Ich hatte ja schon etwas zu der BBC-Serie »Sherlock« geschrieben. Die Serie ist nun in die zweite Staffel gegangen – mit Irene Adler und einer guten Portion Sexismus. Irene Adler ist berühmt als die Frau, die Sherlock Holmes besiegte. Sie war keinesfalls ein modernes Frauenbild, aber das, was in dieser Folge passiert… nun ja.
Auch bemerke ich, dass ich anscheinend doch nicht mehr über die zweite Folge der Serie geschrieben habe, die den Rassismus von AC Doyle nahezu unbeschadet ließ und uns ohne Ironie eine Geschichte über die gelbe Gefahr aus China präsentierte.
Die Folge kennt folgende Frauen: Die Zimmerwirtin von Holmes und Watson, eine Mutterfigur ohne eigenes Sozialleben, die ihre Mieter als »Jungs« bezeichnet. Ihr wird in einer Szene gleich doppelt beschieden, sie solle doch bitte endlich die Klappe halten.
Die Pathologin, die an Weihnachten ein schickes Kleid anzieht, weshalb sie von einem Gast mehrere Sekunden lang angestarrt wird (in ihrem Rücken), bevor Sherlock ihr bescheinigt, einen zu kleinen Mund und zu kleine Brüste zu haben. Natürlich ist die Pathologin in unseren Soziopathen Sherlock verliebt.
Es gibt Watsons Freundin, die Sherlock zuerst verwechselt (er zählt alle Freundinnen Watsons auf und nennt sie die »langweilige Lehrerin«) und die dann von Watson ebenfalls verwechselt wird. Immerhin macht sie dann Schluss mit ihm.
Mycrofts Mitarbeiterin darf auch kurz auftauchen und so tun, als wolle sie mit Watson ausgehen, weshalb der angesichts ihrer Schönheit stottert – die ist ja auch wichtigstes Merkmal für Frauen.
Die Frauen sind allesamt in ihrer Beziehung zu Männern charakterisiert und auf ihr Aussehen oder, im Falle der älteren Hauswirtin, ihre Mütterlichkeit reduziert.
Bleibt Irene Adler. Die ist nun eine hochbezahlte Domina, was bedeutet, dass sie in der ersten Hälfte der Serie entweder ein durchsichtiges Netzkleid trägt oder nackt ist oder einen Mantel über ihrem nackten Körper trägt. Dass sie in der ersten Hälfte der Folge von der Kamera nur als sexy inzeniert wird. Dann erst kann sie Sherlock kurz eins auswischen und fliehen.
In der Folge wird diese Frau, die sich selbst als homosexuell bezeichnet, mit Sherlock flirten und sich in ihn verlieben. Weil Frauen, lesbisch oder nicht, alle nur auf einen kalten, soziopathischen Mann warten.
Irene Adler mag eine intelligente Frau sein, aber ihre Macht liegt nicht in ihrem Verstand, sondern ihrem Aussehen und ihrer Sexualität – damit manipuliert sie Männer wie Frauen. Alles andere erscheint undenkbar.
So stellt sich dann heraus, dass Irene Adler alle Informationen, alle Pläne nicht selbst generierte, sondern von Moriarty bekam. Sie hat am Ende nur noch den eigenen Willen darin, sich in Sherlock zu verlieben und dann von ihm gerettet zu werden. Und natürlich sexy auszusehen. Ihre Intelligenz ist geliehen – von einem Mann. Ihr Plan ist nicht ihr eigener. Und so schlägt nicht sie Sherlock ein Schnippchen, sondern Moriarty ist es, der gewinnt.
Irene ist kurz normal angezogen, dann trägt sie einen Morgenmantel mit der Ahnung von Nacktheit darunter. Anschließend ist sie für einen Moment wirklich eine kühle, coole Frau – aber sie selbst sagt dann, sie habe Moriartys Hilfe gehabt: sie wusste nicht, was sie mit ihren Infos hätte tun sollen. Moriarty sagte es ihr. Sagte auch, wie man Sherlock und Mycroft behandeln muss. Sherlock stutzt sie dann auch noch zurecht: sie hat Gefühl gezeigt, einen »chemischen Defekt« (der ja auch noch typisch Frau ist). Als sie vorgeblich Holmes um den Finger wickelte, war der in Wahrheit voll auf der Höhe und bemerkte, dass sie wiederum wirklich in ihn verliebt ist. Die eine Sache, die Adler also auszeichnet, nämlich mit ihrer Sexualität zu manipulieren, wird ihr auch noch genommen – sie wird von Sherlock manipuliert. Und ihr Passwort, ihr geheimstes Geheimnis, buchstabiert denn auch aus, dass sie in Sherlock verliebt ist.
Sherlock erwartet dann von ihr, dass sie um seine Hilfe bettelt – was sie auch tut. Weil sie ohne ihn keine sechs Monate überleben wird, unsere ach so eigenständige Antiheldin.
Statt einer intellektuellen Herausforderung also eine Frau, die von ihrem Sex lebt, deren Intellekt in Wahrheit der eines Mannes ist, deren Kaltschnäuzigkeit durch ihre Emotionen verraten wird und deren Homosexualität durch einen Mann negiert wird. Urgs.
Dazu dann noch die Suche nach nicht-weißen Figuren: Ein Schwarzer arbeitet für die Regierung. Und am Ende wird Irene Adler ja beinahe von Islamisten geköpft (unsere letzten Bilder von ihr zeigen sie auf den Knien, eine Träne weinend, die Domina ganz devot) eventuell waren die mit Farbigen besetzt. Allerdings konnte sich Sherlock problemlos unter sie mischen, also vielleicht auch nicht.
Wenn der niemals seine Wohnung verlassende Sherlock dann außerdem ein Superkämpfer ist, wenn es eine komische Szene ist, wie ein an einen Stuhl gefesselter Mann aus dem Fenster geworfen wird – dann wird es mir fast zu viel.
Ja, die Sendung ist unterhaltsam, das zentrale Paar ist gut aufgelegt, die Inszenierung stimmt – aber dennoch ist dies eine hoch problematische Serie. Und das ist sehr schade.
Siehe auch: Stephen Moffat’s wanton women
Steven Moffat, Sherlock, and Neo-Victorian Sexism
Sexism in Sherlock

Comments 31
Ein Kommentar die Form betreffend:
Auch wenn ich selbst mich oft nicht daran halte, obwohl ich es sollte. Könntest du die Texte durch ein Rechtschreibprogramm laufen lassen? In letzter Zeit fallen mir öfters Tippfehler auf. So könnte zwar nicht verhindern, dass Watson als Soldat mit ‘Warson’ als Kriegssohn bezeichnet wird, oder irene Adler ‘neckt’ ist (was etwas anderes zu sein Scheint als einen Mantel zu tragen). Dafür würde jedoch vermieden werden, dass die Freundin von Watson in die Kategorie Immerhun fällt, oder das Pesswort benutzt.
Vielleichts liegts auch an den Problemen mit der Ergonomischen Tastatur und verschwindet von alleine wieder.
Posted 12 Jan 2012 at 16:25 ¶Ich weiß zwar, daß Frauen in der viktorianischen Zeit auch nicht grad viel zu sagen hatten, aber seit wann ist Sherlock Holmes so sexistisch? Ich kenne mich mit den berühmtesten Detekiv nicht so aus, aber ich hatte immer den Eindruck gehabt, er würde Frauen mit Respekt und Würde behandeln, vorrausgesetzt er hatte nicht seine fünf Minuten (soweit ich weiß war er manisch-depressiv und ne Koksnase) unter den auch Watson zu leiden hatte.
Und warum Irene Adler aufeinmal ihre Inteligenz von Moriarty herhat und damit Holmes nicht mehr ebenbürdig ist, kapiere ich auch nicht.
Daß man die Frauen aus damaliger Zeit nicht mit den heutigen vergleichen kann ist nachvollziehbar und es ist logisch wenn BBC es authentisch wie möglich halten will, aber warum zum Geier reduzieren sie die Frauenrolle zu einen Dekogegenstand, das nicht selbstständig denken kann? Gerade mit der Adler tut das nur noch weh.
Posted 12 Jan 2012 at 16:48 ¶Ich kenne Sherlock Holmes in erster Linie aus alten Büchern und in denen kommt er ganz sicher als höflich und galant rüber. Mit dem Sherlock Holmes der neuesten Verfilmungen kann ich wenig anfangen. Sie zeigen einen Menschen, den Arthur Conan Doyle vermutlich nicht im Sinn hatte, als er die Geschichten schrieb.
Parias, denkst du wirklich, dass Frauen in irgendeinem Zeitalter so viel anders waren als heute? Es gab immer Zicken, Romantikerinnen und handfeste Arbeiterinnen, die irgendwie ihren Lebensunterhalt verdienen mussten. Zu keiner Zeit konnte man Frauen über einen Kamm scheren, genauso wenig wie Männer. Zu dieser Zeit hatte England eine Königin. Auch wenn Queen Victoria eine prüde, überreligiöse und sinnesfeindliche Frau war, dürfte sie nicht weniger stark gewesen als viele Frauen heute. Sie hat ein Land regiert. Kurz davor gab es in England die erste fest angestellte Astronomin, Caroline Herschel. In Frankreich forschte Marie Curie und bekam dafür den Nobelpreis.
Wenn Frauen in historischen Geschichten als Deko gezeigt werden, ist das ein Fehler von Filmproduzenten. Geschichtsschreibung zeigt immer nur den Teil, der dem jeweiligen Historiker wichtig war.
Posted 12 Jan 2012 at 21:52 ¶Da hast Du auch wieder recht. Es wird viel behauptet, daß Frauen erst in unsere Zeit sich verändert haben. Dabei vergessen viele, mich eingeschlossen, daß es nicht der Fall war (siehe die Ausnahmen, die Du aufgezählt hast
). Können wir eigendlich die zeitgenössigen Berichterstattungen trauen? Immerhin kann ich mir vorstellen, daß aus moralischen Gründen ein “ideales” Frauenbild (im Grundegenohmen deren Vorstellung von Ideal) dargestellt wurde. Übrigens nicht alle Zeitalter hatten das Frauchen (alá Dumpfbella) gepriesen; So waren z.B. die Keltinnen bei den Schlachten dabei gewesen. Deren Hauptaufgabe war es die gegnerischen Toten die Häupte abzuschlagen, damit sie nach keltischen Glauben nicht mehr auferstehen.
Gegen neue/frische Ideen habe ich grundsätzlich nichts. Ich hätte auch mit der Glitzersache beim Vampiren gut leben können, weil es was neues wäre (“Was, du glitzerst und stellst dich so an?” “Hallo! Ich glitzere in der Sonne! Hast du vielleicht eine Ahnung wie peinlich das ist?!”). Leider mit dem bekannten Ergebnis. Und leider werden heutzutage sehr (zu)viele Ideen so verhunzt, daß ich mir wünsche, man würde es unterlassen und uns damit verschonen-_-
Besonders schlimm wird es, wenn die Charaktere out of Charakter sind wie sie es mit Holmes und Co. gemacht haben (ob Conan die Macher von BBC zum Teufel wünscht, dafür daß sie sein Idol so verunstaltet haben? ;P )
Aber warum hat BBC es getan? Warum reduziert ein modener Sender (im Vergleich zu den alten Sherlock Holmes) die weiblichen Charaktere auf Deko?_?
Posted 13 Jan 2012 at 00:51 ¶Kann mir das einer erklären? Danke im Vorraus^^
NW: Danke für den Hinweis, ich achte drauf. Die Fehler sind tatsächlich der Tastatur geschuldet, aber häufen sich gerade doch sehr. Sorry.
Posted 13 Jan 2012 at 05:28 ¶Ein Sender produziert, was seiner Meinung nach die breite Masse sehen will. Was das Zielpublikum sehen will. Kann auch gut sein, dass da einfach Leute sitzen, die diverse Veränderungen im allgemeinen Denken noch nicht bemerkt haben. Oder aber die breite Masse der Kinogeher besteht wirklich aus Leuten, die Frauen nur zu gerne als Deko sehen. Danke dieser Warnung sehe ich mir diesen Film bestimmt nicht an. Ist schon klar, dass er ein wenig mit der Idee herumspielt, Watson und Holmes könnten ein intimeres Paar sein, als es nach außen hin erscheint, aber das dürfte wohl nicht Doyles Charakterbeschreibung entsprechen. In dieser Zeit war es recht üblich, aus Kostengründen Untermieter aufzunehmen. Und die mussten bei einem Mann als Vermieter auf jeden Fall auch männlich sein. Im Originalbuch macht Holmes genau das: er sucht einen passenden Untermieter und findet ihn im eben aus dem Krieg heimgekehrten und noch nicht ganz gesunden Watson. Ganz normal – Männer-WG’s gibt es auch heute haufenweise.
Ich habe keine Ahnung, was 2.000 Jahre später die Menschen über unsere Zeit sagen werden. Überleg mal, welches Bild die Medien momentan vermitteln. Entspricht das auch nur halbwegs dem Alltagsleben? Geschichte wurde sehr lange rein von Männern niedergeschrieben. Nur was sie erwähnenswert fanden, wurde weitergegeben. Von den Beginenhöfen des Mittelalters wusste man lange nicht und dachte auch dann, dass Ableger diverse Männerorden wären. Erst später fand man einige Tatsachen heraus, die nicht zu diesem Bild passten. Klar ist allerdings, dass jede arme Frau irgendwie ihr Leben meistern musste. Auch “alte Jungfern” oder Witwen mussten ihren Lebensunterhalb bestreiten können. Selbst das ach so dunkle Mittelalter kannte allein 65 Berufe, die nur von Frauen ausgeübt wurden. Die Frauen des alten Roms waren angeblich rechtlos. Darüber dürften sich einige Römerinnen sehr amüsiert haben.
Immer wenn es irgendwo in Religions- oder Geschichtsbüchern heißt: “…und die Frau sei keusch und schweigsam” ist absolut klar, dass der Großteil der Frauen eben nicht so war. Sonst hätte man das ja nicht so betonen müssen.
Posted 13 Jan 2012 at 21:00 ¶@Lia:
“Sonst hätte man das ja nicht so betonen müssen.”
Ich glaube genau DAS passiert im Moment auch. Gerade weil Frauen immer mehr Unabhängigkeit gewinnen und in allen Bereichen der Gesellschaft immer zahlreicher vertreten sind, wird uns von allen Seiten eingetrichtert, dass Frauen doch nur für Sex und co. da sind. Die Medienindustrie ist da keine Ausnahme.
Posted 14 Jan 2012 at 14:48 ¶>Kann auch gut sein, dass da einfach Leute sitzen, die diverse Veränderungen im allgemeinen Denken noch nicht bemerkt haben.Ist schon klar, dass er ein wenig mit der Idee herumspielt, Watson und Holmes könnten ein intimeres Paar sein, als es nach außen hin erscheint, aber das dürfte wohl nicht Doyles Charakterbeschreibung entsprechen.Überleg mal, welches Bild die Medien momentan vermitteln. Entspricht das auch nur halbwegs dem Alltagsleben?<
Ich befürchte, die Leute in 2.000 Jahren denken, wir wären azososial und unfähig eine halbwegs intakte Familienleben zu führen, ständig nur auf der Couch rumlungern und arbeitscheu sind und noch so "nette" Sachen, dank Dokusoaps, Realityshows und wie sie alle heißen.
Posted 14 Jan 2012 at 17:34 ¶Warum wurde mein Text teilweise verschluckt?_?
Hier (hoffentlich) der ganze Text:
Kann auch gut sein, dass da einfach Leute sitzen, die diverse Veränderungen im allgemeinen Denken noch nicht bemerkt haben.
Das wäre ein großes Armutzeugnis. Selbst wenn diese Leute anscheinend ganz weit hinter Pluto leben, sollten sie doch die Bücher soweit kennen und die Charaktere nicht so out of Charakter (ooC) machen. Gerade Adler ist ein eigenständiger und für sich selbstdenkener Charakter. Sie nur als dumme Handlanger Moriatrys, anstatt ihr eigenes Süppchen zu kochen zu lassen, widerspricht Doyles Vorlage. Gerade das Hinzufügen von neuen Ideen, ohne daß es den InCharakter verhunzt sollte eigendlich Pflichtprogramm sein… Sollte. Eigendlich.
Ist schon klar, dass er ein wenig mit der Idee herumspielt, Watson und Holmes könnten ein intimeres Paar sein, als es nach außen hin erscheint, aber das dürfte wohl nicht Doyles Charakterbeschreibung entsprechen.
Mach das mal ein Yaoi Fangirlie der schlechten Sorte klar. Für die ist das ein Festmahl.
Ich mag sowas nicht, wenn eine tiefe (Männer)Freundschaft zerstört wird, nur um damit, ähm, Frauenträume angeregt werden.
Was anderes wäre es, wenn Doyle seine beiden Progatonnisten vornerein als Paar dargestellt hätte. Dann wären für mich ein normales Paar, das zufällig das gleiche Geschlecht hat. Ich hoffe, ihr versteht es nicht falsch^^°
Überleg mal, welches Bild die Medien momentan vermitteln. Entspricht das auch nur halbwegs dem Alltagsleben?
Ich befürchte, die Leute in 2.000 Jahren denken, wir wären azososial und unfähig eine halbwegs intakte Familienleben zu führen, ständig nur auf der Couch rumlungern und arbeitscheu sind und noch so “nette” Sachen, dank Dokusoaps, Realityshows und wie sie alle heißen.
Posted 14 Jan 2012 at 17:37 ¶hab mir heute übrigens den neuen Sherlock Holmes Film angeschaut, der mit Sherlock Holmes nur den Namen im Titel gemein hat. Aber das hatte man ja erwartet. Würdest du deine Frauenuntersuchung in dem Film machen, währst du allerdings schnell arbeitslos. Wir haben:
- Kurzzeitig die Haushälterin.
- Watsons Verlobte während einiger weniger Szenen.
- Eine Wahrsagerin, die zwar während der kompletten Fahrt mit dabei ist, aber kaum einmal etwas sagen oder tun darf.
Argx. Dieses mal ist es mir wirklich auf die Nerven gegangen.
Posted 15 Jan 2012 at 21:46 ¶Falls es Sie interessiert, so habe ich eine ziemlich lange Reaktion auf diesen Artikel in meinem Blog veröffentlicht.
Posted 25 May 2012 at 14:59 ¶Link: http://spotflowers.blogspot.de/2012/05/sherlock-bbc-und-der-angebliche.html
MfG,
alljustletters
Danke für den Link! Ich habe eine dezidiert andere Meinung, wie man ja lesen kann – aber zumindest mit den Namen gebe ich dir Recht. Mrs Hudson und Molly durften benannt werden.
Posted 29 May 2012 at 07:38 ¶Naja, immerhin etwas …
Posted 05 Jun 2012 at 23:03 ¶Nun, Sherlock sagt man sollte keine Schlüsse ziehen, bevor man nicht alle Fakten kennt.
Posted 06 Jul 2012 at 10:00 ¶Dir fehlen eindeutig Fakten. Sherlock ist sehr eng an das Doyles-Original angelegt und Doyles Sherlock Holmes spricht sein ganzes Leben lang voller Hochachtung von der Frau die ihn geschlagen hat!
Glaube mir, auch für diesen Sherlock ist sie die Frau die ihn “geschlagen” hat – und diese Erkenntnis wird sein ganzes Leben beeinflussen.
Trenne Dich einfach von allzu vordergründigen. Du musst besser hinsehen! Die Macher stellen uns doch alle Fakten vor die Nase!
John wie immer sehen sie – aber sie verstehen nicht!
Welche Fakten gibt es denn dafür, was du sagst? Wie wurde Sherlock denn in den folgenden beiden Folgen der “Staffel” beeinflusst?
Gar nicht. Weil Irene oder auch “Die Frau” nicht einmal erwähnt wurden.
Wohl oder übel, dies ist nicht die Vorlage. Dies ist keine Buchreihe von 1890, sondern Fernsehen von 2011/2.
Posted 06 Jul 2012 at 10:20 ¶Dann sieh besser hin bevor Du Dir eine Meinung bildest und vorschnell etwas postest.
Posted 06 Jul 2012 at 10:35 ¶Jede der von Dir dort oben so abwärtig betrachteten Frauen besitzt mehr Tiefe als Du sehen willst.
Und was Irene Adler betrifft solltest Du wohl in den Reichenbachfall etwas intensiver eintauchen.
Sherlock wird nicht in Belgravia sondern im Reichenbachfall “geschlagen”.
Löst Euch einfach von puren Bildern, Dialogen und Sexsismus. Fankt an hinter alles zu sehen. Fangt an zu denken!
Sorry, aber die Bilder sind nun mal, was man sieht. Wird Holmes nun von Irene geschlagen – wie in deinem 1. Kommentar – oder erst in Reichenbach (von Moriarty) – 2. Kommentar??
Ich kann mir vieles denken. Aber ein Text besteht nun mal aus dem, was er zeigt. Alles andere sind mehr oder weniger legitime Mutmaßungen und Interpretationen.
Zwischen den Zeilen sind Leerstellen, die mit mehr oder weniger Hilfe des Textes gefüllt werden können.
Wenn du eine andere Sicht erklären möchtest – Super. Wenn du mich widerlegen möchtest, brauchst du mehr als Appelle.
Posted 06 Jul 2012 at 10:48 ¶Wie ich sagte. Du postet überschnell ohne nachzudenken.
Posted 06 Jul 2012 at 10:59 ¶Warum soll ich Dir sagen was Du sehen könntest wenn Du nur mal wolltest.
Um nur zu sehen – dafür ist Staffel 3 da. Da können dann alle, die nicht denken wollen, sich bequem zurücklehnen und sich alles nett zeigen lassen.
Für alle anderen ist etwas mehr denken sehr hilfreich.
Warte auf Staffel 3 und dann entschuldige Dich hier bei den Machern. Mehr will ich nicht.
Und wenn Du nur sehen willst, dann sieh Dir Reichenbach einfach noch einmal an. Irene Adler ist da – die ganze Zeit!
So und nun poste wieder vorschnell um das letzte Wort zu haben.
Ich denke mehr ist zu dieser Sache nicht mehr zu sagen.
Du hast mich überzeugt.
Irene Adler ist zwar nicht in der dritten Folge, sie wird nicht erwähnt, und Sherlock ist genauso siegesgewiss wie sonst. Mehr noch: Sherlock besiegt Moriarty und täuscht erfolgreich seinen Tod vor.
Das strotz geradezu vor Irene Adler.
Positionen benötigen Argumente. Man kann Adlers Einfluss erkennen? Woran?
Stell dir vor, ich sehe mir die Folge an, aber ich bin nicht aufmerksam genug oder ich achte auf das Falsche. Und dann? Noch mal gucken und noch mal und noch mal – wie oft?
Warum sagst du nicht, woran du Adler in der Folge festmachst, dann kann man gezielt darauf achten und womöglich sogar zustimmen?
Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr vor, mir Staffel 3 anzusehen, obwohl ich die Hauptdarsteller sehr mag. So denke ich da auch nicht um.
Posted 06 Jul 2012 at 11:22 ¶Schade, dann wird es wohl keine Entschuldigung für Sherlock geben – an der war mir hier gelegen.
Posted 06 Jul 2012 at 11:41 ¶Ich hab es nicht nötig mich zu verstecken – mein Name steht bewußt hier drüber und Du wirst sehen, dass ich niemanden ärgern will sondern nur will, dass man der Serie und den Figuren etwas mehr Tiefe zugesteht.
Ich werde hier niemaden spoilern, noch den Machern den Auflösungstrumpf nehmen. Die Macher haben überdeutlich dafür gesorgt das Seher, die sehen wollen, auch sehen können. Alle anderen müssen halt warten.
Wenn Du Irene finden willst, dann suche sie an Sherlocks Seite – und das nicht nur symbolisch. Und wenn Du wissen willst welche “Lektion” sie ihm erteilt hat – welche Lektion er willig von ihr annimmt – dann suche in Sherlocks Verhalten.
Hm. Okay, ich versuche mal mein Glück.
Posted 06 Jul 2012 at 12:13 ¶Bravo! Jetzt bist Du auf dem richtigen Weg!
Posted 06 Jul 2012 at 14:47 ¶Sieh hin und stelle Fragen.
Und wenn Du dann Hilfe brauchst bin ich gerne dazu bereit.
Hinterfrage Geschichten – Geschichte.
Hinterfrage Sherlock.
Suche!
Suche in Dialogen und Verhalten, suche an Häuserwänden, in seiner Wohnung, in seinem Laptop.
Suche in seinem “Tod”.
Frage nicht nach dem Wie frage nach dem Warum!
Sieh hin was man Dir zeigt und dann sage mir was das letzte Problem ist.
Finde Irene Adler!
Ich komme mir jetzt ein wenig veräppelt vor. Ich habe die Folge noch einmal gesehen – und das steht alles schon oben. In meinem Original-Beitrag.
Wer mitdenkt und zwischen den Zeilen liest, der hat das sicher schon gesehen. Alle anderen, na ja. Mein Rat lautet: Lest und stellt Fragen!
Posted 10 Jul 2012 at 12:38 ¶Du sollst nicht die Folge sehen, Du sollst die Folgen sehen!
Posted 13 Jul 2012 at 11:32 ¶Was hast Du den neues gefunden, dass Deiner Meinung nach dagegenspricht das Sherlock Irene Adler nach dem Reichenbachfall die Hochachtung zukommen lässt, die dem Doyles Original geschuldet ist?
Hast Du sie denn im Reichenbachfall schon gefunden? Oder bewußt an den Stellen gesucht die ich Dir genannt habe?
Ja, das steht doch da alles.
Posted 13 Jul 2012 at 11:59 ¶Und warum verdient sie dann Deiner Meinung nach nicht die Hochachtung ihn “geschlagen” zu haben. Schließlich verändert sie ja etwas so entscheindenes in ihm das die Macher von einem out of charakter sprechen?
Posted 13 Jul 2012 at 12:57 ¶Ich verstehe dich nicht. Das steht doch da alles.
Posted 13 Jul 2012 at 13:02 ¶Sei nicht böse, aber ich sitze im Büro und habe sehr viel zu tun. So schnelles posten mag ich nicht – schleichen sich nur blöde Rechtschreibfehler rein. Außerdem muss das nicht alles so öffentlich übers Net laufen. Möglicherweise sollten wir etwas privater diskutieren – denn ganz ehrlich verstehe ich Dich jetzt nicht.
Posted 13 Jul 2012 at 14:42 ¶Erkläre es mir – ich habe mich auch erklärt
Ich denke auch, dass wir hier wahrscheinlich beide alles gesagt haben.
Lassen wir es doch gut sein und so stehen.
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