Medienspiegel: Klimawandel

Ich habe einen sehr interessanten Beitrag in der Klimalounge gefunden. Die Berichterstattung von SPIEGEL und ZEIT zum Thema Klimawandel wurden verglichen, und die Ergebnisse haben mich erstaunt: Der SPIEGEL berichtet nicht nur gezwungen gleichmäßig – also täuscht eine wissenschaftliche Debatte vor, während es in Wahrheit fast ausschließlich eine politische ist, zum Beispiel durch gleichwertige Erwähnung von Vertretern beider Seiten –, sondern er berichtet sogar sehr einseitig gegen die Wahrheit des globalen Klimawandels. Gerade, weil der SPIEGEL (und sogar SPIEGEL ONLINE) immer noch vergleichsweise hohes Ansehen als Medium genießt, ist der dadurch angerichtete Schaden sicher sehr groß – eine Leserschaft, die sich auf neutrale Berichte verlässt, wird hier unbewusst zu Klimaleugnern gemacht und fühlt sich auch noch argumentativ im Recht.

Enttäuschend bis erschreckend.

Comments 1

  1. avatar Marco wrote:

    Ich glaube, dem Spiegel ist immer noch seine Vorreiterrolle bei der Berichterstattung zum Thema Waldsterben in Erinnerung. Und nachdem trotz aller Panikmache (Wir werden alle sterben!, Unsere Kinder werden Bäume nur noch aus dem Museum kennen!, etc.) es heute mehr Bäume gibt als vor 20 Jahren, möchte man beim Klimawandel nicht den gleichen Fehler zweimal machen und lässt deshalb die Kritiker/Skeptiker verstärkt zu Wort kommen. Dabei vergessen die Journalisten des Spiegel leider, dass das Waldsterben ein mehr oder weniger deutschen (Medien-)Phänomen war (Die Franzosen nannten es “le waldsterben”.) und im Gegensatz zum Klimawandel keine breite wissenschaftliche Unterstützung hatte.
    http://www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben

    Posted 10 Aug 2010 at 08:21

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