Sam (Sam Rockwell) arbeitet auf dem Mond, wo aus Mondstaub Energie gewonnen wird, um damit die Erde sauber mit Kraftstoffen zu versorgen. Sein Dreijahresvertrag läuft in zwei Wochen ab, und er freut sich sehr darauf, endlich seine Frau und seine kleine Tochter wiederzusehen. Dann hat er einen Unfall.

Moon (2009)
Moon hat ein kleines Budget, aber das macht nichts. Man merkt es dem Film kaum an, auch weil er so sparsam mit Drehorten und Schauspielern ist. Aber vor allem, weil er fasziniert – und dann kümmert es einen nicht, wenn da eine Animation nicht ganz echt wirkt. Moon hat ein kluges Drehbuch, es ist eine Charakterstudie und zugleich eine absolute Seltenheit: ein intelligenter Science-Fiction-Film.
Anders als Sunshine hält Moon das sogar bis zum Ende durch und wird nicht plötzlich zum generischen Thriller. Er bleibt anregend. Vor allem ist es erstaunlich, dass der Film eine Situation erzählt, die glaubwürdig ist, die eigentlich sogar logisch ist und in Ordnung geht, aber die trotzdem gleichzeitig gruselig ist und einen faden Nachgeschmack hinterlässt.
Ist es ethisch, eine Person für eine Welt zu opfern? Ja. Trotzdem kann man sich dabei scheiße fühlen. Gäbe es keinen anderen Weg? Das weiß man als Zuschauer natürlich nicht, das ist immer die Frage. Aber hier steht das System und sein Nutzen gegen den Nutzen des Einzelnen. Instinktiv fühlt man mit dem Einzelnen und ergreift seine Partei – aber ist das wirklich richtig? Oder vielleicht nicht?
Das alles schwingt mit, aber gleichzeitig geht es primär darum, wie Sam mit seiner beschissenen Situation umgeht, was er für ein Typ ist, und ob man dem Roboter trauen kann – er hat so eine vertrauenswürdige Stimme…
Absolut sehenswert, Moon. Absolut.

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