunft&#8221;, was die meiner Erinnerung nach deutlichste Erwähnung rassistischer Benachteiligung in Disneyfilmen überhaupt ist. So weit, so alles super. Dann taucht der schwarze Voodoo-Priester auf und hat ein großartiges Lied, aber auch die typische Darstellung von Voodoo, und afrikanische Stammesmasken, und&#8230; na ja – ich sah das noch nicht so kritisch, aber es gibt Stimmen im Netz, die das tun.</p>
<p>Jedenfalls verwandelt der Priester den Prinzen in einen Frosch und lässt den Berater wie den Prinzen aussehen, damit der Charlottes Herz gewinnt und die beiden das Geld ihres Vaters bekommen – der Prinz ist nämlich von seinen Eltern rausgeworfen worden, weil er zu viel Geld ausgibt und in den Tag hinein lebt. Und nach etwa zwanzig Minuten (spätestens) küsst Tiana Naveen und wird selbst verwandelt, damit die erste schwarze Hauptfigur von Disney die allermeiste Zeit als grüner Frosch rumläuft. Die beiden treffen ein Jazz-spielendes Krokodil (super!), das besagte verliebte Glühwürmchen (grenzwertige Sumpfbewohner-Karikatur) und drei Froschjäger in einer der sinnlosesten und peinlichsten Sequenzen, an die ich mich in einem Disneyfilm erinnere, die zudem auch noch alle Vorurteile gegenüber weißen südstaatlichen Unterschichtlern raushaut. Ach so, und die gute Voodoo-Zauberin gibt es natürlich auch, die mit weisen und vagen Sprüchen und Gospelgesang (christliche Elemente in Voodoo = gut, afrikanische Elemente in Voodoo = schlecht) sowie Sir Hiss (aus Disney&#8217;s <em>Robin Hood</em>) Heilung verspricht.</p>
<p>Bis dahin muss der Voodoo-Priester noch getötet werden und in die Hölle hinabgezogen (kindlich angemessen?). Die &#8220;Prinzessin&#8221; Charlotte, über deren Prinzessinnenfetisch sich der Film seltsamerweise lustig macht – obwohl er genau diesen mit den Produkten zum Film wieder bedient –, bekommt einen sehr schönen Moment, in dem sie zeigt, dass sie nicht nur hohl und oberflächlich ist. Das Glühwürmchen stirbt auch (sonst kann es ja kein Stern werden), das Krokodil darf Jazz spielen und dann wird geheiratet. Natürlich. Heirat ist Happy End, dann isses vorbei. Und natürlich sagt der Priester: Ich ernenne euch zu Frosch und Frau (&#8220;frog and wife&#8221;), weil die Ehefrau nicht selbst als Frosch agiert, sondern dem Manne (Frosche) zugehörig wird.</p>
<p>Tiana lernt, das Leben etwas zu genießen, und heiratet einen Typen, der bislang nach eigener Auskunft weder treu sein konnte noch wollte – ob das gut geht? Naveen hingegen lernt Monogamie und harte Arbeit zu schätzen. Da das Haar schwarzer Frauen immer wieder problematisiert wird – es wird oft als glatt dargestellt, was es eigentlich nur ist, wenn die Frauen da richtig Mühe investieren und zu Tricks greifen –, will ich erwähnen, dass Tiana auch keinen Afro hat. </p>
<p>Letzten Endes kann man einige Details oder Entscheidungen in <em>Küss den Frosch</em> kritisieren – aber es ist trotzdem auch ein kurzweiliger Film mit einigen sehr netten Liedern, einem gruseligen Bösewicht und alles in allem trotzdem auch ein Schritt vorwärts. Es kann nicht jeder Film perfekt sein, und manchen Konkurrenten ist dieser Film meilenweit voraus. Also geht mal ruhig den Frosch küssen.</p>
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		<title>Zum Wochenende&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 11:16:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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		<description><![CDATA[
Daumen so was von hoch!
(Direktlink für Einserkandidaten)
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<p>Daumen so was von hoch!</p>
<p>(<a href="http://www.youtube.com/v/3zGFqSji420">Direktlink für Einserkandidaten</a>)</p>
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		<series:name><![CDATA[Ohne Worte]]></series:name>
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		<title>Puuh</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[examen]]></category>
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		<description><![CDATA[Examensklausur 1/3 im März hinter mir, kriege jetzt hoffentlich ein paar Beiträge geschrieben, die sich nicht mit Lernfeldkonzepten und beruflicher Bildung beschäftigen&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Examensklausur 1/3 im März hinter mir, kriege jetzt hoffentlich ein paar Beiträge geschrieben, die sich nicht mit Lernfeldkonzepten und beruflicher Bildung beschäftigen&#8230;</p>
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		<title>SM-Rechter (Der SM-Richter)</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 13:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Das erste Bild zeigt Koenraad Aurousseau und seine Frau Magda. Koenraad war fast zwanzig Jahre Strafrichter, bevor er 1997 wegen Körperverletzung, tätlichen Angriffs und Anstiftung zur Prostitution verurteilt wurde. Seine Rentenansprüche wurden gestrichen, heute lebt er von Sozialhilfe. Im Jahr 2005 bestätigte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte seine Verurteilung. Das Problem: die Straftat soll Koenraad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erste Bild zeigt Koenraad Aurousseau und seine Frau Magda. Koenraad war fast zwanzig Jahre Strafrichter, bevor er 1997 wegen Körperverletzung, tätlichen Angriffs und Anstiftung zur Prostitution verurteilt wurde. Seine Rentenansprüche wurden gestrichen, heute lebt er von Sozialhilfe. Im Jahr 2005 bestätigte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte seine Verurteilung. Das Problem: die Straftat soll Koenraad an seiner Frau begangen haben, und die hat vor Gericht bezeugt – ebenso wie mehrere Psychologen –, dass sie die Körperverletzung selbst erbeten hatte. Mit anderen Worten: Es handelte sich um einvernehmliche sadomasochistische Spiele.<br />
<span id="more-1468"></span><div id="attachment_1469" class="wp-caption alignleft" style="width: 171px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2010/02/smrechtera.jpg" alt="" title="smrechtera" width="161" height="200" class="size-full wp-image-1469" /><p class="wp-caption-text">Koen und Magda</p></div>Erik Lamens hat diese wahre Geschichte nun verfilmt, und herausgekommen ist ein preisgekröntes Familiendrama. Es beginnt, als Magda (Veerle Dobbelaere) anlässlich des fünfzehnten Hochzeitstags einen Nervenzusammenbruch erleidet und der Psychologe ihr eine Depression bescheinigt. Daraufhin gesteht sie ihrem Mann Koen (Gene Bervoets), dass sie seit dreißig Jahren davon träumt, gefesselt und unterworfen zu werden. Koen entschließt sich, ihr den Wunsch zu erfüllen.</p>
<p>In der Folge versuchen die beiden erst zu Hause, dann in einem SM-Club Magdas Neigung zu erfüllen. Koen schlägt alle Warnungen seiner Kollegen in den Wind: Privatleben sei privat, sagt er, und: »Ich bin ein Richter mit ungewöhnlichem Sexleben. Na und?« Bis bei einer Ermittlung zufällig ein Foto auftaucht, auf dem Magda zu sehen ist, gefesselt und in Maske. Da regt sich der Staat, und zumindest im Film haben die Feinde des Richters ein gefundenes Fressen.</p>
<p><img src="http://p-pricken.de/uploads/2010/02/smrechter.jpg" alt="SM Rechter (2009)" title="smrechter" width="150" height="200" class="alignleft size-full wp-image-1470" />Was zuerst an <em>SM Rechter</em> auffällt, sind die großartigen Frisuren der Figuren. Nicht nur glänzt Koen mit einer individuellen Frisur samt Bart, auch der Untersuchungsrichter, der Psychologe oder »Dominant P.« verraten einen Blick auf sonderbare belgische Haarkultur. Das fällt aber sehr schnell nicht mehr auf, denn das Drama ist wirklich gut gespielt.</p>
<p>Besonders gelungen ist dabei, wie erst die Verwirklichung von Magdas Neigungen und danach die Untersuchung inszeniert werden. Bei ersterem gibt es leichten Humor und vor allem die Anweisung Dom Ps: »Sie ist deine Frau. Umarme sie, beruhige sie, und wenn du willst, kannst du sie auch küssen.« Auf Magdas Veranlassung fügt Koen ihr heftige Dinge zu, die er selbst nicht recht versteht, aber es wird deutlich, dass Magda erstens absolut Herrin ihrer Neigung ist und zweitens diese beiden ein funktionierendes Ehepaar sind – von Misshandlung kann hier keine Rede sein, nur von Liebe und Zuneigung, trotz Seil, Nadeln, Peitschen oder sonst was.</p>
<p>Wirklich brutal und misshandelnd ist dagegen die Ermittlung. Wenn im Nachttisch gewühlt wird mit den Worten: »Zwei Nadeln, fünf Kondome«, wenn Magdas Versicherung, sie habe das alles freiwillig gemacht, einfach kein Glauben geschenkt wird, wenn die privaten Videos des Ehepaares an die Öffentlichkeit gezerrt werden und sogar ihrer Tochter vorgespielt werden (»Musstest du mal bei dem mitmachen, was deine Eltern taten?« &#8211; »Was haben sie denn getan?« – »Es ist normal, dass man traumatische Erinnerungen unterdrückt.«), wenn Koens Glaube an die Gerechtigkeit und daran, nichts Verbotenes getan zu haben, als Aberglaube enthüllt wird, dann kann man nicht anders, als mit dieser Familie mitfühlen und am Ende für die kleinen Erfolge, die sie haben dankbar zu sein.</p>
<p>Tatsache ist, dass der Staat eben tatsächlich nichts in den Schlafzimmern seiner Bürger verloren hat, solange da niemand zu nichts gezwungen wird. Insofern ist <em>SM Rechter</em> vor allem ein Plädoyer für Privatsphäre und persönliche Entscheidungsfreiheit – und die Verfilmung einer weitestgehend unbekannten wahren und erschütternden Geschichte.</p>
<p>Der Film ist bislang nur im belgischen Original mit englischen Untertiteln zu haben, im Netz finden sich jedoch auch deutsche <a href="http://beta.subscene.com/SandM-Judge-SM-Rechter/subtitles-77996.aspx" target=_blank>Fan-Untertitel</a>.</p>
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		<title>Ähm – irgendwie passt das nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 18:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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		<description><![CDATA[In den USA hat Miss Beverly Hills 2010 auf sich aufmerksam gemacht. Die 23-jährige Lauren Ashley sagte in einem Interview folgendes über Homosexualität:
In Leviticus steht: &#8220;Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.&#8221; (&#8230;) Ich habe das Gefühl, Gott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den USA hat Miss Beverly Hills 2010 <a href="http://www.news.com.au/world/god-wants-gays-dead-says-beauty-queen/story-e6frfkyi-1225833806472" target=_blank>auf sich aufmerksam gemacht</a>. Die 23-jährige Lauren Ashley sagte in einem Interview folgendes über Homosexualität:</p>
<blockquote><p>In Leviticus steht: &#8220;Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.&#8221; (&#8230;) Ich habe das Gefühl, Gott habe die Menschheit erschaffen und liebt alle und hat für alle nur das Beste übrig. Wenn er sagt, dass es den Tod bringt, wenn du mit jemandem Sex hast, der dasselbe Geschlecht hat wie du, dann ist das eine ziemlich harte Warnung, und Gott weiß mehr vom Leben als wir. (&#8230;) Ich habe viele Freunde, die homosexuell sind&#8230; ich habe viele Freunde, die anderer Meinung sind, und wir tauschen uns aus. Es gibt keinen Hass zwischen uns.</p></blockquote>
<p><span id="more-1501"></span></p>
<p>Ist das nicht schön? Da kann sie ganz ohne Hass sagen, dass Homosexualität zum Tod führt, und zwar, weil Gott das im <a href="http://www.bibel-online.net/buch/03.3-mose/" target=_blank>Dritten Buch Mose</a> gesagt hat. Und Gott liebt natürlich auch alle Menschen und hat sie erschaffen, aber obwohl er die Homosexuellen erschaffen hat, muss er sie in seiner Liebe trotzdem zum Tode verurteilen. Aber kein Hass hier. Alles cool.</p>
<p>Übrigens hat Gott im Dritten Buch Mose noch so einiges mit dem Tode bestraft, z.B.:</p>
<ul>
<li>Mit einer Frau, die ihre Tage hat, das Bett teilen</li>
<li>Fett von Ochsen, Lämmern, Ziegen essen</li>
<li>Vater oder Mutter verfluchen</li>
<li>Ehebruch</li>
<li>Gotteslästerung</li>
</ul>
<p>Außerdem eine ganze Litanei möglicher Sexualpartner: nicht mit der Frau des Vaters, oder der Mutter der Frau, oder der Frau des Onkels, oder den Geschwistern, oder&#8230; da wird so jede Kombination eigens durchgegangen.</p>
<p>Ebenfalls verboten nach Levitikus ist:</p>
<ul>
<li>Das Essen unreiner Tiere – also aller Tiere, die nicht wiederkäuen <em>und</em> Paarhufer mit gespaltenen Zehen sind, z.B. Schweine, Hasen</li>
<li>Das Feld mit unterschiedlichem Saatgut besäen</li>
<li>Kleider tragen, die mit Wolle und Leinen gemischt sind</li>
<li>Den Bart abrasieren</li>
</ul>
<p>Offensichtlich alles gute Gründe und sinnvoll. </p>
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		</item>
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		<title>Hörtipp: Kleiner Bruder</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[cory doctorow]]></category>
		<category><![CDATA[hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[little brother]]></category>
		<category><![CDATA[lizenzfrei]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Cory Doctorows Little Brother ist eine tolle Geschichte von einem Schüler, der sich gegen die Überwachung des Staates wehrt und mit Freunden zusammen ein Untergrundnetzwerk aufbaut. Dabei gibt Doctorow nicht nur eine spannende Geschichte zum Besten, sondern beschreibt auch, wie man RFID-Chips zerstören kann, wie man seine E-Mails verschlüsselt und andere nützliche Tipps für freie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cory Doctorows <em>Little Brother</em> ist eine tolle Geschichte von einem Schüler, der sich gegen die Überwachung des Staates wehrt und mit Freunden zusammen ein Untergrundnetzwerk aufbaut. Dabei gibt Doctorow nicht nur eine spannende Geschichte zum Besten, sondern beschreibt auch, wie man RFID-Chips zerstören kann, wie man seine E-Mails verschlüsselt und andere nützliche Tipps für freie Bürger.</p>
<p>Da das Buch lizenzfrei im Netz ist, gibt es, wie ich gerade <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/little-brother-als-hoerbuch/" target=_blanK>erfahre</a>, nicht nur eine deutsche Übersetzung, sondern jetzt sogar ein deutsches Hörbuch. Kostenlos.</p>
<p>Es gibt also keinen Grund mehr, dieses Buch nicht zu hören oder seinem kleinen Bruder, seiner kleinen Schwester und seinen Kindern zu schenken.</p>
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		<title>Damit DSDS auch wirklich keinen Spaß mehr macht&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 10:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[american idol]]></category>
		<category><![CDATA[bohlen]]></category>
		<category><![CDATA[DSDS]]></category>
		<category><![CDATA[simon cowell]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;reicht es nicht, sich zu überlegen, was diese Sendung aus Musik macht. Hier wird jede Art von Lied genommen und durch den familienfreundlichen Verwurster gedreht. Sex, Tod, Hässlichkeit kommen nicht vor. Jeder singt 2 Minuten, was nicht mal reicht, um Macarena ganz zu singen.
Doch damit nicht genug. Denn das alles weiß man ja und nimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;reicht es nicht, sich zu überlegen, was diese Sendung aus Musik macht. Hier wird jede Art von Lied genommen und durch den familienfreundlichen Verwurster gedreht. Sex, Tod, Hässlichkeit kommen nicht vor. Jeder singt 2 Minuten, was nicht mal reicht, um <em>Macarena</em> ganz zu singen.</p>
<p>Doch damit nicht genug. Denn das alles weiß man ja und nimmt man in Kauf. Was man nicht weiß, wenn man <em>Deutschland sucht den Superstar guckt</em>, habe ich herausgefunden, als ich die letzten 10 Sendungen der letztjährigen Staffeln von <em>American Idol</em> sah&#8230;<br />
<span id="more-1488"></span><br />
Zunächst einmal hat man eine richtig verrückte Jurorin – Paula Abdul –, die manchmal selbst nicht weiß, was sie sagt oder wie Worte funktionieren. Aber man hat auch Simon Cowell in der Jury, der nur ganz ganz selten mal falsch liegt und richtig harte Kritik übt – gleichzeitig aber keinerlei Zoten loslässt oder sechzehnjährige Mädchen anbaggert so wie Dieter Bohlen. Also eine eher angenehme Erscheinung, so wie der professionelle Moderator Ryan Seacrest auch.</p>
<p>Aber erst die Kandidaten – die Kandidaten! Von den zehn letzten würden sich mindestens sieben mit den deutschen Kandidaten höchstens den Hintern abwischen, so gut können die singen, und die anderen drei brachten durchwachsene Leistungen, die hier gelobt würden, da aber verrissen wurden. Da ist jemand, der wahrscheinlich besser singt als die ganzen deutschen Kandidaten zusammen, und der kriegt gesagt, dass er eh keine Chance habe, zu gewinnen.</p>
<p>Noch dazu ist in der Staffel ein (fast) Blinder, zwei Mütter, einer, dessen Frau gerade gestorben ist – und in der Sendung hört man nix davon. Keine Homestorys oder so – das wird für die Entscheidungsshows aufgehoben. Nicht einmal erwähnt wird das in den meisten Fällen, und ich erfahre das erst dadurch, dass ich über die Leute im Internet nachlese.</p>
<p>Selbst, wenn man das Format also mag, wird man, wenn man <em>American Idol</em> guckt, eines Besseren belehrt: so geht das, so macht sie Sendung sogar halbwegs Spaß, wenn die Jury nicht darauf achtet, ob einer singen kann – das wissen sie –, sondern ob er sich die Lieder zu eigen machen kann und tatsächlich nicht nur karaokemäßig nachsingt (Hallo, Deutschland), sondern neu arrangiert. Nicht Sänger, sondern Künstler werden da gesucht. Natürlich immer noch mit einem Auge auf Verkaufszahlen und möglichst breit vermarktbarem Produkt, aber immerhin.</p>
<p>DSDS ist echt Mist – sowohl generell als auch im Vergleich mit derselben Sendung, wenn sie richtig gemacht wird. Und Dieter Bohlen ist ein Witz gegen Simon Cowell. Was eine unheimliche Genugtuung ist.</p>
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		<title>In Treatment – bitte behandeln!</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[freud]]></category>
		<category><![CDATA[jung]]></category>
		<category><![CDATA[pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[psychoanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, dass In Treatment gutes Fernsehen sein mag. Aber es ist auch bedenkenswert, wenn sogar ein Psychologe schreibt: »Wer also in Deutschland einen Therapeuten wie Dr.Weston sucht, braucht schon sehr viel Glück.&#8221;
Glück? Pech wohl eher.

Warum Pech? Darum:
 Therapeut Dr.Weston ist offensichtlich psychoanalytisch ausgebildet. Seine Arbeitsweise unterscheidet sich deutlich von der in Deutschland vorherrschenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu, dass <em>In Treatment</em> gutes Fernsehen sein mag. Aber es ist auch bedenkenswert, wenn sogar ein Psychologe <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/haydnplayer/gefuehlskalter-krieger-und-heisses-maedchen" target=_blank>schreibt</a>: »Wer also in Deutschland einen Therapeuten wie Dr.Weston sucht, braucht schon sehr viel Glück.&#8221;</p>
<p>Glück? Pech wohl eher.<br />
<span id="more-1495"></span><br />
Warum Pech? Darum:</p>
<blockquote><p> Therapeut Dr.Weston ist offensichtlich psychoanalytisch ausgebildet. Seine Arbeitsweise unterscheidet sich deutlich von der in Deutschland vorherrschenden Verhaltenstherapie, bei der es von A bis Z wesentlich systematischer und rationaler zugeht.</p></blockquote>
<p>Psychoanalystisch ausgebildet, das heißt: Freud (oder Jung). Das heißt auch: diskreditierte Populärpsychologie, die Psychologiestudenten nur noch nebenbei hören, die aber für Laien immer noch sehr reizvoll klingt. Anders gesagt: Wirkungsloser Humbug, der als Placebo funktioniert.</p>
<p>Freud war ein toller Autor, er schrieb sehr eingängig. Und er benutzte unheimlich eingängige Ideen: traumatische Kindheitserinnerungen führen zu Verhaltensstörungen. Peter hat Angst vor Pferden, weil er mal abgeworfen wurde. Frauen haben Penisneid, weil sie keinen Penis haben. Usw.</p>
<p>Und ja, das mit dem Penisneid ist keine Verarsche.</p>
<p>Freud hat gleich mehrere Probleme: erstens sind seine verschiedenen Fälle fast ausnahmlos erfunden und ausnahmslos übertrieben. Er hat niemanden geheilt.</p>
<p>Zweitens begeht er in seiner Deutung den klassischen Fehler von Pseudowissenschaften (und Verschwörungstheorien), im Nachhinein zu interpretieren – er sucht nach Quellen für bestimmte Verhalten und findet dann auch welche, wenn er lange genug sucht. Es ist nicht so, dass bestimmte Prognosen gestellt würden und sich diese dann bewahrheiten.</p>
<p>Drittens postuliert Freud eine feste Entwicklung (anale Phase usw.) und generelle Verhaltensweisen (Penisneid), die nicht bewiesen werden können, hat aber eine klassische pseudowissenschaftliche Ausrede parat: Unterdrücken. Jeder Mann will in einem gewissen Alter mit seiner Mutter Sex haben, und wenn jemand behauptet, das stimme nicht, dann hat er das nur verdrängt. </p>
<p>Mit dieser Idee der Verdrängung ist bereits extrem viel Schindluder getrieben worden von Ärzten, die glaubten, traumatische Erinnerungen wie Kindesmissbrauch, satanische Rituale oder UFO-Entführungen wieder hervorholen zu können und dabei tatsächlich erst diese Erinnerungen bei ihren Patienten konstruierten – m.W. gibt es zwar das Phänomen verdrängter Erinnerungen, aber sehr selten und wenn, dann kommt es höchstens auf einen Schlag wieder.</p>
<p>Freud deutet also einfach Dinge frei, wie er will, er hat eine Ausrede parat, falls er Unsinn erzählt (stimmt, aber verdrängt), er stellt falsche Thesen auf (Entwicklung / Verhalten) und er hat sich seine größten Fälle sogar ausgedacht.</p>
<p>Jemand, der dieser Therapierichtung angehört, kann trotzdem Patienten helfen, einfach durch Zuwendung und Zuhören, aber das ist dann nur Glück bzw. dasselbe Phänomen, als säße ich da im Raum und hörte zu. So einen Therapeuten zu finden bedeutet nicht, dass man Glück gehabt hat – im schlimmsten Fall erzählt der nämlich psychoanalytischen Unsinn und hilft nicht, sondern verschlimmert das Problem, weil man die Schuld in seiner eigenen Vergangenheit sucht – wahrscheinlich hat man als Kind nicht verkraftet, dass man seine Eltern beim Sex gesehen hat (aber man hat seine Eltern beim Sex gesehen, das tun alle Kinder. Keine Erinnerung daran? Verdrängt.)</p>
<p>Für mehr empfehle ich einerseits Karl Popper, der schon in den 1920ern Freud kritisierte, und z.B. das Buch &#8220;Freud: Genie oder Scharlatan?&#8221; Und nicht <em>In Treatment</em>.</p>
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		<title>Ohne Journalismus? Ohne diesen Journalismus!</title>
		<link>http://p-pricken.de/2010/02/ohne-journalismus-ohne-diesen-journalismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 07:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[olympia]]></category>
		<category><![CDATA[schleimer]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Jakob Augstein schreibt einen guten Kommentar zur Reihe der Süddeutschen mit dem Thema:  Wozu noch Journalismus? Auch Stefan Niggemeier hat einen Beitrag in dieser Reihe. Fazit lässt sich bei beiden wohl so zusammenfassen: » Nicht gebraucht wird nur schlechter Journalismus.«
Genau. Das sollten sich die »Hüter des Abendlandes«, die das Internet verteufeln, dreimal hinter die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jakob Augstein schreibt einen guten <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/wozu-noch-journalismus-beitrag-zu-einer-serie" target=_blank>Kommentar</a> zur Reihe der Süddeutschen mit dem Thema:  Wozu noch Journalismus? Auch <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wozu-noch-journalismus/" target=_blank>Stefan Niggemeier</a> hat einen Beitrag in dieser Reihe. Fazit lässt sich bei beiden wohl so zusammenfassen: » Nicht gebraucht wird nur schlechter Journalismus.«</p>
<p>Genau. Das sollten sich die »Hüter des Abendlandes«, die das Internet verteufeln, dreimal hinter die Ohren schreiben.<br />
<span id="more-1486"></span><br />
Man sieht jetzt gerade wieder, was Journalismus bedeutet: bei den Olympischen Spielen. Wo beispielsweise beim Biathlon bereits seit Jahren eine eigentlich für diese Leistung zu junge Magdalena Neuner Siege einfährt – normalerweise ist die Leistungsspitze in diesem Sport Ende 20 erreicht, Neuner lief schon mit 20 allen davon. Wo jetzt eine Slowakin, die noch nie ein Weltcuprennen gewann, Gold holt, aus dem Nichts aufs Podest. Doping darf nicht mal angedeutet oder nachgefragt werden, ebenso wenig bei österreichischen Läufern, die allesamt plötzlich schneller laufen als in den Jahren zuvor. Dabei sind auch bei den Deutschen Dopingproben nicht so lückenlos und sicher, wie man immer gesagt bekommt – gedopt sind ja wenn, eh nur immer die Anderen.</p>
<p>Oder auch abseits dieser Frage: Was ist mit den Inuit, die gegen <a href="http://contexts.org/socimages/2010/02/15/guest-post-an-indigenous-olympics/" target=_blank>die Vereinnahmung</a> ihrer Kultur bei den olympischen Spielen protestieren und ein falsches Bild kritisieren – denn die Inuit leben in der kanadischen Gesellschaft überwiegend in Armut. Was ist mit den <a href="http://jensweinreich.de/2010/02/15/skate-gate-teil-2-das-korruptionsproblem-im-preis-und-kampfrichterwesen/" target=_blank>Korruptionsvorwürfen</a> beim Eiskunstlaufen und anderen Sportarten?</p>
<p>Der Todesfall in der Bobbahn wird nur als emotionale Story inszeniert. Fragen, weil die Strecke seit Jahren im Gerede ist wegen Sicherheitsmängeln? Natürlich nicht. Wie <a href="http://jensweinreich.de/2010/02/13/†-nodar-kumaritaschwili-the-games-must-go-on-4/" target=_blank>Jens Weinreich</a> sagt: </p>
<blockquote><p>Tur mir leid, aber ich nenne das zynisch. Sie warten nicht einmal 24 Stunden. Sie haben gar nichts geklärt. Sie fahren weiter.</p>
<ol>
<li>Das System macht nie Fehler.
</li>
<li>An der Bahn kann es genauso wenig liegen wie am System.
</li>
<li>Nur der Einzelne macht Fehler. Das ist tragisch. Ein Unfall. Hat nicht mit dem System zu tun. Es gelten also die Punkte 1 und 2.</li>
</ol>
<p>Das System macht nie Fehler, nur der Einzelne. Das ist immer so in totalitären Systemen.</p></blockquote>
<p>Man könnte angesichts des schlechten Schnees auch mal ansprechen, dass Kanada zu einem der größten weltweiten Klimasünder gehört. Aber selbst, wenn all das nicht thematisiert wird&#8230;</p>
<p>Was ist mir Erklärungen von Sportarten? Wie wäre es beim Skispringen mal damit, nicht nur Superzeitlupen zu zeigen, sondern dazu was zu erklären? Man hört nur »zu aggressiv reingesprungen«, »gut weggekommen« oder sonst etwas. Wie wäre es, mit Hilfe von Bildschirmmalereien wie z.B. beim Fußball zu zeigen, was ein guter Absprungwinkel ist, woran man erkennt, ob jemand gut abspringt, was die Folgen davon sind, dass man aggressiv reinspringt?</p>
<p>Oder wie wäre es in Interviews mal nicht nur mit den ewig gleichen Fragen: »Woran hats gelegen? Haben Sie das schon realisiert? Wie haben Sie sich da gefühlt? Was sagen sie zu ihrem Mitstreiter oder ihrer Mitstreiterin?« Persönlichere Fragen, relevantere Fragen, kritischere Fragen. Warum haben deutsche Biathleten keine Schießtrainer oder Psychologen?</p>
<p>Oder einfach nur mal wirklich berichten. Da wird plötzlich ein Biathlet genannt, der angeblich seit 12 Jahren im Weltcup läuft und m.W. noch kein einziges Mal im Bild war, weil man lieber Stars durch den Wald laufen lässt als Unbekannte beim Schießen zeigt – oder auch nur deren Schießergebnisse einblendet. Das interessiert ja eh keinen (außer mir)?</p>
<p>Journalismus ist was anderes – hier werden hunderte von Leuten nach Kanada geflogen, um Sportler zu beweihräuchern und sich anzubiedern. Und darauf kann ich auch verzichten. Mit Freuden.</p>
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