So, letzter Filmbeitrag für ein paar Tage. Wir hatten die zehn besten Filme des Jahrzehnts – bestimmt habe ich welche vergessen (z.B. Ghost Dog oder Brügge sehen und sterben, die hiermit empfohlen sind) oder würde die Liste in ein paar Jahren anders machen –, es fehlen noch die zehn besten dieses Jahres. Wer aufgepasst hat, kann zwei Filme schon vorhersagen, die sind nämlich auf der Jahrzehntsliste gelandet.
Nicht auf der Liste:
The Informant! – nicht gesehen
Star Trek – schon beim zweiten Gucken fällt die Formelhaftigkeit dieses Films stark auf, alle fünf Minuten eine Actionszene reinzuwerfen. Immer noch spaßig, aber ein wenig zu spaßig.
Oben – nach Ankunft im Dschungel fällt Pixar nicht mehr viel ein. Der Film macht Spaß, aber Top10-Material sieht anders aus.
District 9 – dafür sind die Nigerianer dann doch zu problematisch, der eigene Standpunkt zu Rassismus zu unsicher.
Harry Potter und der Halbblutprinz – romantisierte Kitschmomente, statt sich auf das wesentliche zu beschränken. Bislang sind zwei Filme von sechs richtig gut gewesen, hoffen wir auf die letzten beiden.
Und jetzt…
10. Tödliches Kommando – The Hurt Locker ist ein fesselnder Film über den Irakkrieg, fast dokumentarisch, lässt die Politik außen vor und ist doch alles andere als unpolitisch. Klasse Film und schön, Kathryn Bigelow bei der Arbeit zu sehen.
9. Durst – Park Chan-wook macht einen Vampirfilm, der Schuld und Sühne, Glauben und Sünde zum Thema hat. Das geht, das geht sehr gut sogar. Wer braucht da schon Twilight?
8. An Education – Ein Schulmädchen wird von einem Dandy verführt, im England der Sechziger Jahre. Menschliche Romanze, ein Film über das Erwachsenwerden und das ebenso sein. Toll gespielt.
7. Coraline – trotz meiner Bedenken ein spaßiger Animationsfilm mit weiblicher Heldin, hätte noch viel besser sein können, ist aber schon gut genug.
6. In the Loop – richtig bissige Satire auf politische Machenschaften und Spin-Doktoren, alle Ähnlichkeiten zum Vorfeld des Irakkriegs sind beabsichtigt.
5. Wo die wilden Kerle leben – einfühlsamer Film über Kindheit und Kinder, ohne kitschig oder verklärend oder zu zynisch zu sein. Klasse.
4. Drag me to Hell – ein Gruselschocker von Sam Raimi, der es halt immer noch kann. Spaßig, spannend, extrem unterhaltsam.
3. Moon – Das Jahr der unmöglichen Filme: ernsthafter Kinderfilm, bissige Satire, und jetzt ein intelligenter Science-Fiction? Tatsache.
2. Shopping-Center King – Observe and Report ist eben wirklich ein Film, der mich im richtigen Moment erwischt hat. Gnadenlos.
1. Inglourious Basterds – der beste Film des Jahrzehnts ist natürlich auch der beste Film 2009. Keine Frage.
Gegenstimmen?

Comments 1
Drag me to Hell fand ich auch ganz lustig aber die Handlung war halt sehr vorhersehbar.
Posted 31 Dec 2009 at 14:16 ¶Post a Comment