SDT: Nachtpost

Dies ist Teil 9 von 23 der Serie Spiel der Throne

Das sechste Kapitel von Game of Thrones ist enorm dicht. Es ist voller Hintegrundinfos, Charakterisierung und, nicht zu vergessen, auch Plotentwicklungen. Wie bereits gesagt: es geht jetzt richtig los.

Ich bin fasziniert von der Ehe, die Catelyn und Eddard führen. Die beiden sind verschieden: sie braucht den wärmsten Raum der Burg, er stellt sich nach dem Sex ans offene Fenster. Sie mag die Wärme, er ist für die Kälte gemacht. Und doch wird er in den Süden gehen und sie wird im Norden bleiben. Obwohl sie sehr unterschiedliche Rollen haben, haben sie doch einen offenen und respektvollen Umgang. Man bekommt den Eindruck, dass Catelyn Eddard schon oft beraten hat. Gleichwohl sie ganz bestimmte Pflichten im Sinn hat: die Kinder schützen und vielleicht auch noch ein neues Kind kriegen – oder besser, Eddard noch ein Kind gebähren.


Hier rät sie ihrem Mann, Roberts Angebot anzunehmen. Eddard will eigentlich nicht, er will im Norden bleiben. Doch Catelyn argumentiert korrekt: den König weist man nicht zurück (Freundschaft hin oder her), und für die Starks ist es eine große Ehre, die zukünftige Königin stellen zu können.

Es scheint dies der Fluch Eddard Starks zu sein:

That brought a bitter twist to Ned’s mouth. “Brandon. Yes. Brandon would know what to do. He always did. It was all meant for Brandon. You, Winterfell, everything. He was born to be a King’s Hand and a father to queens. I never asked for this cup to pass to me.”
“Perhaps not,” Catelyn said, “but Brandon is dead, and the cup has passed, and you must drink from it, like it or not.”
Ned turned away from her, back to the night. He stood staring out in the darkness, watching the moon and the stars perhaps, or perhaps the sentries on the wall.
Catelyn softened then, to see his pain. Eddard Stark had married her in Brandon’s place, as custom decreed, but the shadow of his dead brother still lay between them, as did the other, the shadow of the woman he would not name, the woman who had borne him his bastard son.

Catelyn soll Brandon heiraten. Der stirbt, und sie heiratet Eddard, wie es üblich ist. Schließlich geht es nicht um Liebe. Es gibt eine Hochzeitsnacht (Robb wird gezeugt), und dann kommt Eddard mit einem Bastard zurück. Für beide nicht einfach, zumal Catelyn zurecht fürchtet, ein Bastard könnte Robbs Erbanspruch streitig machen. Und Eddard spricht nicht über Jons Mutter.

Ist es Ashara Dayne, mit ihren violetten Augen? Oder vielleicht Willa, wie Eddard später sagen wird, eine einfache Magd?

Catelyn selbst sagt, dies sei der eine Punkt, den sie Eddard nie verzeihen konnte. Der eine Fleck in ihrer Liebe. Behaltet das um Kopf.

Zuerst einmal kommt Maester Luwin. Die Maester sind eine interessande Erfindung von George Martin: auch sie – wie die Nachtwache – sind ausschließlich männlich, auch sie dürfen nicht ehelichen. Ihre Loyalität gilt dem Adelshaus, dem sie dienen. Im Endeffekt werden Maester an einem Ort ausgebildet und dann nach Bedarf (und Geld?) den jeweiligen Häusern zugeteilt. Sie sind Gelehrte, Ratgeber, und Briefeschreiber.

Luwin enthüllt einen Brief von Lysa, Catelyns Schwester. Der Brief sagt, dass Jon Arryn getötet wurde – von der Königin und deren Familie. Die Reaktion ist interessant:

“Now we truly have no choice. You must be Robert’s Hand. You must go south with him and learn the truth.”
She saw at once that Ned had reached a very different conclusion. “The only truths I know are here. The south is a nest of adders I would do better to avoid.”
Luwin plucked at his chain collar where it had chafed the soft skin of his throat. “The Hand of the King has great power, my lord. Power to find the truth of Lord Arryn’s death, to bring his killers to the king’s justice. Power to protect Lady Arryn and her son, if the worst be true.”

Es ist heldenhaft, wenn man sich ohne Not aufmacht, um ein Übel zu berichtigen. Auch, wenn Lysa Arryn vielleicht in Gefahr ist, so könnte ich verstehen, wenn Eddard sich lieber in Winterfell aufhielte. Tut er aber nicht. Er gibt nach, und er wird versuchen, als Hand des Königs möglicherweise sogar die Königin zur Strecke zu bringen.

Ohne Catelyn. Wie gesagt muss sieim Norden bleiben, während die meisten Kinder Ned begleiten. Es ist ihre Strafe, ihr zu bezahlender Preis – diese Wortwahl allein verrät viel über ihre Prioritäten. Wie auch Neds Begründung zu Bran:

»Ser Rodrik tells me there is bad feeling between Robb and Prince Joffrey. That is not healthy. Bran can bridge that distance. He is a sweet boy, quick to laugh, easy to love. Let him grow up with the young princes, let him become their friend as Robert became mine. Our House will be the safer for it.«

Sansa kann Königin werden. Arya muss höfischer werden. Und Bran? Bran ist das vierte Kind, der zweite Sohn. Er kann zunächst einmal dazu dienen, die Familien aneinander zu binden.

Doch Catelyn hat auch ihren Preis: Jon. Jon soll nicht in Winterfell bleiben, und da kommt die Nachtwache gerade Recht.

Die Vektoren sind klar: Jon geht zur Nachtwache. Cat bleibt in Winterfell. Eddard geht in den Süden. Und wir bekommen noch ein paar weitere Erzählfiguren hinzu. Im nächsten Kapitel zum Beispiel endlich, endlich Arya.

Vorher noch eine Anmerkung: Catelyn ist eisern und knallhart, wenn sie muss.

Ned glanced helplessly around the bedchamber. Catelyn’s heart went out to him, but she knew she could not take him in her arms just then. First the victory must be won, for her children’s sake.

Diese Härte wird sie erneut unter Beweis stellen. Ich finde aber interessant, wie sie hier auf den Sieg aus ist, Sieg vor allem. Und interessant, dass in derselben Szene in der TV–Serie Cat dazu rät, in Winterfell zu bleiben – eine Entscheidung, die sie eben nicht durchsetzen kann. Schade eigentlich.

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Comments 12

  1. avatar Lia wrote:

    Cat wurde vermutlich von klein auf darauf vorbereitet, die Gattin eines einflussreichen Mannes zu werden. Erinnern wir uns bitte kurz an Kaiser Franz und seine Sisi? Das Mädel war nie dazu vorgesehen gewesen, eine Königin, geschweige denn eine Kaiserin zu werden. Ihre Schwester Nene war dazu bestimmt und von Kindheit an darauf vorbereitet worden. Sisis Schwierigkeiten am Hof kamen nicht von ungefähr. Cat ist perfekt vorbereitet und füllt ihre Rolle perfekt aus. So wie es ihr beigebracht wurde.

    Sie spielt hier aber auch ihr ganz persönliches Machtspielchen und irgendwie habe ich das Gefühl, das der Preis dafür hoch sein wird. Eddard verlässt sich auf den Rat einer Frau – in einer Welt, in der Frauen nichts zu sagen haben. Vielleicht bin ich überextremmisstrauisch, aber irgendwie habe ich das Gefühl, er sollte das nicht tun. Ein ehrenhafter Mann trifft seine Entscheidungen selbst. Hmm, ich hoffe, ich täusche mich. Er hat die ganzen Kinder dabei.

    Hier zeigt sich sofort Cat’s Kurzsichtigkeit, ihr Unvermögen in größeren Dimensionen zu denken. Genau das macht mich so unsicher bezüglich Eddards Entscheidung, mit dem König zu gehen. Es stimmt schon, einem König schlägt man nichts aus, aber gerade er könnte es. Nicht nur wegen einer alten Freundschaft sondern auch mit der Unterstützung seines Bruders in Hinblick auf die Schwierigkeiten der Nachtwache. Eddard sollte sein Reich keinem 14-Jährigen übergeben (auch keinem 16-Jährigen, wenn man umrechnet). Maester hin oder her, er legt sein Reich in die Hand eines Teenies, einer Frau und des Hausgeistlichen.

    In Bezug auf Jon kann ich Cat gut verstehen. Es bringt ihr nichts, wenn sie ihren Unmut ihrem Mann gegenüber zeigt. Es ist viel einfacher, das Kind dieser anderen Frau nicht zu mögen. Irgendwo hin muss sie ja mit ihrer Wut. Noch dazu scheint Eddard hier wirklich unüblich zu handeln. Ich hätte auch gedacht, dass er das Kind bei der Mutter lässt und einfach später dafür sorgt, dass auch dieses Kind seine Chance bekommt. Aus irgendeinem Grund muss ihm Jon extrem wichtig sein und daher nehme ich nicht an, dass er von einer Magd abstammt. Oder aber diese Magd ist keine richtige Magd. Ich tippe auf Ashara. Ihre violetten Augen deuten auf eine Targaryen-Abstammung hin? Sehe ich das richtig? Im Stammbaum habe ich sie nicht gefunden. Damit gäbe es auch einen guten Grund, warum Eddard dieses Kind in seine Obhut nimmt. Doch, da könnte ich mir einiges vorstellen.

    Dass Eddard die Kinder mit nimmt an den Hof, dürfte dagegen nichts Unübliches sein. So oder so wäre Bran wohl demnächst an einen anderen Hof geschickt worden, um seinen Horizont zu erweitern und wichtige Freundschaften zu schließen. Auch die Ausbildung der Mädchen wäre wohl bald forciert worden. Insofern kommt diese Gelegenheit gerade richtig. Wie war das eigentlich mit Robb? War er auch schon mal woanders? Oder trifft dieses Los eher die jüngeren Geschwister, die nicht als Erbe des Vaters vorgesehen sind?

    Noch habe ich keine/n eindeutige/n Favoritin/en in dieser Serie gefunden. Die Erzähler wechseln dafür zu häufig und auch die Schauplätze. Dany ist mir aufgefallen, Tyrion auch. Zu beiden habe ich aber noch keine richtigen Draht gefunden. Dazu wurden sie einfach zu kurz vorgestellt. Es ist auch nicht so, dass mich die Serie schon richtig gepackt hätte. Momentan ist das für mich eine typische Mittelalterfantasy, die halt auf einem fernen Planeten spielt. Nichts, worin ich mich schon verlieren könnte.

    Posted 23 Jan 2012 at 22:09
  2. avatar Stan wrote:

    Ich klinke mich hier gerne mit ein, da ich die Romane von Martin und auch Patriks Gedanken dazu sehr gern gelesen habe.

    @Lia: Prinzipiell muss man sagen, dass in der Welt von Eis und Feuer nichts einfach ist und nichts schnell geht. Das gilt für die handelnden Charaktere, aber auch für den Leser. Ich hatte das Buch zu etwa einem Drittel gelesen, da musste ich es erstmal zur Seite legen, weil ich den Eindruck hatte, eine völlig aufgeblähte, durchschnittliche Mittelalter-Fantasie zu lesen. Das liegt an den zahlreichen Erzählpositionen und daran, dass die zahlreichen Beziehungen der Figuren recht umfangreich und langsam eingeführt werden.

    Wirklich mitfühlen kann man mit den Figuren erst, wenn man einige Erlebnisse mit ihnen durchgestanden hat. Einige Charaktere wie Tyrion oder Catelyn enfalten ihr Potential eigentlich sogar erst in späteren Bänden. Vielleicht solltest du deine Hoffnungen in Arya setzen. Wegen ihr habe ich das Buch eigentlich hauptsächlich weiter gelesen und sie ist bis einschließlich Band 5 mein Lieblingscharakter geblieben, wenn auch einige andere sehr interessante Figuren dazu gekommen sind.

    Bezüglich Catelyn war ich auch verwundert, dass man ihr in der Fernsehserie ein leicht anderes Profil verpasst hat. Vielleicht wollte man sie als einen aktiveren Part etablieren? Besonders im Bezug auf ihre späteren Handlungen wollte man sie vielleicht gleich als stärkeren Charakter etablieren. Das soll nicht heißen, dass sie im Roman kein starker Charakter sei. Ich hatte bloß bei der Serie den Eindruck, dass sie, vor allem zu Beginn, etwas stärker in den Fokus gerückt wurde.

    Ps. Soweit ich mich erinnere, sind die Daynes tatsächlich entfernt mit den Targs verbunden. Mir ist das beim ersten Lesen allerdings nicht sofort anhand der Augen aufgefallen.

    Posted 24 Jan 2012 at 05:58
  3. avatar Anders wrote:

    Den Einfluss von Frauen hinter den Kulissen darf man nicht unterschätzen. Je nach Interesse sind sie sowohl die Herrinnen der Burg (also zuständig für den ganzen Haushalt und dessen Ausgaben – weswegen Sansas fehlende Rechenkünste auch zum Problem werden könnten), und natürlich können sie als Gattinnen der Lords auch großen Einfluss auf dessen Politik haben. Das ist bei Ned und Catelyn so, das war bei Lord Tywin und seiner Joanna so.

    Und historisch hatten die Targaryen auch bis zu diesem Drachentanz-Bürgerkrieg in ihren Schwestergemahlinnen eher Mitregentinnen als Gebärmaschinen. Das gilt sowohl für Aegons I. zwei Schwestern (von denen die ältere sogar eine schwertschwingende Kriegerkönigin war) als auch insbesondere für die ‘Gute Königin Alysanne’, die Schwester von Jaehaerys I., der Westeros erst mit der Targaryen-Herrschaft versöhnt hat. Sie hatte sich sowohl stark für die Nachtwache eingesetzt als auch barbarische Praktiken abgeschafft (so z.B. die berüchtigte ‘Erste Nacht’ des Feudalherrn).

    Was Jons mögliche Mutter Ashara Dayne angeht: Die Daynes sind ein Haus aus Dorne und, trotz ihrer violetten Augen, nicht mit den Targaryen verwandt. Allerdings war Ser Arthur Dayne, der Bruder von Ashara, ein Ritter der Königsgarde, der beste Freund von Prinz Rhaegar und – soweit wir bis jetzt wissen – die ideale und vollkommene Ritter.

    Jons Mutter ist in der Tat eine wichtige Sache, allerdings ist das bis jetzt noch nicht endgültig geklärt…

    Posted 27 Jan 2012 at 10:02
  4. avatar Lia wrote:

    Ich hatte die violetten Augen als Besonderheit der Targaryen-Linie eingestuft. Kommen solche Augen dann überhaupt öfter vor in Westeros?

    Posted 28 Jan 2012 at 19:16
  5. avatar Anders wrote:

    Nein, die haben nur die Daynes (keine Ahnung wieso) und Nachfahren der Valyrer. Neben den Targaryen sind die Velaryons das einzige bekannte Haus mit valyrischen Vorfahren (die sind sehr klein, und regieren eine Insel in der Nähe von Dragonstone – waren aber früher recht einflussreich, weil drei Targaryen-Prinzen Velaryon-Frauen geheiratet haben, und der eine oder andere Velaryon auch eine Targaryen-Prinzessin). In den Neun Freien Städten sieht das allerdings anders aus. Acht der neun Städte sind ehemalige Kolonien von Valyria, die nach dessen Untergang selbständig wurden, und Lys und Volantis werden immer noch von alten valyrischen Adelsgeschlechtern regiert (in Lys scheint man valyrisch aussehende Sklavinnen auch für Bordelle zu züchten).

    Um ihr charakteristisches Aussehen allerdings zu erhalten, müssen da die Leute aber eher einander heiraten – obwohl das unseres Wissens bislang nicht unbedingt Inzest sein muss.

    Zumindest diese silber-goldenen Haare halten fremdes Blut nicht lange durch (und tiefes Violett meistens auch). Roberts Großmutter väterlicherseits war eine Targaryen-Prinzessin, und davon sieht man bei all ihren Baratheon-Enkeln nichts mehr. Auch Rhaegars Tochter von Elia von Dorne sah eher wie ihre Mutter aus – und die Fürsten von Dorne, die die Targaryen ja über Heirat annektiert haben, ähneln ihrer Vorfahrin – einer anderen Daenerys Targaryen – auch überhaupt nicht.

    Die Adelshäuser sind auch so ziemlich nach Augen- und/oder Haarfarben geordnet:

    Stark-Augen sind grau, die Haare in der Regel braun (Robb, Sansa, Bran und Rickon haben Tully-Augen und Haare). Lannister-Augen sind grün, ihre Haare goldblond oder zumindest hell. Tully-Augen sind hellblau. Baratheon-Augen sind tiefblau (Renly Baratheons grüne Augen in AGoT sind ein Fehler), und die Haare mit wenigen Ausnahmen tiefschwarz. Targaryen-Augen sind mehr oder weniger violett, die Haare platinblond. Bolton-Augen sind farblos. Tyrell-Augen und -Haare sind braun etc.

    Oh, und dass Ned die Regentschaft und Macht des Nordens in Catelyns Hand legt, ist eigentlich ein großer Vertrauensbeweis. Die Starks nehmen es sehr ernst mit diesem ‘Es muss immer ein Stark in Winterfell sein’-Spruch, und Catelyn stammt ja eigentlich aus dem Süden. Und neben Robb wird ihr ja auch Maester Luwin (der kein Hausgeistlicher, sondern ein Arzt/Ratgeber/Lehrer ist) und auch der Waffenmeister Ser Rodrik zur Seite.

    Posted 29 Jan 2012 at 10:48
  6. avatar Lia wrote:

    Menschen sollte man nicht wie Pferde oder Preisbullen züchten. Muss das Aussehen einer bestimmten Familie unbedingt erhalten bleiben? Mit welcher Begründung? Ich kenne diese Debatte auch aus den Darkover-Romanen von MZB, aber dort gab es wenigstens noch den Grund, das Laran zu erhalten oder sogar auszuweiten, das auf diesem eher ungastlichen Planeten teilweise überlebenswichtig ist. Aussehen ist nicht überlebenswichtig, ganz im Gegenteil drängen sich Assoziationen zu Zeiten auf, in denen auch bei uns Menschen eines bestimmten Aussehens zu Menschen zweiter oder eher dritter Klasse degradiert wurden.

    Ist schon richtig, inzestuös sind nur Vereinigungen innerhalb einer Familie. Das Problem ist, dass in so einem Fall irgendwann alle Familienzweige zu eng miteinander verbunden sind, als dass die ganze Angelegenheit noch gesund wäre.

    Die violetten Augen sind also von den Daynes zu den Targaryen übergewandert. Dürfte daher ein rezessives Gen sein, das bei den Kindern zum Tragen kommt, wenn beide Eltern Träger dieses Gens sind. Deswegen hat Jon auch keine violetten Augen. Würde er aber zB mit Dany ein Kind zeugen, sollte dieses violette Augen haben.

    Posted 29 Jan 2012 at 19:45
  7. avatar Anders wrote:

    Na ja, eigentlich ist das ja schon alles ironisch bzw. verquer gemeint (von mir jetzt, weniger vom Autor). Der hat sich mit den Augenfarben oder generell mit dem Familienaussehen schon ziemlich in eine Ecke geschrieben, denn uralte Adelshäuser wie die Starks und Lannister dürften eigentlich längst nicht mehr so aussehen, wie vor 5000 Jahren oder so, wenn sie ab und an mal keine direkten Verwandten geheiratet haben. Und das war schon der Fall. Dass goldene Haar der Lannisters soll aber z.B. auf den Gründer des Hauses zurückgehen, und der Stark-Look scheint auch sehr prominent zu sein.

    Aber es ist handlungstechnisch auch nicht verkehrt, hierüber Bescheid zu wissen, weil natürlich schon wichtig ist, festzustellen, ob und wer der diversen Erben möglicherweise ein Kuckucksei ist. Sowas kommt natürlich schon vor…

    Posted 30 Jan 2012 at 17:06
  8. avatar Lia wrote:

    Andererseits scheint aber grad das nicht möglich zu sein, wenn ich mir Jon Snow ansehe. Sein Aussehen lässt offensichtlich keine Rückschlüsse auf seine Mutter zu.

    Wenn die wirklich immer so eng untereinander geheiratet haben, müssten auch verschiedene Erbkrankheiten wesentlich weiter verbreitet sein. Das ist ja bei jeder hochgezüchteten Rasse so, bei der zu viel Inzest betrieben wurde.

    Posted 30 Jan 2012 at 21:25
  9. avatar Anders wrote:

    Na ja, es ist ja so, dass eben doch nicht so eng geheiratet wird – Tywin Lannister ist der einzige bekannte Lord, der seine eigene Cousine geheiratet hat – aber die Häuser eben alle so aussehen, als wäre das der Fall (aufgrund ihres streckenweise spezifischem Äußeren).

    Und natürlich heiratet man schon nur in andere Häuser von Westeros ein – ausländische Ehen sind eher ungewöhnlich. Zur Zeit ist bloß Fürst Doran Martell von Dorne mit einer Dame aus den Freien Städten verheiratet. Von daher müssen also zumindest die andalischen Häuser im Süden alle sehr eng miteinander verwandt sein, wenn man davon ausgeht, dass es die schon seit tausenden von Jahren gibt. Das wird eben durch dieses ‘spezifische Äußere’ meiner Einschätzung nach ungewollt konterkariert.

    Erbkrankheiten gibt’s eben gerade keine. Selbst bei den schwer inzestgeschädigten Targaryen gibt’s als Ergebnis keine Bluter oder anderweitige Freaks, sondern nur Irrsinn bzw. Genies. Inzest in Westeros führt scheinbar nur dazu, dass gewisse Tendenzen verstärkt werden. Wir sehen später noch ein Mädchen, dass aus einer echten ‘Inzestdynastie’ stammt (nicht Daenerys), und auch die ist davon nicht erkennbar geschädigt – sondern im Gegenteil ein recht stabiles junges Mädchen, wenn man ihren Hintergrund berücksichtigt.

    Posted 31 Jan 2012 at 10:12
  10. avatar Johannes wrote:

    Auf meinem Handy sieht deine Seite irgendwie kaputt aus.

    Posted 31 Jan 2012 at 17:11
  11. avatar Lia wrote:

    Naja, damit unterscheidet sich Westeros ganz enorm von unserer Welt. Inzest wirkt sich bei uns nicht so harmlos aus, leider. Vermutlich wäre er sonst nicht so vehement verboten.

    Posted 31 Jan 2012 at 20:45
  12. avatar Patrick wrote:

    Habe jetzt ein einfaches Mobilfunktheme installiert. Sollte besser sein. Danke für den Hinweis.

    Posted 01 Feb 2012 at 14:19

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