Robert Graf ist eine Figur, die mir für einen Roman vorschwebte. Aber so ganz recht wusste ich doch nicht, ob er taugt und wie. Aber er juckte mir in den Fingern. Also schrieb ich für ihn in eine Kurzgeschichte aus einem alternativen Essen – einem mit Zauberei und Monstern. Urban Fantasy nennt man das wohl, wobei die Grenze zum Horror für mich verschwimmt. Jedenfalls erlebt unser Robert so einiges.
Robert Graf schloss die Wohnungstüre und lehnte sich gegen sie. Er schöpfte Atem. Er horchte. Die Wohnung war ruhig, aber nicht unnatürlich still. Ein gutes Zeichen. Robert legte den Bolzen vor. Ohne Licht zu machen, ging er den Flur entlang, passierte den Garderobenspiegel – er war noch verhüllt, ein Glück – und trat ins Bad. Vor dem großen Spiegel hing ein schwarzes Bettuch. Robert atmete hörbar auf. Er war erst einmal in Sicherheit.
Mit dem Ellbogen legte er den Lichtschalter um. Das Licht schmerzte in seinen Augen, und als Robert sie zusammen kniff, hörte er den Todesschrei erneut in seiner Erinnerung. Er schrak zusammen, aber der Moment war vorbei. Roberts Hände hörten endlich auf, zu zittern. Robert betrachtete die Scherbe in seiner Hand, als sähe er sie zum ersten Mal. Mühsam lösten seine Finger ihren Griff. Die Scherbe fiel ins Waschbecken und brach entzwei. Robert drehte den Hahn auf und wusch sich das Blut von den Händen.
Mehr gibt es hier: Von Spiegeln und Masken

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[...] dann »mit der Stärke des Plots«. Das ist etwas, was ich bspw. in meiner Kurzgeschichte Von Spiegeln und Masken versucht habe, zu vermeiden. Fähigkeiten sind dann interessant, wenn sie Grenzen haben – nur [...]
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