(Wieder da und ausgeruht, in den nächsten Wochen sollte es regelmäßig werden, rechnet alle 3 Tage mit einem Update)
In seiner Betrachtung von Machtmenschen (The Authoritarians) unterscheidet Robert Altemeyer zwischen Menschen, die um der Macht willen nach Macht streben und solchen, die mit ihrer Macht auch noch autoritäre Ideologien verbreiten wollen. Es liegt in der Natur der Sache, dass am ehesten jene Menschen Macht erlangen, die sie auch wollen.
Darum ist Eddards Lage auch eine große Ausnahme. Eddard hat einen festen Moralkodex, aber er strebt nicht nach Macht. Das liegt zum Teil daran, dass er diese Macht bereits besitzt – als Herr von Winterfell kann er mehr oder weniger sein Ding machen, ohne sich groß um das restliche Reich zu scheren. Aber die Machtspiele, die am Königshof gespielt werden, sind ihm auch fremd.
Jetzt stirbt Robert an einem Eber und zu viel Wein, und plötzlich steht Eddard mit der Regentschaft da.
Warum Eddard ein guter König wäre
Eddard ist ehrlich und direkt und scheint jemand zu sein, dem das Wohlergehen des normalen Volks nominell am Herzen liegt. Wenn wir uns an die Szene erinnern, in der er Hof hielt, wollte er den Bauern zumindest Gerechtigkeit widerfahren lassen, wan keinesfalls selbstverständlich ist, wenn es gegen Adel geht. Auch ist er nicht bereit, Daenerys ermorden zu lassen – egal, wie verfehlt diese Ansicht vielleicht für Vertreter von Staatsräson ist.
Eddard will die Macht nicht und ist daher auch schwer zu korrumpieren. Ich glaube nicht, dass man ihn bestechen könnte. Er würde tun, was er für richtig hält.
Eddard würde sehr viel genauer auf die Staatsführung achten, als die Robert getan hat.
Warum Eddard ein schlechter König wäre
Eddard macht, was er für richtig hält. Es ist entscheidend, dass Herrscher Kompromise eingehen und andere Perspektiven zulassen – es gibt nur selten (nie) einfache Lösungen. Eddard aber entscheidet allein, was richtig ist, und bleibt dann stur.
Eddard ist sehr emotional. Emotionen helfen uns, Entscheidungen zu treffen. Aber Eddard vertraut und misstraut aufgrund persönlicher Abneigung, er lässt sich von Zorn und Abneigung leiten – Eddard ist nicht korrumpierbar, aber sehr wohl manipulierbar.
Was das für Westeros bedeutet
Eddard lehnt Renlys Angebot ab, schnell einen Staatsstreich durchzuführen. Gleichzeitig lehnt er Littlefingers Angebot ab, sich mit den Lannistern zu arrangieren. Das bedeutet, dass Eddard aufgrund seiner Ehre (Renly) und seiner Sturheit (Littlefinger) auf einen Krieg mit den Lannistern zusteuert. Es wird sich zeigen, ob Eddard sich von den Menschen, denen er misstraut (Petyr, Pycelle, Varys) beraten lässt – oder ob er anderweitig die Lannister in den Griff kriegt.
Eddard zeigt gleich, warum Menschen wie er nur selten an die Macht kommen: er ist nicht so skrupellos, Joffrey noch vor Roberts Tod in Gewahrsam zu nehmen (Renlys Plan). Gleichzeitig weigert er sich auch, jemand anderen als Stannis auf den Thron zu lassen. Dieser Stannis wird von Littlefinger beschrieben:
The man is iron, hard and unyielding. He’ll give us a new Hand and a new council, for a certainty. No doubt he’ll thank you for handing him the crown, but he won’t love you for it. And his ascent will mean war.
Ein Krieg, den Eddard in Kauf nimmt.
Man sollte meinen, Eddard Stark wäre eine sehr gute Wahl als Herrscher: kein Machtmensch, dafür mit festen Prinzipien – aber sollte gerade so ein Herrscher fatal sein und Krieg über das Land bringen?
Wir werden sehen.
Demnächst: Jon
(Nachtrag: Link zu The Authoritarians sowie meiner Reihe dazu.)

Comments 16
An Eddards Stelle hätte ich beide Angebote angenommen. Mein Gott, er kommt sogar noch auf den Gedanken, dass Cersei möglicherweise unter Umständen tatsächlich kämpfen wird. Weil es nämlich um ihre Kinder geht. Und welche Mutter wird da nicht kämpfen. Als König wäre Eddard wirklich nicht geeignet. Er bräuchte einen eigenen Berater, der ihm die reale Welt erklärt.
Was ich jetzt nicht ganz verstehe, sind seine Skrupel, Cerseis Kinder in Gewahrsam zu nehmen. So weit ich das verstanden habe, war nie die Rede davon, sie zu töten, sondern nur, sie als Geisel zu nehmen. Also genau dasselbe Schicksal zu erleiden wie Greyjoy in Winterfell. Das ist ja kein ungewöhnliches Schicksal in Westeros, oder? Warum hat Eddard bei diesen Kindern, die noch nicht mal Roberts eigene sind, solche Bedenken? Hatte er die bei Greyjoy auch und warum hat er ihn dann noch nie nach Hause geschickt?
Natürlich wäre es hart für Mutter und Kinder geworden, aber wenn dafür der Frieden erhalten bleibt, sollte der Preis nicht zu hoch sein. Die Kinder würden von einer solchen Maßnahme möglicherweise sogar profitieren, wenn sie in die richtigen Familien kämen.
Ich verstehe auch nicht, warum Eddard so wenig Bedenken hat, den Frieden aufs Spiel zu setzen, der erst 15 Jahre lang andauert. Das ist ja nicht gerade ewig, wenn man bedenkt, dass Wirtschaft und Sozialwesen meist eine Weile brauchen, um sich von diesen schlechten Zeiten zu erholen. Eddard hat, wie auch viele andere hier, diesen Krieg miterlebt, Freunde sterben sehen, die ganzen Greuel erlebt. Sollte es nicht eine Menge Menschen geben, denen der Erhalt des Friedens unglaublich wichtig ist? Gerade noch gab es die Diskussion um Danys Leben und den Vorwurf, dass ihr Leben das der vielen anderen aufwiegen würde, die im Kriegsfall sterben würden. Hat Martin diese Diskussion um den Wert eines Einzelnen gegen den Wert vieler schon vergessen?
Ich hätte auch nicht gedacht, dass Robert so abergläubisch ist. Aber gut, das passt natürlich zu seiner Dummheit.
Und noch etwas verstehe ich nicht: wenn ich einen letzten Willen hinterlasse, dann möchte ich so viele Zeugen wie möglich dafür haben. Das ist auch heute noch die einzige Sicherheit, dass keiner das Testament anfechten kann. Statt dessen schickt Robert alle raus und diktiert Eddard alleine sein Testament. Super toll. Ich bin sicher, niemand wird annehmen, dass es fingiert ist. Ganz bestimmt wird es nicht angefochten, richtig?
Das mit dem Testament hätte Martin eigentich sogar weg lassen können. Daran wird sich sowieso niemand halten. Spannender hätte ich es gefunden, wenn Eddard tatsächlich über seinen Schatten gesprungen wäre und für den Erhalt des Friedens selbst die Königswürde anstrebt.
Immerhin sind seine eigenen Kinder in Gefahr und das weiß er auch. Wie Cersei versucht er, sie zu schützen. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass dieser Schutz zu wenig sein wird. Im Gegensatz zu ihm wird Cersei keine Skrupel haben, schnell zu handeln. Robert sollte die Mädchen also besser schnell weit weg von Kings Landing bringen lassen. Falls die Zeit dafür nicht eh schon vorbei ist.
Posted 02 Jun 2012 at 21:21 ¶Ich glaube, Eddard hat keine Skrupel, die Kinder in Gewahrsam zu nehmen, sondern dies zu tun, solange Robert noch lebt. Etwas verquer, aber…
Posted 02 Jun 2012 at 22:10 ¶Wirklich dämlich ist hier, dass Ned nicht einmal daran denkt Renly über die Abstammung von Cerseis Kindern zu informieren. Wenn er schon Stannis als König installieren will, sollte er zumindest alle verfügbaren echten Baratheons auf seiner Seite haben.
Was Krieg angeht, so ist das aber mehr ein Gespenst das Littlefinger an die Wand malt. Er sagt hier ja sehr direkt (und nicht irgendwie durch die Blume) dass König Stannis mit einem eisernen Besen bei Hofe kehren würde (eine neue Hand, ein neuer Rat), und das würde mindestens das Ende seiner Karriere bedeuten…
Würden Ned und Renly gemeinsam Cersei und ihre Kinder als Geiseln nehmen, den Inzest der Welt offenbaren und Stannis die Krone antragen, wären Lord Tywin und Jaime zwar angepisst, aber sie könnten militärisch nicht gegen den neuen König vorgehen, weil sonst ja dem Töchter-/Schwesterlein bzw. den Kindern/Enkeln der Tod droht. Dazu kommt, dass mehr oder weniger niemand öffentlich als Inzestbastarde abgestempelte Thronanwärter unterstützen würde. Würde Tywin also über diese Sache einen Krieg direkt mit dem Eisernen Thron vom Zaun brechen kann er nur verlieren bzw. würde er möglicherweise den Untergang seines Hauses herbeiführen. Kein Großes Haus in Westeros mag die Lannisters. Die Starks, Tullys und Arryns offensichtlich nicht. Die Tyrells ebenfalls nicht, Stannis und Renly Baratheon auch nicht. Und die Martells von Dorne haben noch eine Rechnung mit Tywin wegen dem Tod von Prinzessin Elia und Rhaegars Kindern offen.
Wenn der designierte Regent also Renlys Vorschlag gefolgt wäre, oder ihm einen Gegenvorschlag unterbreitet hätte, würde es höchstwahrscheinlich nicht zum Krieg kommen…
Posted 03 Jun 2012 at 17:15 ¶Das stimmt natürlich: Littlefinger und Varys wären bei Stannis wohl die ersten, die ihren Posten verlören…
Posted 03 Jun 2012 at 19:57 ¶Littlefinger vielleicht, aber Varys…. er weiß zu überleben. Ich bin mir nicht mal bei Littlefinger ganz sicher, weil er als Finanzmanager offensichtlich wirklich erfolgreich ist.
Ich kenne Stannis ja noch nicht. Wenn er aber auch nur ein klein wenig taktisches Gespür hat, würde er nicht gerade diese beiden Männer gegen sich haben wollen.
Schön, dass Eddard Skrupel hat, Roberts nicht leibliche Kinder nicht zu dessen Lebenszeit als Geisel zu nehmen. Sorry, aber das ist total unlogisch, nachdem er Cersei schon klar gemacht hatte, dass sie Kings Landing besser fluchtartig verlässt.
Ich glaube nicht, dass der bevorstehende Krieg nur eine Drohgebärde ist. Cersei ist gewarnt, was Littlefinger und Varys ganz sicher wissen, und ihre Familie hält bombenfest zusammen. Komisch, dass Eddard das so gar nicht klar ist. Gerade er, dem sein eigenes Familienmotto immer präsent im Kopf ist. Denkt er wirklich, Cersei wird ihre Schulden nicht zahlen?
Stannis wäre an Eddard Stelle meine erste Wahl. ggg Er will doch sowieso nach Hause und auf diese Weise wäre das gewährleistet. Momentan hat er an Cerseis Kinder mehr Gedanken verschwendet als an seine eigenen.
Posted 03 Jun 2012 at 20:26 ¶Ja, Ned hat seine Ohren auf Durchzug geschaltet als Littlefinger ihm deutlich gemacht hat, dass Stannis sie beide nach Hause schicken würde. Ned kann sich das leisten, Littlefinger kann und will das unter keinen Umständen.
Sowohl Varys als auch Littlefinger können ihre Köpfe aus diversen Schlingen winden (und Varys hat da auch mehr Übung, weil er Aerys und Robert überlebt hat), aber nicht wenn der König Stannis heißt. Littlefingers Kontrolle über die (leere) königliche Schatztruhe und die Finanzverwaltung des Reiches bietet ihm einiges an Schutz, aber seiner eigenen Einschätzung nach würde das Stannis nicht stören. Littlefinger deutet ja an, nichts gegen König Renly Baratheon zu haben (sollte der erwachsene Joffrey, was zu erwarten ist, Schwierigkeiten machen), aber mit Stannis mag er nicht arbeiten. Na ja, wir werden den ‘wahrhaft gerechten Mann’ noch kennen lernen
.
Und natürlich wird es jetzt wahrscheinlich Krieg geben. Nur wäre der erheblich unwahrscheinlicher bzw. sehr viel kürzer wenn Ned Renly und auch den sterbenden Robert noch mit ins Boot geholt hätte. Auf Roberts Befehl hin hätte Stannis ja noch zum Erben erklärt werden können. Wenn genug Leute über Cerseis Kinder Bescheid wissen würden, würde ihr in der Tat nur noch die Flucht bleiben. Als in Ungnade gefallener Bastard könnte Joffrey den Thron nicht besteigen.
Posted 03 Jun 2012 at 23:33 ¶Wenn Stannis König würde, wo würde Littlefinger wohl hingehen? Varys würde seinen Platz am Hof finden, da bin ich mir sehr sicher. Aber wie würde Littlefinger reagieren?
Posted 04 Jun 2012 at 18:23 ¶Stannis würde Littlefinger bestenfalls feuern und nach Hause schicken. Schlimmstenfalls würde er ihn wegen Verrats und Korruption den Prozess machen und ihn einen Kopf kürzer machen.
Dagegen tun kann er eigentlich rein gar nichts. Littlefinger ist faktisch betrachtet ein Nichts. Die wirklich Mächtigen (d.h. die Könige/Hände) können ihn mit einem Federstrich zunichte machen. Seine ganze Macht und all sein Einfluss beruht darauf, dass man ihn in Ruhe machen lässt und ihn für zu harmlos/unwichtig hält, um seine Ränke/Manipulationen genauer unter die Lupe zu nehmen.
Varys gegenüber hegt Stannis ähnliche Gedanken wie sich noch zeigen wird. Er ist nicht gerade erfreut darüber, dass dieses Überbleibsel aus Aerys’ Zeit weiter im Rat seines Bruders dienen dürfte. Vielleicht würde sich Varys da noch irgendwie rauswinden, vielleicht aber auch nicht. Varys’ Talent ist, dass er sich nahezu jedem Spieler in der Hauptstadt gegenüber nützlich machen will. Aber jemand, der nicht spielen will und die Macht hat, die Intriganten zu entsorgen, mit dem würde wohl auch er nicht allzu lange klarkommen…
Posted 04 Jun 2012 at 23:50 ¶Kann man Littlefinger wirklich so als Nichts sehen? Ich weiß nicht. Dieser Mann hat Einfluss und er wäre nicht an der Stelle, an der er jetzt ist, wenn er ihn nicht zu gebrauchen wüsste. Es steckt, glaub ich, mehr hinter Littlefinger als man auf den ersten Blick erfassen kann. Wir erfahren leider nie seinen Blick auf die Angelegenheit, er wird immer nur aus anderen Augen gesehen.
Bei Varys dagegen weiß ich nicht, ob er sich auf Dauer in Kings Landing halten könnte. Als Spion für so manche Leute könnte er sicher bleiben. Aber wenn Littlefinger und Varys beide Dany unterstützen, würde ich eher annehmen, dass sie sich in die Freien Städte begeben, sollte Stannis König werden.
Posted 05 Jun 2012 at 20:30 ¶Littlefinger hat keinerlei wahrnehmbare Feudalmacht. Er hat nahezu kein Land, also auch keine Bauern, mit denen er ein Heer aufstellen kann, und auch keinen Titel oder einen großen Namen, der ihm eine gute Partie einbringen würde.
Er hat Macht im Finanzministerium und kann im Namen des Königs dem einen oder anderen Lord wohl steuertechnisch ordentlich auf die Zehen treten, aber er ist eben nichts weiter als ein Beamter. Die Typen an der Spitze der Pyramide können ihn rauswerfen, und dann ist er wieder das was er vorher war: Ein Nichts von einer steinigen Landzunge mit fünf Schafhirten. Er verfügt nicht über die Macht das zu verhindern. Deswegen will er ja harmlos und liebenswert erscheinen und eigentlich jedermanns Freund sein.
Und er hat natürlich trotzdem Mittel und Wege um zu bekommen was er will bzw. um zu verhindern, dass ihm genommen wird, was erreicht hat. Aber das muss sehr subtil geschehen. Sobald ihn jemand mit echter Macht und Rücksichtslosigkeit auf dem Kieker hätte bzw. ihn als Bedrohung für sich selbst wahrnehmen würde, wäre er geliefert.
Der einzige der Thronanwärter mit dem er meint nicht klarzukommen, ist Stannis. Ned, Cersei, Robert, Jon Arryn, Renly, Cat, Loras Tyrell etc., mit all denen kommt Littlefinger ganz gut klar.
Posted 06 Jun 2012 at 00:33 ¶Er mag wenig Land besitzen und Bauern, aber offensichtlich besitzt er Freundehäuser und andere Lokalitäten der besonderen Art. Ich bin mir sehr sicher, dass er so manches über die Mächtigen dieser Welt weiß, von dem die niemals wollen, dass es jemand anders erfährt. Was Littlefinger sonst noch so besitzt, erfahren wir ja nicht. So wenig kann es meiner Meinung nach nicht sein. Die Freudenhäuser sind gut besucht und er besitzt mehr als eines. Das ist normalerweise ein recht ertragreiches Gewerbe. Noch dazu in einer Welt, die Frauen wenig Möglichkeiten zur eigenen Erwerbstätigkeit bietet.
Littlefinger ist auf den ersten Blick ein kleiner Mann mit wenig Macht. Auf den zweiten Blick traue ich diesem ersten Eindruck nicht. Wissen ist Macht und Littlefinger weiß viel. Abgesehen davon könnte ich mir vorstellen, dass sein Ehrgeiz, den anderen zu zeigen wo der Bartl den Most holt, recht hoch ist. Kann sein, dass er für seine Rache lange braucht, aber er hat ja Zeit.
Posted 06 Jun 2012 at 18:25 ¶Na super – das kommt vom schnellen tippseln. Freundehäuser statt Freudenhäuser. Aber was solls, auch Freudenhäuser haben ihre Freunde.
Posted 06 Jun 2012 at 18:26 ¶Ja, klar, du schätzt ihn da schon ganz richtig ein. Nur: Falls er den Fehler machen würde, sich einen der großen Lords (sagen wir Renly, Ned, Tywin oder Jon Arryn) oder gar den König selbst zum Feind zu machen, dann könnte er ihnen nichts entgegensetzen. Er kann gegen den Thron oder gegen einen mächtigen anderen Lord nicht zu den Fahnen rufen, oder mit Aufstand drohen, sollte der König oder die Hand mit dem Gedanken spielen ihn als Meister der Münze abzusetzen und aus dem Rat zu werfen. Dazu kommt noch, dass keiner befürchten muss, das halbe Reich steht gegen den Thron auf, wenn Littlefinger einen ‘Unfall’ erleidet oder gar wegen Verrats hingerichtet wird.
Posted 06 Jun 2012 at 20:22 ¶Gegen eine Hinrichtung könnte er wenig machen, das ist klar. Aber ich glaube nicht, dass er als Finanzminister so einfach abzusetzen wäre. Er weiß genug über die richtigen Leute, dass er sie erpressen könnte. Da bin ich mir sehr sicher. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Littlefinger den meisten Menschen immer mindestens einen halben Schritt voraus wäre. Er wäre längst weg, bevor er hingerichtet werden könnte. Oder würde dafür sorgen, dass nicht er hingerichtet wird. Sein Dolch ist immer noch im Spiel und so sehr Cat ihm vertraut…. ich tu es nicht.
Posted 06 Jun 2012 at 22:17 ¶Littlefingers Problem ist, dass er meistens indirekt und versteckt agieren muss. Manipulieren, vielleicht erpressen – aber Opfer einer Erpressung sind oft geneigt, den Erpresser auzutricksen. Er versucht eher, Menschen dazu zu bringen, dass sie freiwillig das tun, was er will.
Siehe das Gespräch mit Eddard: anstatt den zu bedrohen, versucht er, Eddard gegen Stannis einzustellen. Er argumentiert mit persönlicher Macht – nur, dass Eddard daran nicht interessiert ist. In diesem Fall eben leider schwer zu manipulieren. Was Littefinger zu den Lannistern treibt – da geht das eher
Posted 12 Jun 2012 at 16:16 ¶Ja, ich fands interessant, dass er bei Eddard den richtigen Hebel nicht gefunden hat. Sonst scheint er mit seinem Spiel ja sehr erfolgreich zu sein.
Posted 12 Jun 2012 at 20:03 ¶Post a Comment