Pangloss?

Wenn ich Kritik übe, dann tue ich das ja in dem Bestreben, Dinge zu verbessern, weil ich mehr erwarte. Aber bei aller Kritik und bei allen Ungerechtigkeiten, die immer wieder und überall passieren, darf man auch nicht vergessen, dass es schon einen gewissen Fortschrittstrend gibt.

Wir leben nicht in der besten aller möglichen Welten – aber wir haben es zumindest besser als früher.

Wer will, kann ein wenig mit Hans Roslings Datenbank Gapminder herumspielen, bei dem man selbst gewählte Indizes über den Zeitverlauf beobachten kann. Oder man liest den neuesten Entwicklungs-Bericht der UN und benutzt deren Datenpräsentation.

Und dabei sieht man doch, dass wir uns aufwärts bewegen – nicht immer, nicht überall, aber insgesamt doch. Insofern sind Einbrüche – man sehe sich nur den Verlauf Ruandas an – besonders schlimm, weil sie eben nicht den normalen Verlauf darstellen, sondern untypisch sind. Und einzelne Länder wie Zimbabwe oder Sambia, die im Moment schlechter dastehen als 1970, sind besonders hilfsbedürftig.

Oh, es gibt viel zu tun, viel zu ändern. International, national, regional. Aber solche Datenaufbereitungen helfen dabei, sich wieder aufzuraffen, wenn man mal wieder meint, es sei alles sinnlos, es nütze ja doch nichts. Es nützt. Teelöffelweise wird das Fass gefüllt. Also weiterlöffeln.

Comments 1

  1. avatar Anon wrote:

    “Don’t be blinded by the web. The world is actually stagnating”

    guardian.co.uk/business/2011/feb/13/will-hutton-innovation-must-be-encouraged

    Posted 22 Feb 2011 at 04:50

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