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	<title>Comments for Derangierte Einsichten</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>Comment on SDT: Dothraki by Lia</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-dothraki/comment-page-1/#comment-4755</link>
		<dc:creator>Lia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 21:17:17 +0000</pubDate>
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		<description>Aberglaube und Rituale würden micht nicht einmal stören, auch nicht die Darstellung einer sehr einfach lebenden Kultur. Was mich stört ist, dass ein Volk auf diese Weise nicht ewig existieren kann. Es gibt einen Grund, warum es die Hunnen heute nicht mehr gibt, Indianer ums Überleben kämpfen, Tuareg Probleme haben und Zigeuner nirgendwo gerne gesehen werden. Nomaden haben sich einfach nicht durchgesetzt. Im Endeffekt tritt ja jeder Stamm alleine auf und selbst wenn es mal Allianzen gab, waren die meist nicht von Dauer.

Die Dothraki verbreiten Angst und Schrecken und leben wie Schmarotzer von den sesshaften Siedlern? Wir haben eben vorher Siedler erlebt, die überfallen wurden und die Reaktion ihrer Lehnsherren. Selbst wenn es hier für die Siedler keine militärische Unterstützung gibt, hätte sich längst eine Miliz gebildet, die dafür sorgt, dass die Dothraki ihr Werk nicht mehr so einfach verrichten können. Auch Bauern sind kein Herdenvieh, das man widerstandslos abschlachten und ausnutzen kann. Es sind Menschen mit Ideen, Mut und dem Drang, ein halbwegs gutes Leben zu führen.

Es mag sein, dass Frauen bei den Dothraki nicht mehr wert sind als Sklavinnen, allerdings hat Dani ein durchaus luxuriöses Leben. Ohne Frauen würde auch bei den Dothraki nichts funktionieren. Noch weniger kann man bei den Bauern auch nur auf eine Arbeitskraft verzichten. Werden die Dothraki eine zu große Plage, ziehen Siedler in friedlichere Gegenden oder wehren sich. Die Indianer haben das schnell zu spüren bekommen, obwohl auch die großartige Kämpfer und erstklassige Bogenschützen waren. Mich wundert auch, dass noch niemand versucht hat, seine Frau/Schwester/Tochter/Geliebte wieder zurück zu bekommen, wenn sie entführt wurde.

Die Gegend mag riesig sein, aber Khal Drogos Gefolge ist ja nicht der einzige Stamm, der durchzieht. Sesshafte und Nomaden funktionieren auf Dauer nur, wenn sie gegenseitig voneinander profitieren. Das wäre übrigens problemlos möglich gewesen. Die Dothraki als Pferdehändler, die vielleicht auch Karawanen organisieren könnte ich mir bestens vorstellen. Damit wären auch die sonst völlig sinnlosen Kunstwerke erklärt, die in der Gegend rum stehen. Das sind dann eben Waren, die noch auf den Transport warten. Die Dothraki als Logistiker und Spediteure wären tatsächlich ein überlebensfähiges Volk.

Schade, dass Martin auch hier nicht über die Eindimensionalität hinweg kommt. Er braucht ein barbarisches Volk, in dem Dani ganz bestimmt noch zur Königin aufsteigt und das sind halt die Dothraki. Man muss sich ja bestimmt keine großen Gedanken über Weltenbau und Hintergründe machen, denn es geht ja im Grunde nur um sie.

Die schlimme Kindheit und die Brutalität ihres Bruders zusammen mit einem abergläubischen ungebildeten Volk machen aus ihr bestimmt eine starke unabhängige Frau, die das Spiel um den Thron gewinnen könnte. Nicht dass da ein Klischee das nächste jagt, das ist alles nicht so wichtig. Hauptsache Martin hat auf möglichst einfache Art und Weise sein Ziel erreicht. Viserys hätte er auch gleich ganz weg lassen können. Dani als königliche Vollwaise, die von ihrem Pflegevater aus Angst vor Robert (denn diese Gefahr hätte man früher einbauen können) an einen barbarischen Wilden verheiratet wird um sie möglichst weit weg und in Sicherheit zu haben, hätte genügend Spannung erzeugt. Aber dann hätte Martin natürlich auf eine weitere brutale Szene verzichten müssen. Das wollen wir natürlich nicht.

Zeitweise bin ich bei diesem Buch richtig enttäuscht. Die Grundideen sind fantastisch, aber dann wird das alles mit einem Wink abgetan. Die Geschichte selbst ist spannend, aber viele der Protagonisten sind einfach nur dämlich. Kein Wunder, dass ich Littlefinger, Cersei und Lysa so erfrischend finde.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Aberglaube und Rituale würden micht nicht einmal stören, auch nicht die Darstellung einer sehr einfach lebenden Kultur. Was mich stört ist, dass ein Volk auf diese Weise nicht ewig existieren kann. Es gibt einen Grund, warum es die Hunnen heute nicht mehr gibt, Indianer ums Überleben kämpfen, Tuareg Probleme haben und Zigeuner nirgendwo gerne gesehen werden. Nomaden haben sich einfach nicht durchgesetzt. Im Endeffekt tritt ja jeder Stamm alleine auf und selbst wenn es mal Allianzen gab, waren die meist nicht von Dauer.</p>
<p>Die Dothraki verbreiten Angst und Schrecken und leben wie Schmarotzer von den sesshaften Siedlern? Wir haben eben vorher Siedler erlebt, die überfallen wurden und die Reaktion ihrer Lehnsherren. Selbst wenn es hier für die Siedler keine militärische Unterstützung gibt, hätte sich längst eine Miliz gebildet, die dafür sorgt, dass die Dothraki ihr Werk nicht mehr so einfach verrichten können. Auch Bauern sind kein Herdenvieh, das man widerstandslos abschlachten und ausnutzen kann. Es sind Menschen mit Ideen, Mut und dem Drang, ein halbwegs gutes Leben zu führen.</p>
<p>Es mag sein, dass Frauen bei den Dothraki nicht mehr wert sind als Sklavinnen, allerdings hat Dani ein durchaus luxuriöses Leben. Ohne Frauen würde auch bei den Dothraki nichts funktionieren. Noch weniger kann man bei den Bauern auch nur auf eine Arbeitskraft verzichten. Werden die Dothraki eine zu große Plage, ziehen Siedler in friedlichere Gegenden oder wehren sich. Die Indianer haben das schnell zu spüren bekommen, obwohl auch die großartige Kämpfer und erstklassige Bogenschützen waren. Mich wundert auch, dass noch niemand versucht hat, seine Frau/Schwester/Tochter/Geliebte wieder zurück zu bekommen, wenn sie entführt wurde.</p>
<p>Die Gegend mag riesig sein, aber Khal Drogos Gefolge ist ja nicht der einzige Stamm, der durchzieht. Sesshafte und Nomaden funktionieren auf Dauer nur, wenn sie gegenseitig voneinander profitieren. Das wäre übrigens problemlos möglich gewesen. Die Dothraki als Pferdehändler, die vielleicht auch Karawanen organisieren könnte ich mir bestens vorstellen. Damit wären auch die sonst völlig sinnlosen Kunstwerke erklärt, die in der Gegend rum stehen. Das sind dann eben Waren, die noch auf den Transport warten. Die Dothraki als Logistiker und Spediteure wären tatsächlich ein überlebensfähiges Volk.</p>
<p>Schade, dass Martin auch hier nicht über die Eindimensionalität hinweg kommt. Er braucht ein barbarisches Volk, in dem Dani ganz bestimmt noch zur Königin aufsteigt und das sind halt die Dothraki. Man muss sich ja bestimmt keine großen Gedanken über Weltenbau und Hintergründe machen, denn es geht ja im Grunde nur um sie.</p>
<p>Die schlimme Kindheit und die Brutalität ihres Bruders zusammen mit einem abergläubischen ungebildeten Volk machen aus ihr bestimmt eine starke unabhängige Frau, die das Spiel um den Thron gewinnen könnte. Nicht dass da ein Klischee das nächste jagt, das ist alles nicht so wichtig. Hauptsache Martin hat auf möglichst einfache Art und Weise sein Ziel erreicht. Viserys hätte er auch gleich ganz weg lassen können. Dani als königliche Vollwaise, die von ihrem Pflegevater aus Angst vor Robert (denn diese Gefahr hätte man früher einbauen können) an einen barbarischen Wilden verheiratet wird um sie möglichst weit weg und in Sicherheit zu haben, hätte genügend Spannung erzeugt. Aber dann hätte Martin natürlich auf eine weitere brutale Szene verzichten müssen. Das wollen wir natürlich nicht.</p>
<p>Zeitweise bin ich bei diesem Buch richtig enttäuscht. Die Grundideen sind fantastisch, aber dann wird das alles mit einem Wink abgetan. Die Geschichte selbst ist spannend, aber viele der Protagonisten sind einfach nur dämlich. Kein Wunder, dass ich Littlefinger, Cersei und Lysa so erfrischend finde.</p>
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	<item>
		<title>Comment on SDT: Ach, Eddard by Lia</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-ach-eddard/comment-page-1/#comment-4754</link>
		<dc:creator>Lia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 20:43:21 +0000</pubDate>
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		<description>Sagen wir es so: es ist etwas, was ich bei einem erfahrenen Autor wie Martin eigentlich nicht erwartet hätte. Aber vieles in diesem Buch überrascht mich auf diese Weise.

Doch ja, es stört mich, weil es nicht konsequent durchgezogen wird. Das Baratheon-Schwarz ist dominant, das Stark-Schwarz ist es nicht. Dabei wäre die Geschichte sehr viel interessanter, wenn ein Eddard auch plötzlich nachdenklich würde in Bezug auf seine eigenen Kinder. Wenn Cat nicht über jeden Zweifel erhaben wäre.

Martin hat bei vielen Details nicht richtig nachgedacht und das ist schade. Denn eigentlich sollte er das besser können.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Sagen wir es so: es ist etwas, was ich bei einem erfahrenen Autor wie Martin eigentlich nicht erwartet hätte. Aber vieles in diesem Buch überrascht mich auf diese Weise.</p>
<p>Doch ja, es stört mich, weil es nicht konsequent durchgezogen wird. Das Baratheon-Schwarz ist dominant, das Stark-Schwarz ist es nicht. Dabei wäre die Geschichte sehr viel interessanter, wenn ein Eddard auch plötzlich nachdenklich würde in Bezug auf seine eigenen Kinder. Wenn Cat nicht über jeden Zweifel erhaben wäre.</p>
<p>Martin hat bei vielen Details nicht richtig nachgedacht und das ist schade. Denn eigentlich sollte er das besser können.</p>
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	<item>
		<title>Comment on SDT: Ach, Eddard by Patrich</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-ach-eddard/comment-page-1/#comment-4753</link>
		<dc:creator>Patrich</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 20:36:38 +0000</pubDate>
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		<description>Für mich ist die Frage eher, wie weit hat Martin gedacht. Und stört mich das? Hier hat er nicht alles durchdacht, aber es stört mich nicht. Aber verleugnen kann ich das auch nicht...
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich ist die Frage eher, wie weit hat Martin gedacht. Und stört mich das? Hier hat er nicht alles durchdacht, aber es stört mich nicht. Aber verleugnen kann ich das auch nicht&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Comment on SDT: Ach, Eddard by Lia</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-ach-eddard/comment-page-1/#comment-4752</link>
		<dc:creator>Lia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 19:35:49 +0000</pubDate>
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		<description>Dann müssten die Baratheons einen absolut seltsamen Gensatz für die dunklen Haare haben, damit sie anders als alle anderen dunklen Haare in Westeros dominant vererbt werden. Ganz ehrlich, das wäre an den Haaren herbei gezogen. Ich glaube nicht, dass sich die Baratheons gentechnisch so sehr von den restlichen Menschen dort unterscheiden.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Dann müssten die Baratheons einen absolut seltsamen Gensatz für die dunklen Haare haben, damit sie anders als alle anderen dunklen Haare in Westeros dominant vererbt werden. Ganz ehrlich, das wäre an den Haaren herbei gezogen. Ich glaube nicht, dass sich die Baratheons gentechnisch so sehr von den restlichen Menschen dort unterscheiden.</p>
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		<title>Comment on SDT: Dothraki by Kiran</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-dothraki/comment-page-1/#comment-4750</link>
		<dc:creator>Kiran</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 16:11:41 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mit Lia ja schon darüber diskutiert, aber nochmal ein paar Punkte.

Geringere Komplexität: Check. Da hast du völlig Recht. Siehe mein Schluss.

Weiße Massai: Check. Das ist in der Tat ein dämliches, ausgelutschtes Element – wobei im Moment aus Sicht der Dothraki eben der Sohn ihres Khals die Prophezeiung erfüllt – das seine Mutter &quot;weiß&quot; ist, ist vielleicht gar nicht so wichtig.

Aber nochmal: Der Geschichte nach funktioniert die Kultur der Dothraki anscheinend. Sie leben von Raubzügen und vor allem von der Erpressung der sesshaften Menschen. Gerade dafür kultivieren sie vielleicht auch ein besonders schreckenerregendes Image, um so ohne einen Arakh-Streich an Güter zu bekommen. Sie haben sich offensichtlich eine Nische geschaffen, in der sie gut leben können. Sie bauen zwar keine Katapulte, aber berittene Bogenschützen waren jahrhundertelang der Schrecken der mittelalterlichen Schlachtfelder, das ist eine höchst effiziente Art Krieg zu führen.

Das sie minderwertig sein sollen, weil sie keine Bücher schreiben, keine hübschen Häuser bauen und weil sie rohe Pferdeherzen essen und weil sie &quot;Schmarotzer&quot; sind, dass ist unsere Sicht, der Leser, der friedfertigen kultivierten Mitteleuropäer des 21. Jahrhunderts auf der Erde. Ich habe es schon einmal gesagt: Menschliche Kulturen haben zahllose Bräuche hervorgebracht, die uns hier und heute widerlich, verrückt oder abwegig erscheinen – aber trotzdem haben diese Kulturen in ihrer Zeit funktioniert. Wenn wir heute isolierte Amazonas-Indianer betrachten, die fast nackt im Amazonas hausen, dann nehmen wir ja auch an, dass es gute geschichtliche, geographische und ökologische Gründe für diese &quot;Rückständigkeit&quot; gibt. Warum sollten wir dann unterstellen, dass es bei den Dothraki an den Genen liegt (hast du auch nicht getan).

Trotzdem gebe ich dir Recht – die Darstellung ist problematisch und ärgerlich, aber nicht wegen dem was GRRM erzählt, sondern wegen der Dinge die er weglässt. Die Uniformität ist in der Tat ein Problem, es fehlen die Schilderungen der Feinheiten, der fürsorglichen Mütter, der Feiglinge, der Liebespaare, der Träumer. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir weniger kriegerische Seite während des Lesens einfach dazu gedacht habe – der Text gibt sie in der Tat allerdings nicht her.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mit Lia ja schon darüber diskutiert, aber nochmal ein paar Punkte.</p>
<p>Geringere Komplexität: Check. Da hast du völlig Recht. Siehe mein Schluss.</p>
<p>Weiße Massai: Check. Das ist in der Tat ein dämliches, ausgelutschtes Element – wobei im Moment aus Sicht der Dothraki eben der Sohn ihres Khals die Prophezeiung erfüllt – das seine Mutter &#8220;weiß&#8221; ist, ist vielleicht gar nicht so wichtig.</p>
<p>Aber nochmal: Der Geschichte nach funktioniert die Kultur der Dothraki anscheinend. Sie leben von Raubzügen und vor allem von der Erpressung der sesshaften Menschen. Gerade dafür kultivieren sie vielleicht auch ein besonders schreckenerregendes Image, um so ohne einen Arakh-Streich an Güter zu bekommen. Sie haben sich offensichtlich eine Nische geschaffen, in der sie gut leben können. Sie bauen zwar keine Katapulte, aber berittene Bogenschützen waren jahrhundertelang der Schrecken der mittelalterlichen Schlachtfelder, das ist eine höchst effiziente Art Krieg zu führen.</p>
<p>Das sie minderwertig sein sollen, weil sie keine Bücher schreiben, keine hübschen Häuser bauen und weil sie rohe Pferdeherzen essen und weil sie &#8220;Schmarotzer&#8221; sind, dass ist unsere Sicht, der Leser, der friedfertigen kultivierten Mitteleuropäer des 21. Jahrhunderts auf der Erde. Ich habe es schon einmal gesagt: Menschliche Kulturen haben zahllose Bräuche hervorgebracht, die uns hier und heute widerlich, verrückt oder abwegig erscheinen – aber trotzdem haben diese Kulturen in ihrer Zeit funktioniert. Wenn wir heute isolierte Amazonas-Indianer betrachten, die fast nackt im Amazonas hausen, dann nehmen wir ja auch an, dass es gute geschichtliche, geographische und ökologische Gründe für diese &#8220;Rückständigkeit&#8221; gibt. Warum sollten wir dann unterstellen, dass es bei den Dothraki an den Genen liegt (hast du auch nicht getan).</p>
<p>Trotzdem gebe ich dir Recht – die Darstellung ist problematisch und ärgerlich, aber nicht wegen dem was GRRM erzählt, sondern wegen der Dinge die er weglässt. Die Uniformität ist in der Tat ein Problem, es fehlen die Schilderungen der Feinheiten, der fürsorglichen Mütter, der Feiglinge, der Liebespaare, der Träumer. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir weniger kriegerische Seite während des Lesens einfach dazu gedacht habe – der Text gibt sie in der Tat allerdings nicht her.</p>
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	<item>
		<title>Comment on SDT: Ach, Eddard by Patrich</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-ach-eddard/comment-page-1/#comment-4749</link>
		<dc:creator>Patrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 21:26:20 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe das mit den Haaren so verstanden, dass bei der Paarung Baratheon-Lannister eben die dunklen Haare Siegen. was auch nicht ganz koscher ist (in der Zwischenzeit haben beide Familien ja neue Gene aufgenommen), aber gut.

Ansonsten ist deine Idee kein Kanon, aber ...
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe das mit den Haaren so verstanden, dass bei der Paarung Baratheon-Lannister eben die dunklen Haare Siegen. was auch nicht ganz koscher ist (in der Zwischenzeit haben beide Familien ja neue Gene aufgenommen), aber gut.</p>
<p>Ansonsten ist deine Idee kein Kanon, aber &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Comment on SDT: Ach, Eddard by Lia</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-ach-eddard/comment-page-1/#comment-4748</link>
		<dc:creator>Lia</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 20:26:34 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr viel anderes &quot;Kapital&quot; wird ihr auch nicht zugestanden, oder? Sie darf keinen eigenen Beruf, ein eigenes Einkommen oder überhaupt ein eigenes Leben haben. In allem ist sie von ihrer Familie oder ihrem Mann abhängig. Der ist ein versoffener fetter alter Kerl, der das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus wirft. In der heutigen Zeit hätte Cersei sich vermutlich längst scheiden lassen und ihr eigenes Firmenimperium gegründet.

Ich denke, dass Cersei hier tatsächlich um ihre Existenz kämpft mit allem was sie hat. Und das ist in erster Linie ihr Körper. Sie hat gelernt, ihn einzusetzen. Offensichtlich ist auch Cersei nicht in erster Linie auf Mord und Totschlag aus, wenn es eine andere Lösung gibt. Ihr Angebot beinhaltet, dass sie ihrem Feind (und das ist Eddard eindeutig) Macht über sich selbst gibt. Dass sie ihm zugestehen würde, über ihren Körper (wenn auch nicht ihrem Geist) zu verfügen.

Würde Robert dasselbe tun zum Schutz der Familie? Oder auch Eddard? Frauen werden oft recht schnell als Huren abgestempelt ohne die Gründe für ihr Handeln genauer zu betrachten. Wer jetzt sagt, dass es immer eine andere Möglichkeit gibt, mag sich überlegen, ob er sich nicht auch zwischen seine 15 Jahre alte Tochter und die besoffenen fremden Soldaten gestellt hätte wie meine Urgroßmutter im zweiten Weltkrieg. Ja, sie ging freiwillig mit, hat gelacht und gescherzt..... so eine böse Hure und Ehebrecherin. Ihre Tochter im Dachboden oben hats auch nie vergessen.

Es ist sehr, sehr leicht, Cersei hier als Hure zu sehen, als Ehebrecherin und Betrügerin. Ebenso kann man sie aber anders sehen: als Frau, der die Familie und deren Sicherheit über alles geht. Das hat natürlich auch egoistische Gründe. Sie möchte ihr Leben so erhalten wie es ist. Wer unschuldig ist, soll sich bitte einen Stein suchen. Hier geht es unter anderem um ihre Kinder und sie weiß, dass Robert offensichtlich keinerlei Probleme damit hat, sogar Babys töten zu lassen.

Natürlich hätte Cersei Eddard in der Hand gehabt, wäre er auf ihr Angebot eingegangen. Auch wenn ihm das anscheinend nicht klar ist, Cersei hatte das durchaus im Kopf. Das Angebot war eindeutig eine Falle, weniger im Hinblick auf Eddards Gelüste nach Sex, sondern eher im Hinblick auf seine so offensichtliche und kollossale Naivität und Dummheit. Sansa hat wenigstens ihre Jugend als Ausrede.

Denn Eddard wird hier wirklich so dämlich dargestellt, dass man sich kaum vorstellen kann, wie er so lange auf Winterfell herrschen konnte. Er redet mit der Frau, die möglicherweise seinen Vorgänger um die Ecke gebracht hat und behandelt sie, als wäre sie ein dummes, unfähiges Weibchen. Als wäre sie ihm hilflos ausgeliefert.

Kein Wunder, dass Cersei erst mal ausprobiert, wie dumm Eddard wirklich ist. Robert ist ja auch nicht viel klüger und den manipuliert sie seit Jahren sehr erfolgreich. Ehrlich gesagt erinnert Cersei mich ein wenig an Alexis aus Denver Clan. Sie ist ein Biest, das um Familie und Existenz kämpft - und um den Thron einer Welt, die ihr nicht einmal eine eigene Stimme zugestehen möchte. Eine Welt, in der ihr Ehemann sie ungestraft misshandeln und herabsetzen kann ohne dass sie viel dagegen tun könnte. Mutig ist Cersei, aber leider auch verbittert.

Im übrigen bin ich mehr denn je der Meinung, dass drei von Eddards Kinder nicht von ihm sein können. Dunkle Haare scheinen hier dominant vererbt zu werden. Entweder ist das so und damit ist die Haarfarbe ausschlaggebender Beweis für die Vaterschaft (wie das hier behauptet wird) oder aber sie sind nicht dominant, dann ist Cersei in keiner nennenswerten Gefahr, weil die Haarfarbe eben kein Beweis ist.

Im ersten Fall sind Robb, Sansa und Bran nicht von Eddard, im zweiten Fall sind alle Kinder von ihm. Ob er darüber schon mal nachgedacht hat? Die Sache mit der Haarfarbe könnte nicht nur Roberts Familie betreffen.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr viel anderes &#8220;Kapital&#8221; wird ihr auch nicht zugestanden, oder? Sie darf keinen eigenen Beruf, ein eigenes Einkommen oder überhaupt ein eigenes Leben haben. In allem ist sie von ihrer Familie oder ihrem Mann abhängig. Der ist ein versoffener fetter alter Kerl, der das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus wirft. In der heutigen Zeit hätte Cersei sich vermutlich längst scheiden lassen und ihr eigenes Firmenimperium gegründet.</p>
<p>Ich denke, dass Cersei hier tatsächlich um ihre Existenz kämpft mit allem was sie hat. Und das ist in erster Linie ihr Körper. Sie hat gelernt, ihn einzusetzen. Offensichtlich ist auch Cersei nicht in erster Linie auf Mord und Totschlag aus, wenn es eine andere Lösung gibt. Ihr Angebot beinhaltet, dass sie ihrem Feind (und das ist Eddard eindeutig) Macht über sich selbst gibt. Dass sie ihm zugestehen würde, über ihren Körper (wenn auch nicht ihrem Geist) zu verfügen.</p>
<p>Würde Robert dasselbe tun zum Schutz der Familie? Oder auch Eddard? Frauen werden oft recht schnell als Huren abgestempelt ohne die Gründe für ihr Handeln genauer zu betrachten. Wer jetzt sagt, dass es immer eine andere Möglichkeit gibt, mag sich überlegen, ob er sich nicht auch zwischen seine 15 Jahre alte Tochter und die besoffenen fremden Soldaten gestellt hätte wie meine Urgroßmutter im zweiten Weltkrieg. Ja, sie ging freiwillig mit, hat gelacht und gescherzt&#8230;.. so eine böse Hure und Ehebrecherin. Ihre Tochter im Dachboden oben hats auch nie vergessen.</p>
<p>Es ist sehr, sehr leicht, Cersei hier als Hure zu sehen, als Ehebrecherin und Betrügerin. Ebenso kann man sie aber anders sehen: als Frau, der die Familie und deren Sicherheit über alles geht. Das hat natürlich auch egoistische Gründe. Sie möchte ihr Leben so erhalten wie es ist. Wer unschuldig ist, soll sich bitte einen Stein suchen. Hier geht es unter anderem um ihre Kinder und sie weiß, dass Robert offensichtlich keinerlei Probleme damit hat, sogar Babys töten zu lassen.</p>
<p>Natürlich hätte Cersei Eddard in der Hand gehabt, wäre er auf ihr Angebot eingegangen. Auch wenn ihm das anscheinend nicht klar ist, Cersei hatte das durchaus im Kopf. Das Angebot war eindeutig eine Falle, weniger im Hinblick auf Eddards Gelüste nach Sex, sondern eher im Hinblick auf seine so offensichtliche und kollossale Naivität und Dummheit. Sansa hat wenigstens ihre Jugend als Ausrede.</p>
<p>Denn Eddard wird hier wirklich so dämlich dargestellt, dass man sich kaum vorstellen kann, wie er so lange auf Winterfell herrschen konnte. Er redet mit der Frau, die möglicherweise seinen Vorgänger um die Ecke gebracht hat und behandelt sie, als wäre sie ein dummes, unfähiges Weibchen. Als wäre sie ihm hilflos ausgeliefert.</p>
<p>Kein Wunder, dass Cersei erst mal ausprobiert, wie dumm Eddard wirklich ist. Robert ist ja auch nicht viel klüger und den manipuliert sie seit Jahren sehr erfolgreich. Ehrlich gesagt erinnert Cersei mich ein wenig an Alexis aus Denver Clan. Sie ist ein Biest, das um Familie und Existenz kämpft &#8211; und um den Thron einer Welt, die ihr nicht einmal eine eigene Stimme zugestehen möchte. Eine Welt, in der ihr Ehemann sie ungestraft misshandeln und herabsetzen kann ohne dass sie viel dagegen tun könnte. Mutig ist Cersei, aber leider auch verbittert.</p>
<p>Im übrigen bin ich mehr denn je der Meinung, dass drei von Eddards Kinder nicht von ihm sein können. Dunkle Haare scheinen hier dominant vererbt zu werden. Entweder ist das so und damit ist die Haarfarbe ausschlaggebender Beweis für die Vaterschaft (wie das hier behauptet wird) oder aber sie sind nicht dominant, dann ist Cersei in keiner nennenswerten Gefahr, weil die Haarfarbe eben kein Beweis ist.</p>
<p>Im ersten Fall sind Robb, Sansa und Bran nicht von Eddard, im zweiten Fall sind alle Kinder von ihm. Ob er darüber schon mal nachgedacht hat? Die Sache mit der Haarfarbe könnte nicht nur Roberts Familie betreffen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on SDT: Das Problem Sansa by Lia</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-das-problem-sansa/comment-page-1/#comment-4747</link>
		<dc:creator>Lia</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 18:56:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://p-pricken.de/?p=4562#comment-4747</guid>
		<description>Martin weist nicht explizit darauf hin, aber im Hintergrund ist dieses Wissen vorhanden. Er zeigt die beiden Schwester in einer Konkurrenzsituation, erklärt aber nicht, wie es dazu kam. Ich schau gerne mit dem Blick einer Mutter auf kindliche Figuren. Das ist grad bei Sansa und Arya sehr interessant.

In diesem Buch sind die beiden allerdings auch meist recht unrealistisch gezeichnet. Auch wenn Kinder und Jugendliche des Mittelalters schon ach so viel früher reif und erwachsen waren..... ich glaubs nicht. Was da in den Geschichten so auftaucht sind genauso durchgeknallte Kinder wie die heutigen. Die beiden Mädchen verhalten sich viel zu oft zu reif für ihr Alter, auch Sansa. Arya kommt selten als Neunjährige rüber. Das ist schade, weil die beiden ja ihre persönliche Sicht der Dinge erzählen können. Zeitweise klappts dann auch wieder zB bei der Schwärmerei der beiden Mädels für Syrio bzw. Joffrey oder wenn sie sich ihre eigene Welt erträumen, Arya als kämpferische Amazone im Kampf gegen Straßenkatzen, Sansa als Prinzessin, die mit ihrem Prinzen ausreitet.

Ich kenn Zwölfjährige. Die sind wirklich unglaublich. Vollkommen überlebensfähig, aber ohne einen Funken Realitätssinn.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Martin weist nicht explizit darauf hin, aber im Hintergrund ist dieses Wissen vorhanden. Er zeigt die beiden Schwester in einer Konkurrenzsituation, erklärt aber nicht, wie es dazu kam. Ich schau gerne mit dem Blick einer Mutter auf kindliche Figuren. Das ist grad bei Sansa und Arya sehr interessant.</p>
<p>In diesem Buch sind die beiden allerdings auch meist recht unrealistisch gezeichnet. Auch wenn Kinder und Jugendliche des Mittelalters schon ach so viel früher reif und erwachsen waren&#8230;.. ich glaubs nicht. Was da in den Geschichten so auftaucht sind genauso durchgeknallte Kinder wie die heutigen. Die beiden Mädchen verhalten sich viel zu oft zu reif für ihr Alter, auch Sansa. Arya kommt selten als Neunjährige rüber. Das ist schade, weil die beiden ja ihre persönliche Sicht der Dinge erzählen können. Zeitweise klappts dann auch wieder zB bei der Schwärmerei der beiden Mädels für Syrio bzw. Joffrey oder wenn sie sich ihre eigene Welt erträumen, Arya als kämpferische Amazone im Kampf gegen Straßenkatzen, Sansa als Prinzessin, die mit ihrem Prinzen ausreitet.</p>
<p>Ich kenn Zwölfjährige. Die sind wirklich unglaublich. Vollkommen überlebensfähig, aber ohne einen Funken Realitätssinn.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on SDT: Ach, Eddard by Patrich</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-ach-eddard/comment-page-1/#comment-4746</link>
		<dc:creator>Patrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 09:02:21 +0000</pubDate>
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		<description>Das zeigt für mich, was Cersei bislang erlebt hat: alle Männer begehren sie oder tun zumindest so. Ergo übt sie so Macht aus...
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Das zeigt für mich, was Cersei bislang erlebt hat: alle Männer begehren sie oder tun zumindest so. Ergo übt sie so Macht aus&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on SDT: Ach, Eddard by Erm</title>
		<link>http://p-pricken.de/2012/05/sdt-ach-eddard/comment-page-1/#comment-4745</link>
		<dc:creator>Erm</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 07:42:43 +0000</pubDate>
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		<description>Cersei unterstellt Eddard, im Bordell gewesen zu sein, aus dem Grund, warum Männer dort sind. Gehe ich davon aus, dass sie weiß, dass Eddard aus solchen Gründen nie in ein Bordell geht, müsste ihr eigentlich klar sein, dass sie mit ihrem Körper Eddard nicht kaufen kann. Gehen wir davon aus, dass sie sich durchaus vorstellen kann, dass Eddard es auch mit Huren treibt, erscheint ihr Angebot weniger fragwürdig.

Ich finde, dass Cersei hier keineswegs gut wegkommt, sondern hier wird klar, dass sie eigentlich eine Hure ist. Ihr Körper ist das Kapitel, mit dem sie punktet.

Wenn Eddard auf ihren Vorschlag eingegangen wäre, hätte das nicht nur bedeutet, dass er Catelyn betrügen würde, sondern sie hätte damit nicht nur Robert, sondern auch Jaime betrogen. Da stellt sich die Frage, ob sie Robert vor allem deswegen hasst, weil er mit Körper nicht zu kaufen war.

Immerhin hätte es Cersei nicht notwendig gehabt, sich Eddard an den Hals zu werfen, sie hätte ihm Vorteile einer gemeinsamen Allianz auch erläutern können, ohne ihren Körper dabei ins Spiel zu bringen.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Cersei unterstellt Eddard, im Bordell gewesen zu sein, aus dem Grund, warum Männer dort sind. Gehe ich davon aus, dass sie weiß, dass Eddard aus solchen Gründen nie in ein Bordell geht, müsste ihr eigentlich klar sein, dass sie mit ihrem Körper Eddard nicht kaufen kann. Gehen wir davon aus, dass sie sich durchaus vorstellen kann, dass Eddard es auch mit Huren treibt, erscheint ihr Angebot weniger fragwürdig.</p>
<p>Ich finde, dass Cersei hier keineswegs gut wegkommt, sondern hier wird klar, dass sie eigentlich eine Hure ist. Ihr Körper ist das Kapitel, mit dem sie punktet.</p>
<p>Wenn Eddard auf ihren Vorschlag eingegangen wäre, hätte das nicht nur bedeutet, dass er Catelyn betrügen würde, sondern sie hätte damit nicht nur Robert, sondern auch Jaime betrogen. Da stellt sich die Frage, ob sie Robert vor allem deswegen hasst, weil er mit Körper nicht zu kaufen war.</p>
<p>Immerhin hätte es Cersei nicht notwendig gehabt, sich Eddard an den Hals zu werfen, sie hätte ihm Vorteile einer gemeinsamen Allianz auch erläutern können, ohne ihren Körper dabei ins Spiel zu bringen.</p>
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