Das klingt wie eine spektakulär schlechte Idee.
1) Bitte macht alle eue Handys im Kino an
2) Bitte redet im Film
3) Lass uns unsere Hauptfiguren zu unentschlossenen Idioten machen
4) Tun wir so, als hätte noch nie jemand interaktive Filme gesehen.
Mal ehrlich, wenn ich in so einen Film ginge, und nach zehn Minuten sagt der Angerufene, das Opfer solle runter gehen und der Killer schnappt zu, der Film ist zu Ende – oder das Opfer entkommt, der Film ist zu Ende –, dann bin ich stinkig.
Die Alternative ist, das nicht möglich zu machen. Entweder wie im Trailer oben, dass das Opfer dann sagt: “Da unten ist jemand”, und wenn man sie wieder runter schickt, sagt sie das nochmal, und nochmal – oder sie setzt sich über unsere Entscheidung hinweg, bis dann doch das gemacht wird, was der Film will, oder man pfuscht anderweitig dran rum – geht das Opfer runter, stößt es auf die gefesselte Person, geht das Opfer rauf, stößt es auf die gefesselte Person – in beiden Fällen ist das nur pseudo-interaktiv.
Obwohl es vielleicht lustig wäre, eine halbe Stunde lang: “Da unten ist jemand.” – “Geh runter.” – “Da unten ist jemand” – “Geh runter” – “Da unten ist jemand” – “Geh runter” – “Da unten ist jemand” zu spielen.
Und was passiert, wenn jemand den Film zum Anlass nimmt, das “Opfer” in die Fänge des Killers zu treiben? Geht das?
Nee, Film ist eben kein interaktives Medium – dafür erlaubt Film, kohärente Geschichten zu erzählen. Gerade im Horrorfilm hätte ich gedacht, dass die Hilflosigkeit des Publikums ein wichtiger Faktor des Grusels ist.
- via 5 Filmfreunde [↩]

Comments 3
Das phänomenal neue wird vermutlich sein, dass die Zuschauer über eine kostenpflichtige Nummer anrufen werden müssen *g*
Posted 25 Mar 2010 at 08:54 ¶Ups, hab überlesen, dass die Zuschauer angerufen werden … Insofern wirds sie nichts kosten. Naja, machts trotzdem nicht besser, Gründe hattest du ja genannt.
Posted 25 Mar 2010 at 08:58 ¶Hört sich wirklich bescheuert an
Posted 26 Mar 2010 at 11:00 ¶Post a Comment