In Dinslaken soll ein katholischer Kindergarten geschlossen werden: das Geld ist nicht da, das Gebäude erfüllt nicht die notwendigen Anforderungen. Die Eltern aber sind sauer auf die Kirche, weil die einen Neubau angeblich verhindere. Das Konzept für den Neubau ist einfach – und wird bei den Bekenntnisschulen ja ohnehin schon durchgeführt: staatliche Finanzierung.
Die Idee des Elternrats lautet nun also: die Stadt baut ein neues Gebäude mit Bundeszuschüssen und finanziert den Kindergarten voll, die Kirche darf das Personal aussuchen. Nun sind die konfessionellen Kindergärten ohnehin schon zu unterschiedlichen Teilen staatlich finanziert, aber eine vollständige Finanzierung ist doch heftig, zumal es angeblich Signale aus der Stadtverwaltung gegeben habe, die diese Idee für umsetzbar halten.
Wirklich? Wo sind dann die muslimischen Kindergärten, bei denen die Imame über das Personal entscheiden dürfen, natürlich auf Staatskosten? Und die humanistischen Kindergärten, bei denen es verboten ist, an Gott zu glauben, will man da arbeiten – auf Staatskosten?
Aber den christlichen Glaubenstest, den darf man einführen, auch wenn der Staat die Einrichtung finanziert? Puuhhh. In der Rheinischen Post ist man sich der Problematik anscheinend nicht bewusst – liest man den Artikel, wird das überhaupt nicht angesprochen.

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