The Losers

The Losers basiert auf einer Comicvorlage, allerdings ohne Superhelden. Stattdessen geht es eher um eine Art A-Team: eine Spezialeinheit wird bei einem Auftrag verraten und für tot gehalten, und sie schwören Rache. Hilfe bekommen sie von einer mysteriösen Schönheit, gespielt von einer skeletthaft dürren Zoe Saldana, die damit die typische Hollywood-Inszenierung weiterführt, wo männliche Kämpfer muskulös sind und dürre Frauen, die vielleicht nicht einmal eine schwere Tür öffnen könnten, trotzdem hart zuschlagen und Schläge einstecken können. Um es klar zu sagen: Saldana ist hier weder glaubwürdig noch sexy, sondern nur hungrig.

Ansonsten ist das beste, was man über The Losers sagen kann, dass der Film nur dumm ist.

The Losers (2010)

The Losers ist die Art von Film, in der die Hauptfiguren in einem Standbild vorgestellt werden, bei dem ihre Namen und Spezialgebiete zischend ins Bild fliegen. Die Art von Film, bei dem Actionszenen mitten in der Bewegung eingefroren werden, um Dynamik zu ersetzen. Die Art von Film, bei dem es weniger als drei Minuten dauert, bis Black Betty eingeblendet wird. Die Art von Film, die normale Dialogszenen mit einer Handkamera aufnimmt, damit man einfach drauflos filmen kann und sich nicht viel überlegen muss. Und vor allem die Art von Film, bei dem hunderte von Leuten erschossen und sonstwie getötet werden, aber kein Tropfen Blut fließt. Die Loser können denn auch ihren Tod vortäuschen, weil nach einer Explosion ohnehin keine Leichen übrig bleiben, also werden ihre auch nicht vermisst.

Am Ende explodiert ein Flugzeug nur zwei Meter von einer Hauptfigur entfernt, ohne dass diese irgendwie beeindruckt scheint. Und dann taucht eine Fußballschiedsrichterin auf, die natürlich in Hollywood unbedingt grobschlächtig und maskulin sein muss – aber trotzdem glaubwürdiger kräftig und tough ist als Zoe Saldana. Dazwischen gibt es seltsame Szenen mit dem Bösewicht Jason Patric und seinen Untergebenen, die wirken, als habe man kein Drehbuch gehabt aber Patric gesagt, er solle mal »bedrohlich« sein. Patric hat Gewalt über eine fiktionale Superwaffe, mit der er… irgendwas machen will. Was genau wird niemals ganz klar.

Allerdings ist The Losers nur dumm, nicht bösartig. Die Filmemacher möchten merklich, dass man Spaß hat, und manchmal klappt es dann auch, in kurzen Szenen, dass die Sorglosigkeit, mit der hier inszeniert wird, auf den Zuschauer überspringt. Man akzeptiert zumindest die Welt und die Ereignisse, auch wenn sie sinnlos sind, und findet kleine Augenblicke, die sich lohnen. Das kann man dem Film nicht absprechen. Und man merkt, dass man Filme vermisst, in denen die Helden einfach Spaß daran haben, was sie tun. All die verbissenen Superhelden, die ernst und verdrossen in die Kamera starren, um das Gewicht ihrer Aktionen zu verdeutlichen, lassen Menschen, die das, worin sie gut sind, gerne tun, zu einer Seltenheit werden.

The Losers ist kein guter Film, aber harmlos genug, um gute Videounterhaltung zu sein, ein Film, den man sich im Freundeskreis mit ein paar Bier gut ansehen kann. Ob das ein Lob ist, muss jeder selbst entscheiden.

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