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	<title>Derangierte Einsichten &#187; Patrick</title>
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	<description>Geschreibsel, Kommentare und Kritik</description>
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		<title>SDT: Ehre</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 22:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Snows Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Königsmörder]]></category>
		<category><![CDATA[rhaegar drachenritter]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetHeute fassen wir für diese Reihe entscheidende Themen an. Da haben wir die Frage, ob und wie jemand seiner Vergangenheit entkommen kann, wie viel Ehre wert ist und wie wichtig die Herkunft ist. Und alles hängt hier am Haken von Eddard Stark. Ned ist ein liebevoller Vater und Ehemann. Er ist auch durch und durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4309" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4309&amp;text=SDT%3A%20Ehre&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F02%2Fsdt-ehre%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Heute fassen wir für diese Reihe entscheidende Themen an. Da haben wir die Frage, ob und wie jemand seiner Vergangenheit entkommen kann, wie viel Ehre wert ist und wie wichtig die Herkunft ist. Und alles hängt hier am Haken von Eddard Stark.</p>
<p>Ned ist ein liebevoller Vater und Ehemann. Er ist auch durch und durch Ehrenmann. Wir sehen das in seinem Gespräch mit dem König.<br />
<span id="more-4309"></span><br />
Als Robert vorschlägt, Daenerys umbringen zu lassen, ist das für Eddard undenkbar. Er mokiert sich darüber, dass man sich auf die Spionage des entflohenen Sklavenhändlers Jorah Mormont verlässt – lieber würde er den entflohenen Ritter tot sehen. Ned misstraut den Lannistern, weil die sich im Krieg betrügerisch verhielten, und er misstraut Jaime Lannister insbesonders, weil dieser als geschworener Mann des Königs seinen Eid brach und Arys hinterrücks ermordete.</p>
<p>Alles, was Eddard vorbringt, wird mit Ehre argumentiert. Dieser Zug wird sich fortsetzen. Eddard Stark ist peinlich auf Ehre bedacht. Wie also verträgt sich das mit seinem Bastard, ob nun von Ashara Dayne oder auch von dieser Willa, deren Geschichte er nicht erzählen will?</p>
<p>Im Buch wird es nicht explizit beantwortet – bis zum fünften Band zumindest. Aber die Antwort ist dennoch deutlich. Ganz einfach, es verträgt sich nicht. Eddard Stark ist einer der wenigen Menschen, die so sehr auf ihre Ehre bedacht sind, dass sie niemals ein Eheversprechen brechen würden. Jon sieht aber aus wie ein Stark – warum? Weil er Eddards Neffe ist.</p>
<p>Jon Snow ist – da lege ich mich fest, auch wenn es bislang nur Spekulation ist – der Sohn von Lyanna Stark und Rhaegar Targaryen. Wir werden im Laufe der Bücher noch mehrmals darauf zu sprechen kommen. In diesem Kapitel werden zwei Dinge offenbart: Eddard hasst Unehre und wird von Lyannas letztem Wunsch (»promise me, Ned») verfolgt – und Robert hasst alle Targaryen. Robert hat nicht gezuckt, als man ihm die toten Kinder als Trophäe präsentierte, er hätte nicht gezuckt, Jon zu töten. Doch rang Lyanna Eddard das Versprechen ab, Jon insgeheim als eigenen Sohn aufzuziehen, und der so an seine Ehre gebundene Eddard holte den Jungen zu sich.</p>
<p>Nicht, dass Eddards Ehre rein positiv wäre. Er nimmt in Kauf, einen Krieg gegen die Dothraki zu führen. Wie viele Menschen dabei leiden oder sterben würden ist ihm egal. Schließlich geht es um ehrenhaftes Verhalten. So auch beim Krieg gegen Arys. Wir werden noch hören, dass der verrückte König seinen Namen zu Recht trug. Aber das entschuldigt für Eddard nicht, dass sich Jaime gegen diesen Irren wendet. Das ist so ehrenhaft, dass es unmenschlich ist.</p>
<p>Jaime Lannister wiederum ist das Gegenteil. Anstatt für seine Tat gefeiert zu werden, trägt er seinen Verrat als Last mit sich. Er ist immer der Königsmörder. Ihm kann man nicht trauen. Wir hören von keiner zweiten Missetat Jaimes (gut, wir wissen, dass er mit Cersei Sex hat, aber sonst weiß das niemand). Eine einzige Tat im Alter von 17 und sein Ruf ist besiegelt.</p>
<p>Ansonsten muss sich Ned bestätigt fühlen. Robert ist ein Lebemann, der sich nicht so sehr um Ehre kümmert. Er will immer noch alle Targaryen töten, und sonst nimmt er nicht viel krumm. Er steckt tief mit den Lannistern zusammen, obwohl er seine Frau nicht so gut zu leiden scheint. Der Schatten von Lyanna Start hängt über diesem König – und die Tatsache, dass die Lannister seine Regierung finanzieren, wie wir lernen werden.</p>
<p>Und diesem König soll Ned nun helfen, diese Fleisch gewordene Ehre. Wir ahnen: das wird nicht einfach.</p>

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		<series:name><![CDATA[Spiel der Throne]]></series:name>
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		<title>Gedankensplitter</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[kurz kommentiert]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetJa, ich bin bei facebook, aber sehr begrenzt. Du kennst mich, magst mich, oder gar beides? Sag mir lieber bei Google Plus Bescheid. Anscheinend hat die Presse nichts Besseres zu tun, als so lange nachzufragen, bis Wulff endlich weg ist. Da will sich wohl jemand seiner Macht und Relevanz versichern. Mehr als 1500 Flüchtlinge im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4307" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4307&amp;text=Gedankensplitter&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F02%2Fgedankensplitter%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Ja, ich bin bei facebook, aber sehr begrenzt. Du kennst mich, magst mich, oder gar beides? Sag mir lieber bei <a href="https://plus.google.com/u/0/117656266497755789230/posts">Google Plus</a> Bescheid.</p>
<p><a href="http://tagesschau.de/inland/deutschlandtrend1448.html" target=_blank>Anscheinend hat die Presse</a> nichts Besseres zu tun, als so lange nachzufragen, bis Wulff endlich weg ist. Da will sich wohl jemand seiner Macht und Relevanz versichern.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlingemittelmeer100.html" target=_blank>Mehr als 1500 Flüchtlinge im Mittelmeer umgekommen</a>: Liegt sicher an den Unruhen im Arabischen Raum, am Klimawandel – aber auch an der europäischen Flüchtlingspolitik.</p>

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		<title>SDT: Problematisch?</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 19:11:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Daenerys]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetProblematisch. Triggerwarnung: Vergewaltigung &#038; Zwangslagen aus Sicht der Überlebenden, sexuelle Darstellung mit Minderjährigen Diese Bücher sind (m. E.) problematisch. Bevor wir mit dem 11. Kapitel loslegen, ein paar Hinweise. Erstens auf Ana Mardolls Seite, die sich gerade mit Verblendung beschäftigt und der Frage, ob die Beschreibung der Gewalt gegen Frauen in dieser Reihe sinnvoll ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4305" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4305&amp;text=SDT%3A%20Problematisch%3F&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F02%2Fsdt-problematisch%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Problematisch.</p>
<p><strong>Triggerwarnung: Vergewaltigung &#038; Zwangslagen aus Sicht der Überlebenden, sexuelle Darstellung mit Minderjährigen</strong></p>
<p>Diese Bücher sind (m. E.) problematisch. Bevor wir mit dem 11. Kapitel loslegen, ein paar Hinweise. Erstens auf Ana Mardolls Seite, die sich gerade mit <em>Verblendung</em> beschäftigt und der Frage, ob die Beschreibung der Gewalt gegen Frauen in dieser Reihe sinnvoll ist. Sehr lesenswert, zwei Teile sind im Moment erschienen (<a href="http://www.anamardoll.com/2012/01/deconstruction-classism-and-systemic.html" target=_blank>Teil 1</a>, <a href="http://www.anamardoll.com/2012/02/deconstruction-problem-with-bjurman.html" target=_blank>Teil 2</a>). Die Triggerwarnungen gelten da auch.</p>
<p>Zweitens dieser Artikel mit Tipps, wie man <a href="http://www.socialjusticeleague.net/2011/09/how-to-be-a-fan-of-problematic-things/" target=_blank>ein Fan auch von problematischen Medien</a> sein kann.</p>
<p><span id="more-4305"></span><br />
Kommen wir zurück zu Lias Frage: Warum gibt es in dieser Reihe so viel Gewalt gegen Frauen? Darauf kann es mehrere Antworten geben:</p>
<p><strong>Die Welt ist eben so.</strong> Bullshit. Die Welt ist genau so, wie George Martin sie beschreibt.</p>
<p><strong>Das ist realistisch.</strong> Bullshit. Erstens hat Martin nicht die Pflicht, »realistisch« zu sein – und er weicht ja auch in anderen Dingen von seiner historischen Vorlage ab (Magie! Hallo?). Zweitens sind diese Argumente oft historisch verkürzend, weil es nämlich sehr viel mehr Varianz gab, als die glatt gebügelten »realistischen« Geschichten suggerieren.</p>
<p><strong>Frauen erleiden genauso viel wie Männer.</strong> Okay. Es ist eben eine harte Welt, Frauen besonders zu schützen mag unfair erscheinen. Allerdings erleiden Männer keinesfalls so viel wie Frauen, und schon gar nicht so viel sexualisierte Gewalt. Die ist in diesen Büchern doch sehr stark vorhanden.</p>
<p><strong>Das ist eben keine Oma-Fantasy</strong> Dieses Argument wäre fatal: da wäre die sexualisierte Gewalt ein Verkaufsargument, der Text hochproblematisch.</p>
<p><strong>Das ist gewollt brutal, um der Welt einen Spiegel vorzuhalten.</strong> Hier wären wir denn auch bei Ana Mardoll und <em>Verblendung</em>.</p>
<p>Letzten Endes muss man sich bei George Martin entscheiden. Ich denke schon, dass er diese Brutalität schildert, weil er damit seine Welt brutal erscheinen lassen will – aber auch, weil er zeigen will, wie brutal das ist. Leider gibt es eben sehr viel dieser Gewalt und wird diese keinesfalls immer durch den Text dekonstruiert oder kommentiert. Dieser Text ist eher der ahnungslose Verbündete: er sympathisiert mit Feminismus und Anti-Rassismus und anderen sozialen Gleichberechtigungs-Bewegungen, aber er kennt sich nicht aus mit Herrschaftsdiskussionen. Allerdings beschreibt er, was Macht mit Menschen tut und wie Macht missbraucht wird. Leider wird die sexualisierte Gewalt Mittel zum Zweck, wird plakativ – und der Text problematisch.</p>
<p>Nehmen wir Danys Hochzeit. (Ja, wir kommen auf das Kapitel zu sprechen. Überraschung!) Viserys könnte zärtlich und liebevoll zu Dany sein. Drogo könnte früher lächeln. Aber wir sollen Daenerys in einem schrecklichen Moment erleben, sie muss voller Angst sein – und gleichzeitig sollen wir Viserys hassen und Drogo ebenfalls fürchten. Also ist Viserys‘ Zorn, ist die nahende Nacht bedrohlich – und Mittel zum Zweck.</p>
<p>Aber – und das ist eben auch der Fall – dies ist kein reiner Fehlgriff. Man kann Danys Geschichte auch feministischer lesen. Denn sie hat ihr Leben lang damit verbracht, dass andere dieses Leben bestimmen. Sie wird sogar verkauft, ob sie will oder nicht. Dann gibt ihr Drogos Geschenk ein erstes Gefühl von Freiheit – und Übermut. Und schließlich, als Drogo sie mitnimmt, erhält sie ihren ersten Moment von Entscheidungsfreiheit. Sie darf bestimmen.</p>
<blockquote><p> “No?” he said, and she knew it was a question.<br />
She took his hand and moved it down to the wetness between her thighs. “Yes,” she whispered as she put his finger inside her.</p></blockquote>
<p>Es ist dieses Element, was mich bei Dany so anspricht. Dies ist ein Mädchen, dass plötzlich die Gelegenheit bekommt, selbstbestimmt zu sein. Es ist eine Geschichte der Emanzipation. Nur:</p>
<p>Dany ist 13 Jahre alt. </p>
<p>Das darf man bei aller Liebe nicht vergessen. Selbst für diese Welt ist sie <em>gerade so</em> erwachsen. Kann sie da wirklich frei über ihre Sexualität bestimmen, oder ist dieser Moment nicht doch erfüllt von Zwängen? Darum meine ich, dass dieser Text letztendlich ein wenig ahnungslos ist, denn meines Erachtens sollen wir das als Ermächtigung Danys sehen. Was – versteht mich nicht falsch – positiv ist.</p>
<p>Auch andere Details sind wieder ein wenig unnötig. Müssen die Dothraki wirklich wie die Tiere rammeln? Müssen sie eine Feier feiern, bei der die Frauen blind von irgendeinem Kerl bepaart werden? Hier verbinden sich unschöne rassistische und sexistische Tendenzen zu einem schmierigen Ganzen, und ich finde auch nicht, dass die Dothraki dieser Falle jemals ganz entkommen (aber vielleicht irre ich mich, wir werden sehen). Vielmehr ist Drogos Verhalten ungewöhnlich, er ist eine Ausnahme unter »den Wilden«.</p>
<p>Ach ja, und das:</p>
<blockquote><p>“Illyrio and I selected them personally for you. Irri will teach you riding, Jhiqui the Dothraki tongue, and Doreah will instruct you in the womanly arts of love.” He smiled thinly. “She’s very good, Illyrio and I can both swear to that.”</p></blockquote>
<p>Ja, das macht Viserys schmieriger – so, wie das Gebaren der Wilden auch Danys Ängste bezüglich ihrer ersten Nacht verstärkt. Tatsächlich ist das Kapitel auch darum so thematisch dicht, weil sich so viel um Sex dreht – um das, was Dany eben vordringlich beschäftigt. Es ist im Dienst der Geschichte, und ich finde es nicht unpassend. Aber doch sehr lapidar. Sexualisierte Gewalt – und die Lustsklavin ist bei allem immer noch eine Sklavin – hat hier den Rang eines Stilmittels, und das ist problematisch.</p>
<p>Zumal Viserys nun wirklich keine Gelegenheit auslässt, bescheuerter zu wirken. Und eine völlig fremde Kultur auch so furchterregend sein kann.</p>
<p>Darum kann ich den Bruch mit diesem Stereotyp durch Drogo trotzdem mögen, kann Danys Geschichte trotzdem faszinierend finden, kann mich darauf konzentrieren, dass Martin ja durchaus diese Zustände auch kritisiert. Aber nicht ganz ohne Bauchschmerzen, und durchaus mit Verständnis für jene, die das gar nicht können.</p>

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		<title>SDT: Warum?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[catelyn]]></category>
		<category><![CDATA[Needlework]]></category>
		<category><![CDATA[stick them with the pointy end]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetVorab möchte ich einen kommentar zum letzten Beitrag zitieren, den ich treffend fand – alle Kommentare sind lesenswert, ich bin sehr froh über die hochwertigen (und kontroversen) Diskusionen. NW schreibt: Ich empfinde die Charaktere in Eis und Feuer überhaupt nicht als Stereotyp. (…) Die Grundeinordnung von Eis und Feuer ist Fantasy. Diese Literaturgattung hat eigene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4301" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4301&amp;text=SDT%3A%20Warum%3F&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F02%2Fsdt-warum%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Vorab möchte ich einen kommentar zum letzten Beitrag zitieren, den ich treffend fand – alle Kommentare sind lesenswert, ich bin sehr froh über die hochwertigen (und kontroversen) Diskusionen. NW schreibt:</p>
<blockquote><p>Ich empfinde die Charaktere in Eis und Feuer überhaupt nicht als Stereotyp. (…)<br />
Die Grundeinordnung von Eis und Feuer ist Fantasy. Diese Literaturgattung hat eigene Klischees und Stereotype. Diese werden im Roman sehr stark gebrochen. (…) In der Welt selbst haben wir die Idealbilder des guten Ritters. Doch die Geschichte spielt mit diesen Idealbildern. Ein Beispiel des typischen Helden wäre Jaimie Lannister. Er ist schön, charmant, von edler Geburt, ein excellenter Kämpfer, das Idealbild des Helden. In einer anderen Geschichte wäre er als Königsmörder selbst König geworden. In dieser Geschichte wird er dafür geschmäht.</p></blockquote>
<p>Das ist erkennbar nur ein Auszug – lest den Rest. Aber was NW beschreibt, trifft wohl auch auf mich zu – dieses Spiel mit den Erwartungen traditioneller Fantasy funktioniert zudem vielleicht auch darum so gut, weil der Anfang erst einmal die üblichen Erwartungen weckt.</p>
<p><span id="more-4301"></span><br />
Lia hat auch was geschrieben. Das hat mich so beschäftigt, dass ich hier ein wenig darauf eingehen muss.</p>
<blockquote><p>Wenn es Bran so eindeutig besser geht, wenn er den Wolf nur hört, warum lässt man das Tier dann nicht zu ihm? Gott, wenn mein Sohn schwer verletzt im Krankenhaus liegen würde und das Geräusch des Schnurrens unseres Katers ihm hilft, dann würde ich Tod und Teufel daran setzen, den Kater ins Krankenzimmer zu bringen, ganz egal, was Ärzte davon halten. Für das eigene Kind tut man doch so gut wie alles, selbst wenn es noch so idiotisch ist. Der Wolf hat auch noch versucht, ihn von der Kletterpartie abzuhalten. Keine Ahnung, warum die das Tier draußen vor der Tür festhalten, wo es die ganze Burg zusammenheult statt ihn zu Bran zu lassen.</p></blockquote>
<p>Ich empfinde es als gutes Zeichen, dass Lia sich diese Fragen stellt – das zeugt von Interesse. (Oder Frust, aber ich bin Optimist.)  Immerhin wird diese Frage ja beantwortet. Vielleicht ist das auch ein Faktor – bei Stephenie Meyer würde eine fehlende Erklärung bedeuten, dass wir nie eine bekommen. Bei Martin vertraue ich darauf, dass es Sinn ergibt, und warte ab. Vielleicht ist das eine Facette des Charakters, die wir noch nicht gesehen haben, oder es ist etwas passiert.</p>
<p>Was die Wölfe angeht, so bekommen wir auch hier den Eindruck, dass sie »besonders« sind. Nymeria hilft Arya und kann schon problemlos Wache stehen. Ghost gibt Jon Kraft. Wir werden sehen, dass die Wölfe ihren Besitzern ähneln.</p>
<p>Catelyn hingegen merkt das im Moment nicht. Stattdessen erleben wir einen Moment, der sie für viele Leser_innen unbeliebt macht: ihre Behandlung von Jon Snow.</p>
<blockquote><p>“I came to see Bran,” Jon said. “To say good-bye.”<br />
Her face did not change. Her long auburn hair was dull and tangled. She looked as though she had aged twenty years. “You’ve said it. Now go away.”<br />
Part of him wanted only to flee, but he knew that if he did he might never see Bran again. He took a nervous step into the room. “Please,” he said.<br />
Something cold moved in her eyes. “I told you to leave,” she said. “We don’t want you here.”</p></blockquote>
<p>Es ist vielsagend, dass Jon sich von Bran ferngehalten hat, weil Cat an seiner Seite wachte. Diese beiden gehen sich aus dem Weg. Wir lesen später, dass sie ihn bis zu diesem Moment noch nie bei seinem Namen genannt hat. Dass er sie noch nie hat weinen sehen.</p>
<p>Beides ergibt Sinn. Catelyn, so postuliere ich einmal, hat ihren Spitznamen nicht von ungefähr. Sie ist eine Raubkatze, die Mutter ihres – despektierlich – »Wurfes«. Sie ist keine Hofdame, dazu ist Winterfell viel zu abgeschieden und die Starks zu einsiedlerisch. Aber sie ist Mutter. Ihr Job sind ihre Kinder, darüber definiert sie sich. Es ist ihre Aufgabe, das Geschlecht der Starks zu schützen und fortzusetzen.</p>
<p>Da ergibt es Sinn, dass Jon Snow eine Bedrohung ist. Wenn Jon seine Geschwister tötet, ist er der Erbe. oder kann es zumindest behaupten. Er ist das Gegenteil dessen, was Catelyn wichtig ist. Da ist es genug für sie, seine Anwesenheit zu dulden.</p>
<p>Und nun ist eines ihrer Kinder schwer verletzt. Mehr noch:</p>
<blockquote><p>“I wanted him to stay here with me,” Lady Stark said softly.<br />
Jon watched her, wary. She was not even looking at him. She was talking to him, but for a part of her, it was as though he were not even in the room.<br />
“I prayed for it,” she said dully. “He was my special boy. I went to the sept and prayed seven times to the seven faces of god that Ned would change his mind and leave him here with me. Sometimes prayers are answered.”</p></blockquote>
<p>Catelyn ist gläubig – und dieser Glaube spendet ihr momenten keinen Trost. Stattdessen erleidet sie, was man vielleicht einen Zusammenbruch nennen kann. Sie schläft kaum, sie isst kaum, sie wäscht sich kaum – sie ist nur noch an Brans Bettstatt und wacht über ihn. Es ist die Löwin, die ihr verletztes Junges nicht verlassen kann. Und die wohl angesichts ihrer Trauer und Erschöpfung auch Entscheidungen trifft, die unklug erscheinen. Warum nimmt sie den Wolf nicht zu Bran? Ihr Zustand macht es für mich zumindest glaubwürdig. Gleichzeitig ist er ein Zeichen, wie sehr Cat für die Familie lebt. Und ein weiterer Grund, dass sie diesen für manche unverzeihlichen Satz sagt:</p>
<blockquote><p> “Jon,” she said. He should have kept going, but she had never called him by his name before. He turned to find her looking at his face, as if she were seeing it for the first time.<br />
“Yes?” he said.<br />
“It should have been you,” she told him.</p></blockquote>
<p>Für Jon ist das ein grausamer Moment. Und er reagiert toll:</p>
<blockquote><p>Robb knew something was wrong. “My mother&#8230; “ “She was&#8230; very kind,” Jon told him.</p></blockquote>
<p>Ob Jon hier nur Robb schützen will, ob er Cats Duldung wirklich so empfindet, oder ob er versteht, warum sie as gesagt hat: egal. Er hätte auch anders agieren können, und ich respektiere ihn für diesen Satz.</p>
<p>Wir haben eine sehr deprimierende Beschreibung von Brans Zustand, und diese Szene mit einer geschlagenen Catelyn. Da ist es gut, dass Jons Abschied von Robb nicht so negativ auffällt. Vielmehr versuchen hier beide, erwachsen zu sein und sich wie »Männer« zu verhalten. Man merkt ihnen ihre Freundschaft an.</p>
<p>Dann kommt natürlich noch ein schöner Schluss mit Arya. Die hat mal wieder Ärger mit ihrer Septa – sie ist ein Wildfang. Und sie bekommt eine eigene Nadel von Jon: ein schmales, leichtes Schwert.</p>
<blockquote><p> Until you find a partner, watch how they fight in the yard. Run, and ride, make yourself strong. And whatever you do&#8230;”<br />
Arya knew what was coming next. They said it together. “Don’t&#8230; tell&#8230; Sansa!”</p></blockquote>
<p>Die arme Sansa. Sehen wir das so: Robb wird vorbereitet, ein Herrscher zu werden. Bran träumt von Abenteuern. Jon ist ein Bastard und auch eher darauf erpicht, die Männerrolle zu erfüllen. Wer bleibt Sansa da noch? Eigentlich sollte ihre Schwester ihr nahe stehen, aber stattdessen ist Arya – vielleicht auch, um sich von Sansa abzuheben – das genaue Gegenteil. Und als jüngere Schwester hat sie vielleicht ein wenig mehr Freiraum. Sansa hingegen wird zur Lady erzogen.</p>
<p>Aber es ist, als würde ich in Deutschland mein Kind dazu erziehen, in den USA zurecht zu kommen. In Winterfell gibt es kein höfisches Geschehen. Es gibt nur die Theorie des Adelshofes und die Lieder und Geschichten, die zu Sansas Erziehung werden. Dafür wird sie auch noch in der Familie isoliert und zum Buhmann.</p>
<p>Ich habe große Sympathie für Sansa. Zumindest, bevor ich ihre Sicht kennen lerne.</p>
<p>Jetzt geht es erst einmal wieder zu Dany, und ich sage euch: bevor deren Schicksal besser wird, müsst ihr achtgeben. Dann gehe ich noch mal auf ein anderes warum ein, das Lia erfragte:</p>
<blockquote><p>Sowohl bei Dany wie auch bei Cersei sind Inzest und Missbrauch im Grunde kein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Der Plot würde nichts verlieren, wenn man beides einfach weglässt. Viserys könnte tatsächlich seine geliebte Schwester an einen reichen Mann verheiraten wollen, der sie von allen Zukunftssorgen befreit und ihm zugleich die Möglichkeit, Rache zu nehmen, Cersei und Jaime könnten absolut loyale Geschwister sein, die gemeinsam daraufhin arbeiten, den Thron für sich selbst zu gewinnen. Wozu also Inzest und Missbrauch? Die Geschichte gewinnt nichts dadurch, außer für Leser, die auf solche Szenen stehen.</p></blockquote>
<p>Denkt schon mal drüber nach.</p>

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		<title>SDT: Klischee</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 16:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tyrion]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetSind die Figuren bei George RR Martin Stereotype? Klischees? Da zumindest Lia in den Kommentaren als neue Leserin dieser Meinung ist, stelle ich mir die Frage. Und ich beantworte sie vorläufig mit einem eher theoretischen Exkurs. Für mich sind die Figuren bei George Martin komplex – aber ich habe auch fünf Bücher hinter mir und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4297" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4297&amp;text=SDT%3A%20Klischee&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F01%2Fsdt-klischee%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Sind die Figuren bei George RR Martin Stereotype? Klischees? Da zumindest Lia in den Kommentaren als neue Leserin dieser Meinung ist, stelle ich mir die Frage. Und ich beantworte sie vorläufig mit einem eher theoretischen Exkurs.</p>
<p>Für mich sind die Figuren bei George Martin komplex – aber ich habe auch fünf Bücher hinter mir und verbinde entsprechende Ereignisse mit ihnen. Ich weiß nicht, ob ich da überhaupt völlig frei die Figuren betrachten könnte – vor allem aber fällt mir auch schwer, diese Figuren mit neuen Augen zu sehen.<br />
<span id="more-4297"></span><br />
Aber ich habe mir Martins Figuren oft so vorgestellt wie durch den Raum fliegende Strahlen. Ihre Richtung ist linear, die Geschwindigkeit vorgegeben. Sie sind alle auf ihrem eigenen, festen Kurs. Das hat etwas eindimensionales, da ich generell nur selten den Eindruck habe, die Figuren könnten in einer gegebenen Situation viele verschiedene Dinge tun. Sie sind nicht unberechenbar, oft sogar im Gegenteil.</p>
<p>Aber ich sehe das nicht als Problem, denn die linearen Pfade der Figuren kreuzen sich. Sie kommen sich in die Quere. Und dann will die eine Figur in die eine Richtung und die andere Figur in die andere – es gibt einen Konflikt, der sich nicht einfach ausräumen lässt. Weil die Figuren so sind, wie sie sind. Sie verändern sich nicht von alleine, sondern nur durch diese Konflikte (wenn überhaupt).</p>
<p>Das mag nicht unbedingt realistisch erscheinen – auch wenn ich nicht an einen freien Willen glaube und diese Darstellung gar nicht so schlecht –, aber es ist ungemein förderlich, wenn es um Konflikte geht.</p>
<p>Damit meine ich nicht, dass Martin Figuren generell als »gut« oder »böse« beschreibt (mit Ausnahmen). Aber sie sind doch klar definiert durch ihre Familie, ihre Prinzipien, ihre Geschichte. Eddard Stark ist das, was er als ehrenhaft bezeichnet, im Guten wie Schlechten. Robert ist ein Lebemann. Usw.</p>
<p>Allerdings bedeutet das auch, dass Figuren eindimensional erscheinen. Schließlich sind sie durch genaue Eigenschaften definiert, während man gleichzeitig das, was sie dazu gemacht hat, nicht kennt.</p>
<blockquote><p>“He has a large heart, our Robert,” Jaime said with a lazy smile. There was very little that Jaime took seriously. Tyrion knew that about his brother, and forgave it. During all the terrible long years of his childhood, only Jaime had ever shown him the smallest measure of affection or respect, and for that Tyrion was willing to forgive him most anything.</p></blockquote>
<p>Ich kann das nicht lesen, ohne an Jaimes (Sorry für die Schreibfehler) Vergangenheit zu denken: wie er als junger Mann in die Königswache kam und einem irren König dienen musste, für dessen Tod er ewig büssen muss, um nur einen Punkt zu nennen. Diese herablassende Art steckt in seiner Erziehung und seiner Geschichte – und doch erscheint er hier nur wie ein kaltes Arschloch. Immerhin zeigt er Tyrion gegenüber Wärme und Freundlichkeit und ist damit so ziemlich der einzige Mensch, der das tut.</p>
<blockquote><p>“A voice from nowhere,” Sandor said. He peered through his helm, looking this way and that. “Spirits of the air!”<br />
The prince laughed, as he always laughed when his bodyguard did this mummer’s farce. Tyrion was used to it. “Down here.”</p></blockquote>
<p>Stattdessen muss er sich so etwas von den einfachen Rittern seines Gefolges anhören. Oh, Tyrion ist immer noch der Sohn eines der mächtigsten Adeligen des Reiches, aber er ist auch unansehnlich und kleinwüchsig und damit ein Monster oder eine Witzfigur, je nachdem. Da wundert es nicht, wenn Tyrion selbst Härte und Sarkasmus entwickelt hat. Zugleich bemüht er sich, seine Privilegien dadurch zu nutzen, dass er seinen Geist schult, die Nacht durch liest und überhaupt Witz als Stärke ausbildet. Er muss sich seinen Respekt stets neu verdienen, aber dadurch wird er auch unterschätzt.</p>
<p>Wie er auch sagt, wenn es um Bran geht, der seinen Sturz wohl überlebt, aber niemals mehr laufen wird: er hat gelernt, das Leben zu nutzen, das Beste daraus zu machen. Der schnelle Tod, den seine Geschwister (nicht ganz uneigennützig) propagieren, ist kein Trost für ihn.</p>
<blockquote><p>Cersei was studying him warily. “What do you mean?”<br />
Tyrion gave her a crooked smile. “Why, only that Tommen may get his wish. The maester thinks the boy may yet live.” He took a sip of beer.<br />
Myrcella gave a happy gasp, and Tommen smiled nervously, but it was not the children Tyrion was watching. The glance that passed between Jaime and Cersei lasted no more than a second, but he did not miss it. Then his sister dropped her gaze to the table. “That is no mercy. These northern gods are cruel to let the child linger in such pain.”</p></blockquote>
<p>Hier zum Beispiel ahnt Tyrion zumindest etwas über seine Geschwister.</p>
<blockquote><p>“I hope the boy does wake. I would be most interested to hear what he might have to say.”<br />
His brother’s smile curdled like sour milk. “Tyrion, my sweet brother,” he said darkly, “there are times when you give me cause to wonder whose side you are on.”<br />
Tyrion’s mouth was full of bread and fish. He took a swallow of strong black beer to wash it all down, and grinned up wolfishly at Jaime, “Why, Jaime, my sweet brother,” he said, “you wound me. You know how much I love my family.”</p></blockquote>
<p>Ob er sie wirklich liebt, darf man bezweifeln. Aber er ist ihr treu.</p>
<blockquote><p>The Stark boy is nothing to me,” Joffrey said. “I cannot abide the wailing of women.” Tyrion Lannister reached up and slapped his nephew hard across the face. The boy’s cheek<br />
began to redden. “One word,” Tyrion said, “and I will hit you again.” “I’m going to tell Mother!” Joffrey exclaimed. Tyrion hit him again. Now both cheeks flamed.</p></blockquote>
<p>Ich will es schon mal ansprechen, aber wir müssen noch detaillierter darüber reden. Joffrey ist ein furchtbarer Junge. Trotzdem ist Erziehung nicht damit getan, ihn zu schlagen. Leider wird es bei der Kindererziehung in diesen Büchern bisweilen so klingen, als würden Kinder von ihren Müttern verweichlicht und bräuchten mal einen solchen Denkzettel. Das ist Unfug. Und sexistisch.</p>
<p>Wie gesagt, später mehr. Zunächst einmal steht im Raum, dass Bran aufwachen könnte – und unschöne Dinge über die Lannister-Zwillinge verraten.</p>

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		<series:name><![CDATA[Spiel der Throne]]></series:name>
	</item>
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		<title>SDT: Was man aus Liebe so tut</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 19:49:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Bran]]></category>
		<category><![CDATA[Cerseis tragisches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Königsmörder]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetVorab ein Hinweis: in den Kommentaren finden bereits sehr interessante Gespräche statt, es lohnt sich, diese unter Beobachtung zu halten – oder den eigenen Senf dazu zu geben. Triggerwarnung: Inzest (konsensuell) A Game of Thrones war für mich ein Bruch mit Traditionen. Vorher hatte ich den Herrn der Ringe gelesen, Terry Pratchett und eine Menge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4293" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4293&amp;text=SDT%3A%20Was%20man%20aus%20Liebe%20so%20tut&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F01%2Fsdt-was-man-aus-liebe-so-tut%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Vorab ein Hinweis: in den Kommentaren finden bereits sehr interessante Gespräche statt, es lohnt sich, diese unter Beobachtung zu halten – oder den eigenen Senf dazu zu geben.</p>
<p><strong>Triggerwarnung: Inzest (konsensuell)</strong></p>
<p><em>A Game of Thrones</em> war für mich ein Bruch mit Traditionen. Vorher hatte ich den <em>Herrn der Ringe</em> gelesen, Terry Pratchett und eine Menge von Rollenspiel-Fantasy (D&#038;D-Romane). Diese Romane sind <strong>sicher</strong>. Als ich dieses Kapitel las, von Brans Sturz, war das etwas Neues für mich.</p>
<p>Inzwischen kenne ich auch andere Fantasy, und auch solche, die noch wesentlich weniger klassisch ist, aber dennoch wir das Ende dieses Kapitels für mich der Blick über den Horizont darauf, was möglich ist. Kinder als Helden kenne ich, aber dass eines dieser Kinder einfach aus dem Fenster geworfen wird?<br />
<span id="more-4293"></span><br />
Wie erging es euch dabei?</p>
<p>Der Reihe nach.</p>
<blockquote><p>Bran had been left behind with Jon and the girls and Rickon. But Rickon was only a baby and the girls were only girls and Jon and his wolf were nowhere to be found. Bran did not look for him very hard. He thought Jon was angry at him. Jon seemed to be angry at everyone these days. Bran did not know why. He was going with Uncle Ben to the Wall, to join the Night’s Watch. That was almost as good as going south with the king.</p></blockquote>
<p>Lia hat in einem Kommentar gefragt, ob die Kinder wirklich gut vorbereitet wurden. Vielleicht ist ihre Unbedarftheit aber auch einfach dem geschuldet, dass Kinder nun mal Kinder sind. Bran hat bestimmt schon mal gehört, dass das Leben nicht so einfach ist. Aber Heldenlieder und Nans Spukgeschichten sind einfach spannender. Und wenn sein Vater in der Nähe ist, wovor soll man dann Angst haben?</p>
<p>Wie wäre es mit den Lannistern?</p>
<blockquote><p>His mother was terrified that one day Bran would slip off a wall and kill himself. He told her that he wouldn’t, but she never believed him.</p></blockquote>
<p>Ich finde es toll beschrieben, wie Bran die Burg erlebt, wenn er klettert. Wie er eine Übersicht gewinnt, die niemand mit ihm teilt. Wie er Gänge sieht, die kaum jemand kennt. Dass niemand jemals nach oben sieht. Und doch&#8230;</p>
<blockquote><p>“I’m not made of clay. And anyhow, I never fall.”</p></blockquote>
<p>Bran ist ein kleiner Junge, der davon träumt, ein Ritter zu werden und Abenteuer zu erleben. Sie ist nachvollziehbar, diese Wunschvorstellung, zumal sein Vater auch noch einer der Helden des letzten Krieges war und nun den Norden beherrscht. Da will Bran eben in die Fußstapfen treten, aber leider&#8230;</p>
<blockquote><p>“Don’t play the fool. Stannis and Renly are one thing, and Eddard Stark is quite another. Robert will listen to Stark. Damn them both. I should have insisted that he name you, but I was certain Stark would refuse him.”<br />
“We ought to count ourselves fortunate,” the man said. “The king might as easily have named one of his brothers, or even Littlefinger, gods help us. Give me honorable enemies rather than ambitious ones, and I’ll sleep more easily by night.”</p></blockquote>
<p>So wird Bran dann Zeuge. Zeuge eines Komplotts zunächst einmal. Es sieht so aus, dass Jon Arryn ein Geheimnis kannte, und dass die Königin mit ihrem Bruder darin verstrickt ist:</p>
<blockquote><p> “Let Lady Arryn grow as bold as she likes. Whatever she knows, whatever she thinks she knows, she has no proof.” He paused a moment. “Or does she?”<br />
“Do you think the king will require proof?” the woman said. “I tell you, he loves me not.”</p></blockquote>
<p>Bran wird zurecht ängstlich:</p>
<blockquote><p>“Oh, I don’t deny he’s loyal to Robert, that’s obvious. What happens when Robert dies and Joff takes the throne? And the sooner that comes to pass, the safer we’ll all be. My husband grows more restless every day.<br />
Having Stark beside him will only make him worse. He’s still in love with the sister, the insipid little dead sixteen-year-old. How long till he decides to put me aside for some new Lyanna?”</p></blockquote>
<p>Ein waschechtes Komplott also. Zum Glück (?) ahnt Eddard Stark ja, dass es etwas herauszufinden gilt. Aber es bleibt ja nicht bei dem Komplott. Wir erleben auch inzestuösen Sex.</p>
<p>Dieser Sex wird uns noch genauer beschäftigen. Vorerst soll reichen, dass die Spielart der beiden System hat: Jamie drängt, Cersei gibt Unwillen vor und lässt sich zwingen.</p>
<p>Das ist natürlich ein Geheimnis, dass sich zu schützen lohnt. Und während ich noch geschockt war, macht sich Jamie Lannister mit einem Stoß zu einer Hassfigur.</p>
<blockquote><p>The man ignored her. He was very strong. He stood Bran up on the sill. “How old are you, boy?”<br />
“Seven,” Bran said, shaking with relief. His fingers had dug deep gouges in the man’s forearm. He let go sheepishly.<br />
The man looked over at the woman. “The things I do for love,” he said with loathing. He gave Bran a shove.<br />
Screaming, Bran went backward out the window into empty air. There was nothing to grab on to. The courtyard rushed up to meet him.<br />
Somewhere off in the distance, a wolf was howling. Crows circled the broken tower, waiting for corn.</p></blockquote>
<p>Bastard.</p>

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		<series:name><![CDATA[Spiel der Throne]]></series:name>
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		<title>Alle!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 08:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[schönheitswahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Tweeth/t an die Mädchenmannschaft]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4289" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4289&amp;text=Alle%21&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F01%2Falle%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>h/t an die <a href="http://maedchenmannschaft.net/hoert-endlich-auf-koerper-in-gut-und-schlecht-einzuteilen/" target=blank>Mädchenmannschaft</a></p>
<p><a href="http://p-pricken.de/uploads/2012/01/allbeautiful.jpeg"><img src="http://p-pricken.de/uploads/2012/01/allbeautiful.jpeg" alt="" title="allbeautiful" width="475" height="720" class="aligncenter size-full wp-image-4290" /></a></p>

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		<title>SDT: Schwestern</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 05:08:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[arya underfoot]]></category>
		<category><![CDATA[Needlework]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetIm siebten Kapitel werfen wir einen Blick auf die beiden Töchter der Starks, die sich nicht gerade gleichen. Sansa verkörpert alles, was eine Hofdame in dieser Weilt so sein soll: sie erfüllt die gängigen Schönheitsideale, sie kann sticken und singen und was man so können muss. Arya ist unscheinbarer, sie kann reiten und rechnen. Damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4286" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4286&amp;text=SDT%3A%20Schwestern&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F01%2Fsdt-schwestern%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Im siebten Kapitel werfen wir einen Blick auf die beiden Töchter der Starks, die sich nicht gerade gleichen. Sansa verkörpert alles, was eine Hofdame in dieser Weilt so sein soll: sie erfüllt die gängigen Schönheitsideale, sie kann sticken und singen und was man so können muss. Arya ist unscheinbarer, sie kann reiten und rechnen. Damit ist sie aber in dieser Welt keinesfalls so gut dran wie ihre Schwester.</p>
<p>Arya schwankt dabei zwischen Neid – sie beklagt ihr ungerechtes Leben, weil Sansa in allem besser ist und neben dem hübschen Prinzen sitzen darf – und Trotz. Warum soll sie nicht mit Schwertern kämpfen, wenn ihr die Nadel nicht gehorcht? Aber auch da passt sie nicht, denn als Mädchen hat sie auf dem Kampfplatz nichts zu suchen.</p>
<p><span id="more-4286"></span><br />
Es ist kein Wunder, dass sich Arya und Jon so gut verstehen. Beide bekommen sie vorgelebt, was sie nicht erreichen können. Arya wird weder so wie Sansa werden, noch wird man sie wie Bran behandeln. Und Jon gehört eben auch nirgends richtig hin. Da ist das ähnliche Aussehen nur ein äußerer Spiegel der Gemeinsamkeiten.</p>
<p>Mir gefällt, wie Jon in diesem Kapitel erscheint:</p>
<blockquote><p>Jon looked her over with all his fourteen-year-old wisdom. “You’re too skinny,” he said. He took her arm to feel her muscle. Then he sighed and shook his head. “I doubt you could even lift a longsword, little sister, never mind swing one.”<br />
(…)<br />
Jon shrugged. “Girls get the arms but not the swords. Bastards get the swords but not the arms. I did not make the rules, little sister.”<br />
(…)<br />
“Nothing is fair,” Jon said. He messed up her hair again and walked away from her, Ghost moving silently beside him. </p></blockquote>
<p>Wo er gerade noch eher wie ein Junge erschien, ist er nun – für die jüngere Arya – eindeutig eine Respektsperson, ein weiser Ratgeber. Wenn Jon Joffrey einen kleinen Scheißkerl nennt, so klingt das wie Wahrheit. Ich finde, die Beziehung dieser beiden ist toll beschrieben.</p>
<p>Überhaupt:</p>
<blockquote><p>“He’s our brother,” Arya said, much too loudly. Her voice cut through the afternoon quiet of the tower room. Septa Mordane raised her eyes. She had a bony face, sharp eyes, and a thin lipless mouth made for frowning. It was frowning now. “What are you talking about, children?”<br />
“Our half brother,” Sansa corrected, soft and precise. She smiled for the septa. “Arya and I were remarking on how pleased we were to have the princess with us today,” she said.<br />
Septa Mordane nodded. “Indeed. A great honor for us all.” Princess Myrcella smiled uncertainly at the compliment. “Arya, why aren’t you at work?” the septa asked. She rose to her feet, starched skirts rustling as she started across the room. “Let me see your stitches.”<br />
Arya wanted to scream. It was just like Sansa to go and attract the septa’s attention. “Here,” she said, surrendering up her work.</p></blockquote>
<p>Hier kommt, wenn ich mich nicht irre, Sansa ihrer Schwester zuhilfe, indem sie ein Alibi erfindet. Aufmerksam wurde die Septa durch Arya selbst. Aber wenn man gerade sauer auf die ältere Schwester ist – wer merkt das schon?</p>
<p>Es ist natürlich einfach für mich, Arya zu mögen, und leichter, als Sansa zu mögen. Arya ist schließlich diejenige, die nicht passt, die ihrer Rolle nicht entspricht und sich dann trotzig derselben verwehrt. Sansa ist angepasst, sie erfüllt die Vorstellungen, mit denen man sie erzogen hat. Und so hat Arya Recht: das Leben ist ganz und gar nicht fair, aber Sansa leidet auch darunter. Rebellion kann auch Freiheit bedeuten, und im Kampf um Lesergunst bedeutet es auch einen großen Vorteil.</p>
<p>An diesen beiden Kindern werden wir noch sehen, wie es mit der Rolle von Mädchen in Westeros aussieht. Wir werden uns auch fragen können, wer von beiden es wohl schwerer hat – auch, wenn wir uns Catelyn und Cersei als erwachsene Versionen des Frauenbildes ansehen.</p>
<p>Zuerst aber widmen wir uns noch mal kurz den Jungs. Wir erleben ja, wie der Thronprinz sich Robb gegenüber verhält. Nicht nur, wie Jon bemerkt, trägt er zwei Wappen auf der Brust, er düpiert Robb auch in dessen eigenem Schloss. Robb, der Ältere der beiden, muss sich nun als Feigling bezeichnen lassen, weil ihm ein scharfes Schwert untersagt wurde. </p>
<blockquote><p>The burned man looked at Robb. “How old are you, boy?” “Fourteen,” Robb said. “I killed a man at twelve. You can be sure it was not with a blunt sword.”</p></blockquote>
<p>Ich kann mir nicht helfen: ich verstehe den Waffenmeister da sehr gut. Was passierte, würde Robb dem Prinzen eine Verletzung beibringen (oder auch umgekehrt)? Scharfe Schwerter und Jugendliche klingt wie das sichere Rezept für ein Unglück. Gleichzeitig wollen sich gerade diese Jungs (Mädels dürfen ja eh nicht) auch als männlich erweisen und sehen in so einer Beschränkung wenig Sinn. Wenn dann noch Umstehende und Erwachsene in den Spott einfallen&#8230;</p>
<p>Nun ja. Wir sind dabei, nach und nach alle Figuren genauer kennen zu lernen, während sich alle auf ihre jeweiligen Wege machen. Im nächsten Kapitel geht es entsprechend weiter mit Bran. Und es geht hoch hinaus.</p>

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		<title>SDT: Nachtpost</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 15:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[jon arryns tod]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Snows Mutter]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetDas sechste Kapitel von Game of Thrones ist enorm dicht. Es ist voller Hintegrundinfos, Charakterisierung und, nicht zu vergessen, auch Plotentwicklungen. Wie bereits gesagt: es geht jetzt richtig los. Ich bin fasziniert von der Ehe, die Catelyn und Eddard führen. Die beiden sind verschieden: sie braucht den wärmsten Raum der Burg, er stellt sich nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4281" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4281&amp;text=SDT%3A%20Nachtpost&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F01%2Fsdt-nachtpost%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Das sechste Kapitel von <em>Game of Thrones</em> ist enorm dicht. Es ist voller Hintegrundinfos, Charakterisierung und, nicht zu vergessen, auch Plotentwicklungen. Wie bereits gesagt: es geht jetzt richtig los.</p>
<p>Ich bin fasziniert von der Ehe, die Catelyn und Eddard führen. Die beiden sind verschieden: sie braucht den wärmsten Raum der Burg, er stellt sich nach dem Sex ans offene Fenster. Sie mag die Wärme, er ist für die Kälte gemacht. Und doch wird er in den Süden gehen und sie wird im Norden bleiben. Obwohl sie sehr unterschiedliche Rollen haben, haben sie doch einen offenen und respektvollen Umgang. Man bekommt den Eindruck, dass Catelyn Eddard schon oft beraten hat. Gleichwohl sie ganz bestimmte Pflichten im Sinn hat: die Kinder schützen und vielleicht auch noch ein neues Kind kriegen – oder besser, Eddard noch ein Kind gebähren.</p>
<p><span id="more-4281"></span><br />
Hier rät sie ihrem Mann, Roberts Angebot anzunehmen. Eddard will eigentlich nicht, er will im Norden bleiben. Doch Catelyn argumentiert korrekt: den König weist man nicht zurück (Freundschaft hin oder her), und für die Starks ist es eine große Ehre, die zukünftige Königin stellen zu können.</p>
<p>Es scheint dies der Fluch Eddard Starks zu sein:</p>
<blockquote><p>That brought a bitter twist to Ned’s mouth. “Brandon. Yes. Brandon would know what to do. He always did. It was all meant for Brandon. You, Winterfell, everything. He was born to be a King’s Hand and a father to queens. I never asked for this cup to pass to me.”<br />
“Perhaps not,” Catelyn said, “but Brandon is dead, and the cup has passed, and you must drink from it, like it or not.”<br />
Ned turned away from her, back to the night. He stood staring out in the darkness, watching the moon and the stars perhaps, or perhaps the sentries on the wall.<br />
Catelyn softened then, to see his pain. Eddard Stark had married her in Brandon’s place, as custom decreed, but the shadow of his dead brother still lay between them, as did the other, the shadow of the woman he would not name, the woman who had borne him his bastard son.</p></blockquote>
<p>Catelyn soll Brandon heiraten. Der stirbt, und sie heiratet Eddard, wie es üblich ist. Schließlich geht es nicht um Liebe. Es gibt eine Hochzeitsnacht (Robb wird gezeugt), und dann kommt Eddard mit einem Bastard zurück. Für beide nicht einfach, zumal Catelyn zurecht fürchtet, ein Bastard könnte Robbs Erbanspruch streitig machen. Und Eddard spricht nicht über Jons Mutter.</p>
<p>Ist es Ashara Dayne, mit ihren violetten Augen? Oder vielleicht Willa, wie Eddard später sagen wird, eine einfache Magd?</p>
<p>Catelyn selbst sagt, dies sei der eine Punkt, den sie Eddard nie verzeihen konnte. Der eine Fleck in ihrer Liebe. Behaltet das um Kopf.</p>
<p>Zuerst einmal kommt Maester Luwin. Die Maester sind eine interessande Erfindung von George Martin: auch sie – wie die Nachtwache – sind ausschließlich männlich, auch sie dürfen nicht ehelichen. Ihre Loyalität gilt dem Adelshaus, dem sie dienen. Im Endeffekt werden Maester an einem Ort ausgebildet und dann nach Bedarf (und Geld?) den jeweiligen Häusern zugeteilt. Sie sind Gelehrte, Ratgeber, und Briefeschreiber.</p>
<p>Luwin enthüllt einen Brief von Lysa, Catelyns Schwester. Der Brief sagt, dass Jon Arryn getötet wurde – von der Königin und deren Familie. Die Reaktion ist interessant:</p>
<blockquote><p>“Now we truly have no choice. You must be Robert’s Hand. You must go south with him and learn the truth.”<br />
She saw at once that Ned had reached a very different conclusion. “The only truths I know are here. The south is a nest of adders I would do better to avoid.”<br />
Luwin plucked at his chain collar where it had chafed the soft skin of his throat. “The Hand of the King has great power, my lord. Power to find the truth of Lord Arryn’s death, to bring his killers to the king’s justice. Power to protect Lady Arryn and her son, if the worst be true.”</p></blockquote>
<p>Es ist heldenhaft, wenn man sich ohne Not aufmacht, um ein Übel zu berichtigen. Auch, wenn Lysa Arryn vielleicht in Gefahr ist, so könnte ich verstehen, wenn Eddard sich lieber in Winterfell aufhielte. Tut er aber nicht. Er gibt nach, und er wird versuchen, als Hand des Königs möglicherweise sogar die Königin zur Strecke zu bringen.</p>
<p>Ohne Catelyn. Wie gesagt muss sieim Norden bleiben, während die meisten Kinder Ned begleiten. Es ist ihre Strafe, ihr zu bezahlender Preis – diese Wortwahl allein verrät viel über ihre Prioritäten. Wie auch Neds Begründung zu Bran:</p>
<blockquote><p>»Ser Rodrik tells me there is bad feeling between Robb and Prince Joffrey. That is not healthy. Bran can bridge that distance. He is a sweet boy, quick to laugh, easy to love. Let him grow up with the young princes, let him become their friend as Robert became mine. Our House will be the safer for it.«</p></blockquote>
<p>Sansa kann Königin werden. Arya muss höfischer werden. Und Bran? Bran ist das vierte Kind, der zweite Sohn. Er kann zunächst einmal dazu dienen, die Familien aneinander zu binden.</p>
<p>Doch Catelyn hat auch ihren Preis: Jon. Jon soll nicht in Winterfell bleiben, und da kommt die Nachtwache gerade Recht.</p>
<p>Die Vektoren sind klar: Jon geht zur Nachtwache. Cat bleibt in Winterfell. Eddard geht in den Süden. Und wir bekommen noch ein paar weitere Erzählfiguren hinzu. Im nächsten Kapitel zum Beispiel endlich, endlich Arya. </p>
<p>Vorher noch eine Anmerkung: Catelyn ist eisern und knallhart, wenn sie muss.</p>
<blockquote><p>Ned glanced helplessly around the bedchamber. Catelyn’s heart went out to him, but she knew she could not take him in her arms just then. First the victory must be won, for her children’s sake.</p></blockquote>
<p>Diese Härte wird sie erneut unter Beweis stellen. Ich finde aber interessant, wie sie hier auf den Sieg aus ist, Sieg vor allem. Und interessant, dass in derselben Szene in der TV–Serie Cat dazu rät, in Winterfell zu bleiben – eine Entscheidung, die sie eben nicht durchsetzen kann. Schade eigentlich.</p>

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		<series:name><![CDATA[Spiel der Throne]]></series:name>
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		<title>SDT: Königlich</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 23:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Benjen]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Snows Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Lannisterblut]]></category>
		<category><![CDATA[Tyrions Vater]]></category>

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		<description><![CDATA[TweetThere were times-not many, but a few-when Jon Snow was glad he was a bastard. So beginnt das fünfte Kapitel, und doch endet es damit, dass Tyrion Lannister dem Bastard seine Natur in Erinnerung ruft. In diesem Kapitel trifft somit eine meiner Lieblingsfiguren (Tyrion) eine der Figuren, die ich nicht so mag (Jon Snow). Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton4275" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F%3Fp%3D4275&amp;text=SDT%3A%20K%C3%B6niglich&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fp-pricken.de%2F2012%2F01%2Fsdt-koniglich%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://p-pricken.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><blockquote><p>There were times-not many, but a few-when Jon Snow was glad he was a bastard. </p></blockquote>
<p>So beginnt das fünfte Kapitel, und doch endet es damit, dass Tyrion Lannister dem Bastard seine Natur in Erinnerung ruft. In diesem Kapitel trifft somit eine meiner Lieblingsfiguren (Tyrion) eine der Figuren, die ich nicht so mag (Jon Snow). Dabei bin ich bei Tyrion sicher bisweilen nachgiebig, wenn er mal wieder allzu großartig wird, während ich bei Jon vielleicht zu hart bin und vergesse, dass er immerhin erst vierzehn Jahre alt ist.</p>
<p>Trotzdem.<br />
<span id="more-4275"></span><br />
Ich mag Tyrion, weil er sich und der Welt sehr bewusst ist. Er ist sehr reflektiert und gewitzt. Das zeigt sich nicht nur in seinen Witzen:</p>
<blockquote><p>»I learned long ago that it is considered rude to vomit on your brother.«</p></blockquote>
<p>Selbst in dieser weggeworfenen Bemerkung geht es darum, dass Tyrion die Regeln durchschaut – und sich zunutze macht. Das rät er auch Jon Snow, ergo die Erinnerung:</p>
<blockquote><p>“Did I offend you?” Lannister said. “Sorry. Dwarfs don’t have to be tactful. Generations of capering fools in motley have won me the right to dress badly and say any damn thing that comes into my head.” He grinned. “You are the bastard, though.”<br />
(…)<br />
“Let me give you some counsel, bastard,” Lannister said. “Never forget what you are, for surely the world will not. Make it your strength. Then it can never be your weakness. Armor yourself in it, and it will never be used to hurt you.”</p></blockquote>
<p>Tyrion ist <em>kompetent</em>. Er macht das Beste aus seinen Nachteilen (seiner Statur) und seinen Privilegien (seiner adeligen Geburt). Er hat die Fähigkeiten entwickelt, genau das zu tun.</p>
<p>Jon Snow hingegen erinnert mich ein wenig an Bella Swan: auch er hat eine privilegierte Geburt – immerhin wächst er fast wie ein legitimer Sohn Eddard Starks auf. Wenn er bei dem Empfang unter den Gemeinen sitzen muss, sieht er zwar einen Vorteil darin, sich betrinken zu können, aber gleichzeitig hat er Anspruch und Anrecht, sich einfach dazu zu setzen und von den übrigen Jugendlichen nicht etwa wie ein Außenstehender behandelt zu werden. Natürlich stimmt, was er sagt:</p>
<blockquote><p>Robb would someday inherit Winterfell, would command great armies as the Warden of the North. Bran and Rickon would be Robb’s bannermen and rule holdfasts in his name. His sisters Arya and Sansa would marry the heirs of other great houses and go south as mistress of castles of their own. But what place could a bastard hope to earn?</Blockquote></p>
<p>Aber gleichzeitig stehen ihm doch genügend Wege offen. Eddard könnte Jon sicher einem Ritter als Knappen vermitteln, oder ihn anderswo unterbringen. Nein, er würde wohl nicht automatisch Herr einer Burg werden – also qua Geburt –, aber er könnte sich so eine Position verdienen. Oder ein Gelehrter werden, oder ein Händler, oder ein Priester, oder&#8230; stattdessen aber definiert Jon sich häufig nicht darüber, was er hat, sondern darüber, was er nicht hat. Was ich auf Dauer anstrengend finde. Wie gesagt, er ist noch jung. Trotzdem.</p>
<p>So möchte Jon also zur Nachtwache. Wir werden diese Wache noch genauer kennenlernen, aber halten wir schon mal fest: Männer der Nachtwache tragen schwarz. Sie bemannen »die Mauer« im Norden. Sie bekämpfen Wildlinge. Sie dürfen keine Frauen haben und keine Nachkommen zeugen (Frauen in der Nachtwache entsprechend: Fehlanzeige). Jon tut gerade das Letzte sehr leicht ab, und sein Onkel Benjen warnt ihn, dass dieses Opfer größer ist, als er vielleicht denkt. Jon tut diesen Rat ab, so wie er auch Tyrions Rat abtut. Auch das ist verständlich – zumal Jon betrunken ist –, aber auch nervig.</p>
<p>Lassen wir Jon mal Jon sein. Nehmen wir uns stattdessen George Martin vor. Ich möchte einmal etwas zu seinem Stil sagen. Mir gefällt ungemein, wie Martin mit Sprache charakterisiert.</p>
<blockquote><p>His lord father had come first, escorting the queen. She was as beautiful as men said. A jeweled tiara gleamed amidst her long golden hair, its emeralds a perfect match for the green of her eyes. His father helped her up the steps to the dais and led her to her seat, but the queen never so much as looked at him. Even at fourteen, Jon could see through her smile.<br />
(…)<br />
He had the Princess Myrcella on his arm. She was a wisp of a girl, not quite eight, her hair a cascade of golden curls under a jeweled net. Jon noticed the shy looks she gave Robb as they passed between the tables and the timid way she smiled at him. He decided she was insipid. Robb didn’t even have the sense to realize how stupid she was; he was grinning like a fool.</p></blockquote>
<p>Hier urteilt Jon negativ über gleich zwei Personen, und doch haben diese Urteile ganz andere Qualitäten. Die Königin wird relativ neutral beschrieben; wenn Jon dann ihr Lächeln durchschaut, wirkt das glaubwürdig. Wenn er sich aber entscheidet, Myrcella für dämlich zu halten, so wirkt dies eher wie das Urteil eines Jungen, der wenig Erfahrung mit Mädchen und mit höfischem Verhalten hat, vielleicht angereichert mit Neid über seinen Bruder. </p>
<p>Dann Jaime Lannister, der Zwillingsbruder der Königin:</p>
<blockquote><p>…tall and golden, with flashing green eyes and a smile that cut like a knife.<br />
(…)<br />
Jon found it hard to look away from him. This is what a king should look like, he thought to himself as the man passed.</p></blockquote>
<p>In der zweiten Passage sehen wir, dass Jon doch noch ein Junge ist: ob jemand wie ein König aussieht, sollte nicht gerade die höchste Prierität haben – aber für ihn spiegelt das Aussehen auch das Innere wieder. Wobei Roberts Fülle natürlich Rückschlüsse auf seine Völlerei zulässt.</p>
<p>Das Lächeln wiederum, das wie ein Messer schneidet: mit einer Formulierung wird angedeutet, dass Jaime ein gefährlicher Mann ist. Sogar sein Lächeln eine Waffe.</p>
<p>Die goldblonden, grünäugigen Lannister – sogar die Thronerben verkörpern ja dieses »königliche« Antlitz lassen denn auch Tyrion umso grotesker erscheinen:</p>
<blockquote><p>He was a dwarf, half his brother’s height, struggling to keep pace on stunted legs. His head was too large for his body, with a brute’s squashed-in face beneath a swollen shelf of brow. One green eye and one black one peered out from under a lank fall of hair so blond it seemed white. </p></blockquote>
<p>Man kann sich vorstellen, wie dieser Mann nicht nur in dieser Gesellschaft aufgenommen wird: Zwergwüchsig, nicht den Schönheitsidealen entsprechend, die Mutter stirbt bei der Geburt – und dann sehen alle anderen in der Familie auch noch so aus? Kein Wunder, dass:</p>
<blockquote><p>“You are your mother’s trueborn son of Lannister.” “Am I” the dwarf replied, sardonic. “Do tell my lord father. MY mother died birthing me, and<br />
he’s never been sure.”<br />
“I don’t even know who my mother was,” Jon said.</p></blockquote>
<p>Und doch&#8230; nicht nur die Identität von Jons Mutter ist ein Rätsel dieser Reihe. Es gibt auch Fans, die Tyrions Bemerkung als Hinweis von George Martin verstehen, dass dieser wirklich nicht der Sohn von Tywin Lannister sei. Ich bin gespannt, ob sich bei der Lekture diesmal weitere Hinweise für diese Theorie finden, oder ob Fans eben alles auf die Goldwaage legen (Stichwort in die Zukunft: Syrio Forel). Andererseits versteckt Martin durchaus Andeutungen im Detail.</p>
<p>Wir haben auch diesen Satz: </p>
<blockquote><p>Jon looked up happily as his uncle Ben put a hand on his head and ruffled his hair much as Jon had ruffled the wolf&#8217;s. </p></blockquote>
<p>Hier wird sehr einfach deutlich gemacht, welche Beziehung Jon und Benjen verbindet: Jon ist noch ein »Welpe«, Benjen mag ihn sehr und hat Spaß, ihn aufwachsen zu sehen.</p>
<p>Schließlich ist es Tyrion, der das Kapitel beendet. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass er so ein Akrobat ist – hat er hier die Erwartungen an Menschen wie ihn einfach erfüllt und zu seiner Rüstung gemacht oder ist so eine Gewandheit unpassend für eine Figur, die eher als Buchwurm beschrieben wird?</p>
<p>Egal wie, Tyrion hat eine gewisse Weisheit und Intelligenz, und er ist auch nicht zu stolz, um sie mit Jon zu teilen:</p>
<blockquote><p>“Remember<br />
this, boy. All dwarfs may be bastards, yet not all bastards need be dwarfs.” And with that he turned and sauntered back into the feast, whistling a tune. When he opened the door, the light from within threw his shadow clear across the yard, and for just a moment Tyrion Lannister stood tall as a king.</p></blockquote>
<p>Manchmal sind Könige eben auch so gar nicht, was man erwartet. Jaime und Tyrion – ich weiß, welcher der Brüder königlicher ist. </p>

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