Die Buskampagne mit atheistischen Slogans hat bislang über 30.000 Euro an Spenden eingenommen. Trotzdem ist nicht alles gottlos, was glänzt.
Vor allem Verkehrsbetriebe nicht.
Die Kampagne ist ja keine deutsche Erfindung. Busse und Werbeplakate mit lebensbejahenden, gottverneinenden Slogans gibt es in Großbritannien, Spanien, Australien, Brasilien, der Niederlande (keine Busse), der Schweiz, Kanada, Italien, den USA, und womöglich habe ich noch Länder vergessen. Überall konnten die Veranstalter ihr Geld bei den Verkehrbetrieben unterbringen.
Überall? Nein, nicht bei uns.
In Deutschland haben bereits abgesagt: Berlin, München, Stuttgart, Dresden, Potsdam, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Regensburg, Bremen und jetzt auch Nürnberg. Und das, obwohl Kirchen sehr wohl mit Verkehrsbetrieben kooperieren – in Berlin durfte die Kirche beispielsweise auf Unterschriftenfang für ProReli gehen.
Woher kommt das? Ich nehme Deutschland im Alltag jetzt nicht als ein besonders kirchentreues Land wahr. Täusche ich mich da, oder sind wir einfach nur zu politisch korrekt, um eine normale Meinungsäußerung wie: “Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott.” nicht als “glaubensverachtend” (Zitat Bremer Verkehrsbetriebe) einzustufen und sich davor zu drücken, sie abzudrucken?
Ich verstehe es nicht…

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