Kultusministerkonferenz? Pfft!

Wenn ich eine Hausarbeit schreibe, dann richtig. Und wenn das Thema beispielsweise Handlungskompetenz lautet, kann es schon mal passieren, dass ich kleiner Student mir durchlese, was Experten und Kultusminister geschrieben habe und zu dem Urteil komme, dass das logisch betrachtet Unsinn ist. Muss dann ja auch mal gesagt werden…

Wer sich mit dem Lernfeldkonzept für Berufsschulen beschäftigt, wie es die Kultusministerkonferenz (KMK) in ihrer Handreichung von 2007 definiert, der stößt sehr schnell auf den Begriff der Handlungskompetenz. Die Entwicklung dieser Handlungskompetenz soll Leitziel der beruflichen Bildung sein; umso schwerer wiegt die Tatsache, dass die Definition dieser Kompetenz keineswegs eindeutig ist. Ein Blick in die Literatur entdeckt verschiedenste Ansätze, um Handlungskompetenz einzugrenzen. Ohne eine eindeutige Definition aber stehen Lehrpersonen vor dem Problem, wie sie Handlungskompetenz fördern können und ihren Unterricht diesbezüglich evaluieren sollen. Die Gefahr ist, dass Schlagworte übrig bleiben, die unreflektiert für den eigenen Unterricht übernommen werden und keinesfalls ausreichen, um Schüler und Schülerinnen (SuS) auf die Anforderungen der modernen Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten.

In der folgenden Arbeit wird zunächst auf die unterschiedlichen Ansätze zur Handlungskompetenz eingegangen. Dabei wird auch der Ansatz der KMK auf logische Schwächen hin überprüft und festgestellt, dass die Handreichung von 2007 keinesfalls der Unsicherheit Abhilfe geschaffen hat. Anschließend wird ausgehend von dieser Unsicherheit das Paradigma der Handlungsorientierung und seine Umsetzung in der Praxis kritisch begutachtet; hier wird besonders auf die Methode des Kooperativen Lernens eingegangen. Damit soll ein Eindruck verschafft werden, welche Herausforderungen auf Lehrpersonen in der Berufsschule warten und wie sie ggf. diesen Herausforderungen begegnen können.

Download der Hausarbeit hier (PDF)

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