(Inhalt: Vergewaltigungsdrohung, körperliche Gewalt und Züchtigung)
Arya Stark ist auf dem Weg nach Hause. Yoren hat ihr das Haar abgeschnitten und sie als Jungen unter den Rekruten versteckt, die er zur Nachtwache bringt. Das bedeutet: Arya reist mit Yoren, aber auch mit Verbrechern und Straßenjungs – und mit Gendry, dem Bastard von König Robert.
Drei der Verbrecher stammen aus den »schwarzen Zellen« und Yoren hält sie sogar in einem Käfig. So sind Aryas Weggefährten.
This lot, half o’ them would turn you over to the queen quick as spit for a pardon and maybe a few silvers. The other half’d do the same, only they’d rape you first.
Geht doch nix über eine Vergewaltigungsdrohung im ersten Kapitel.
Arya tut mir leid. Sie ist unter Mühen aus dem Schloss geflohen. Ihre Schwester ist gefangen genommen worden. Sie lebte auf der Straße und erlebte den Tod ihres Vaters. Und nun kann sie all das nicht einmal verarbeiten, sondern muss es geheim halten. Gleichzeitig ist sie ein Ziel durch ihre kleine Statur und das teure Schwert an ihrem Gurt.
Es ist nicht verwunderlich, dass Arya sich da mit Gewalt abhilft. Erst in der Fantasie:
She wished the Rush would rise and wash the whole city away, Flea Bottom and the Red Keep and the Great Sept and everything, and everyone too, especially Prince Joffrey and his mother. But she knew it wouldn’t, and anyhow Sansa was still in the city and would wash away too. When she remembered that, Arya decided to wish for Winterfell instead.
Dann verbal:
Arya hated them making fun of Needle. “It’s castle-forged steel, you stupid,” she snapped, turning in the saddle to glare at them, “and you better shut your mouth.”
Schließlich, als Gendrys Beistand auch nicht dazu führt, dass Lommy Grünhand und Heiße Pastete (so heißt der Junge) von ihr ablassen, nutzt sie Syrios Training. Sie verprügelt Heiße Pastete, schwer. Ich mache mir Sorgen, dass Arya ihn so sehr verletzen kann – und immerhin hört sie nur auf, weil Yoren sie wegzieht. Dieses kleine traumatisierte Mädchen könnte die falschen Lektionen lernen: dass nämlich die starke Person Recht hat, dass Gewalt Recht erzeugt.
Dass Yoren schließlich Arya mit einem Stock schlägt – blutig schlägt – ändert an dieser Lektion nichts.
Nebenbei interessant, was Yoren sagt:
It wasn’t supposed to happen like it did. I was set to leave,
wagons bought and loaded, and a man comes with a boy for me, and a purse of coin, and a message, never mind who it’s from. Lord Eddard’s to take the black, he says to me, wait, he’ll be going with you.
Anscheinend sollte Eddard also wirklich zur Nachtwache gelassen werden. Es wurde ja schon vermutet, dass Kleinfinger Joffrey angestiftet haben könnte, aus der Reihe zu tanzen. Ich werde aufpassen, was noch zu diesem Thema geschrieben wird.
Schließlich noch ein Wort zum Kometen:
The comet was splendid and scary all at once. “The Red Sword,” the Bull named it; he claimed it looked like a sword, the blade still red-hot from the forge. When Arya squinted the right way she could see the sword too, only it wasn’t a new sword, it was Ice, her father’s greatsword, all ripply Valyrian steel, and the red was Lord Eddard’s blood on the blade after Ser Ilyn the King’s justice had cut off his head.
Ein wenig sehen die Menschen sich selbst in dem Kometen.
Demnächst: Sansa

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Arya zeigt hier wirklich ein sehr aggressives Verhalten, aber wen soll es wundern? Sie wächst in einem extrem aggressiven Umfeld auf mit pernanenten Drohungen bezüglich ihres Lebens und ihrer Weiblichkeit. Denn natürlich sind die Hälfte aller Verbrecher pädophil. Zumindest in Westeros scheint das der Fall zu sein.
Eddard hätte also tatsächlich überleben sollen und Joffrey hat aus irgendeinem Grund beschlossen, ihn zu töten. Immer noch frage ich mich nach seiner Motivation. Ist er wie Little Robert auf eine Weise psychisch deformiert, dass er selbst in diesem Alter schon bedenkenlos zum Mörder wird? Nicht jedes Kind mit einer psychischen Störung wird gleich zum Mörder, in dieser Welt fällt aber auf, dass gleich zwei sehr gestörte Kinder diese Tendenz aufweisen. Noch dazu zwei Jungs, die sich seit einiger Zeit kennen sollten. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden? Ich frage mich auch, warum Joffrey sich grad auf Littlefinger so sehr einlässt. Was findet er an diesem Mann, der ja nicht seines Standes ist? Grad Joffrey, der das ja sehr wichtig zu nehmen scheint.
Was wäre eigentlich passiert, hätte die ganze Sache geklappt? Eddard wäre begnadigt worden, Yoren hätte ihn übernommen, aber irgendwann dann hätte Eddard eigentlich merken müssen, dass Arya fehlt. Ob sie sie gesucht hätten in der Stadt? Wäre das unauffällig möglich gewesen? Oder hat Arya jetzt nur überlebt, weil ihr Vater doch getötet wurde? Ob sie sich irgendwann die Schuld dafür gibt?
Mir tut Arya auch leid. Nicht wegen der Schläge, irgendeine Sanktion musste Yoren setzen, sonst wäre er unglaubwürdig geworden. Er hat ein wenig hart zugeschlagen, aber er ist sonst wohl eher ältere Missetäter gewohnt. Ich schätze, dass er selten Kinder in seinem Zug dabei hat. Wenn Pie und Lommy ungefähr in Aryas Alter sind, sollten sie noch gar keine Chance haben zur Wache zu gehen, selbst dann, wenn sie Waisen sind. Gibt es da keine Altersgrenze, ab wann die Wache sie nimmt? Im realen Mittelalter wären das übrigens bestimmt nicht ihre ersten Schläge gewesen. Kindererziehung war damals in den meisten Fällen mit körperlichen Strafen verbunden. Nicht nur mit strafweisem sticken. Nett übrigens, dass er ihr wenigstens noch verrät, was gegen ihre Blessuren hilft. Er dürfte also wissen, dass es im Hause Stark keine körperlichen Strafen gibt.
Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass Pie und Lommy sich deshalb so sehr auf Arya einschießen, weil ihnen dieser Junge äußerst suspekt vorkommt. Nicht, weil die “Verkleidung” nichit perfekt wäre, sondern weil sie ihn noch nie vorher gesehen haben. Straßenkinder haben ihre eigenen Verbindungen untereinander, das Rudel kennt sich. Das dürfte auch der Grund sein, warum Arya ihn Flea Bottom von den anderen Kindern so gemieden wurde. Ihr ganzer Auftritt, ihre ganze Persönlickeit ist die eines reichen Kindes. Sie hatte mehr zu essen, eine bessere Ausbildung und ist gewohnt, dass Untergebene tun, was sie sagt.
Jetzt wissen Lommy und Pie jedenfalls, dass mit diesem Kind nicht zu spaßen ist. Ebenfalls wissen sie, dass sie vielleicht eine Waise sein mag, aber bestimmt keines aus den Straßen Kings Landing. So wie Jon während der Ausbildung in der Wache privilegiert war, ist sie es hier.
Wieso geht eigentlich Gendry zur Wache? Sollte der nicht Schmied werden? Wenn er sich nach Roberts Tod bedroht fühlt, hätte er doch nur irgendwo anders bei einem Schmied unterkommen müssen. Wieso will er grad zur Nachtwache? Oder hat er was angestellt in der Zwischenzeit?
Posted 18 Aug 2012 at 20:26 ¶Dieses kleine traumatisierte Mädchen könnte die falschen Lektionen lernen: dass nämlich die starke Person Recht hat, dass Gewalt Recht erzeugt. (Zitat Patrick)
Aus der Sicht des 21. Jahrhunderts ist es eine falsche Lektion, da hat Patrick sicher recht.
Was die Welt von Westeros betrifft, lässt sich das jedoch auch anders sehen: wenn Arya in dieser Welt überleben und sich behaupten will, hat sie vermutlich gar keine andere Wahl, als Gewalt anzuwenden, um so Stärke zu demonstrieren und sich Recht zu schaffen. In diesem Fall wäre es nicht die falsche, sondern die richtige Lektion, die Arya lernen wird.
Zum Vergleich: Ihr Vater wäre wohl noch am Leben, wenn er diese falschen Lektionen gelernt gehabt hätte.
(Für mich ist da übrigens interessant, dass Eddard für Patrick und Lia keineswegs eine positive Beurteilung erfährt. Ganz im Gegenteile – ihre Wertung war nicht etwa extrem negativ, sondern abwertend – wie passt das eigentlich zusammen?)
Das Kapitel zeigt jedenfalls, dass die Begnadigung Eddards unter gewissen Bedingungen geplant war.
Im der Fernsehserie Staffel 1 gibt es übrigens auch eine Erklärung, dass Yoren Arya vor der Septe entdeckt, die jedenfalls kein Widerspruch zu dem, was im Buch erzählt wird, ist.
Apropos Lia: Es wird noch verraten, warum Gendry bei den Rekruten ist.
Posted 19 Aug 2012 at 20:19 ¶Stimmt, ich halte Eddard weder für einen tollen Vater noch einen besonders guten Herrscher. In seiner nördlichen Provinz ist er gut zurecht gekommen, aber am Mittelpunkt der Macht versagt er kläglich. Er hätte das Angebot seines besten Freundes mal besser ausgeschlagen. Ich glaub nicht, dass Robert lange geschmollt hätte. Den Starks und auch sehr vielen anderen wäre allerdings viel erspart geblieben. In Sachen Jon Arryn hätten sie dann immer noch ermitteln können, da war der Job als Hand des Königs ja eher hinderlich wegen des Zeitaufwandes.
Ich weiß nicht, ob Arya wirklich mit Gewalt am besten fährt. Sie ist ein Mädchen und momentan ist vorgegeben, dass sie einen der Frey-Söhne heiratet. Tut sie das nicht, bricht sie doch im Grunde eine Vereinbarung ihrer Familie, oder? Insofern ist mir nicht klar, welche Lektion Arya am besten lernen sollte. Sich zu wehren ist gut, einen anderen krankenhausreif prügeln (und das hat sie faktisch getan) ist weniger gut. Sie ist weit über das Ziel hinaus geschossen. Nicht, dass ich sie nicht verstehen könnte. Auf dem Kind liegt eine unglaubliche Last und es ist extrem gestresst. Der Tod des Vaters, das ungewisse Los der Geschwister, die Tatsache, dass sie jede Minute als Junge gelten muss belasten sie sicher über jedes Maß hinaus. Mich wundert nicht, dass sie komplett durchdreht. Es wäre nur in meinen Augen besser, wenn Arya irgendwo zur Ruhe kommen könnte. Ich hoffe, dass sie jetzt wirklich in Winterfell landet, wo sie zwar weder Mutter noch die älteren Brüder vorfindet, aber wenigstens ein vertrautes Umfeld. Dort kann sie trauern, verarbeiten und ich bin sicher, Bran und Rickon wären selig, hätten sie Arya nur endlich wieder bei sich. Wenigstens ein Familienmitglied, das weg gegangen und zurück gekommen ist.
Übrigens witzig: meine Urgroßmutter hat mir mal erzählt, dass es in ihrer Jugend ein ganz einfaches und untrüglich Mittel zur Geschlechtsidentifizierung gab. Man warf einfach dem Betroffenen unerwartet etwas in den Schoss. Kniff die Person die Beine zusammen, wars ein Junge, spreizte die Person die Beine, wars ein Mädchen. Kein dummer Witz, sondern einfach nur die Tatsache, dass Mädchen damals nur Kleider und Röcke trugen und etwaige Gegenstände mit dem Stoff auffingen. Jungs hatten dagegen eine viel kleinere Auffangfläche. Gut, dass Arya schon eine ganze Weile in Hosen rumläuft, dass ihr so etwas vermutlich nicht passieren kann. Obwohl…. im Reflex könnte es trotzdem sein. Sie hat schließlich gute acht Jahre Kleider getragen.
Posted 19 Aug 2012 at 21:15 ¶Nun ja, aus Sicht von Westeros lernt Arya als Mädchen womöglich auch die falsche Lektion.
Ich lege eben meine Maßstäbe an diese Geschichte an. Ich kann nicht so denken wie ein Adeliger in Westeros und mich möglicherweise freuen, wenn jemand so richtig gewalttätig wird. Mir tut Arya leid, auch wenn ich gleichzeitig sehe, dass sie überlebenswichtig agiert. Ich wünschte mir für sie eine bessere Entwicklung.
Dass sie in der Geschichte vielleicht sogar ein Zeichen gegen diese Raufbolde setzen musste, ist eine andere Frage.
Posted 20 Aug 2012 at 10:25 ¶Stimmt, ich halte Eddard weder für einen tollen Vater noch einen besonders guten Herrscher. In seiner nördlichen Provinz ist er gut zurecht gekommen, aber am Mittelpunkt der Macht versagt er kläglich. (Zitat Lia)
Anders gesehen:
Eddard ist ein pflichtbewusster Mann mit Charakter und Rückrat. Er steht in einem moralisch verkommenen und gesellschaftlich verluderten Umfeld seine Prinzipien und seine Würde. Dieses Einstehen bezahlt er mit seinem Leben. Für mich ist er aus diesem Grund ein Held.
Der Hof in Kings Landing als Mittelpunkt der Macht: eigentlich zerrt dieser Hof von der Vergangenheit, wo es einige fähige Herrscher gegeben hat. Zum Zeitpunkt der Buchhandlung ist davon freilich nichts mehr zu spüren. Der Hof in Kings Landing hält sich zwar selbst für den Mittelpunkt der Macht. Dieses Vorstellung hält jedoch objektiven Kriterien nicht stand. Zum einen hat GRRM mit dem Erdteil Essos und dessen zahlreichen Herrscherzentren den tatsächlichen Machtbereich von Kings Landing deutlich eingeschränkt. (Dort hat Kings Landing nichts zu melden und ist oft die Bereitschaft der dortigen Herrscher zur Kooperation angewiesen.)
Außerdem kann sich Kings Landing als Zentrum der Macht nur behaupten, weil es Unterstützung von auswärts hat, z. B. indem sich der Hof Geld bei den Septonen, bei Banken in Essos und anderswo holt. (Das wiederum neue Geldaufnahmen notwendig macht, um die Schulden zu bezahlen oder Zugeständnisse und anderes um deren Erlass zu erreichen. Um sich zu behaupten ist Kings Landing auf das Geld und die Machtmittel der Familie Lennister und später auch der Familie Tyrell angewiesen.
Posted 21 Aug 2012 at 18:34 ¶Rückrat, gemeint ist natürlich Rückgrat
Posted 21 Aug 2012 at 22:08 ¶Arya lernt jetzt nur die falsche Lektion, wenn wir annehmen, dass sie irgendwann tatsächlich wieder ‘Prinzessin Arya’ sein darf. Das ist ja noch längst nicht sicher…
Und selbst wenn ihr das gelingt: Weibliche Kriegerinnen sind in Westeros eher selten, aber es gibt sie doch. Wohl sogar (eher inkognito) unter den Starks (siehe spätere Informationen zu Lyanna).
Und als adlige Frau sollte man schon auch Giftzähne und einen Machtwillen haben. Das ist ja genau das worauf weder Sansa noch Arya je vorbereitet wurden. Andere Mädchen/Frauen allerdings schon. Gerade bei Catelyn ist das sehr seltsam, weil sie ihrerseits von ihrem Vater ja zumindest zeitweise als Erbin betrachtet wurde (Edmure Tully, ihr Bruder, ist sehr viel jünger als Catelyn). Da sollte man doch meinen, dass Cat ihren Töchtern etwas mehr mitgegeben hätte (was sie anscheinend nicht hat).
Posted 22 Aug 2012 at 14:55 ¶Mich wundert nach der Lektüre des ersten Buches überhaupt einiges bei den Starks. Weder wurden die Mädchen wirklich auf ihre Rolle als spätere Ehefrau eines mächtigen Mannes vorbereitet, noch wurden die Jungs mal irgendwo anders hin geschickt. Dabei scheint Eddard an seine Zeit als Austauschkind nur beste Erinnerungen zu haben. Warum hat er das seinen eigenen Söhnen nie gegönnt? Wenn ich richtig rechne, muss er jünger gewesen als die beiden als er von zu Hause weg geschickt wurde. Auch seine älteste Tochter war schon fast im passenden Alter dafür. Arya wäre sicher gerne bei Maege Mormont Austauschkind geworden.
Auch Joffrey wurde nie weg geschickt, wobei ich das beim Sohn des Herrschers noch irgendwie nachvollziehen kann. Die Angst vor einem Attentat muss groß gewesen sein. Aber es hätte auch da verbündete Häuser geben müssen, bei denen er das lernt, was er zu Hause nicht lernen konnte.
Momentan ist Arya einzig und allein die Tochter der Familie Stark und hat keine großartigen anderen Aussichten als die Heirat mit einem der Frey-Söhne. Die einzige Chance auf ein anderes Leben besteht darin, dass dieser Krieg weitergeführt wird und der Großteil ihrer Familie stirbt. Oder aber, dass sie nie wieder zu ihrer eigenen Familie zurückkehrt und als verschollen gilt. Für beide Varianten zahlt sie einen sehr hohen Preis in meinen Augen. Ich befürchte nämlich, dass Cat die Lebenswünsche ihrer jüngsten Tochter wenig berücksichtigen sondern eher als komplette Verrücktheit betrachten wird. Als etwas, was man besser im Keim erstickt bevor es sich noch auswächst. Hätte sie sich in dieser Hinsicht nämlich jemals kompromissbereit gezeigt, hätte sie Arya niemals zum sticken gezwungen.
Posted 03 Sep 2012 at 19:20 ¶Warum werden Kinder in der Buchserie “ASOFAI) zu anderen Familien / Höfen geschickt?
Nicht nur um anderswo Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen oder ein anderes Umfeld kennen zu lernen.
Jon Arryn wollte vermutlich tatsächlich seinen Sohn zu Stannis schicken, damit er von seiner Mutter wegkommt.
Ähnliches dürfte auch Sam Tarleys Vater geplant haben, nur dass der andere Hof seinen Sohn nicht nehmen wollte.
Myrcella wird in Buch 2 verlobt werden, obwohl sie noch nicht 12 ist (also noch nicht das im Mittelalter und auch in der Buchserie für Heiraten übliche Alter für Mädchen hat). Sie kommt allerdings bereits als Mündel ihres zukünftigen Schwiegervaters an dessen Hof.
Theon kam als Geisel nach Winterfell, um zu verhindern, dass sein Vater sich noch einmal gegen den Eisenthron erhebt.
Daneben gibt es auch eine Reihe von Figuren, die offensichtlich als Kinder keineswegs woanders aufgewachsen sind, also dürfte es auch üblich sein, dass Kinder am Hof ihrer Eltern bleiben.
Was Eddards Familie betrifft, hat wohl keine Notwendigkeit bestanden, die Kinder woanders hin zu schicken, um so Beziehungen zu verbessern, Kontakte zu erhalten etc.
Posted 03 Sep 2012 at 22:49 ¶Nach dem Septenglauben, der ein Spiegel der Gesellschaft ist, wäre noch anzumerken, dass Eddard (der Vater), Catelyn (die Mutter), Robb (der Krieger) und Sansa (die Jungfrau) die Rollen, die die Gesellschaft von ihnen erwartet, ausgezeichnet erfüllen.
Das Beispiel von Eddard und Sansa könnte daher auch als eine Kritik an diesem (patriarchalischen) Rollenmodellen verstanden werden, denn beide scheitern, obwohl sie ideale Vertreter/in ihrer Rollen sind.
Posted 03 Sep 2012 at 22:57 ¶Eine interessante Sicht, Erm. Noch weiß ich kaum etwas über den Glauben der Septen. Bisher wurde da wenig erklärt.
Posted 04 Sep 2012 at 20:48 ¶Post a Comment