Vorwort: 140 Kapitel, über 300.000 Wörter, fast vier Jahre
Am 2. Oktober 2004 erschien der erste Prolog der Story Hour um die Stadt in Ketten. Das erste Kapitel wurde am 20. November im DnD-Gate veröffentlicht. Heute schreiben wir den 29. August 2008. Dazwischen liegen dreieinhalb Jahre Rollenspiel und fast vier Jahre Schreiben. Eine lange Zeit.
Die Abenteuer der Kettenbrecher als Spielleiter begleiten zu dürfen, war mir eine große Freude. Dies war die längste Kampagne meines Rollenspiellebens, und die beste, und zu allem Überfluss endete sie nicht, wie die meisten Kampagnen, mit einem abrupten Schluss wegen Lustlosigkeit, sondern hatte ein richtiges und echtes Ende. Jetzt, mit dem letzten Wort des letzten Epilogs, ist die Geschichte der Kettenbrecher endlich abgeschlossen.
Ich weiß noch gar nicht, wie das in der Zukunft so sein wird, nicht mehr den inzwischen allgegenwärtigen Gedanken zu haben: “Ich muss noch Story Hour schreiben.” Aber in erster Linie denke ich, dass sich diese Idee wie Freiheit anhört.
Man sagt, es ist das schwerste für einen Schriftsteller, ein längeres Werk zu beenden. Jetzt weiß ich auch, warum man das sagt. Mehrmals hätte ich zwischendrin fast aufgehört, hätte das alles sein lassen. Ein Teil von mir hasste es, diese Kapitel zu schreiben. Nicht nur, weil sie so kampflastig sind und noch dazu zumindest halbwegs das D&D-System erkennen lassen sollten, sondern auch wegen der fehlenden Figurenfreiheit. Die Hauptfiguren sind schließlich nicht meine Charaktere, sondern die Spielercharaktere meiner Gruppe. Jede Einsicht in die Figuren muss immer mit dem nötigen Abstand erfolgen, sodass den Spielern nichts vorgeschrieben wird. Zuerst habe ich mich damit begnügt, dafür Zwischenspiele oder Extras zu schreiben, in denen ich die Nichtspieler-Charaktere beleuchtete. Später schlief das ein, weil ich es ein wenig auch einfach hinter mich bringen wollte. Daher – und das ist vielleicht mein größtes Bedauern – habe ich auch keine Geschichte zu jedem der sieben Käfigmacher geschrieben, obwohl ich sie alle geplant hatte. Die Käfigmacher, diese Schurken, die ich nach den sieben Todsünden und der Bildvorlage erstellt habe, die man in den umfangreichen Extras sehen kann
(Grimm: Stolz, Sonnentau: Geiz, Phönix: Wolllust, Gottesanbeterin: Neid, Pfeifer: Unmäßigkeit, Finster: Trägheit, Racheengel: Zorn).
Im Folgenden findet ihr über tausend Seiten Material zu dieser großen Kampagne, davon allein 860 Seiten Story Hour, Extras nicht mitgerechnet. Der Text wurde nur grob überarbeitet, also gibt es bestimmt einige Fehler darin, aber da müsst ihr halt durch. Helden schaffen das. Letzten Endes bin ich, wie Pellir der Gerechte, nur ein einfacher Barde. Als solcher brauche ich Material und Publikum. Darum geht ein großer Dank an meine Spieler Andreas, Georg, Michael, Nils und Oliver (sowie Gastspieler Sebastian), die es schafften, Spielercharaktere mit so viel Leben zu füllen, dass es bei allem Unmut doch immer Spaß machte, über sie zu schreiben, und die Kampagne zu Ende zu bringen. Ein ebenso großer Dank an all die Leser aus dem DnD-Gate, von denen einige als Gastrollen verewigt wurden, aber viel mehr erwähnt werden müssten. Ohne ihre Kommentare und ohne das Wissen, gelesen zu werden, wäre diese Story Hour mit Sicherheit nicht beendet worden. Ich mache das ja nicht für mich. Nicht nur.
Und jetzt kann ich nur noch Mad Mel Gibson zitieren, der in dem Film Braveheart einen weisen Ausspruch ins Drehbuch geschrieben bekam: FREIIIIIHEIT!
Viel Spaß beim Lesen,
Patrick “Berandor” Pricken
Essen, 29.08.2008
Hier ist die PDF mit 1000 Seiten und 12,5 MB Größe.

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[...] auf übrigens der Rote Drache, den mir meine Rollenspielgruppe zum Abschluss einer tollen Kampagne schenkte, ein Dinosaurier-Skelett aus Holz aus dem Planetarium Münster (wo sie auf Glückssteine [...]
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