Impfen ist einer der größten medizinischen Segen unserer Zeit. Allein durch Impfstoffe haben wir es geschafft, Masern, Röteln, Kinderlähmung und viele andere Krankheiten zurückzudrängen, und Grippeimpfungen können ebenfalls Leben retten. Das Problem: wenn die Krankheiten verschwinden, merkt keiner, was für tolle Arbeit die Impfstoffe tun. Stattdessen wird alles, was in den Tagen nach einer Impfung passiert, als Resultat der Impfung interpretiert und es entwickelt sich Skepsis gegen diese Praxis.
Dadurch kommt es, dass plötzlich nicht nur in unterentwickelten Ländern, sondern sogar in Ländern wie England oder den USA plötzlich wieder die Masern ausbrechen. Na und, wird man da sagen, ist doch eine typische Kinderkrankheit… Die WHO meldete für das Jahr 2000, dass 1,7 Millionen Kinder an den Masern starben, die durch Impfung nicht gestorben wären. Masern sind keine einfache Erkältung – und Impfgegner setzen die Gesundheit von Kindern aufs Spiel, sogar deren Leben, wenn sie unwissenschaftlichen Unfug verbreiten.
Nun gibt es Leute, die Impfungen alle möglichen Folgen nachsagen, und besonders “in” ist die Behauptung, durch Impfungen werde Autismus verursacht. Es gibt eine Korrelation von steigenden Autismusraten und umfassenderen Impfungen, die zwar nicht perfekt ist, aber auf den ersten Blick stutzig machen kann. Allerdings liegt das zu einem Großteil daran, dass medizinische Diagnostik besser wurde und daher mehr Autismusfälle erkannt werden, nicht, dass mehr vorkommen.
Alle Studien zu Impfungen und Folgeerkrankungen wie Autismus sind negativ verlaufen, und als das angeblich so gefährliche Thimerosal aus Impfungen genommen wurde, gingen auch die Autismusfälle nicht zurück, wie sie es hätten tun müssen. Es gibt keine Verbindung zwischen Impfen und Autismus.
Alle Studien? Nicht ganz. Eine einzige Studie gibt es, die das Gegenteil behauptet. Oder sollte ich sagen: gab es? Andrew Wakefield, ein Star der Impfgegner, hatte in einer Studie Ergebnisse erzielt, die auf eine Verbindung zwischen Impfen und Autismus deuten ließ. Wie es sich gehört, haben die Impfgegner stets alle Studien für ungültig erklärt mit Ausnahme dieser einen.
Das Problem ist, dass Studien wie Kochrezepte sind. Ich kann behaupten, ein Rezept für zuckerfreie Mousse zu haben, aber bevor andere Köche das nicht nach Rezept nachkochen können, gilt das nicht. Und so müsste man die Zutaten von Wakefields Studie nehmen können und seine Ergebnisse bekommen, wenn an dem Ergebnis etwas dran wäre. Das hat aber niemand geschafft, und so gab es immer schon Zweifel daran, ob Wakefield sauber gearbeitet hat. 2004 haben sogar 10 der 12 Autoren ihre Beteiligung an der Studie zurückgezogen, und Journalist Brian Deer deckte viele Unstimmigkeiten auf.
Jetzt hat eine Untersuchung festgestellt, dass Wakefield in dieser Studie nicht nur höchst unethisch handelte – so punktierte er z. B. ohne Einverständnis die Lunge mehrerer Kinder und “zeigte sich unbeeindruckt vom Leid der Kinder”, als er ihnen Blut abnahm. Nicht nur das:
Die Studie wurde von Anwälten finanziert, die für Eltern arbeiteten, welche Impfhersteller verklagen wollten. Und Wakefield selbst hatte das Patent auf eine alternative Behandlung, die das Impfen ersetzt hätte, welches er kritisierte – also auch noch klare Interessenkonflikte. Das in Verbund mit der Tatsache, dass niemand die Ergebnisse reproduzierte, ja dass alle anderen Studien und Daten gegen einen Zusammenhang sprechen, und die Sache sollte klar sein.
Das prestigeträchtige britische Journal Lancet hat daraufhin die Studie zurückgezogen.
Jim Moody, Vorsitzender von SafeMinds, einer Elterngruppe, die von einem Zusammenhang zwischen Impfen und Autismus ausgeht, sagte, der Rückruf der Studie werde die Glaubwürdigkeit von Dr. Wakefield bei vielen Eltern stärken.
Kein Kommentar.((via Butterflies and Wheels))
Und hier noch eine Liste von Krankheiten, gegen die wir impfen können, und was die so anrichten.

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[...] zulassen. Wenn sie sich aber nicht durchsetzen – dann können wir eh aufhören, oder? Dann gebt Andrew Wakefield den [...]
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