Lange Zeit hatte ich nach dem Schreiben Krämpfe in der Hand. Das war sehr unangenehm, wie man sich denken kann. Dann entschloss ich mich, mir doch mal eine ergonomische Tastatur zuzulegen, und griff nicht nur zu einer geschwungenen, sondern einer leicht geteilten, der Microsoft Natural Ergonomic 4000. Von den “echten” ergonomischen war sie die günstigste, auch wenn ich immer noch mit anderen Lösungen liebäugele.
Der Kauf war eine gute Entscheidung.
Es dauerte ein wenig, bis ich mich an die Tastatur gewöhnt hatte. Zuerst produzierte ich reihenweise Tippfehler. Aber durch die geteilte Tastatur wurde ich dazu gezwungen, nicht nur umzulernen, sondern auch stärker mit zehn Fingern zu tippen. Inzwischen kann ich blind tippen und merke, dass die Tastatur nicht genaau ausgerichtet ist, wenn ich viele Fehler mache.
Ich tippe schneller, sicherer – und am wichtigsten ist, dass meine Handgelenkschmerzen jetzt fast nur noch von extremer Mausbenutzung kommen, also viel seltener geworden sind. Danke, Microsoft.
Was soll euch der obige Text sagen? Dass ich zufrieden mit meiner Kaufentscheidung bin. Aber warum?
Weil sich meine Hände an die Beanspruchung durch viel Schreiben gewöhnt haben, und die Schmerzen daher zurückgingen?
Weil ich gelernt habe, mit 10 Fingern zu schreiben, und dadurch schneller, sicherer und auch entspannter tippe?
Weil ich mir einbilde, weniger oft Schmerzen zu haben, und dies auf die Tastatur zurückführe?
Weil ich durch das Wissen, eine ergonomische Tastatur zu haben, tatsächlich weniger Schmerzen habe, ohne dass die Tastatur hilft?
Weil die Tastatur zurfällig für meine Handstellung die richtige ist?
Oder weil die Tastatur wirklich gut ist?
Denkt daran, wenn ihr Erfahrungsberichte lest oder hört, dass sie keine repräsentativen und kontrollierten Ergebnisse darstellen. Und die Mehrzahl einer Anekdote sind viele Anekdoten, nicht wissenschaftliche Daten.
Und jetzt geht’s und kauft die Tastatur!

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