Flint Lockwood ist ein Erfinder. Na ja: er ist ein Beinahe-Erfinder. Soll heißen, dass er viele Sachen erfindet, die auch alle funktionieren, aber irgendeinen Haken haben. Seine Sprühschuhe kann man nicht mehr ausziehen, sein Aufzug endet in einem Toilettenhaus, und sein Affe kann zwar sprechen, sagt aber immer nur einfachste Gedanken. Kein Wunder also, dass sein Vater lieber hätte, dass Flint mit ihm in seinem Sardinen- und Anglergeschäft arbeitet. Sardinen sind nämlich die einzige Einnahmequelle für die kleine Insel, auf der Flint lebt.
Natürlich kommt es dann doch anders.

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (2009)
Natürlich kommt es dann doch anders. Schon wieder.
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen ist ein Animationsfilm, den man in 3D sehen kann, aber absolut nicht muss. Er gehört auch zu den wilderen und slapsticklastigen Familienfilmen. Aber im ganzen Film ist kein Furzwitz zu finden, und der einzige Bösewicht wird nicht brutal abserviert. Die gängigsten Probleme sind also schon mal umschifft.
Dafür aber hat der Film eine leicht abgedrehte Idee von Humor, die mir absolut zusagt. Ich habe mich bei Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen wirklich köstlich amüsiert, und das, ohne dass ich irgendwo allzusehr das Auge zudrücken musste. Zwar ist Flint am Ende der Held der Geschichte, aber Sam Sparks und andere Figuren kommen nicht wirklich zu kurz. Es ist ein relativ egalitärer Film, ein Film, in dem Wissenschaft cool ist und vor allem ein Film, in dem Brathühner sich zum Angriff formieren und es eine Gefahr ist, einem Affen Gummibärchen zu geben und der beliebteste Typ der Stadt immer noch in Babywindeln rumläuft – und nur in Babywindeln.
Also, wenn die Sardinen mal nicht beißen, muss man seinen Köder einfach weiter ausholen. Oder so. Jedenfalls: Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen kann man sich absolut ansehen, mit allen und jedem, der alt genug ist, von hektischen Actionszenen nicht überfordert zu werden.
Allerdings keine Garantie dafür, dass man danach noch Hamburger essen will.

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