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	<title>Derangierte Einsichten &#187; Kritik</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 May 2012 10:33:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Avengers</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 12:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[avengers]]></category>
		<category><![CDATA[comicverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[joss whedon]]></category>
		<category><![CDATA[robert downey jr]]></category>
		<category><![CDATA[Samuel L. Jackson]]></category>
		<category><![CDATA[Scarlett Johansson]]></category>

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		<description><![CDATA[Dinge, die mir in Avengers aufgefallen sind Die erste Szene von Black Widow: sie ist in einem sexy Abendkleid, an einen Stuhl gefesselt. Der allererste Moment: ein Mann schlägt ihr ins Gesicht. es gibt kurz ein indisches Mädchen, ansonsten ist Sam Jackson die einzige farbige Person im Film, die etwas sagen darf. Tatsächlich ist er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Dinge, die mir in <em>Avengers</em> aufgefallen sind</h2>
<ul>
<li>Die erste Szene von Black Widow: sie ist in einem sexy Abendkleid, an einen Stuhl gefesselt. Der allererste Moment: ein Mann schlägt ihr ins Gesicht.</li>
<li>es gibt kurz ein indisches Mädchen, ansonsten ist Sam Jackson die einzige farbige Person im Film, die etwas sagen darf. Tatsächlich ist er die einzige nicht-weiße Person bei S.H.I.E.L.D., und vielleicht mit Ausnahme der Indien-Szene im ganzen Film (nehme an, dass in den Massenszenen auch nicht-weiße vorkommen, erinnere mich aber nicht an welche)</li>
<li>neben Black Widow dürfen noch zwei weitere Frauen sprechen, und eine dieser beiden hat sogar eine recht prominente Rolle.</li>
<li>Black Widow verhört, indem sie sich schwach stellt und erlaubt, dass Männer sie überrumpeln. Diese Taktik würde kein einziger Mann in so einem Film fahren.</li>
<li>Black Widow hat zwei wirklich winzige Pistolen. Kaum zu glauben, dass die überhaupt die Alien-Panzerung beschädigen sollen. Die Kerls haben dieses Problem natürlich nicht: Laser, Hammer, Superstärke, Raketen – und Pfeil und Bogen sind wesentlich cooler als Pistölchen.</li>
<li>Menschen in Stuttgart sehen aus wie Amerikaner.</li>
<li>Ganze Hochhäuser in New York werden pulverisiert, aber anscheinend stirbt niemand. Die Aliens sind zum Glück Roboter oder so was und bluten auch nicht, oder erleiden Schmerzen. Eben familienfreundliche Brutalität. Inklusive verprügelter Frau (s.o.)</li>
</ul>
<p><span id="more-4500"></span> <div id="attachment_4502" class="wp-caption alignleft" style="width: 166px"></p>
<p><img src="http://p-pricken.de/uploads/2012/05/avengers_mr-steed-emma-peel.jpg" alt="" title="avengers_mr-steed-emma-peel" width="156" height="200" class="size-full wp-image-4502" /><p class="wp-caption-text">The Avengers</p></div></p>
<h2>Und sonst?</h2>
<p><em>Avengers</em> ist ein unterhaltsamer Film. Mich hat positiv überrascht, wie viele Momente die einzelnen Figuren bekommen, um sich zu erklären, abzuchecken und zu streiten. Hier treffen deutlich erkennbar unterschiedliche Typen aufeinander. Das macht Spaß. Auch Black Widow macht meistens Spaß, trotz meiner obigen Beobachtung.</p>
<p>Die Action ist ebenfalls sehr gut. Nicht nur tolle Effekte, sondern die Szenen sind</p>
<ol>
<li>nachvollziehbar</li>
<li>gespickt mit coolen Momenten und – hurra! – echter Teamarbeit</li>
<li>mit klaren Zielen ausgestattet: men weiß, worum es geht, es wirkt nicht beliebig.</li>
</ol>
<p>Das ist für einen Sommer-Blockbuster geradezu unerhört, auch wenn es selbstverständlich sein sollte.</p>
<p>Leider folgt der Film aber auch dem unvermeidlichen Muster: es muss Fortsetzungen geben, und die Avengers sind enorme Superhelden. Hulk, Thor, selbst Iron Man und Captain America kann (nahezu im Fall von Cap) nichts etwas anhaben, und in der Tradition der <em>Simpsons</em> ist am Ende alles, wie es war, es gibt keine dauerhaften Veränderungen. Darum bleibt es letztendlich doch belanglos und beliebig – nur im Moment schön anzuschauen. Reines Popcorn: lecker, aber nicht besonders gehaltvoll und ein wenig zu süß. Fünf Minuten später hat man wieder Hunger.</p>
<p>Solange es währt, ist der Film allerdings unterhaltsam.</p>
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		<title>A Dance With Dragons</title>
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		<comments>http://p-pricken.de/2011/07/a-dance-with-dragons/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 15:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[buchkritik]]></category>
		<category><![CDATA[george rr martin]]></category>
		<category><![CDATA[lied von eis und feuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung: die folgende Kritik enthält (leichte) Spoiler. Ich halte wenig von der Idee, dass der Mittelteil einer Geschichte weniger ereignisreich sein kann als der Anfang und das Ende. Zugegeben benötigen Spannungsbögen auch Zeit, um den Höhepunkt vorzubereiten. Und Dominosteine müssen stehen, bevor sie fallen können. Trotzdem meine ich nicht, dass Autor_innen ihr Publikum einfach vertrösten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Achtung: die folgende Kritik enthält (leichte) <strong>Spoiler</strong></em>.</p>
<p>Ich halte wenig von der Idee, dass der Mittelteil einer Geschichte weniger ereignisreich sein kann als der Anfang und das Ende. Zugegeben benötigen Spannungsbögen auch Zeit, um den Höhepunkt vorzubereiten. Und Dominosteine müssen stehen, bevor sie fallen können.</p>
<p>Trotzdem meine ich nicht, dass Autor_innen ihr Publikum einfach vertrösten können. Bei <em>Harry Potter und der Orden des Phoenix</em> hat sich niemand gewundert, dass JK Rowling nicht nur das Ende von Buch 7 vorbereitet, sondern noch zusätzliche Ereignisse eingebaut hat.</p>
<p>Darum entschuldige ich auch nicht George RR Martin für die überwiegende Strecke von <em>A Dance With Dragons</em>.<br />
<span id="more-3912"></span><br />
<img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/07/dancedragons.jpg" alt="" title="dancedragons" width="130" height="200" class="alignleft size-full wp-image-3913" />Oh, keine Frage: der fünfte Band der Fantasy-Reihe ist eminent lesbar, und er endet an sehr interessanten Punkten. Oder besser: vor sehr interessanten Punkten. Während es nach dem dritten Band schon so aussah, als werde es jetzt richtig losgehen, haben die beiden Folgebände, die zumindest in Teilen die selbe Zeitspanne beschreiben, diese drohenden Ereignisse weiter drohen lassen.</p>
<p>Das ist fatal. Noch fataler ist, wenn die Figuren, aus deren Sicht wir die Ereignisse erleben, überwiegend hilflos sind und nur mitgerissen werden. So darf Tyrion, eine der interessantesten Figuren der ersten Bücher, hier als Flüchtling, Gefangener usw. seine Reise in den Osten schildern, ohne aber wirklich Einfluss darauf nehmen zu können &#8211; und ohne das Ziel der Reise zu erreichen.</p>
<p>Nicht, dass uninteressant ist, was George Martin schildert &#8211; aber wenn über die Beschreibung der Historie und Geographie der eigentliche Plot verloren geht, dann fehlt was. Im vierten Band sind es die Kapitel von Brienne, die bei der erneuten Lektüre langatmig wirken, weil sie nur ein Reisebericht sind. Diese Art von Kapitel haben wir nun mehrfach.</p>
<p>Zugleich droht Martin, seine Geschichte mehr und mehr zu einer traditionellen Fantasy-Geschichte werden zu lassen, in der prophezeite Helden auftauchen und es von tot geglaubten Erben oder zufälligen Zusammenkünften wimmelt.</p>
<p>Um ehrlich zu sein, hatte ich gehofft, Martin würde dieser Idee einen Abgesang erteilen, würde die Maester ins Recht setzen, wenn sie die neu geborenen Drachen töten und die Magie vertreiben. Gehofft, er würde Jon Snow zu einem dilettantischen Anführer machen. Aber nein, am Ende scheint es doch darauf hinauszulaufen, dass die Personen, die von klein auf darauf vorbereitet wurden, gute, umsichtige und fähige Anführer_innen zu sein, denen weichen müssen, welche von Geburt und qua Prophezeiung zur Führung erkoren wurden.</p>
<p>Das wäre weniger schlimm und fiele auch weniger auf, wenn <em>A Dance With Dragons</em> es mit Tempo und Spannung aufwöge. Aber es sind nicht die drei Hauptfiguren, welche wirklich faszinieren (auch wenn die Kapitel um Jon Snow zumindest wichtig erscheinen und nicht so überflüssig wie die von Tyrion und Dany), sondern die neuen und alten Nebenfiguren, die auftrumpfen: Davos, Arya, Baristan Selmy, Melisandre und vor allem Theon ziehen mich immer wieder zurück ins Buch und halten mich bei der Stange, während fünf verschiedene Personen versuchen, Daenerys zu besuchen, und nur einer ankommt, und während Dany selbst Lektionen über das Regieren lernt, die dann doch etwas plumper ausfallen, als ich erhofft hatte.</p>
<p>Ich kann mich der Idee nicht erwehren, dass es sich bei dem vierten und fünften Buch der Reihe um Werke handelt, die urspünglich mit einem einfachen Zeitsprung abgedeckt werden sollten, und dass man dies merkt. Ich hoffe nur, der Zeitsprung ist nun getan, die Dominosteine stehen, und sie können endlich, endlich, zu fallen beginnen.</p>
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		<title>Harry Potter und die Heiligtümer des Todes II</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 16:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[alan rickman]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[harry potter]]></category>

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		<description><![CDATA[Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 2) (hiernach Harry 7.5) ist, wenn man es auf den Punkt bringen möchte, zu viel und nicht genug. Der Film leidet zugleich daran, dass JK Rowling das Ende ihrer tollen Reihe verhunzte, und an der Geldgier Hollywoods. Letztere zeigt sich in der Umwandlung des Films in 3D [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 2)</em> (hiernach <em>Harry 7.5</em>) ist, wenn man es auf den Punkt bringen möchte, zu viel und nicht genug. Der Film leidet zugleich daran, dass JK Rowling das Ende ihrer tollen Reihe verhunzte, und an der Geldgier Hollywoods. Letztere zeigt sich in der Umwandlung des Films in 3D und der Teilung dieser Episode auf zwei Filme.</p>
<p>Alles in allem ein enttäuschendes Ende.<br />
<span id="more-3909"></span><br />
<div id="attachment_3910" class="wp-caption alignright" style="width: 180px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/07/harry-potter-7-harry-potter-und-die-heiligtuemer-des-todes-2.jpg" alt="" title="harry-potter-7-harry-potter-und-die-heiligtuemer-des-todes-2" width="170" height="170" class="size-full wp-image-3910" /><p class="wp-caption-text">Harry Potter 7.5 (2011)</p></div>Fangen wir mit dem einfachen an: der 3D. Normale (2D-) Filme suggerieren Bildtiefe durch unterschiedliche Schärfen &#8211; wenn die Person im Vordergrund scharf ist, sind Gegenstände im Hintergrund unscharf und umgekehrt. Bei 3D-Kameras aber wir alles gleich scharf gefilmt und die Tiefe wird dann über die beiden Bildkanäle erzeugt &#8211; wenn man sich die Trailer von »richtigen« 3D-Filmen ansieht, merkt man, dass alles im Bild scharf ist.</p>
<p>Nun ist <em>Harry 7.5</em> in 2D gedreht und nachträglich auf 3D getrimmt worden. Das bedeutet, dass wir Unschärfen haben. Unschärfen aber machen den 3D-Effekt zunichte. Und so bleibt bis auf wenige Ausnahmen das 3D-Erlebnis ziemlich mau. Aber kostet 3 Euro mehr.</p>
<p>Weiters gibt es meines Erachtens keine Notwendigkeit, den siebten Teil der Reihe aufzusplitten. Das Buch besteht in großen Teilen ohnehin aus Wartezeit und Vorbereitung, und es ist die Aufgabe von Drehbuch-Autor_innen, die notwendigen Elemente zu identifizieren. Vielleicht geht es nicht in einem Film &#8211; aber wenn beide Teile Längen haben, dann stimmt was nicht. Eher hat man den Eindruck der ersten Filme, als Chris Columbus fast sklavisch die Bücher abfilmen wollte. Dadurch gibt es viele Figuren, die kurze Auftritte haben, damit Fans sie erkennen können &#8211; aber deren Schicksal ist dann im Laufe des Films eher unbedeutend, gerade, weil es so viele Randerscheinungen gibt.</p>
<p>Ginny ist nur ein paar Mal kurz zu sehen, was Harrys vermeintliche Liebe sehr zweifelhaft werden lässt. Namhafte Todesfälle haben kein Gewicht, weil die Personen kaum zu sehen waren. Und so führt das Sammelsurium an Figuren interessanterweise dazu, dass <em>Harry 7.5</em> noch stärker auf Potter, Ron und Hermione zugeschnitten wirkt.</p>
<p>Na ja, und dann das Ende, mehr oder weniger aus dem Buch übernommen und unehrliches Geschmalze. Hier finden alle ihre heterosexuellen Lebenspartner und kriegen viele Kinder. Die Slytherins, die zuvor noch in Sippenhaft genommen wurden (warum gibt es eigentlich ein so offensichtliches »böses« Haus?), sollen plötzlich auch okay sein. Die Ravenclaws und Hufflepuffs sind ja eh nur Randerscheinungen. Hermione wird zur Mutter und muss sich mit Ron abfinden, warum auch immer. Harry nennt seine Kinder beinahe cullenmäßig (»Albus Severus Potter«??).</p>
<p>Und vorher haben wir den Zaubererhimmel mitsamt Auferstehung sowie die Frage, wieso Zauberer im Kampf plötzlich nur noch Laser schießen und sowieso nicht einfach immer Adava Kedavra zaubern. Wir haben ein drüges, plumpes und keinesfalls gewitztes Ende für die Bösewichter. </p>
<p>Ach ja, und wir haben Alan Rickman und Severus Snape. In wirklich wenigen Szenen macht Rowling im Buch schon deutlich, was hätte sein können &#8211; Snape ist die schillerndste und beste Figur der Reihe. Der Film tut da keinen Abbruch und liefert uns einen gedanklichen Rückblick, der mittendrin plötzlich richtig fesselt.</p>
<p>Ansonsten ist leider viel Krach und Sülze. Nicht unbedingt schlecht, auf jeden Fall besser als <em>Transformers</em> oder so ein Müll. Aber doch gleichzeitig etwas enttäuschend, weil die Serie mehr als Mittelmaß verdient gehabt hätte.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook_like addtoany_special_service" data-href="http://p-pricken.de/2011/07/harry-potter-und-die-heiligtumer-des-todes-ii/"></a><a class="a2a_button_google_plusone addtoany_special_service" data-annotation="none" data-href="http://p-pricken.de/2011/07/harry-potter-und-die-heiligtumer-des-todes-ii/"></a><a class="a2a_button_twitter_tweet addtoany_special_service" data-count="none" data-url="http://p-pricken.de/2011/07/harry-potter-und-die-heiligtumer-des-todes-ii/" data-text="Harry Potter und die Heiligtümer des Todes II"></a><a href="javascript:if(document.all){window.external.AddFavorite('http://p-pricken.de/2011/07/harry-potter-und-die-heiligtumer-des-todes-ii/','Harry%20Potter%20und%20die%20Heiligtümer%20des%20Todes%20II')}else{var%20b=a2a_config.localize.BookmarkInstructions%20||%20'Press%20Ctrl+D%20to%20bookmark%20this%20page';alert(a2a_config.localize.BookmarkInstructions)}" title="Bookmark/Favorites" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/bookmark.png" width="16" height="16" alt="Bookmark/Favorites"/></a><a class="a2a_button_email" href="http://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F07%2Fharry-potter-und-die-heiligtumer-des-todes-ii%2F&amp;linkname=Harry%20Potter%20und%20die%20Heiligt%C3%BCmer%20des%20Todes%20II" title="Email" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/email.png" width="16" height="16" alt="Email"/></a><a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F07%2Fharry-potter-und-die-heiligtumer-des-todes-ii%2F&amp;linkname=Harry%20Potter%20und%20die%20Heiligt%C3%BCmer%20des%20Todes%20II" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://p-pricken.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2011%2F07%2Fharry-potter-und-die-heiligtumer-des-todes-ii%2F&amp;title=Harry%20Potter%20und%20die%20Heiligt%C3%BCmer%20des%20Todes%20II" id="wpa2a_12">Share/Bookmark</a></p>
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		<title>Der kleine Hobbit</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 14:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[buchkritik]]></category>
		<category><![CDATA[herr der ringe]]></category>
		<category><![CDATA[must-read]]></category>
		<category><![CDATA[troll]]></category>
		<category><![CDATA[von 2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung: Diese Kritik enthält SPOILER Bilbo Beutlin ist ein kleiner Hobbit. Eigentlich lebt er gemütlich in seinem Heim, aber eines Tages kommt der Zauberer Gandelf natürlich unangemeldet und eröffnet ihm Neuigkeiten: Eine Gruppe Zwerge hat einen der ihren vergessen und läuft nun Gefahr, keine gerade Anzahl mehr zu bilden. Bilbo soll also für den vierzehnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Achtung: Diese Kritik enthält SPOILER</strong></p>
<p>Bilbo Beutlin ist ein kleiner Hobbit. Eigentlich lebt er gemütlich in seinem Heim, aber eines Tages kommt der Zauberer Gandelf natürlich unangemeldet und eröffnet ihm Neuigkeiten: Eine Gruppe Zwerge hat einen der ihren vergessen und läuft nun Gefahr, keine gerade Anzahl mehr zu bilden. Bilbo soll also für den vierzehnten Zwerg einspringen, wenn die Zwerge auf die Suche nach dem Gold ihrer Väter gehen. Aber die Reise wird nicht ungefährlich&#8230;<br />
 <span id="more-3903"></span><br />
<em>Der Kleine Hobbit</em> spielt vor dem <em>Herrn der Ringe</em>; Bilbo ist also noch lange nicht so alt wie Ian Holm, sondern noch jugendlich. Wieder geht es auf eine lange Reise, und wieder geht es auch um den Einen Ring, den Bilbo hier einem Geschöpf namens Gollum abknöpft, das allerdings mit dem gleichnamigen Wesen aus den Filmen nicht sehr viel gemein hat: Dieser Gollum haust in einer dunklen Höhle und mag Rätsel; allenfalls ihre Vorliebe für Fisch haben sie gemein. Da hätte der Autor sicherlich noch weitere Parallelen aufzeigen können, oder zumindest einen anderen Namen wählen sollen.</p>
<p>Überhaupt die Namen: Man ist im Fantasybereich ja einiges gewohnt, aber eine derart faule und dahin geschluderte Namensgebung ist mir selten unter die Augen gekommen. Gandelf und Bilbo sind ja noch aus dem ersten Teil bekannt. Die neuen Zwerge aber wurden in wahrscheinlich weniger als einer Minute erfunden. Die Namen gleichen sich bis auf einen Buchstaben, was wohl den Anschein von Komplexität erzeugen soll. Da gibt es Gloin und Doin, Killi und Filli, Dwalin und Balin usw. Auf einen Auftritt des schon im ersten Teil zu kurz gekommen und doch ans Herz gewachsenen Gimlis wartet man allerdings ebenso vergebens wie auf Legolas oder Eragon. Nicht einmal Frodo wird erwähnt, was Fans des Films sicher enttäuschen wird.</p>
<p>Auch tat sich der Autor, ein gewisser J.R.R.Tolkien (wahrscheinlich ein Künstlername in Anlehnung an George R.R. Martin), sichtlich schwer, die Ereignisse der Filme zu toppen. Hier geht es denn auch nicht um das Ende der Welt, sondern darum, Ogern zu entkommen oder einen harmlosen Höhlenbewohner auszutricksen. Dabei sind diese möglicherweise spannenden Konflikte enttäuschend umgesetzt. Wer sich an den Kampf gegen den Höhlentroll oder gar die Schlacht von Pelnors Feldern erinnert, als die Rothaner in die Orks ritten, erwartet zumindest ansatzweise Vergleichbares. Anstatt aber dreizehn Zwerge gegen die drei Oger zu stellen und eine erinnerungswürdige Schlacht zu inszenieren, die durchaus auch mit dem Tod eines der verwechselbaren Zwerge enden könnte, fallen alle den Ogern zum Opfer und müssen von Gandelf mit einem billigen Trick gerettet werden. Auch hier wartet der Leser vergebens auf Zauberei; stattdessen verstrickt Gandelf die Oger in einen Streit und lässt sie so die Zeit vergessen. Das könnte auch Michel Friedman.</p>
<p>Der Kampf gegen Gollum findet ebenfalls nicht statt. Bilbo betrügt Gollum im Rätselraten und stiehlt ihm den Einen Ring. Nicht nur, dass dieser Betrug absolut langweilig und unspannend ist – wie soll man denn jetzt noch mit Bilbo sympathisieren? Einem armseligen Geschöpf, das in einer dunklen Höhle haust, seinen einzigen Schatz zu stehlen, und dann noch durch Regelbruch und nicht vielleicht ein rechtmäßig gewonnenes Rätselduell. Bah!</p>
<p>Tja, eine Hoffnung hatte ich noch: Schon im Klappentext wurde von einem Drachen gesprochen, und die Zwerge wollen diesen Drachen denn auch übertrumpfen. Und was passiert? Alles formiert sich zur entscheidenden Schlacht, und ich hoffte, wenigstens jetzt für meine Engelsgeduld entschädigt zu werden. Aber ich habe die Klasse des Autoren immer noch überschätzt. Bilbo zieht sich den Ring an, wird unsichtbar, und stiehlt dem Drachen seinen Schatz. Nur eines ist langweiliger als ständig von einem Zauberer ohne Zauberei gerettet zu werden: das. An dieser Stelle hätte ich das Lesen abgebrochen, aber da war das Buch schon aus.</p>
<p><em>Der Kleine Hobbi</em>t, der ohne den Erfolg der Filmreihe wahrscheinlich nicht existieren würde, ist insgesamt ein enttäuschendes Werk. Nicht nur, dass die Kämpfe keinesfalls an das Original herankommen, sondern der Autor erfindet dreizehn Zwergencharakte und hat dann keine Ahnung, was er mit ihnen tun soll. Die Zwerge bleiben allesamt völlig nutzlos. Nicht einmal ein paar Scherze wie z.B. der betrunkene Gimli im Original fallen Tolkien ein. Zwar liefern sich die Zwerge einen Kampf gegen Orks, um Bilbo zu retten, aber dieser Kampf besteht auf einer halben Seite, wo wir immer noch zehnminmütige Schlachtszenen vor unserem Auge haben.</p>
<p>Und bislang habe ich noch nichts zur Sprache gesagt. Tolkiens &#8220;Prosa&#8221; ist gähnend langweilig und ebenso langatmig. Ich nehme an, damit wollte er Peter Jacksons epischen Stil nachahmen, aber in Buchform ist ein &#8220;Extended Cut&#8221; einfach nur langweilig. Da gibt es ganze Lieder am Stück, die sich nur mit Mühe reimen. Von der eigentümlichen und völlig unzeitgemäßen Wortwahl ganz zu schweigen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Büsche und Spitzgräser zwischen den Felsbrocken, die von Kaninchen abgefressenen Rasenfleckchen mit Thymian, Salbei und Majoran und den gelben Ziströschen verschwanden ebenfalls.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mal ehrlich, wer liest – nein, wer schreibt so etwas heutzutage?</p>
<p><em>Der Kleine Hobbit</em> soll als sogenanntes &#8220;Prequel&#8221; verfilmt werden. Ich kann nur hoffen, dass dieses Gerücht einzig deshalb existiert, um den Verkauf dieses Schnellschusses anzukurbeln. Ich hatte gehofft, dort auf Boromir, Saruman oder König Theodred von Rothan – oder meinetwegen sogar auf diesen verkrüppelten Orkanführer – zu treffen. Nichts da. Stattdessen haben wir völlig veraltete Prosa, sprunghaft gelöste Konflikte, die faulste Namensgebung seit den Panzerknackern, &#8230; <em>Der Kleine Hobbit</em> taugt höchstens noch als Kinderbuch, aber nur für Kinder, die noch nie etwas von Fernsehen oder Film gehört haben.</p>
<p>(dieser Text erschien ursprünglich auf <a href="http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=1350" target=_blank>DND-Gate.de</a>)</p>
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		<title>HBOs Game of Thrones</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[game of thrones]]></category>
		<category><![CDATA[george rr martin]]></category>
		<category><![CDATA[hbo]]></category>
		<category><![CDATA[lied von eis und feuer]]></category>
		<category><![CDATA[tv-serie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 12.07. erscheint A Dance with Dragons, der fünfte Band von George RR Martins Lied von Eis und Feuer-Serie. In den letzten Wochen habe ich die Hörbücher der vorherigen vier Teile gehört und die TV-Adaption des ersten Buchs gesehen. Wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen noch einmal auf die Bücher eingehen &#8211; heute möchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12.07. erscheint <em>A Dance with Dragons</em>, der fünfte Band von George RR Martins <em>Lied von Eis und Feuer</em>-Serie. In den letzten Wochen habe ich die Hörbücher der vorherigen vier Teile gehört und die TV-Adaption des ersten Buchs gesehen. Wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen noch einmal auf die Bücher eingehen &#8211; heute möchte ich die erste Staffel der TV-Serie Revue passieren lassen.</p>
<p><span id="more-3872"></span><br />
Die erste Staffel begann ziemlich gut und endete sehr stark, wie ich fand. Die letzten drei Episoden insbesondere wirkten, als hätte es bei den Produzenten und Autor_innen endlich »geklickt«, aber das kann auch damit zu tun haben, dass in diesen Folgen entscheidende Ereignisse stattfinden.</p>
<p>In meinen Augen ist die Regie der meisten Folgen immer noch ein wenig verbesserungsfähig. Die Kamera ist ein Instrument, das mehr kann als nur aufzuzeichnen. Aber wir bekommen sehr oft recht statische Einstellungen, wenn Szenen durch Bewegung (der Figuren oder der Kamera) mehr Dynamik gewinnen könnten. Als Deckmantel hat sich HBO entschlossen, in jeder Folge mindestens einmal eine nackte Frau zu zeigen und die Exposition als Sexszene zu filmen. Das funktioniert aber nur manchmal; gerade in der Häufung wirkt diese Taktik eher belustigend bis ärgerlich, weil eben zum Großteil (wenn auch nicht ausschließlich) Frauen nackt gezeigt werden und sich das anfühlen kann, als wolle man hier gezielt Männer ansprechen &#8211; aber der männliche Blick ist ja ohnehin der Standard im Fernsehen.</p>
<p>Fernsehen ist allerdings von jeher eher das Medium für Autor_innen, und hier kann sich <em>Game of Thrones</em> sehen lassen: die Mono- und Dialoge sind fast ausnahmslos bemerkenswert gut geschrieben, und das bezieht sich auch auf die Szenen, die in den Büchern nicht oder anders passierten. Und mit den großartigen Kulissen und der noch besseren Besetzung &#8211; ich kann ad hoc keine Schwachstelle bei den Darsteller_innen ausmachen, aber sehr viele Lieblinge nennen &#8211; können diese Sätze auch gewürdigt werden. </p>
<p>Noch einmal zur Wiederholung, denn man kann es nicht oft genug sagen: die Darsteller_innen sind von staunenswerter Qualität, jede neue Figur anscheinend mit genau der Person besetzt, der die Rolle auf den Leib geschrieben wurde. George Martins Figuren sind eindrucksvoll, sodass ich mich als Fan auf den Auftritt jeder neuen Person freute, und jedes Mal aufs Neue stimmte es einfach. Dass dennoch Peter Dinklage als Tyrion Lannister den ganzen Haufen in die Tasche steckt, ist daher ein noch größerer Triumph. Allerdings darf er auch den verhassten Prinz Joffrey schlagen &#8211; diese Szene ist inzwischen in diversen You-Tube-Videos verewigt.</p>
<p>Die »Sexposition« ist der eine Schwachpunkt, die Kamera ein kleiner Makel, und schließlich würde ich meine Kritik an dem Erzählstrang ausrichten, der das kriegerische Nomadenvolk der Dothraki behandelt. Dieses Stammesvolk, das schon in den Büchern etwas stereotyp wirken kann, wird in der Serie noch stärker verkürzt, sodass die meisten der farbigen Figuren Klischee-Wilde darstellen. Ich kann nachvollziehen, dass dieser Erzählstrang auf die dort befindliche Hauptfigur verkürzt und pointiert wurde &#8211; aber gleichzeitig hat sich niemand Gedanken gemacht, was mit den Dothraki im Gegenzug passiert. Ebenso führen die Änderungen zwar zu einem stärkeren Fokus auf Daenerys, die an den Führer der Dothraki (Drogo) verkauft wird, aber auch dazu, dass sie sich schließlich in ihren Vergewaltiger verliebt.</p>
<p>Ich bin froh, dass die Serie insgesamt ein gutes Stück von Martins Zwiespältigkeit beibehält. So kann ich behaupten, dass man sich als Zuschauer durchaus unwohl fühlen darf bei diesen Ereignissen, weil sie eben keinesfalls als heldenhaft und gut aufgezwungen werden. Im Gegenteil: Die Perspektive der einfachen Leute, die von den Ränkeschmieden der Lords und Ladys betroffen werden, ohne wirklich betroffen zu sein, wird immer wieder aufgegriffen, selbst wenn die Serie letztendlich doch von eben diesen Ränken handelt und Menschen, die aus gutem oder zumindest nachvollziehbarem Grund so handeln, wie sie handeln, und damit willentlich oder unwillentlich Unheil heraufbeschwören.</p>
<p>Als Adaption halte ich <em>Game of Thrones</em> für gelungen, als Serie vor allem in den letzten Folgen sogar für sehr gelungen. Ich bezweifle, dass jemand die letzte Folge sieht und nicht gespannt ist, wie es weitergeht, gefangen in einem Gemisch aus Zorn, Hoffnung, Bewunderung und Fuck Yeah. Eben so, wie es sich für das Werk von George Martin gehört.</p>
<p>Empfohlen.</p>
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		<title>The Disappearance of Alice Creed</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 04:36:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Eddie Marsan]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[gemma arterton]]></category>
		<category><![CDATA[thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[The Disappearance of Alice Creed lebt von seinen ersten zehn Minuten. Wie die beiden Entführer ohne Worte ihre Vorbereitungen treffen, wie sie wortlos ihr Opfer fassen und sie ausziehen, um sie möglichst verletzlich fotografieren zu können &#8211; alles, bis die schwere Eisentür zum ersten Mal verschlossen wird, zieht mich in den Film hinein und macht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>The Disappearance of Alice Creed</em> lebt von seinen ersten zehn Minuten. Wie die beiden Entführer ohne Worte ihre Vorbereitungen treffen, wie sie wortlos ihr Opfer fassen und sie ausziehen, um sie möglichst verletzlich fotografieren zu können &#8211; alles, bis die schwere Eisentür zum ersten Mal verschlossen wird, zieht mich in den Film hinein und macht mich gespannt, wie es weitergeht.</p>
<p><span id="more-3702"></span><br />
<div id="attachment_3703" class="wp-caption alignright" style="width: 145px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/04/Disappearance-of-Alice-Creed.jpg" alt="" title="Disappearance-of-Alice-Creed" width="135" height="200" class="size-full wp-image-3703" /><p class="wp-caption-text">The Disappearance of Alice Creed (2010)</p></div>Es ist erstaunlich, dass diese Filme davon leben, dass das Opfer in Wahrheit kein einfaches Opfer ist, sondern eine eigene Agenda hat, wo doch solche Situationen in der Wirklichkeit oft so präsentiert wird, als seien die Überlebenden passiv und hilflos. Allerdings hat Gemma Arterton zugegeben wenig EInflussmöglichkeiten und ist bei weitem die passivste Figur.</p>
<p>Der Film spielt auch falsch: zuerst will er, dass wir uns vor einem sexuellen Übergriff des Gangsters fürchten, bevor er enthüllt, dass dieser und Arterton ein Verhältnis haben &#8211; was die räuberische Sexualität des Kerls ein wenig entschuldigen soll. Ebenso ist zwischen den beiden Gangstern keinerlei Vertrautheit zu spüren, bis sie sich plötzlich als Liebespaar entpuppen. Diese Wendungen existieren mehr, um die Zuschauer aufs Glatteis zu führen; ein intelligenteres Skript hätte hier organischer wirken können.</p>
<p>Dazu kommt, dass <em>The Disappearance of Alice Creed</em> bis zum letzten Akt in der Wohnung stattfindet, und idealerweise wäre das auch bis zum Ende so geblieben. Aber die Enge der Räume und die Unausweichlichkeit der Konfrontation wird dann doch aufgegeben, wodurch es aber unwahrscheinlicher wird, dass der Schluss wirklich so stattfindet, wie er hier gezeigt wird.</p>
<p>Der starke Anfang verspricht vieles, und Eddie Marsan hält dieses Versprechen am Leben. Er vermag den Film so gerade über die Ziellinie zu retten, aber um wirklich mitzureißen, müsste Alice Creed aktiver werden, müsste es mehr krachen, müssten die Überraschungen natürlicher werden. Ich fühle mich unwillkürlich an <em>Bound</em> erinnert, ein grandioses Beispiel dafür, wie man enge Räume benutzt, um Höllenspannung zu erzeugen.</p>
<p>Höllenspannung ist das nämlich nicht.</p>
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		<title>Ausgebissen: Genetologie</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 14:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[bluuuuut]]></category>
		<category><![CDATA[es liegt im blut]]></category>

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		<description><![CDATA[(Kurzer Hinweis: nächste Woche folgt auch wieder Biokrieg, versprochen) Zusammenfassung: Jacob widersteht Sam und flieht zu den Cullens. Seth folgt ihm. Die Werwölfe greifen nicht an. Bevor wir loslegen, muss ich jetzt doch noch mal was zu den Kapitelüberschriften sagen. Das elfte Kapitel lautet: »Die zwei Sachen, die ganz oben auf meiner Dinge-die-ich-niemals-tun-will-Liste stehen«. Diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Kurzer Hinweis: nächste Woche folgt auch wieder <em>Biokrieg</em>, versprochen)</p>
<p><em>Zusammenfassung: Jacob widersteht Sam und flieht zu den Cullens. Seth folgt ihm. Die Werwölfe greifen nicht an. </em></p>
<p>Bevor wir loslegen, muss ich jetzt doch noch mal was zu den Kapitelüberschriften sagen. Das elfte Kapitel lautet: »Die zwei Sachen, die ganz oben auf meiner Dinge-die-ich-niemals-tun-will-Liste stehen«. Diese Kapitelüberschriften sind in umgekehrter Weise ebenso nervig wie die Überschriften von Bellas Kapiteln, die aus einem ominösen Wort bestehen. Das liegt natürlich auch daran, dass Smeyer ihre Kapitel mehr oder weniger willkürlich unterteilt und wir also auch hier niemals erfahren, was denn diese beiden Dinge sind, die Jacob niemals tun möchte.</p>
<p>Dass so etwas durchs Lektorat geht, ist wahrlich erstaunlich, aber bei Buch vier haben die Lektor_innen wahrscheinlich eh schon aufgegeben.</p>
<p><span id="more-3707"></span></p>
<blockquote><p>Es gab gute Gründe für die Autorität des Alphas. Selbst ein so starkes Rudel wie unseres war keine besondere Größe ohne Anführer. Wir mussten uns gemeinsam bewegen, gemeinsam denken, um effektiv zu sein. Und das bedeutete, dass der Körper einen Kopf brauchte.</p></blockquote>
<p>Geht nur mir das so oder passt das nicht? Entweder muss man zusammenarbeiten und gemeinsam denken &#8211; oder eine Person muss sagen, was man zu denken und zu tun hat. Warum ein Rudel nicht demokratisch funktionieren soll, ist mir nicht klar. Gerade mit der Telepathie sollte doch eine Zusammenarbeit gut möglich sein.</p>
<p>Das ist natürlich nur der Anfang dessen, was in diesem Kapitel zum Tragen kommt. Hier zeigt sich Smeyers religiöse Einstellung; in der mormonischen Kirche gibt es ja immer eine Art Ältestenrat, und es gibt einen Propheten, der gerne durch seinen Stammbaum eine Verbindung zu Brigham Young aufweisen kann. Die Mormonen sind dezidiert autoritär aufgebaut, und dieser Autorität kann Smeyer sich in ihrer Beschreibung der Werwölfe nicht entziehen. Besonders deutlich und für mich auch eklig wird es, wenn Jacob nun binnen weniger Seiten Sams Befehl widersteht (war ja klar):</p>
<blockquote><p>Ich war nicht geboren, um vor ihm zu knien.<br />
Der Zwang fiel von meinem Körper ab in der Sekunde, in der ich mein Geburtsrecht einforderte.<br />
(&#8230;)<br />
Alphablut rann unverdünnt durch meine Venen.<br />
(&#8230;)<br />
Ich war geboren, um ihn anzuführen.</p></blockquote>
<p>Klar kann Jacob zugeben, dass Sam der bessere Anführer ist &#8211; aber Jacob hat das Blut des Anführers und kann damit entscheiden, welche Regeln für ihn gelten. Das ist, wahrscheinlich muss ich das niemandem erklären, eine Ideologie, die Ungleichheit durch Genetik zementiert. So, wie sich Christen in den USA solange der Regierung unterordnen, wie diese Regierung gottgefällig ist (aber wehe nicht). Dieses Denken zementiert Rassismus, es zementiert Sexismus, es zemenitert Klassenunterschiede. Man ist entweder zu Besserem geboren oder nicht. Das Blut entscheidet &#8211; nicht etwa die Fähigkeiten. </p>
<p>Womöglich kann Smeyer nicht anders, als so etwas zu glauben, wenn sie mit ineffektiven Ältesten konfrontiert wird, die diesen Posten eben nicht mit Leistung, sondern mit Vorsehung begründen. Aber das ändert nichts daran, dass Jacob nur durch seinen Stammbaum zum Anführer wird, während jemand wie Leah so gut sein kann, wie sie will &#8211; sie hat keine Chance dazu.</p>
<p>Natürlich kommt es auch nicht zum Kampf zwischen Jacob und Sam, das wäre ja zumindest kurzzeitig spannend. Stattdessen haut Jacob einfach ab und rennt zu den Cullens, um sie zu warnen. Hier haben wir die Chance auf Dramatik: wird Jacob rechtzeitig dort sein, um die gleichzeitig angreifenden Wölfe aufzuhalten bzw. um die Vampire vor den Wölfen zu warnen?</p>
<p>Mitten in diese Hatz hinein taucht dann aber Seth auf (der sich Jacob anschließt), und die beiden unterhalten sich ein wenig, weil sie ja Zeit haben. Nur, damit ja jede Spannung aus den Seiten entfernt wird. Entsprechend werden die Cullens ja auch gewarnt, und Carlisle und Esme kommen zurück.</p>
<p>Was machen eigentlich Jasper, Emmett, Alice die ganze Zeit? Die hängen nur da rum und sehen zu, wie Bella tödlich schwanger ist. Ist das nicht langweilig? Haben die nix zu tun? Ebenso die Wölfe: deren Schutz dreht sich nur um Bella und die Cullens. Man sollte meinen, diese Leute haben eigene Leben, aber nein: alles dreht sich nur um Bella und ihre beiden Jungs &#8211; solange sie nicht ganz verschwinden sollen. Darum fährt Charlie auch nicht mal bei den Cullens vorbei, um Bella zu sehen, obwohl seine Tochter eine schwere und geheimnisvolle Krankheit hat. Ist wahrscheinlich Sport im Fernsehen.</p>
<p>Aber ehrlich: Emmett und Jasper könnten ja wenigstens das Haus bewachen. Oder in Alaska Hilfe holen. Oder die Volturi töten. Aber nein, sie sitzen nur im Haus rum &#8211; und das Wohnzimmer wird auch problemlos zum Krankenzimmer umgewandelt, was Smeyer so beschreibt:</p>
<blockquote><p>Bella war zusammengerollt auf einem schmalen Bett in der Mitte des weiten Raums. Kein normales Bett &#8211; eins mit Gittern wie in einem Krankenhaus. Ebenfalls wie ein Krankenhaus die Monitore, die an ihren Körper geschnallt waren, die Schläuche, die in ihrer Haut steckten. Die Lichter auf den Monitoren blinkten, aber es gab kein Geräusch. Das Tropfen kam vom Tropf, der in ihrem Arm steckte &#8211; eine Flüssigkeit, die dick und weiß war, nicht durchsichtig.</p></blockquote>
<p>Das ist gruseligster Gruselscheiß. Bella liegt also auf einem Krankenhausbett. So kann man das nennen und die Leute wissen in der Regel, was damit gemeint ist. Monitore sind an Bellas Körper geschnallt, was mich an eine Installation von moderner Kunst denken lässt &#8211; und das wiederum ist »wie ein Krankenhaus«. Nicht wie <em>in</em> einem Krankenhaus, sondern wie ein Krankenhaus. Die Flüssigkeit im Tropf ist überraschenderweise nicht durchsichtig &#8211; keine Ahnung, was das uns sagen soll, geschweige denn, dass dieser Satz ansonsten korrekt wäre.</p>
<p>Jacob sieht das, und dann flieht er. Weglaufen kann er wirklich gut.</p>
<p><strong>Was mir an diesem Kapitel gefiel</strong>:<br />
Noch gefällt mir die Idee, dass Jacob einfach ein eigenes Rudel gründet und nun Seth dazu stößt, dass die Telepathie unter den Wölfen nur im Rudel funktioniert und Jacob damit den Kontakt zu den anderen Wölfen verliert. Das wird sich zwar relativieren, aber ich finde gut, dass die Werwölfe nicht nur entweder den Alpha zum Kampf herausfordern oder gehorchen können. Dass sie die Möglichkeit haben, sich loszusagen und ihr eigenes Rudel zu gründen.</p>
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		<series:name><![CDATA[Ausgebissen]]></series:name>
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		<title>A Game of Thrones (HBO)</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 21:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[george rr martin]]></category>
		<category><![CDATA[lied von eis und feuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein großer Fan der Buchreihe von George R. R. Martin, auch wenn ich eine der wichtigsten Heldenfiguren, den unerträglichen Jon Snow, überhaupt nicht leiden kann. Von diesem Bastard abgesehen aber gefällt mir, wie Martin mit genau gezeichneten Figuren seine Fantasy-Welt zum Leben erweckt und dann so ziemlich jedem (außer eben Jon Snow) richtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein großer Fan der Buchreihe von George R. R. Martin, auch wenn ich eine der wichtigsten Heldenfiguren, den unerträglichen Jon Snow, überhaupt nicht leiden kann. Von diesem Bastard abgesehen aber gefällt mir, wie Martin mit genau gezeichneten Figuren seine Fantasy-Welt zum Leben erweckt und dann so ziemlich jedem (außer eben Jon Snow) richtig viel Mist widerfahren lässt. Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen, dann zweimal auf deutsch, und dann habe ich die Hörbücher zweimal gehört. Das ist mit Ausnahme vielleicht von China Mieville also wirklich meine Fanboy-Serie.</p>
<p>Entsprechend aufgeregt habe ich natürlich die Fernsehserie von HBO abgewartet.<br />
<span id="more-3719"></span><br />
<a href="http://p-pricken.de/uploads/2011/04/game-of-thrones-serie.jpg"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/04/game-of-thrones-serie.jpg" alt="" title="game-of-thrones-serie" width="400" height="242" class="aligncenter size-full wp-image-3736" /></a></p>
<p>Man sollte meine, eine gewisse Enttäuschung sei normal. Und das ist sie vielleicht auch. Trotzdem weiß ich, was zu einer erfolgreichen Adaption gehört, und kann in der Regel Änderungen von einem Medium zum anderen akzeptieren. Ich habe wenige Probleme mit den Ereignissen, die in der Serie anders sind als in den Büchern. Bislang zumindest. Eher denke ich, dass die Produzenten vielleicht hätten mehr ändern sollen, denn die Folgen nehmen sich wie die Bücher Zeit, in die Welt einzuführen. Wenn ich aber zwischen den Folgen eine Woche warten muss&#8230; ich weiß nicht, wie aufgehoben sich Leute da fühlen, die nicht vorher die Bücher lasen.</p>
<p>Die Besetzung ist ziemlich klasse und ich kann bislang keinen Fehlgriff und einige Glücksgriffe erkennen. Emilia Clarke als Daenerys Targaryen ist anscheinend der Aufgabe, die sie erwartet, gewachsen, und auch Maisie Williams als Arya macht sich sehr gut. Dass Peter Dinklage als Tyrion großartig ist, war ohnehin zu erwarten. Das sind die drei, die für mich am auffälligsten waren, und ich freue mich sehr auf Petyr Baelish, dessen Darsteller Aidan Gillen ich aus <em>The Wire</em> kenne. Aber wie gesagt, das darstellerische Niveau ist sehr hoch, und Mensch, fällt es leicht, Jack Gleeson als Joffrey zu hassen.</p>
<p>Die Austattung ist eindeutig teuer gewesen und ist sehr beeindruckend. Sie kann sich wirklich sehen lassen&#8230; und da sind wir bei meinem Problem mit der Serie bislang. Sie lässt sich nicht wirklich sehen. Die Regie ist schwach, vor allem die Kameraführung. Die ersten beiden Folgen bestanden fast ausschließlich aus Establishing Shots gefolgt von dem einfachen Shot / Reverse-Shot-Muster, das einfachste Fernseharbeit ist. Die Regie ist, mit anderen Worten, langweilig. </p>
<p>Wir haben fast nur Szenen, in denen sich Darsteller gegenüber stehen oder gegenüber sitzen und sich unterhalten. Wenn dann noch eine statische Kamera dazu kommt, stockt alles. Warum lässt man die Figuren sich nicht bewegen, durch den Raum gehen? Warum geht die Kamera nicht durch den Raum? Warum sieht man nicht ein Gespräch in der Totalen? Die Serie ist doch teuer genug, da kann man auch diese etwas zeitraubenderen Einstellungen verwenden &#8211; oder? </p>
<p>Dadurch, dass bislang wirklich fast nur Informationen vermittelt wurden, und die dann auch noch derart statisch, reißt die Serie mich nicht mit. Ich genieße sie, weil ich die Bücher so sehr liebe, und weil sie ansonsten wirklich hochklassig ist. Aber die Kamera muss erzählen, sie muss uns führen, sie muss Tempo reinbringen. Und das tut sie leider wirklich nicht.</p>
<p><em>Update</em>: Ich möchte doch noch betonen, wie sehr ich hoffe, dass sich auch das noch gibt. Denn Martin beschreibt zwar eine streng patriarchalische Welt &#8211; aber er beschreibt sie bewusst so, und er füllt die Bücher trotzdem mit vielen Frauen, die in dieser Welt ihr eigenes Ding machen. Hier gibt es einen ganzen Batzen von großartigen Frauenfiguren, auch wenn ich weniger Hoffnung habe, was ethnische Varianz angeht (was aber auch mit Hollywood-Casting zusammenhängt).</p>
<p>Frage: Ich werde die erste Staffel definitiv sehen. Besteht Interesse an einer Besprechung der einzelnen Folgen?</p>
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		<title>Sucker Punch</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 13:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[action]]></category>
		<category><![CDATA[emily browning]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[zack snyder]]></category>

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		<description><![CDATA[Zack Snyder ist ein Genie. Snyder sieht, was alles in Hollywood-Filmen schief läuft, und er weiß, diese Missstände kann er nicht direkt ansprechen, und trotzdem einen Blockbuster drehen. Also entscheidet er sich dafür, es umgekehrt zu machen: totale Übertreibung und damit ein satirischer Blick auf Hollywood-Mechanismen. Alternativ ist Zack Snyder einfach ein schlechter Filmemacher. Sucker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zack Snyder ist ein Genie. </p>
<p>Snyder sieht, was alles in Hollywood-Filmen schief läuft, und er weiß, diese Missstände kann er nicht direkt ansprechen, und trotzdem einen Blockbuster drehen. Also entscheidet er sich dafür, es umgekehrt zu machen: totale Übertreibung und damit ein satirischer Blick auf Hollywood-Mechanismen.</p>
<p>Alternativ ist Zack Snyder einfach ein schlechter Filmemacher.<br />
<span id="more-3680"></span><br />
<div id="attachment_3681" class="wp-caption alignright" style="width: 165px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/04/SuckerPunch-Poster.jpg" alt="" title="SuckerPunch-Poster" width="155" height="200" class="size-full wp-image-3681" /><p class="wp-caption-text">Sucker Punch (2011)</p></div><em>Sucker Punch</em>, da soll es keine Irrtümer geben, ist furchtbar. Nahezu der gesamte Film besteht aus Zeitlupeneffekten unterlegt mit schlechten Covern von Liedern, die wir mehr oder weniger zur Gänze hören dürfen. Es sind Musikvideos, aneinander gereiht für einen der langweiligsten Actionfilme, die ich kenne.</p>
<p>Baby Doll Emily Browning ist in einer Anstalt. Sie stellt sich vor, stattdessen in einem Bordell zu sein. Und in diesem Bordell stellt sie sich vor, in einer Traumwelt zu sein. In dieser Traumwelt wiederum findet die Action statt.</p>
<p>Direkt die erste Sequenz positioniert Browning mit Pistole und Katana gegen riesige mechanische Samurai. Sie wird durch Wände und in den Boden geschleudert, und wir merken: in diesen Kämpfen kann nichts passieren. Sie sollen nur in Zeitlupe ablaufen und cool aussehen, es steht nichts auf dem Spiel. Und Langeweile setzt ein. Wenn Snyder am Ende diese Gefahrlosigkeit aus dem Nichts negiert und Rocket Jena Malone sterben lässt, ist das nur umso frustrierender, weil das nicht den Regeln entspricht, die vorher erklärt wurden.</p>
<p>Dazu kommt, dass dieser Film sich in provokanten Posen übt, aber auf Nummer Sicher geht. Es gibt eine deutliche Einstellung von Brownings Akte, in der sie eindeutig als 20 Jahre alt beschrieben wird, damit der Schulmädchenfetisch, den »Baby Doll« erfüllt, auch in Ordnung geht. Und die in der Traumwelt gemetzelten Gegner sind Roboter, Zombies, Orks &#8211; also alles Wesen, die man zerstückeln kann, ohne Probleme mit Gewaltdarstellung zu bekommen.</p>
<p>Ebenfalls langweilig sind die Figuren, die dank der Zeitluperei mehr wie Puppen wirken als wie Charaktere. Und so kann ich zwar feststellen, dass High-School-Musicaline Vanessa Hudgens absolut furchtbar ist, aber selbst Emily Browning ist leblos, und von der weiß ich, dass sie besser sein kann. Über Carla Gugino sprechen wir lieber nicht, so grauslig ist sie, und die anderen Mädels, die mit Browning fliehen wollen, sind bestenfalls farblos.</p>
<p>Was nicht bedeutet, dass Snyder den Film nicht mit großen Gesten füllt ohne Ende. Er kann ja sonst nix. Große Gesten, Zeitlupe, schlechte Musik und dahinter alles leer. Ein totaler Flop.</p>
<p>Und dann, als Sahnehäubchen, der Plot. Emily Browning wird von ihrem Stiefvater angegriffen, dann vergreift sich dieser an ihrer Schwester. Diese Tendenz geht weiter: dieser Film handelt von Missbrauch und nichts anderem. Browning wird eingewiesen, weil sie aufmüpfig ist &#8211; keinesfalls ein unerhörtes Schicksal übrigens. Die Anstalt ist ein besseres Bordell, es ist also kein Wunder, dass sich Browning in den Nachtclub träumt.</p>
<p>(Gesundheitswarnung bis zum Hals)</p>
<p>Diese Träume sind übrigens ihre Erinnerung an die fünf Tage, die sie in der Anstalt verbringt. Am Ende des fünften Tages wird sie lobotomisiert, indem ihr ein Meißel durchs Auge getrieben wird. Und in diesem Moment geht ihre Vorstellung zurück und in das Bordell. </p>
<p>Dort erfahren wir, wie toll Browning tanzen kann. Sie nutzt diese Tänze, um die Männer des Bordells und ihre Klienten abzulenken, damit die anderen Frauen Gegenstände stehlen können, die sie zur Flucht benötigen. Die Tänze sind eine (dünne) Metapher für Vergewaltigung. Wir sehen also eigentlich, dass Browning sich so toll vergewaltigen lässt, dass sie der vorher beliebtesten Insassin den Rang abläuft, wenn es um die Besetzung des Vergewaltigungsraums geht &#8211; ja, die Anstalt hat einen Vergewaltigungsraum. Und selbst, als Browning einen Meißel durchs Auge bekommen hat, wird sie noch in diesen Raum geschleppt, um erneut vergewaltigt zu werden.</p>
<p>Scott Glenn hilft den Frauen und beschützt sie in der Fantasiewelt, und ohne seine Hilfe wäre selbst das bisschen Happy End, was inszeniert wird, unmöglich: die Frauen werden nicht nur von Männern ohne Ende missbraucht, sie brauchen auch einen Kerl, um gerettet zu werden. </p>
<p>Alternativ können sie natürlich auch durch eine Lobotomie entkommen und Rache üben. Jedenfalls scheint uns <em>Sucker Punch</em> das am Ende sagen zu wollen: Mädels, ihr könnt kämpfen, indem ihr supersexy seid und euch toll vergewaltigen lasst und im Moment der Vergewaltigung vorstellt, dass ihr in Wahrheit in einem Bordell tanzt &#8211; oder auch was anderes, in eine Traumwelt fliehen ist absoluter Widerstand. Und eine Lobotomie ist der größte Akt, fast schon Revolution.</p>
<p>Aber Wünsche haben? Ziele? Charaktereigenschaften? Nee, das beste, worauf ihr hoffen könnt, ist es, mit dem Missbrauch etwas besser klar zu kommen. Entsprechend endet der Film auch in der Fantasiewelt. </p>
<p>Übrigens: von den fünf Frauen sind drei Weiß und mehr oder weniger blond, die dürfen sich öfter unterhalten. Hudgens, teilweise indianische Wurzeln hat, sagt selten was und verrät die Mädels, und die koreanische Amerikanerin Jamie Chung sagt noch seltener was und darf für den Verrat sterben. Farbige sind eben immer noch Sidekicks.</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, dass Snyder wirklich glaubt, hier einen Film mit feministischen Untertönen gemacht zu haben. Aber er glaubt sicher auch, der Film wäre spannend und temporeich, und das ist der auch nicht. In Wahrheit ist dies eine Fetisch-Modenschau, eine zweistündige Vergewaltigungsmetapher und das ganze System von Missbrauch und Unterdrückung wird benutzt, um junge Frauen in Reizwäsche auf die Leinwand zu holen.</p>
<p><a href="http://thehathorlegacy.com/sucker-punch/" target=_blank>The Hathor Legacy</a> hat einen sehr interessanten Ansatz für diesen Film. Ich stimme nicht zu, dass <em>Sucker Punch</em> intelligent oder gut gemacht ist &#8211; aber es lässt sich nicht leugnen, dass die Kamera die Frauen nicht so zu Sexualobjekten macht, wie das üblich ist, und dass die Missbrauchstaten nicht in sexuell anziehender Weise inszeniert werden. Schade, dass man das lobend erwähnen muss, aber immerhin kann man es hier lobend erwähnen. (Weitere <a href="http://www.heroinecontent.net/archives/2011/03/sucker-punch-links.html" target=_blank>Links</a>.)</p>
<p>Wie ich in einem Kommentar sagte: dies ist nicht Brett Ratner oder Michael Bay oder sonst ein zynisches Arschloch, Zack Snyder will es gut machen. Wem das reicht: bitte sehr.</p>
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		<title>Paul</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 23:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[aliens]]></category>
		<category><![CDATA[filmkritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Trailer für Paul ist nicht besonders gelungen. Danach sieht dieser Film aus wie eine unterirdisch unkomische Komödie. Einzig die Tatsache, dass Simon Pegg den Film mit zu verantworten hat (wenn auch ohne Edgar Wright), hat mich dazu gebracht, doch einen Blick zu riskieren. Mehr oder weniger zum Glück. Paul handelt von zwei britischen Freunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Trailer für <em>Paul</em> ist nicht besonders gelungen. Danach sieht dieser Film aus wie eine unterirdisch unkomische Komödie. Einzig die Tatsache, dass Simon Pegg den Film mit zu verantworten hat (wenn auch ohne Edgar Wright), hat mich dazu gebracht, doch einen Blick zu riskieren.</p>
<p>Mehr oder weniger zum Glück.<br />
<span id="more-3640"></span><br />
<div id="attachment_3642" class="wp-caption alignright" style="width: 150px"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2011/04/Paul.jpg" alt="" title="Paul" width="140" height="200" class="size-full wp-image-3642" /><p class="wp-caption-text">Paul (2011)</p></div><em>Paul</em> handelt von zwei britischen Freunden (Pegg und Nick Frost), die stark an Besuche aus dem All glauben, und die auf einer Reise durch die USA den Außerirdischen Paul (Stimme: Seth Rogen / Bela B., Aussehen: Computer) treffen. Sie helfen ihm, vor der Regierung zu fliehen, verkörpert vom Man in Black Jason Bateman. Ebenfalls mit dabei: Kristen Wiig, die dank Paul erst von ihrem religiösen Fundamentalismus und dann von ihrem blinden Auge geheilt wird und anschließend fluchend ihre neue Freizügigkeit auslebt &#8211; in familienfreundlichem Rahmen, also fluchend und küssend.</p>
<p>Muss sie wirklich geheilt werden, um wirklich glücklich sein zu können? Müssen die fünf Hauptfiguren wirklich vier Mal männlich und einmal weiblich sein &#8211; und diese weibliche Figur darf dann beim Happy End im Publikum sitzen, wenn die Kerls beklatscht werden. Und muss der Film so weiß sein? Nein.</p>
<p>Gleichzeitig: Muss <em>Paul</em> so zurückhaltend sein?</p>
<p>Ich bin ehrlich froh, dass der Film nicht so voller Furz- und Sexwitze ist, wie der Trailer er vermuten ließ. Vielmehr ist er eine nette Komödie über zwei Freunde, die zum Comic-Con fahren und dort auch hingehören. Filmgeeks, Comicgeeks, Science-Fiction-Geeks werden hier einige schmunzlige Momente haben, zumal <em>Paul</em> mit Anspielungen auf andere Filme nicht geizt. Dies ist jedoch dezidiert keine ebenso hochwertige Parodie wie <em>Shaun of the Dead</em> oder <em>Hot Fuzz</em>, dazu fehlt bisweilen der Biss.</p>
<p>Was würde passieren, wenn man einen Alien trifft? Wenn dieser auch noch all sein Wissen in den eigenen Kopf schießen kann? Wie würde man sich verändern? <em>Paul</em> zufolge verliert man seinen Fundamentalismus und glaubt an die Evolution, und sonst ändert sich nichts. Da gibt es mehr Kommentare über die dreibrüstige Frau auf dem Cover eines Romans.</p>
<p>Und doch steckt hier eine Geschichte drin, die Herz hat. Die nicht einfach nur Kasse machen will, sondern das Sujet wirklich mag, die mit den Fanboys und Fangirls lachen kann und will. <em>Paul</em>, und allein dadurch ist er eine Ausnahme, ist kein zynischer Film. Das macht den Unterschied, denn so verzeiht man vielleicht das ein oder andere, wie das eben so ist bei Leuten und Dingen, die man mag.</p>
<p>Ich mochte <em>Paul</em> nämlich, trotz allem. Damit bin ich nicht blind gegenüber den Schwächen und vielleicht hatte ich nur einfach mal wieder Lust, einen Film zu mögen, und habe daher über vieles hinweggesehen, was mir als weißer Kerl auch leicht fällt.</p>
<p>Kein großer Wurf, aber eine angenehme Erscheinung im Kino.</p>
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