Catelyn erreicht Kings Landing und begegnet dort einem Wendepunkt.
Erst trifft sie eine Jugendliebe wieder – das Finanzgenie Petyr Baelish, von allen nur Littlefinger genannt. Neben Littlefinger trifft sie auch Varys, die Spinne, der über ihre Ankunft wie über den Zweck ihres Besuchs informiert ist.
Hier passieren mehrere Dinge: erst einmal lernen wir natürlich diese beiden Mitglieder in Roberts königlichem Rat kennen, und zwar in einem intimeren Zusammenhang als bei einer Ratssitzung.
Da ist zunächst Varys.
“Lord Varys knows all,” Petyr said with a sly smile.
(…)
The man who stepped through the door was plump, perfumed, powdered, and as hairless as an egg. He wore a vest of woven gold thread over a loose gown of purple silk, and on his feet were pointed slippers of soft velvet. “Lady Stark,” he said, taking her hand in both of his, “to see you again after so many years is such a joy.”
Varys repräsentiert wie kein anderer die Situation bei Hofe, wenn es um Geheimnisse geht: es gibt sie nicht.
And above it all, frowning down from Aegon’s high hill, was the Red Keep; seven huge drum- towers crowned with iron ramparts, an immense grim barbican, vaulted halls and covered bridges, barracks and dungeons and granaries, massive curtain walls studded with archers’ nests, all fashioned of pale red stone. Aegon the Conqueror had commanded it built. His son Maegor the Cruel had seen it completed. Afterward he had taken the heads of every stonemason, woodworker, and builder who had labored on it. Only the blood of the dragon would ever know the secrets of the fortress the Dragonlords had built, he vowed.
Und mag er auch alle Arbeiter töten, die Geheimnisse sind dennoch nicht sicher. Lord Varys weiß halt alles.
Nebenbei finde ich dieses Klischee ermüdend. Wenn man wirklich die Handwerker tötet, die Geheimgänge einbauen, führt das nur dazu, dass gute Handwerker fort bleiben oder sich erst recht notieren, wo die Gänge sind – als Anreiz. Besser belohnt man die Leute und fertig.
Aber egal. Varys jedenfalls ist eine faszinierende Figur. Er und Barristan Selmy haben bereits den Targaryens gedient, sind aber noch in Diensten Roberts. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das uns viel verrät. Selmy war ein Ritter der Königsgarde und an einen Eid gebunden – ihm vertraut man vielleicht der Ehre wegen. Aber Varys? Varys hat nur die Möglichkeit, wertvoll, ja unersetzlich zu sein. So wie Cat mag ihn eben kaum jemand, aber alle behalten ihn in der Nähe.
Die andere Figur ist Littlefinger. Littlefinger zeigt uns, wie die Gesellschaft von Westeros funktioniert. Ähnlich wie Varys ist er kein festes Mitglied des Hofes; dazu ist sein Land, sein Titel zu klein – er ist eben der »kleine Finger«. Aber er macht sich wertvoll.
Hier kommen auch die Spitznamen ins Spiel, die vielen Figuren stärker anhängen als deren Geburtsnamen und die mitteilen, wie eine Figur öffentlich gesehen wird. Tyrion ist der Imp. Jaime der Königsmörder. Varys ist die Spinne, der man misstraut und vor deren Netz man acht gibt. Und Petyr ist letztendlich doch der kleine Finger, den man gering- oder unterschätzt.
Bei beiden merken wir, dass Cat nicht gewohnt ist, mit dem Hof umzugehen. Ich erahne bereits, dass sie sich etwas viel vorgenommen hat. Warum?
Sie versucht, im Geheimen nach Kings Landing zu kommen, aber sie wird noch am ersten Abend zu Petyr in die Burg gebeten. Sie will die Sache mit dem Messer geheim halten, aber Varys weiß schon Bescheid. Dann wird ihr auch im Gespräch die Initiative entzogen:
“A wife is allowed to yearn for her husband, and if a mother needs her daughters close, who can tell her no?”
Littlefinger laughed. “Oh, very good, my lady, but please don’t expect me to believe that. I know you too well. What were the Tully words again?”
Her throat was dry. “Family, Duty, Honor, “ she recited stiffly. He did know her too well.
“Family, Duty, Honor,” he echoed. “All of which required you to remain in Winterfell, where our Hand left you. No, my lady, something has happened. This sudden trip of yours bespeaks a certain urgency.
(…)
“On more than that, I hope, sweet lady. I have great esteem for your husband, our new Hand, and I know we do both love King Robert.”
“Yes,” she was forced to say. “For a certainty.”
(…)
“I wonder if we might trouble you to show us the dagger?”
Catelyn Stark stared at the eunuch in stunned disbelief.
Varys und Petyr sind Spieler bei Hofe. Man merkt ihnen an, dass sie ihre Worte mit Bedacht wählen, nicht gedankenlos handeln – siehe auch diese Erklärung, warum Varys wegen Cat zu Littlefinger kam:
“Why not me? I am master of coin, the king’s own councillor. Selmy and Lord Renly rode north to meet Robert, and Lord Stannis is gone to Dragonstone, leaving only Maester Pycelle and me. I was the obvious choice. I was ever a friend to your sister Lysa, Varys knows that.”
Man muss Cat anrechnen, dass sie Varys nicht traut und Petyr nur ein wenig, wenn die beiden ihre Hilfe anbieten. Aber gleichzeitig ist sie ausmanövriert: sie braucht die Hilfe dieser Männer, ob sie ihnen nun traut oder nicht. Uns wird vorgeführt, wie Petyr und Varys, ein unbedeutender Adeliger und ein königstreuer Eunuch, das Spiel der Throne spielen. Und Catelyn ist schlichtweg überfordert; kennt sie die Regeln überhaupt? Das lässt für Eddard wenig Gutes ahnen.
Und dann kommt noch der Wendepunkt. Der Dolch? Oh, sagt Petyr nonchalant, der Dolch ist seiner. Oder er war es, aber erkennen tut er ihn trotzdem. Petyr verlor ihn im Spiel: er setzte im Turnier auf Jaime Lannister, und Jaime verlor. Dafür gewann sein Bruder Tyrion den Dolch. Der Gnom. Der Imp.
Damit hört Cat, damit hören wir als Leser: Tyrion Lannister steckt hinter dem Attentat auf Bran. Jon hingegen hört das nicht – Jon, der mit Tyrion in den Norden reiste.
Und Jon, der selbstverständlich im nächsten Kapitel zu Wort kommt, wo er diese Ahnungslosigkeit wahrscheinlich unter Beweis stellt. Auch darum liebe ich diese verschiedenen Erzählfiguren – und hasse sie gleichzeitig (aber liebevoll).

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Der Schluss war ein wenig überraschend. Räumt Tyrion immer hinter seinen Geschwistern her, um die Familie zu schützen? Eines wird damit klar: Tyrion weiß um die Familieninterna ganz genau Bescheid. Er beobachtet und denkt nach – eine unschätzbare Fähigkeit in einer Welt, in der offensichtlich sehr viele völlig ohne Hirn ans Werk gehen.
Andererseits muss der Dolch kein Beweis für seine Schuld sein. Er könnte gestohlen worden sein und dem Attentäter übergeben, damit es so aussieht, als wäre Tyrion der Auftraggeber. Ist ja nicht so, als würden in dieser Familie nicht alle ihre Spielchen spielen.
Cat ist also jetzt die Landpomeranze in der großen Stadt. Ich frage mich, was sie hier eigentlich genau erreichen möchte. Sie will ihren Mann warnen, aber das hätte auch auf anderen Wegen erreicht werden können. Wieso nach Kings Landing? Der Tross ist so langsam unterwegs, dass sie ihn auch anders eingeholt hätte. Ist ihre Familie erst mal in Kings Landing angekommen, dürfte es weit zu spät sein für irgendwelche Warnungen.
Im übrigen hoffe ich ja eigentlich, dass Eddard endlich seinen Vaterpflichten nachkommt und wenigstens Arya, besser noch beide Mädchen zurück in den Norden geschickt hat. Kann ja eigentlich keine ehrenvolle Handlung sein, seine elf Jahre alte Tochter in eine Familie wie die Lannisters einheiraten zu lassen. Wenn er seine Töchter auch nur ein klein bisschen liebt, sorgt er dafür, dass sie nach Hause gehen bis sie ein wenig älter und reifer geworden sind. Arya ist eindeutig zu unbeherrscht und lebhaft für den königlichen Hof, Sansa zu verträumt und in sich versponnen. Mir war von Anfang an nicht klar, warum die beiden Mädchen unbedingt mit auf die Reise mussten, nur begleitet von der Septa, die nicht mal als Anstandsdame geeignet ist. Sie sind beide im Grunde zu jung dafür, mal abgesehen davon, dass Sansa bald in ein Alter kommt, wo sie ihre Mutter braucht.
Varys ist irgendwie…. niedlich. Was hat er eigentlich angestellt, dass er zum Eunuchen gemacht wurde? Vergewaltigung? Oder gibt es noch etwas, das mit Entmannung bestraft wird?
War Littlefinger jetzt nur zu jung für Cat oder auch nicht ganz standesgemäß, dass eine Hochzeit zwischen den beiden keine Chance hatte? Nachdem hier vor kurzem erklärt wurde, dass die Mädels durchaus auch an Vasallen etc. verheiratet werden könnten, kanns ja eigentlich nichts mit dem Stand zu tun haben.
Die Spitznamen erinnern mich ehrlich gesagt an die Mafia.
Dort haben die Familienmitglieder auch immer interessante Beinamen. Ist das Absicht? Ist der Königshof ein Äquivalent zur Cosa Nostra?
Posted 16 Feb 2012 at 22:15 ¶Der König will, dass Sansa seinen Sohn heiratet. Da kann Eddard kaum nein sagen, schon gar nicht nach einem Ja und aus einem Gefühl heraus.
Cat hat erreicht, weshalb sie in die Hauptstadt kam: Eine Spur wegen des Dolches zu finden, bevor der König zurück ist.
Posted 17 Feb 2012 at 00:14 ¶“War Littlefinger jetzt nur zu jung für Cat oder auch nicht ganz standesgemäß, dass eine Hochzeit zwischen den beiden keine Chance hatte? Nachdem hier vor kurzem erklärt wurde, dass die Mädels durchaus auch an Vasallen etc. verheiratet werden könnten, kanns ja eigentlich nichts mit dem Stand zu tun haben.”
Posted 17 Feb 2012 at 00:52 ¶Littlefinger besitzt eine kleine Burg an den kargen, armen Fingers gelegen … nur weil man auch nach unten heiraten kann, muss man ja nicht gleich nach gaaanz unten heiraten
Zudem ist Littlefinger kein Vasall von Riverrun sondern vom Tal.
… und Papa hatte eben große Pläne
Posted 17 Feb 2012 at 07:08 ¶Ich hatte Eddard eigentlich nicht so eingeschätzt, dass er eines seiner Kinder für seine Ehre aufs Spiel setzt. Immerhin reden wir hier davon, ein elf Jahre altes Kind in eine dysfunktionale und latent gewalttätige Familie einheiraten zu lassen.
Aber mal ganz abgesehen davon glaube ich nicht, dass der König das Recht hat, in Familienangelegenheiten einzugreifen. Er schafft es ja nicht mal in seiner eigenen Familie, Ordnung zu schaffen. Er hätte wohl kaum verhindern können, dass Eddard ein Machtwort spricht und zumindest Arya “strafweise” in Begleitung der Septa nach Hause schickt. Oder eben beide Mädchen, weil sie sich nicht richtig benehmen können. So weit ging die Machtbefugnis eines Königs auch im Mittelalter nicht. Ist ja auch nicht so, als müsste die Ehe zwischen Joffrey und Sansa auf der Stelle vollzogen werden. Keine Ahnung, ob der Junge schon “einsatzfähig” ist, Sansa ist es definitiv noch nicht und auch im Mittelalter wurden Mädchen üblicherweise nicht so jung verheiratet. Selbst im Frühmittelalter wurden Mädchen erst mit frühestens 12 Jahren verheiratet. Sansa hätte also noch ein Jahr Zeit, ihre Aussteuer zu richten und diverse wichtige Dinge für das Leben als Ehefrau zu lernen.
Eddard entpuppt sich als relativ verantwortungsloser Vater seinen Töchtern gegenüber. Das hätte ich gar nicht von ihm gedacht.
Littlefinger ist jetzt aber am Königshof anscheinend doch eine wichtige Person. Er hat also Karriere gemacht. Interessant, dass er damals so unterschätzt wurde. Ein verlorenes Duell sollte eigentlich kein Grund sein, jemanden gleich vom Hof zu jagen. Ist da noch mehr vorgefallen?
Cat hat herausgefunden, wem der Dolch gehört hat, aber auch, wer das Attentat in Auftrag gegeben hat? Der Dolch ist ein sehr ungenaues Beweisstück, das zwar auf eine Familie hinweist, aber nicht auf den genauen Täter.
Posted 17 Feb 2012 at 22:13 ¶Hm als das mit dem verantwortungslosen Vater kann ich jetzt so nicht sehen. Ich denke Eddard denkt, dass er das beste für seine Töchter tut, indem er Sansa seinem besten Freund zur Schwiegertochter gibt und sie damit zu potentiellen Königin macht, was sie ja auch unbedingt möchte. Und Arya erinnert ihn an seine Schwester Lyanna (behaupte ich jetzt einfach mal
), da sieht er ihr ziemlich viel nach. Außerdem hat seine Frau dazu geraten, die Töchter nach Kings Landing mitzunehmen, und dem folgt er in dieser Sache ohnehin.
Ja, es ist mehr vorgefallen, aber das sollte nicht verraten werden und löst sich erst im 3. buch auf.
Posted 18 Feb 2012 at 00:51 ¶Richtig ist aber, dass Eddard dazu neigt Dinge falsch einzuschätzen, vor allem weil er die anderen als nicht böse, unehrlich, unfair, unehrenhaft einschätzt. Das werden wir leider auch noch sehen. Das ist aber kein Zeichen von Verantwortungslosigkeit.
Was Littlefinger angeht, hast du sehr genau beobachtet.
Dass Edd seine Töchter wieder heimschickt, weil sie sich “schlecht” benommen haben, kommt mir recht unsinnig vor. Schließlich nimmt er sie doch nach Kings Landing mit, weil das für ihre Ausbildung vorteilhaft sein soll. Hinzu kommt, wir sind in einer mittelalterlichen Welt und das Reisen ist nicht einfach und eine aufwändige Sache.
Der Sohn des Königs und somit zukünftige König ist für Sansa außerdem die beste Partie, die sie in Westeros zurzeit überhaupt machen kann, und Robert ist immerhin sein Freund. Dumm nur, dass Joffrey offensichtlich einen miesen Charakter hat und Robert nichts bzw. Cersei alles getan hat, um das noch zu verbessern bzw. zu verschlechtern. Aber bevor die Sache mit Lady und Mycah passiert ist, hat Joffrey Edd keinen Anlass gegeben, das zu erkennen. (Bei Szenen, wo sich Joffrey bereits daneben begonnen hat, war er nicht dabei.) Joffrey ist zudem noch jung, Edd mag tatsächlich noch denken, dass der Junge nicht so übel ist oder sich noch bessern könnte. Die tatsächliche Schuld gibt er offensichtlich Cersei.
Mit Blick auf ein früheres Kapital möchte ich übrigens noch eines hinweisen. Der Hund ist dazu da, Joffrey zu beschützen, aber er ist ein Untergebener von Joffrey und diesem unterstellt. Was auch der Grund ist, dass er nicht mitkommt, als Joffrey und Sansa am Trident ihren Spaziergang machen. (Ich verweise deswegen auf dieses Detail, weil diese Verhaltensweise in der Romanserie noch vorkommen wird.)
Was Littlefinger betrifft, so entsteht durchaus der Eindruck, dass er für Catelyn auch nur ein Jugendfreund bzw. Bruder damals war und sie keineswegs in ihn verliebt. Allerdings würde ich aufgrund späterer Informationen nicht ausschließen, dass er für sie selbst als Ehepartner auch nicht in Frage gekommen ist, weil er eben keine wirklich gute Partie für die Tochter eines herrschenden Hauses ist.
Posted 18 Feb 2012 at 17:46 ¶Mir wäre an seiner Stelle absolut jede Ausrede recht gewesen, meine Töchter nach Hause zu schicken. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Die jüngere Tochter ist absolut ungehorsam und auch wenn sie seiner Schwester so unglaublich ähnlich ist….. grad dann würde ich nicht riskieren, dass eine zweite Tote in der Familie zu betrauern ist. Das Mädel ist acht und für volle vier Tage verschwunden! An einem Königshof wie Kings Landing (an dem es ja offensichtlich keine Geheimnisse gibt) ist sie völlig am falschen Ort mit ihrem ungezügelten Temperament und ihrer lebhaften Art.
Die ältere Tochter ist erst elf und Eddard musste eben ihr geliebtes Haustier töten. Nur auf Befehl seines angeblich besten Freundes hin, der sich gegen seine Frau nicht durchsetzen kann und will. Er hat Joffreys Lächeln bestimmt gesehen. Egal, was aus dem Jungen noch wird, er scheint jetzt schon ein kleiner Sadist zu sein. Königin hin oder her – es sollte Grenzen geben, wem man seine Kinder anvertraut. Es sollte ebenso Grenzen geben, wen man zugunsten der eigenen Karriere opfert. Die eigenen Kinder sollten jedenfalls nicht dazu gehören.
Es ist übrigens Eddards Entscheidung, die Mädchen mitzunehmen:
“You must”, he said, “Sansa must wed Joffrey, that is clear now. we must give them no grounds to suspect our devotions. And ist is past time, that Arya learned the way of a southron court. In a few years she will be of an age to marry too.”
Er kam mir eigentlich nicht wie ein Vater vor, der seine Töchter irgendwelchen politischen Zielen opfert. Noch dazu, da er anfangs ja sogar dagegen war, die Stelle anzunehmen und auch gegen Sansas und Joffreys Hochzeit. Da erwähnt übrigens auch Robert: “The marriage can wait a few years”.
Übrigens: wenn es so wichtig ist, dass Arya mit acht Jahren die Sitten am Königshof kennenlernt, warum ist Sansa mit ihren elf Jahren immer noch zu Hause? Sie ist die erste, die heiraten wird. Wieso wurde sie nicht längst schon zu einer befreundeten Familie geschickt, wo sie diese lernen kann?
Joffrey ist 13 und somit keinesfalls erwachsen. Auch nicht im Mittelalter. Gerade weil er sehr verantwortungslos ist, sollte es nicht seine Entscheidung sein, ob er seinen Leibwächter dabei hat oder nicht. Wozu gibt es diesen, wenn nicht dazu, den Prinzen vor Gefahren zu schützen – oder auch mal vor sich selbst. Joffreys Familie ist natürlich sehr dysfunktional, daher sind solche Dinge zu erwarten.
Die Starks wurden anfangs ganz anders geschildert, als sehr gut funktionierende, stabile Familie. Aber es mag natürlich etwas dran sein, dass Eddard Menschen nicht einschätzen kann. Im Gegenteil zu Sansa übrigens, die sich zwar schnell mal fürchtet, aber überraschend viel Sensibilität entwickelt, eine Situation richtig einordnen zu können. Beachtlich für ihr Alter. Wenn Eddard denkt, dass Cersei an allem Schuld ist, mag er dümmer sein als ich dachte. Es gibt immer zwei Täter – einer, der macht, und einer, der zulässt.
Übrigens finde ich, dass Cat teilweise einen echt grimmigen Humor hat. Sie scheint überhaupt eine sehr pragmatische Frau zu sein.
Posted 18 Feb 2012 at 21:44 ¶Post a Comment