Meine vorgefertigten Beiträge sind aus, und da mein Uni-Studium momentan in einer heißen Phase ist, kann ich leider nicht für jeden Tag einen Beitrag garantieren. Ich werde versuchen, es nicht allzu still werden zu lassen, und zumindest die Zwielicht am Sonnabend-Reihe weiterzuführen.
Ich bin gerade in Jim Emersons Blog über mehrere Beiträge gestolpert, die sich mit Filmkritik beschäftigen und mich nachdenklich stimmten. Im Grunde spricht er über die Nachvollziehbarkeit von Filmkritik und die Qualität von Argumenten, und macht mich unsicher, ob meine Kritiken dem Standard genügen. Hier ein paar der für mich wichtigen Zitate:
Reviews should be challenged on the grounds of descriptive accuracy, clarity of expression and intellectual consistency. More ephemeral qualities like fairness, usefulness and originality can be grounded in textual evidence and comparative criticism. No one’s opinion is more objectively right than any other, but there’s no question that some are better argued, better supported and ultimately more interesting.
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Am Dienstag, 14. September 2010, halte ich um 20 Uhr im Unperfekthaus in Essen einen Vortrag mit dem Titel Ist es warm hier oder bin ich das? Klimawandel, kritisch beleuchtet. Als Vorschau habe ich das Inhaltsverzeichnis des Vortrags mal abfotografiert, sichtbar nach dem Klick (Ja, das bedeutet, dass ich mein Foliendesign verrate).
Das Unperfekthaus erhebt Eintritt von 5,50 Euro – darin sind beliebig viele alkoholfreie Getränke enthalten (Cola, Wasser, Kaffee, Tee, usw.)
Ich freue mich über zahlreiche Besucher!
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Ich schrieb:
Robert Rodriguez ist der untalentierte Freund von Quentin Tarantino
und wurde um Erklärung gebeten. Wenn ich mir die Zeit dann nehme, kann ich da auch gleich einen Beitrag draus machen, so viele davon gibt es im Moment ja nicht.
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Robert Rodriguez ist der untalentierte Freund von Quentin Tarantino: er mag Genre, aber er hat keine Ahnung, wie er seine Liebe dazu in gute Filme umsetzen soll. Rodriguez führt bei Predators (zum Glück) nicht Regie, aber man merkt, dass er als Produzent seine Finger im Spiel hatte: Predators hat alles, was einen Film dieser Reihe ausmachen sollte, und ist trotzdem kein großartiger Film, sondern ziemlicher Mist.
Aber bevor wir zur Kritik kommen, noch ein wichtiger Hinweis.
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Auch wenn Buffy eine originelle Serie ist, so ist es doch gleichzeitig noch eine Serie mit relativ klassischem Aufbau: die einzelnen Episoden folgen der 4-Akt-Struktur, und die Vorliebe für ironische Szenenübergänge und ähnlich altbekannte dramaturgische Kniffe kann bisweilen sogar überhand nehmen. Und bei einer klassischen Serie weiß man, dass am Ende eigentlich alles wieder so ist wie am Anfang. Es gibt vielleicht begrenzten Wandel bei den Figuren, aber selbst das nur begrenzt. Und hier ist Buffy so gar nicht traditionell.
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Charlie war aufgeblieben. Das Haus war hell erleuchtet. Mein Kopf war leer, während ich nach einer Möglichkeit suchte, ihn dazu zu bringen, mich gehen zu lassen.
Das ist der Konflikt, der sich Bella stellt. Dabei ist nicht ganz klar, woher der Konflikt kommt – bislang war Charlie eigentlich ganz froh, sich aus Bellas Leben rauszuhalten, und man könnte annehmen, wenn Bella fahren wollte, würde er sie gehen lassen. Auch, wenn er vermissen wird, dass Bella für ihn kocht, putzt und einkauft.
Immerhin ist Charlie ein geschiedener Mann und damit per se nicht mehr in der Lage, ein idealer Vater zu sein. Auch wenn er zumindest keine neue Freundin hat, sondern eher wie ein Witwer lebt. Da Charlie von seiner Frau verlassen wurde, ist ziemlich klar, auf welcher Seite hier die Schuld gefunden werden kann. Und passenderweise ist Bellas Mutter auch in einer neuen Beziehung, die auch wieder nicht ganz perfekt läuft.
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Taken war ein hässlicher Film, bei dem alle Ausländer gemeine Verbrecher waren und Frauen entweder töricht oder Opfer. Dafür war Liam Neeson ein eiskalter Killer. From Paris with Love, vom gleichen Regisseur, ist ein hässlicher Film ohne Liam Neeson. Dafür sind nicht nur alle Ausländer Schwerverbrecher, sondern auch all die Frauen, die nicht törichte Opfer sind. Und John Travolta ist ein us-amerikanischer Superspion, der Jonathan Rhys-Meyers Möchtergernspion zeigt, wie man erfolgreich Massen massakriert.
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Der Bösewicht der zweiten Staffel ist Angelus, der Dämon in Buffys Geliebtem, befreit dadurch, dass die beiden Sex hatten. Buffy kann nicht anders, als sich schuldig zu fühlen. Sie fühlt sich verantwortlich dafür, was mit Angel passiert ist, und sie schämt sich auch dafür, mit ihrer sexuellen Freiheit fahrlässig umgegangen zu sein (zumindest aus ihrer Sicht fahrlässig). Natürlich hängt damit auch zusammen, dass Angelus Jenny Calendar getötet hat – ohne Buffy wäre auch das nicht passiert.
So ist es kein Wunder, dass sie zu Beginn der Folge keine Lust hat, jemals wieder mit einem anderen Mann zusammen zu sein, und ihren Klassenkameraden abblitzen lässt. Aber um Angelus zu töten, muss sie sich von dieser Schuld befreien, sie darf Angel nicht allein in der Opferrolle sehen und sich als Täter. Zum Glück gibt es Geister.
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In der zweiten Hälfte der zweiten Staffel hat Buffy wirklich zu sich gefunden. Die Folgen 13 und 14 sind hochdramatisch, Nummer 16 ist urkomisch, und es gibt keine Anzeichen, dass die Serie nachlässt. Eher im Gegenteil.
Robia LaMorte sieht ihre Zeit als Jenny Calendar inzwischen wohl eher negativ, ist sie doch zu einer wiedergeborenen Christin geworden und hat für Zauberei und andere satanische Dinge nichts mehr übrig. Das ändert aber nichts daran, dass sie in Passion (dt. Titel: Das Jenseits lässt grüßen) Opfer eines der gemeinsten Verbrechen der ganzen Serie wird. Joss Whedon ist bekannt dafür, dass er Liebespaare und überhaupt alle seine Figuren durch die Hölle gehen lässt, aber der Tod von Jenny Calendar ist für mich immer besonders schockierend gewesen.
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Twilight hat uns nun bereits fast fünfzig Beiträge lang begleitet. Ich war oft frustriert und manchmal vielleicht etwas zu hart in meiner Kritik. Ich hoffe, die Leser dieser Reihe sind wenigstens nicht so gelangweilt gewesen wie ich bisweilen bei der Lektüre selbst. Wir nähern uns einem entscheidenden Moment in Twilight. Dem Moment, an dem ich wirklich alle Hoffnung fahren lasse und dieses Buch zu hassen beginne.
Man kann sich also auf etwas freuen.
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